Altwerden

Altwerden ist bei uns derzeit Thema. Allerdings nicht unser eigenes – aber wenn man die 50 überschritten hat, dann ists ganz normal, sich im Freundeskreis darüber zu unterhalten, was denn die Pflegekasse zum einen Vater, was das Krankenhaus zur anderen Mutter, was die Sozialstation zu noch anderen Eltern zu sagen hat – und bei uns sinds halt in den letzten vier Wochen gleich drei ole Lüüd, über die wir uns Gedanken machen*: de ole Mann und sin ole Fru, Volkers Eltern, die beide Mitte 80 sind und bei denen mit ihrem Schlaganfall vor einigen Wochen einges anders werden muß. Wen’s interessiert: sie ist wieder daheim, nimmt das ganze mit stoischer Heiterkeit – für die ich sie sehr bewundere – und vor allem: jetzt, wo’s wirklich nötig ist, kann sie Hilfe zulassen, und das ganz ziemlich ohne zu hadern – jammern ist eh nicht ihr Ding. Seins schon, aber er regelt und macht so gut er kann. Für uns ists schon leichter, seit sie wieder daheim ist (vorher war jeder freie Tag mit Krankenhausbesuchen belegt, und die gingen nicht unter 4 Stunden ab, samt ihn abholen und zurückbringen), ab nächste Woche gibts dann auch Sozialstation zur Hilfe, dann können wir hoffentlich in unsere alte Rolle als „lieber Besuch“ zurückschlüpfen und sind nicht mehr nötig als Helfer und Stützen – „wir“ heißt dabei immer: ein anderes Paar und wir beide.

De ole Lüüd haben übrigens ein riesiges Netz an Menschen, die sie mögen und unterstützen: Freunde, Nachbarn, Verwandte sind dabei, aber auch der Schäfer (der Brot mitbringt, wenn er kommt) oder die Putzfee (die auch mal mit de ole Mann zum Krankenhaus fährt). Das ist schon doll, aber jahrzehntelang sind halt auch die beiden die Gebenden gewesen, JedeR fühlte sich stets willkommen und angenommen dort. Jetzt gibts retour ….. sie haben sich das auch wirklich verdient, aber selbstverständlich ist das ja trotzdem nicht! Leider ist er mental inzwischen wirklich SEHR alt geworden, so daß er vieles als selbstverständlich nimmt, das das wirklich nicht ist. Sie aber weiß das von ganz innen heraus zu schätzen.

Aber ich sprach ja von dreien – und die Nummer drei wohnt in unserem Haushalt: unser Katz, der ja in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiern wird!

Letzte Woche abends plötzlich brach er hinten weg beim laufen – ein Riesenschreck für uns! Zweimal kurz hintereinander sahen wir das, danach war er zwar noch steif, aber es ging wieder. Und seither merken wir: er tut sich nochmal schwerer mit aufs-Sofa-hüpfen, auch das hinlegen dauert manchmal lange, es scheint zu schmerzen. Nun war guter Rat teuer – mit dem alten Kerl zum Tierarzt????? Och neeee….. drei Tage lang hab ich mit mir gerungen und dann beschlossen: ich fahre OHNE den Kater hin und schildere das ganze erstmal. Das habe ich heute getan, und dann war plötzlich alles ganz einfach:

„Ja“, sagt die Tierärztin „das ist ganz klassisch, das sind fast immer Arthrosen, die dazu führen. Da brauchen Sie mit dem alten Kerl nicht herzukommen, wir versuchen das erstmal mit einem Schmerzmittel, und wenn das nicht hilft, dann gucken wir weiter. Aber ich schätze, das wird nicht nötig sein.“

Jetzt bekommt der Katz also täglich einmal Tröpfchen. Wir müssen ein paar Tage warten, dann sollte sich zeigen, ob sich was ändert. Und dann kanns  die nächsten 20 Jahre so weitergehen, wenns nach mir geht ….


*Meine Eltern – der Herr Papa wird morgen auch schon 85!!! – und des Herrn Mama halten sich glücklicherweise wacker!!

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Der lange Weg zum Tivoli

Schon länger hatten wir gespart, Ziel waren vernünftige, aber kleine Boxen fürs Wohnzimmer. Nun war da so ein Tag…. so einer, von denen….., und an so einem Tag faßte ich den Entschluß: so, los jetzt:
wi fohr’n to Mediamarkt
und gucken nach Boxen.

