Lädierte Wespenbiene

9.5. Erst auf den Fotos war zu sehen, daß diese winzige (wahrscheinlich) Wespenbiene, (Nomada??) nur noch einen Fühler und einen sehr geschädigten Flügel hat.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wespenbienen sind Kuckucksbienen, d.h. sie leben parasitär. Die Mutter legt die Eier in Niströhren anderer Wildbienen, wo die Larve dann das eigentliche „Kind“ auffrisst und von dessen Proviant profitiert, um sich selbst bis zur Verpuppung entwickeln zu können. Die Wespenbienen sind dabei hochspeuialisiert und an jeweils eine Wildbienenart angepasst. Verschwindet diese, kann auch die Kuckucksbiene nicht überleben.

Diese Infos hab ich von hier

Es gibt auf der Seite auch die Portraits sehr vieler Wespenbienenarten anzuklicken, eine spannende Lektüre!

Teich-News

Das Projekt „amphibienfreundlicher Teich“ läßt sich richtig gut an.

Zwar graben wir fast täglich weitere Schneebeerentriebe aus, und deshalb wirkt der ganze Uferbereich noch immer reichlich baustellenhaft, aber:

  • erstmals in all den Jahren gibts seit Ende Mai ein Froschkonzert! Vorerst knarzt nur ein großer, die mindestens 5 kleinen Kollegen halten sich stimmlich zurück. Ob das alles dieselbe Art ist? Einige sind grün, andere braun. Wahrscheinlich ja, wahrscheinlich Teichfrösche.
  • eine neue Libelle hat sich blicken lassen, sehr wahrscheinlich handelt es sich um ein Plattbauch-Weibchen. Die Optik paßt jedenfalls, und was ich über das Verhalten las, auch: Erstbesiedler vegetationsloser besonnter Teiche, die auch gern sommers trockenfallen dürfen, Weibchen fliegt größere Strecken zur Erkundung neuer Lebensräume – da hat sie wohl einen gefunden *freu*

Das Foto hat der Herr F. in FL gemacht, aber „unsere“ sah ganz genau so aus

  • die erste Erdkröte seit drei Jahren sah ich auch. Das ist aber wohl eher dem feuchten Wetter als dem neugestalteten Teich geschuldet, trotzdem freuts mich.

Kuckuckslichtnelke

Nickendes Leimkraut

  • Die Beete außenrum machen sich auch. Nickendes Leimkraut und Kuckuckslichtnelke sind neu.
  • Vieles keimt und es ist zu ahnen, daß die neue Beet- und Wegführung schöner und funktionaler werden wird als zuvor. Außerdem ist es erstaunlich, wie gerne wir am Teich sitzen und über das unbewachsene, grünbealgte Naß gucken *g* Das muß was urzeitliches sein…. egal, jedenfalls ist es ein Gefühl von – „und sie sah, daß es gut war“ 😉

Da abgesehen vom Zuhause und dem Wetter trotz Urlaub grad nicht allzu viel gut ist (weder Lust noch Kopf, dazu irgendwas zu schreiben), ist das besonders erfreulich. Ich versuche, es zu genießen. Allzu gut gelingt mir, die ich eh eher aufs negative gepolt bin, das nicht, aber wenn der Frosch knarzt, wenn El Mauski jeden Tag aufs Neue laut maunzend beim um-den-Teich-laufen seine Überraschung über die diversen „platsch“ kundtut, wenn Elsa um uns herum tobt, wenn der Herr F. mir begeistert von seinen Abenteuern mit dem Kater erzählt – dann ist das doch immer wieder ein lächeln wert!

2 Stöckchen zeigen an, wie in je drei Tagen der Wasserstand gefallen ist

Hach – grüner Teich….

 

Zimmerreise. Mit M wie Main-Post

Ein stinknormales Messer. Nicht besonders hübsch, eher klobig sogar und ziemlich stumpf. Aber mit einer Gravur: MAIN-POST. Diese Gravur ist der Grund dafür, daß dieses Messer bei uns immer noch in der Besteckschublade liegt, obwohl es weder hübsch noch handlich ist. Denn jedes mal, wenn ich es sehe, schickt es mich auf eine Reise zurück nach Unterfranken, wo ich lange Zeit gelebt habe. Genauer gesagt von 1986 bis 1989, was so lang ja garnicht ist. Aber manche Zeiten im Leben sind einfach in der Erinnerung länger alks andere, und weil ich in diesen wenigen Jahren viel gemacht habe und es die erste Zeit „weg von zuhause“ war, scheint sie mir sehr lang:

Erst ging es nach Marktbreit, wo ich die Ausbildung als Gemüsegärtnerin begann. Dann zog ich bereits vor der Zwischenprüfung um nach Würzburg, beendete mit der Zwischenprüfung die Ausbildung, machte ein Vorpraktikum in der Blindeninstitutsstiftung in Würzburg, zog um nach Münnerstadt in der Vorrhön, machte dort meine Erzieherinnenausbildung und mehrere Praktika, zog auch dort noch einmal um – das ist viel für drei Jahre.