Kapitel eins
In der neuen Zeit

Mediamarkt war’s dann nicht, sondern die Konkurrenz aus demselben Hause – allein, daß das so war (bzw daß wir beide dachten, an diesem Ort sei eben ein Mediamarkt) zeigt schon die Wichtigkeit von Elektronikmärkten für mich/ uns: sie liegt bei knapp über null *g* und dementsprechend selten halten wir uns auch dort auf. Das wiederum führte zu ziemlichem Erstaunen, als wir feststellen mussten: Boxen? Sowas scheint man heutzutage nicht mehr zu benötigen – es gab genau 3 Sorten, und die waren nicht klein, sondern im Gegenteil ähnlich sperrig wie die bei uns daheim bereits vorhandenen (Die deshalb seit 20 Jahren aus dem Nebenzimmer tönen, zumindest der Subwoofer, seit ich die richtig großen aussortiert hatte, weil die Hochtöner nicht mehr gingen und die etwas kleineren rübergepackt….. was bedeutet, daß man Musik nur noch bei geöffneter Scheibetür gut hören kann, was im Winter sehr energieverschwendend ist….)
Hmmmmm…. wir gingen also weiter.
Da- da sind doch auch noch Boxen!?
Näher ran, stehen da kryptische Wortfolgen, aus denen der Herr F. immerhin zu schließen vermochte, daß das zwar Boxen sind, abr solche, die per irgendwas mit Smartphones oder Computern verbunden werden – also nix für uns.

Frust auf der ganzen Linie.

Beim rausgehen kamen wir an Radios vorbei – halt!! RADIO!! Also, wenn wir schon in der Stadt sind, dann könnten wir doch….. unser altes, schönes Röhrenradio ist nämlich seit einigen Jahren nur noch Deko, weil es nach einigen Minuten sowas von seltsam rumbrummt, daß es nicht auszuhalten ist. Oder wahlweise ganz ohne Bass spielt – was auch Sch*** ist. Und da war der Gedanke schon länger da, sich so ein Radio anzuschaffen, wie ichs von der Freundin kenne – sieht schick aus, ist schön klein und hat guten Sound. Tivoli heißt es.

Kapitel zwei
Die Ausschaltung der kleinen Verkäufer

Also fuhren wir zur Roten Straße, denn dort im Kontorhaus gibt es diese Radios seit Jahr und Tag, und immer stand ich bewundernd davor – heute also sollte der Tag sein, an dem ich endlich zuschlagen würde.
Aber was ist DAS?
Auf dem Platz, an den die Tivoli gehören, steht anderes? Und auch sonst sehe ich sie nirgends!?
„Ja, das ist so eine Sache“, verkündet die Verkäuferin, „die Firma Tivoli hat beschlossen, daß wir und alle anderen kleinen Läden faktisch ihre Radios nicht mehr verkaufen dürfen – weil sie nur noch mehr als 50 (? Wir wissens nicht mehr genau, VIELE jedenfalls) auf einmal abgeben, und das können wir nicht!“
Oh.
Und wohin jetzt?
„Das tut mir leid, das weiß ich auch nicht. Hier in Flensburg ist niemand mehr, vielleicht in Hamburg?“

Kapitel drei
In Hamburg – oder im Internet.

Also ins Internet (nachdem ich kurz mit mir gerungen habe, denn im Grunde gehört so ein Verhalten natürlich mit Boykott bestraft. Aber.) Im Internet stellte sich dann raus: wenn schon, denn schon: die Dinger gibt’s inzwischen auch mit Bluetooth-Funktion (was heißt: der Herr F. könnte im Radio seine Musik vom Fairphone aus abspielen) Kostet bloß 20 Euro mehr. Bestellt.

Das war vor Weihnachten, der Händler schrieb im Netz, ab 3.1. werde geliefert.

Kapitel vier
Schöne neue Versandwelt

Januar wurde es. Geliefert wurde aber nicht!
Anfang Februar hat der Herr F. angerufen – nö, die haben noch(!) keine Radios da – ob er stornieren wolle? Ja.
Ich, ziemlich stinkig, musste mich belehren lassen, sowas sei normal: die schreiben einfach nicht hin, daß sie garnichts auf Lager haben, sonst würde ja Keiner bestellen, und sammeln dann, bis genug Bestellungen da sind.
ICH nenne das Beschiß, aber offenbar wird das so hingenommen…..
also nochmal weitergeguckt, nochmal woanders bestellt, wo ausdrücklich stand „auf Lager“ – und tatsächlich stand binnen weniger Tage das Radio auf dem Tisch.

Kapitel fünf
Juchu!
Oder???

Wunderbar – hübsch isses, guter Sound, Antenne, die jede Menge Sender bekommt –
aber es läßt sich nicht mit dem Fairphone verbinden! Und auch nicht mit dem zum testen geliehenen Smartphone der Bekannten. Beide Telefone sagen, im Umkreis gebe es kein Bluetooth-fähiges Gerät.

Tags drauf ruft der Herr F. die Firma an, ob sie eine Idee haben, aber eigentlich ists ganz einfach: Knopf auf „Bluetooth“-Stellung – dann findet das sendende Gerät das Radio, und los geht’s. Kann man nicht viel falsch machen, wird wohl was kaputt sein….. das sagt dann auch die Firma und empfiehlt, den Händler zu kontaktieren, um das Gerät umzutauschen

Kapitel sechs
Hotline oder nicht hotline- das ist hier die Frage

Und die Antwort lautet: Nicht hotline! Puh! Glück gehabt! Am Telefon ist der Händler selbst! Am selben Tag haben wir einen Retourschein in der Mail, natürlich behält sich der Herr Harrer (so heißt auch der Shop – und das ist jetzt eine Empfehlung!!) vor, das nachzuprüfen. Wir schicken das Gerät weg, zwei Tage drauf eine Mail: ja, es ist kaputt, Ersatz ist in der Post, und

Kapitel sieben
Ende gut, alles gut

schon am Tag drauf steht unser neues Radio an seinem Platz. Es ist wirklich ganz einfach: Bluetooth-Knopf gedreht, schon findet das Fairphone Verbindung und des Herrn F. Musik dudelt aus dem Radio……. Super Sound für so ein kleines Dingen, wir freuen uns!!

Kapitel acht:
Zwei Wochen später

Jepp, das war eine gute Investition von Zeit, Geld und Nerven: inzwischen habe ich auf des Herrn Fairphone eine eigene, ständig erweiterte Hör-Liste, mit der ich von Bob Dylan, Schandmaul, Bowie und ähnlichen Verirrungen in des Herrn Hörwelten verschont bleibe und fühle mich fast wieder in Zeiten der geliebten Mix-Kassetten zurückversetzt. Leider hat der Herr F. nur meine Original-CDs auf sein Phone überspielt, nicht die ganzen gebrannten, und so vermisse ich noch viel Lieblings-Mukke – aber nuja, ich kann die Liste ja eh nur abhören, wenn er daheim ist. Daß das Radio mono spielt, hört man nur bei ganz wenigen Stücken, der Sound ist prima, und uns macht das neue Spielzeug Spaß.

Nochmal nachgelegt. Aber anders.

Allgemeines Unbehagen, im Allgäu offenbar schon länger ein Thema ….

Zu einem ganz anderen Thema nämlich:

Als ich letztlich über DIE MENSCHEN schrieb, über das, was sie wollen könnten oder MAN meint daß sie wollen würden und darüber, wie ignoriert ich mich dabei mit meinem Wollen fühle, da kam ein Kommentar eines mir unbekannten Menschen hereingeflattert, der sich zum echten Zeitfresser entwickeln sollte (der Kommentar, nicht der Mensch *g*). Der Kommentar wies mich auf einen Text zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen hin, den ich großartig fand. (Ihr, die Ihr Verfechter des BGE seid, laßt Euch bitte nicht vom Titel abhalten zu lesen – das ganze ist sehr viel differenzierter als der vermuten läßt!!) Darüber kam ich auf den dort verlinkten Ergänzungstext, der sich mit dem Feedback zum Text befaßt, dann wollte ich wissen: wer schreibt denn da und warum, und dann – waren Stunden vergangen…..

Ich habe nun ganz am Anfang dieses Blogs, Ende 2016,  zu lesen begonnen und bedauere sehr, daß ich zu spät dran bin, um sozusagen in Echtzeit mitzuverfolgen, was sich da getan hat – denn ich musste feststellen, daß auch die Kommentare sehr interessant und bereichernd für mich sind.