Die Main-Post nun ist die grösste Tageszeitung Würzburgs. Irgendwann lag dieses Messer in meinen Umzugskartons – ich weiß bis heute nicht, warum. Mir gehört es definitiv nicht, ich war nie bei der Main-Post und kann es deshalb nicht aus der Kantine geklaut haben. Auch arbeitete Niemand aus meinem Bekanntenkreis bei der Main-Post; aber in drei Jahren mit drei verschiedenen WGs und vielen Partys sammelt sich hier und da allerhand an.

Ich jedenfalls freue mich, daß dieses Messer ausgerechnet bei mir gelandet ist. Der kleine Vergangenheitsflash ist nett.

Eine Zimmerreise mit M 😊

Ameisenbuntkäfer

25.5.: als ich nachsehen wollte, wie viel von ihrem Futter die Bienen  denn wohl schon eingetragen hätten, habe ich den Deckel vom Mondvolk hochgehoben und umgedreht und zwei winzige Tierchen beim Techtelmechtel gestört. Beide flitzten weg, ich packte den Deckjel schnell wieder drauf und flitzte gen Knipse.

Zurück, den Deckel wieder gelupft und dies gesehen:

Wie Sie sehen sehen Sie (fast) nichts

Etwas später hat der eine Kleine mir dann doch noch den Gefallen getan, sich woanders verstecken zu wollen:

DAS nenn ich mal leichtes bestimmen – es ist ein Ameisenbuntkäfer (Thanasimus formicarius). Das schnelle verstecken gehört wohl zu seinen wichtigen Eigenschaften – insofern: besten Dank fürs kurze posieren!!! 😉

Irritierend war erstmal: der Gute lebt in Nadelwäldern und von Borkenkäfern. Hmmmm…. dann fiel mir ein: wir haben doch im letzten Jahr von den Freunden Totholz von Tannen bekommen! Zwar nicht aus dem Wald, sondern ihrem Garten, aber offenbar reicht den Lütten auch wenig Nadelholz… Na, da müssen sich die Nachkommen dann wohl demnächst ein anderes Revier suchen. Sie haben ja zum Glück Flügel, und in den Nachbargärten steht hier und da noch ein angeschlagener Nadelbaum….

Gefunden:

Zwei schöne Gartenstühle (samt „zu verschenken“-Schild, am Straßenrand) Dankeschön! Und eine grüne Flasche, voll mit Modder, spatentief unter der Rasenfläche, die zum Beet wurde hinterm Teich – und natürlich so am Rand, daß ich ein Stück mehr umgraben musste als gewollt. Eine heutige Flasche ist halb so schwer und hätte das jahrzehntelange liegen und jetzt das draufstoßen mit dem Spaten und ausgegrabenwerden sicherlich nicht unzersplittert überstanden. Das wird mal ein Tropfkerzenständer.

Für dumm verkaufen

Ihre Kundschaft für dumm zu verkaufen ist offenbar neue Geschäftstaktik großer Firmen.

Beispiel?

Die dhl schickt uns einen Brief, daß vom Termin xy an die Paketboten vor der Ablage der Pakete am vereinbarten Ort nicht mehr klingeln, sofern wir dem nicht widersprechen. Okay, blöd ist das. Kann man sich über die Mehrarbeit des Widerspruchs ärgern (schließlich möchten wir die schweren Katzenfutterpakete*, zB, nicht vom Carport ins Haus schleppen, und für den Boten ist die Schlepperei dieselbe), muẞ man aber nicht. Aber jetzt der Clou:

damit werde uns eine störungsfreie Zusendung unserer Paketpost gewährleistet!!!!

Jetzt HABEN wir uns geärgert!! Für wie blöd halten die uns? Denken die wirklich, daß wir nicht merken, daß sie damit Zeit -> Geld einsparen wollen?