Womit startet dieser Blog? Mit einem Text über die Ursache seines Entstehens, genannt „Das große Unbehagen“ ….  und damit beißt sich die Katze sozusagen in den Schwanz, denn ein ähnlich gelagertes allgemeines Unbehagen, auf einen Punkt kristallisiert, der mich halt grad besonders genervt hatte, hat ja auch mich zu meinem Text veranlaßt.

Ich werde mich langsam aber sicher da durchackern. Vielleicht finde ich ja ein paar Antworten – auf jeden Fall aber Anregung, Ideen, Nachdenkenswertes. Und jetzt wißt auch Ihr Bescheid und könnt klicken oder nicht *g* – wer weiß?


Und jetzt noch was zum lachen, in dieser Minute beim durchforsten meiner Newsfeeds entdeckt bei Onkel Maike

Ich jedenfalls hab mich gut gehögt!!! 🙂

Abgekartet Nr.12

Daran, wie ausgeblichen das „Pfötchen“ ist, sieht man schon, daß diese Karte, die ich vor ichweißnichtwievielen Jahren von der Rosenfrau bekommen habe, laaaange hing. Und zwar im oberen Bad, in einem Rahmen. Nun ist unser Bad oben neu gestrichen worden, was dringend nötig war, und im Zuge dessen hab ich auch zwei Karten ausgewechselt, deren eine noch verschickt werden kann und wird. Die andere, diese, kommt jetzt weg.

Knapp vorbei ist auch daneben. Zum Glück.

Dabei bin ich schon Die, die in jedem Dorf mal an den Rand fährt um die Spacken vorbeizulassen….Gestern mittag fuhr ich zur Arbeit und geriet bei 0°C in eine Art Pappschnee-Sturm. Es schneite heftig, gleichzeitig taute es, und außerdem fror das Getaute wieder an.

War nicht angenehm zu fahren, und dann kam auch noch eine kurze Strecke, auf der viel schlechter gestreut war als zuvor. Ich fuhr so um die 60, 65km/h und überlegte just, ob das nicht ein wenig schnell sei, da setzte hinter mir ein Lieferwagen zum überholen an- und kam prompt ins schleudern.

Unser Glück: er schleuderte erst auf die gegenüberliegende Fahrbahn, auf der Niemand fuhr. Deshalb war er beim gegenlenken schon ganz HINTER mir, und ich habe ohne betroffen zu sein im Rückspiegel betrachten können, daß er gegenlenkte und dann über meine Spur und Grünstreifen bis über den Radweg rutschte und mit einem Hinterreifen im niedrigen Straßengraben stehenblieb.

Die nächsten Kilometer hat mein Fuß auf dem Gaspedal herumgezittert, daß ichs kaum getreten halten konnte, aber anhalten ging auch nicht …. Glück gehabt!

Der Spacken ist übrigens auch wohlbehalten weitergefahren.

Nachgelegt

Nachdem meine Tipps zu guten Naturgartenblogs hier so gut aufgenommen worden sind, kann ich freudig vermelden, daß es etwas nachzulegen gibt 😉
Gefunden habe ich ein Blog, das durch eine wunderbare Mischung aus Information und Witz besticht:
Naturgartenfreude
bereitet genau solche 🙂 Der obige Link weist auf einen eher informativen Bericht, aber es gibt auch ziemlich witzige sowie sehr schöne Insektenfotos vom Balkon des Blogbetreibers.

——-

Als zweites ist da ein Blog, das mir in manchem aus der Seele spricht, zum Beispiel in diesem Plädoyer für das liegenlassen von gefallenen Blättern. Aber auch darin, daß die Schreiberin sich offenbar, ähnlich wie ich, schwer damit tut, ihre Wünsche und Einstellungen im „echten Leben“ offensiv zu vertreten. Im Blog geht’s, und ich nehme an, sie hofft wie ich, auf diese Art auch Jemanden oder etwas zu erreichen. Sie stellt aber auch auf sehr persönliche Weise unbekanntere Pflanzen vor und berichtet aus ihrem eigenen Garten. Mir gefällt’s gut 🙂


Nebenbei kurz berichtet: erstmals war letzte Woche ein Dompfaff an unserer Futtersäule zu sehen!