Beispiel zwei, gerade eben in der Bahn: mit 7 Minuten Verspätung kommen wir in HH an, ich habe 10 Minuten Umsteigezeit und bin schon drauf eingestellt, daß ich den Gleiswechsel evtl nicht schaffe, da kommt die befreiende Durchsage: „Sie erreichen alle Anschlußzüge“

Dann wird mein Zug wohl warten, toll. Trotzdem renne ich vorsichtshalber, man hat ja so seine Erfahrungen, so schnell ich kann die Rolltreppe hoch, quer durch den Bahnhof, die Treppe runter, und sehe einen Schaffner noch vor der Tür des Zuges stehen. Quetsche mich mit Vollkörperkontakt unhöflich hinter ihm durch und schaffe es so, als 2. und letzte unseres Zuges, den nicht wartenden, pünktlich abfahrenden IC zu erreichen.

Alle, die der Durchsage vertraut haben, sind die Dummen, aber die Bahn hat sagen können, sie sei rechtzeitig….

Mich ärgert diese Schönrederei oft mehr als die unschönen Tatsachen an sich mich ärgern.

Aber immerhin, ich sitze jetzt warm (offenbar geht die Klimaanlage nicht) in meinem 1. Klasse- Abteil, allein und deshalb vorschriftswidrig sogar unmaskiert, und komme wahrscheinlich pünktlich bei den Eltern an.🙂 Und wurde noch vor dem fertigschreiben des Satzes ermahnt: Maske auf, auch wenn ich allein sitze. Hmmmm…. 😕

* nirgends in unserer Nähe, FL und Eck. inclusive, gibt es mehr gutes Katzenfutter ohne Zucker und Getreide mit viel Fleisch zu kaufen!!

 

Aussortiert, Tag 100

Wie läufts denn nun, das mit dem „ein Jahr lang täglich ein Ding aussortieren“?

Zäh.

Aber gut.

Etwas ausführlicher?? *gg*

Zäh, weil ich so viel, was einfach auszusortieren war, schon lange aussortiert hatte, im ersten Durchgang ohne Zeitlimit vor einiger Zeit. Da hatte ich aufgehört, als es mühsam zu werden begann. Das macht es mir jetzt schwer.

Gut daran ist, daß ich in der Zeit seither eigentlich sehr wenig überhaupt neu angeschafft habe, und so gut wie keine Dinge, die jetzt mit einem „Puh, das ist also auch weg“ das haus verlassen könnten. Ich bin eh kein e passionierte Einkäuferin, aber inzwischen erst recht keine Spontankäuferin mehr. Oder jedenfalls sehr selten. Kleidung kaufe ich kaum noch, das ist inzwischen so anstrengend 😉 Schließlich möchte ich bio, fair, verpackungsfrei UND es soll auch noch passen und gefallen! Da kaufe ich nur, was ich wirklich und unbedingt brauche …. Für den Haushalt hab ich so ziemlich alles was ich brauch, und das meiste, was ich nicht brauche, ist eh schon weg. Und so gehts munter weiter….

Also muß ich an die mühsameren Dinge ran. Unterlagen, Schubladen, Medizin“schränkchen“, und es ist (außer in Sonderfällen wie dem Schmuck *immernochfreu*) kein attraktives aussortieren a la: ach, das kann ich alles leicht an Andere weggeben.

Ob ich das Jahr vollkriege, weiß ich noch nicht. Wenn, dann werde ich sehr glücklich sein, denn dann wird der Keller um einiges leerer sein…. *g* aber DAS ist sowas, wo ich bisher nur seeeeeehr oberflächlich und vereinzelt rangegangen bin. Mal abwarten.

Und was sortiere ich nun am Tag 99 und 100 aus? Mal sehn………

Und dann gibts eine kurze Pause, ich bin dann mal wech, habe noch Beiträge in petto (vorausgeplant), nicht aber Dinge aussortiert. Der Urlaub, hab ich beschlosssen, wird eine Pause auch vom aussortieren. Auch wenn ich wieder daheim bin. *wink*

Aussortiert, Tag 99: Lineal, Kunststoff, 30cm -> Sozialladen

Aussortiert, Tag 100: Lineal, Metall(?) mit Griff, 30cm

(Nein. Ich habe keine Ahnung, warum ich VIER 30cm-Lineale besitze)

Pfeileule.

4.5. Aber welche bloß? Überall steht: Die Falter der Erlen-Pfeileule (Acronicta cuspis), der Pfeileule (Acronicta psi) sowie die Falter der Dreizack-Pfeileule (Acronicta tridens) sind sich sehr ähnlich und nur per Genitalbestimmung oder Zucht (die Raupen sehen sehr verschieden aus) zu unterscheiden.

Die eine ist auf der roten Liste, die zweite gilt als gefährdet, die dritte nicht. Soso….