„Die Menschen wollen …“

  • nicht über Personal reden, sondern über ….
  • jetzt Antworten von uns hören zu…..
  • daß wir die Themen aufgreifen, die sie interessieren, und das sind…..
  • daß wir uns wichtigen Themen zuwenden wie……

höre ich in den letzten Wochen aus den Nachrichtensendungen tönen. Wer das sagt, das sind unsere PolitikerInnen, die ein neues Lieblings-Dummsprech gefunden haben, nämlich das von „den Menschen„, von denen sie allesamt behaupten genau zu wissen, was die wollen.

Sie wissen es aber nicht! Denn es gibt nicht „die Menschen“ – es gibt sehr unterschiedliche, und die wollen ganz unterschiedliches. Meineeine zum Beispiel möchte eine Menge Dinge, von denen keine Rede (mehr) ist. Ich möchte zB

  • eine Agrarwende hin zum ökologischen, und zwar sofort
  • die Erhöhung des Mindestlohnes, vielleicht sogar das bedingungslose Grundeinkommen – das weiß ich immer noch nicht so genau *g*
  • eine Bürgerversicherung, mindestens, lieber aber eine Änderung des ganzen Gesundheitsystems
  • das Ende der Braunkohle
  • Familiennachzug auch für subsidiär geschützte Flüchtlinge, und zwar sofort (man könnte ja, wenn man zu viel Angst vor zu vielen Flüchtlingen hat, bestimmen, daß das eine Bestandsschutzregelung für alle die ist, die schon hier sind – aber nicht gilt für Diejenigen, die meinetwegen erst ab Sommer hier ankommen. Die wissen dann, auf was sie sich einlassen. Die jetzt schon hier bzw auf dem Weg sind, sind ja unter der Prämisse der Nachzugsmöglichkeit gestartet!!! Ich finde das zutiefst unmenschlich, ihnen jetzt zu sagen „och, Du bist 2 Jahre hier und wartest, daß es endlich losgeht – jetzt erzählen wir Dir mal, daß alles anders ist und Du Deine Kinder nicht wiedersehen wirst“)
  • Umstellung der „Energiewende“ auf umweltverträgliche Maßnahmen (zB ein Ende des Vollwärmeschutzes und der Biogasanlagen, die Ackerfrüchte vergasen)
  • und ganz sicher keine Groko, lieber eine Minderheitsregierung

Ich weiß mich mit diesen Wünschen nicht alleine. „Die Menschen“ gibt es nicht, aber all die, die meine Wünsche teilen, werden derzeit einfach ignoriert. Es wird stattdessen behauptet, man wisse, was „die Menschen“ wollen, nämlich das, was man als Groko gerade so zusammengekungelt hat …. ich fühle mich bei diesem ständigen „die Menschen“ für dumm verkauft, genauso wie wenn das Immergleiche Weiterso als „Erneuerung“ tituliert wird.

Das übrigens ist das, was wirklich „die Menschen“ zu bewegen scheint, egal wohin man horcht: nämlich, daß sie so dumm nicht sind und sich gegen diese Ignoranz zur Wehr setzen. Leiderleider scheint das immer mehr Denen in die Hände zu spielen, die „die Menschen“ auf noch viel schlimmere Weise für dumm verkaufen als unsere Weitersos, den Populisten. Mich gruselt!

Ich hoffe sehr auf die Basis-Abstimmung in der SPD, auch wenn es verdammt unsicher ist, was geschähe, wenn jetzt, wo es eigentlich meinem Gefühl nach eher „zu spät“ ist, die Groko noch verhindert wird.

Warten wir’s ab.

——

P.S. Kennt Ihr das auch, das sich ein Wort umso absurder anhört und anfühlt, je öfter man’s sagt oder schreibt? Mir geht das grad so – hab mich sogar kurz gefragt, ob man „die Menschen“ tatsächlich so schreibt *gg*

 

Sachzwänge

6.2.

Heute wurde ich zwangsberadelt.