Aussortiert: Tag 96: eine Brieftasche, war mal ein Werbegeschenk, ist aber garnicht schlecht – bloß: Isch brauche keine Brieftasche…. -> Sozialladen

Tag 97: eine Arbeitshose, Loch im Knie, lag auf dem „noch zum malern oder so“-Stapel, aber da ich erheblich weniger schlank bin als noch vor 2 Jahren -> Restmüll

Tag 98,, 27.5.: eine Jeans, dito. Die geht aber vorher noch zum fleddern-> Teile in die Flickenkiste, Rest Restmüll

Zimmerreise. Mit K wie Kerzenhalter

Er ist schmiedeeisern und selbstgeschmiedet. Nicht von mir, aber von einem Ex einer Ex(-mitbewohnerin) Und weil die soooo gute Erinnerungen offenbar nicht damit verband, hat sie ihn – den Kerzenhalter – gern bei mir stehenlassen, als sie vor bummelig 20 Jahren auszog aus unserer Zweier-WG. Ich mochte ihn da nämlich schon sehr, und jetzt hat er sich nochmal mehr bewährt, weil er auch die etwas dickeren selbstgegossenen Bienenwachskerzen fasst. Und wenn man ihn in Zeitungspapier packt und dann auf den Ofen legt, dann hat man, wenn er zu arg wie ein begossener Pudel aussieht, schnell wieder einen blitzsauber schwarzen Wie-neu-Kerzenhalter. So soll ein Kerzenhalter sein!!! 🙂

Das also ist Kerzenhalter des Herzens No1.

No2 ist dieser hier, seine Geschichte hatte ich vor einiger Zeit hier schon einmal erzählt.

… und beide kommen mit ihren Geschichten nun in die Sammlung der Zimmerreisen,

Und das, obwohl wir mit diesen Jerzenhaltern genaugenommen nirgends hin gereist sind. Das ist mir aber erst jetzt so richtig aufgefallen, wo ich schon fertig bin mit schreiben.

Man verzeihe mir, bitte!


Aussortiert:

Tag 93: 3 Dreieckstücker. Nachdem ich eines (alle aus MHD-Verbandskästen) benutzen wollte und festsellen musste, daß die aus irgendeinem Material sind, das für nix taugt.-> Restmüll

Tag 94: ein Brustbeutel. Sozialladen

Tag 95, 24.5.: Halterung für Telefon-Mobilteil. Mitgeliefert, nie benutzt -> Restmüll

Hungernde Bienen….

… während Raps, Obst und Co blühen. Weil sie vor Nässe und Kälte nicht genug rausfliegen können.

Alle drei Völker haben wir heute ein zweites Mal nachfüttern müssen.

Es ist ein Elend!

Aufgeben ist keine Option

…weder für winzigste Schneebeerästchen, die unverzagt Triebe treiben noch für mich, die ich leicht verzagt sowohl solche Stibbelchen ausgrabe als auch meterlange Wurzeln, die im Bestfall ganz rausgeholt werden können, oft aber irgendwann im Laufe der Verfolgung tief im Grund abbrechen.

Muß denn ausgerechnet dieses Frühjahr so feucht sein? Im letzten Jahr wäre sicher vieles einfach vertrocknet….

Andererseits nötigt mir diese Lebenskraft, der große unbedingte Wille, weiterzuleben, immer wieder Bewunderung ab, manchmal (wie bei diesem kleinen Pflänzchen) tut es geradezu weh, es dem sicheren Tod in der Müllverbrennungsanlage zu überantworten.


Aussortiert: Tag 88: NOCH eine Bedien-CD, in Unterlagen gefunden

Tag 89: die dazugehörigen Unterlagen -> Altpapier, dicker Stapel (zumindest was zweiseitig bedruckt war, der Rest zum „noch-bedruckbares-Papier“-Stapel. Aber nicht viel, das meiste war schon doppelt genutzt. (Telefonrechnungen)

Tag 90: … und weitere Installations-CDs – hört das NIE auf????

Tag 91: Wärmepflaster. Abgelaufen 2014 – da habe selbst ICH Bange, daß es mir eher die haut verätzt als gegen Rückenschmerzen hilft…. -> Müll

Tag 92: eine Packung Heilerde. Mag helfen, ist aber dermaßen eklig … *g*  ->Kompost und Papiermüll

Corona-Müll

  • Takeaway hat Hochkonjunktur. Meist in Styropor oder Plastik.
  • Einwegmasken überall am Straßenrand. Auch mir ist schonmal eine so weggeflattert, daß ich sie nicht wieder holen konnte.
  • Tests – alles Einweg (jaja, mit Grund. Alles PLASTIK-Einweg müsste nicht sein, würde aber Aufwand und Kosten verursachen)
  • Impfen – alles Einweg (siehe oben. Daß die Leute im Impfzentrum mit dünnen Plastik-OP-Kitteln rumlaufen finde ich nicht so ganz einsichtig, als Beispiel.)
  • Und jetzt also Selbsttests, 2x wöchentlich als Angebot an uns Arbeitnehmys:

Ein einziges Mal testen- Müllberg: links Papiermüll, mittig mit viel gutem Willen gelber Sack, rechts Restmüll. Man male sich den Berg aus, wenn alle AN nur ein einziges Mal testen….