Ich musste nämlich mein Auto in die Werkstatt bringen. Es war nötig und es war der einzig mögliche Tag, angemeldet war ich auch – und ausgerechnet an DIESEM Dienstag musste der Herr F. nach Kiel auffe Arbeit (sonst ist dienstags Heimarbeitstag). Also habe ich mein Auto ins vielleicht 5 km entfernte Dorf zur Werkstatt gebracht – und bin zurückgeradelt. Mit dem Rad, das der Herr F. mir tags zuvor noch aufgepumpt und durchgeguckt hatte, und das ich im Kofferraum zur Werkstatt mitgenommen habe….. Bei -4° und: SONNE!!! Und es war sogar windstill- bei weitem das beste Wetter, das wir seit Wochen hatten 🙂

Boah, ej! Zwischendurch dachte ich, ich bekomme gleich Krämpfe im Oberschenkel. Dann wieder wurden leichte angeliter Hügel zu schier unbezwingbaren Bergen (nein, ich bin NICHT abgestiegen. Aber es war knapp) Meine Brille musste ich in die Manteltasche stecken – es gab die Wahl zwischen erfrorener Nasenspitze OHNE Tuch drüber, Blindflug wegen total beschlagener Brille MIT Tuch – oder eben brillenloser Fahrt. Ging.
Ehrlich jetzt: im Grunde war das wirklich schön. Ruhe, die hohe, klare Luft, die Landschaft mal ausgiebig angucken können, alles fein. Aber Mann was habe ich gelitten!!! *gg* Radfahren ist nix für Weicheier!!!! Da hülfe nur Gewohnheit. Aber die wird es nicht geben, schließlich ist nichts anderes so „nah bei“ wie diese Werkstatt…..

Zwei Stunden später ein Anruf – der Fehler, der zu lauten Gedröhne des Autos und Besorgnis meinerseits geführt hatte, war gefunden und behoben: ein Hitzeschutzblech, das sich gelöst hatte und deshalb ab und an – und sehr unberechenbar, also auch nicht reproduzierbar – an den Bremsen schleifte und dröhnte.

Also nochmal aufs Rad, immer noch sonnige 5 km geradelt und das Auto abgeholt. Die Rücktour war schöner, 0°, sonnig sind halt doch angenehmer zum radeln als -4°. Jetzt konnte ich nebenher ein wenig in die Landschaft und die Gärten gucken, die dicken Knick-Stubben bewundern, drei Bücher freilassen und sogar Fotos schießen.

Das ist neu. Aber mit dem Auto hätte ich nicht zum lesen angehalten.

Danke 🙂 Wünschen hilft, man sieht’s mal wieder!!

 

Daß nichts bleibt, daß nichts bleibt wie es war.

Das Jahr 2017 hatte, Ihr wisst es, kaum schöne Tage für uns hier im Norden. Und so kam es, daß wir vieles nicht getan haben, das wir gern getan hätten. Lagerfeuer gab es zum Beispiel nur erbärmliche zweimal, in Schlei oder Ostsee gebadet haben wir garnicht, keine Dorfspaziergänge gemacht. Auch ein Besuch im Gulde-Garten war beim Nichtstattgefundenen, und nun DAS:

Vorbei

Ach, was’n Mist! Ich war ziemlich betrübt, als ich das las, fast sogar geschockt, und beim durchgucken der Rest-Website merkte ich irgendwann, daß ich innerlich sang – immer wieder einige Zeilen aus dem einen Lied vom Herrn Wader, das ich mag:

So vergeht Jahr um Jahr
und es ist mir längst klar
daß nichts bleibt
daß nichts bleibt, wie es war

Mal abwarten, wohin der angekündigte Umzug geht, und ob da auch wieder ein Garten entsteht, oder ob’s bloß ein Atelier wird.

Überhaupt sind schon mehrere unserer Lieblingsstätten nicht mehr, zB das schöne Café in Ulsnis und das wunderbare Restaurant, in dem wir unsere Hochzeit gefeiert haben….. auch Café Grünlund hat nur noch sehr eng eingeschränkte Öffnungszeiten und Kuchenangebote – alles sehr schade, da sich weit und breit kein adäquater Ersatz auftut. Es gibt wohl neue Cafés, Orte und Restaurants, aber nichts annähernd ähnlich schönes oder gutes.

Was sagt uns das?

Nicht aufschieben!
Carpe diem!

Klicken empfohlen!

Jemand neues hat kommentiert, sie zeigte sich optimistisch, daß meine Heckenschnitt-Ecken sicher von Insekten und Vögeln gut angenommen werden.

Wenn Jemand neues kommentiert, gucke ich natürlich, sofern vorhanden, auch mal auf dessen/ deren verlinkte Website, um zu sehen, ob da vielleicht eine für mich spannende, noch unentdeckte Seite „lauert“, und auch, weil des öfteren Menschen offenbar nur kommentieren, um andere Menschen auf ihren Werbe-Blog zu locken, was ich einfach blöde finde (und mit „nicht freischalten“ ahnde). Hier jedoch finde ich

das:

Die Hammãda auf dem Vormarsch

Eine, wie ich finde, gelungene Auseinandersetzung mit den (auch hier bei uns im Norden) immer noch auf dem Vormarsch befindlichen Kieshalden-Vorgärten. Aber auch sonst hab ich beim stöbern allerhand schönes gefunden, vor allem für Leute mit Interesse an Natur-Themen, nett geschrieben und persönlich (das mag ich ja!) – guckt doch selbst mal rein!

Außerdem gibt es da noch den

Wilden Meter

Da hat eine Frau nur einen Balkon zur Verfügung – aber was sie daraus macht…. wow! Verlinkt ist ihr neuester Beitrag, der sich damit befaßt, wie unterschiedlich verschiedene Wildbienen ihre Nester verschließen – pima Fotos von echten Kunstwerken…. aber auch eine Eidechse wohnt bei ihr, und heimische Pflanzen, und….. reingucken, auch da lohnt es!

Vernissage mit Rost

Endlich kann ich mal wieder bei Frau Tonaris Rostparade mitspielen, denn ich habe ein Motiv gefunden, das ich am liebsten gleich mit heimgenommen hätte. Dieses:

Und das kam so:

Im Kultur-Newsletter Flensburgs gab es den Hinweis auf eine Vernissage zu einer Ausstellung mehrerer Töpfer. Okay, die Beispielsstücke sahen wirklich schön aus, aber was mich denken ließ „Da MUSS ich hin“ war, daß dort stand, das ganze finde in einem neuen Kunstquartier statt, in frisch renoviertem alten Gemäuer.

Da musste ich natürlich gleich nach mehr suchen, und ich fand sehr spannendes: ein Häuser-Ensemble, nach dem ich auf einem Stadtspaziergang nur wenige Wochen vorher den Hals gereckt hatte: vorn ein relativ unscheibares älteres Haus, gelegen am Hang in der Schloßstraße – dann aber, etwas weiter oben, ein altes „Nutzgebäude“ (Stall?), das ich von vorher als ziemlich baufällig in Erinnerung gehabt hatte, und das jetzt weiß und renoviert strahlte! Zwischen Stall und Haus ein Innenhof, ummauert, in den man nur wenig reinlugen konnte – aber genug, um von oben zu sehen, daß er offenbar zweistöckig ist, Und als Querriegel am Hang noch ein Haus – eine Ruine mit halb eingefallenem Dach- ob das auch dazugehört?

Also los, ab zur Vernissage!!

Fahrt mit dem Mauszeiger über die Bilder, dann kapiert Ihr die Anlage des Quartiers etwas besser

Tja, drin war auch so Einiges schönes zu sehen, von alten Türen und Balken bis zu Fliesenböden (auch alt) und Rest-Wandmalereien. Und natürlich die Kunst….. wer mehr gucken möchte, bitteschön

Es sind wirklich schöne Sachen dabeigewesen, aber fast nur Stehrümchen (bzw eher Stehrums, ganz schön groß zum Teil *g*) – Kunst aus Ton halt, und ich bin ja was das angeht, echte Banausin. Angucken, schön finden oder nicht – in einer Viertelstunde getan und gut.

Aber die Arbeit, die die Leute an den Häusern geleistet haben, die konnte ich wirklich bewundern und würdigen! Ich bin sehr gespannt, wie es dort weitergeht und sehr froh, daß sie uns zum gucken hineingelassen haben!

 

 

 

 

Der Vorfrühling beginnt meist Ende Februar oder Anfang März. Er wird angezeigt durch die erste Blüte von Haselnuss, Schneeglöckchen, Schwarz-Erle und Salweide, die Vollblüte des Winter-Jasmins, in den Alpen den Austrieb des Bergahorn.

(Wikipedia)

Bin draußen gewesen.
Es gibt einiges, das erfreulich ist:
– der Wasserstand im Garten ist so abgesunken, daß fast alle Büsche wieder außerhalb des Teiches stehen (wir hier im Norden versinken ja seit Monaten im Wasser, da ist sowas schon ein Grund zur Freude)
– Die ersten Winterlinge spitzen mit gelben Köpfchen aus dem Boden
– die Schneeglöckchen sind fast so weit, ihre schon abgesenkten Büten zu öffnen
– und die Knospen einiger Sträucher und Bäume beginnen, dicker zu werden!
Von erster Blüte von Haselnuß und Salweide kann noch nicht die Rede sein, aber: der Vorfrühling startet langsam!!!

 

Vorfrühling

Da draussen rauscht der Regen,
der Wind braust überm Land;
doch leise webt den Segen
des neuen Lenzes Hand.

Sie lockt aus Strauch und Bäumen
der Knospen grünen Schein,
sie schmückt mit lichten Säumen
der Wälder düstre Reih’n.

Sie webt schon an dem Kleide
der stillen Erdenbraut,
die bald zu aller Freude
dem Frühling wird getraut.

Mag jetzt der Sturm nur tosen,
er knickt die Hoffnung nicht.
Bald winken uns die Rosen
und blüh’n Vergissmeinnicht.

(Emerenz Meier 1874-1928)

… und dann kam die Sonne raus….

…. und mit ihr nochmal ein Energieschub. Und als die Sonne eine Dreiviertelstunde später weg war, war das auch die Restarbeit:

Ja. Sieht übel aus. Bin gespannt, ob’s in einem oder erst in zwei Jahren wieder okay ist.

in der Breite ist etwa ein halber Meter weggekommen.

Übrigens hab ich den Schnitt einer hoffentlich sinnvollen Verwendung zugeführt: ist ja recht haltbar und sehr sparrelig-kleinteilig, und ich hab ihn so wie er von der Hecke runterkam (als viele knorrig-verästelte Kleinstbüsche) in zwei „toten Ecken“ aufgehäuft. Etwa 5-6 Schubkarren, gehäuft voll. Ich stelle mir vor, daß das für Vögel, Insekten, Kleinstlebewesen, Kröten und Igel nutzbar ist.

 

High energy… :-)

Es ist schon herrlich, wenn mal wieder ENERGIE da ist!

Genug Energie, um

  • sonntags Holz zu spalten und einzufahren
  • montags zu arbeiten (und meine neue Arbeit ist körperlich fordernd!)
  • und dann dienstags dies zu tun:

Ja. Sieht erbärmlich aus jetzt. Aber….

war nötig. Die Hecke wächst bei normalem schneiden jedes Jahr trotzdem um einige Zentimeter. Und so schön eine hohe Buchenhecke ist, so blöde ist sie da, wo zu wenig Platz dafür ist. In der Höhe wg. Schattenwurf. In der Breite muß wohl auch noch allerhand weg, sonst können wir bald nicht mehr in den Hof fahren….

Hier sieht man im Vergleich mit „umme Ecke“ die frühere Höhe. Die mache ich, den Vögeln zuliebe, erst, wenn dieser Teil dicht nachgewachsen ist.

 

Daß sowas geht, bedeutet für mich dreierlei. Nämlich, daß ich mich erstens inzwischen körperlich und geistig so auf der neuen Arbeit eingelebt habe, daß ich Ressourcen für solche Aktionen übrig habe. Zweitens, daß der Schritt zu wechseln richtig war (was ich auch schon ab und an bezweifelt habe, „aus Gründen“, es ist auch dort nicht alles gold *g*), denn nur wer schläft und geistig nicht ununterbrochen um die Arbeit kreist, der kann Energie haben. Und drittens bedeutet es natürlich ein großes Plus an Lebensfreude, denn: was zu schaffen, draußen zu sein, auch was geschafft ZU HABEN – das sind drei ganz wichtige Sachen für mich. Heute ist übrigens wieder „Arbeit“ angesagt, ich hoffe, es ist noch genug Energie über….. *g*

Daß es optisch SO schlimm werden würde war mir zum Glück vorher nicht ganz klar. Und es wird ja noch schlimmer, wenn ich in den nächsten Tagen irgendwann auch noch an die Breite rangehe – etwas, das garnicht beabsichtigt war. Denn da das so langsam geht mit der Hecke hatte ich nicht bemerkt, wie unglaublich breit die im Laufe der vergangenen 23 Jahre geworden war. Das wird also letztlich demnächst erstmal aussehen wie ein paar ärmliche Stümpfe – auf den Knick gesetzt sozusagen… aber ich weiß ja, es bleibt nicht so. Die können das ab, diese Rotbuchen.

Danke übrigens, ladypark, für den Schubs – ohne Deine Frage zum Heckenschnitt hätte ich das nicht gemacht! 🙂