Ich bin hin- und hergerissen. Aber ich hoffe, daß das eh alles bald rum ist, zumindest für mich, denn:

Am 6. Mai wurde hier in S-H die Impfung für Gruppe 3 freigegeben, in der sowohl der Herr F. als auch ich sind, um 17 Uhr online. Ich arbeite um 17 Uhr. Der Herr klemmt sich an den Computer, 65.000 Dosen soll es geben, für ganz Schleswig-Holstein ….

Und so lief das: Der Herr F. hat sich mit 3 Browsern ins „Glücksrad“ begeben (es wurden Alle, die um 17 Uhr warten, per Zufallsgenerator in der Warteschleife positioniert) 1x las er „es sind 260.000 Menschen vor Dir in der Warteschlange“, 1x 150.000, beim 3. waren es 36.000 (immer ca), da hat er dann den Countdown abgewartet- und tadaaaaa, er konnte gleich für uns beide Termine machen!😃 Heute nachmittag, 16:30 Uhr, Impfzentrum Flensburg: Herr und Frau F. werden geimpft!

Ich bin ja im Lebensmittelhandel sozusagen in Vollkontakt, und der Herr F. hat Priorisierung wegen seines Heuschnupfenasthmas. Allerdings hat er sich sicherheitshalber über seine Arbeit in Gruppe 3 gemeldet, weil er vom Doc noch kein „go“ geholt hatte, was im Prinzip absolut albern ist: er ist, wie alle seine Kollegen, ITler im Homeoffice. Nur weil sie Programme für einen Lebensmittelhandelskonzern schreiben, sind die alle in Gruppe 3 – und das ist legal!? Fair ists nicht!

Nuja, der Herr F. hat jede Berechtigung, der ist Risikogruppe, insofern isses für ihn egal.

Tags drauf berichtet die Kollegin, daß sie über 350.000 in der Warteschlange vor sich hatte, trotzdem aber nach 40 Minuten warten einen Termin bekommen hat. SEltsam. Kollegin2 hat keinen abgekrirgt, konnte aber auch erst abends ins Internet. Arbeitnehmys mit normalen Arbeitszeiten oder Spätdienst sind angeschmiert. Ich frage mich wirklich, ob dieses „wer zuerst kommt…“-Prinzip sein muß.

Was den ganzen Müll und die Umwelt angeht: Maske wird noch lange bleiben, aber auch irgendwann überflüssig werden – aber dann geht die ganze Vielfliegerei wieder los, das für Viele sinnlose berufspendeln undundund. Umweltmäßig die Wahl zwischen …. Pest und Corona, so könnte man das Sprichwort doch gut umbenennen!?

Abgekartet No22

Diese Karte hat nicht umsonst Ähnlichkeit zur Nr21 – sie kommt von derselben Schreiberin.

Und sie gefällt mir fast genauso gut, muß aber trotzdem jetzt weichen. Irgendwann isses für Jede soweit *schnüff*

Was ist „abgekartet“?


Aussortiert:

Tag 85: Ein Herzanhänger, auch Emaille, hat wardawas mir auch abgenommen 🙂

Tag 86: Rest eines Trockenshampoo-Sprays

Tag 87, 16.5.: mehrere alte Öldüsen, die der Heizungsmensch nach der Wartung immer liegenlässt, wenn er eine neue reingetan hat

Vögel füttern – nochmal.

Ihr erinnert Euch an den Beitrag zu diesem Artikel aus dem NABU-Heft?

In der 4. Auflage seines Buches „Wildvögel füttern – aber richtig“, das ich – in der 3. Auflage – hier auch schon empfohlen habe, geht er auf diese Thematik ein und gibt Entwarnung: er gibt eine ganz andere Erklärung für Nestlinge mit Futterbrocken in der Kehle:

Der Schlund vitaler Jungvögel, so Berthold, ist so weit, daß er auch große Futterbrocken verträgt, ja, man mit der Pinzette mit Brocken fast bis in den Magen kommt, ohne den Vogel zu schädigen. Außerdem schleudern sie nicht genehmes Futter in hohem Bogen weg – was VogelpäpplerInnen wohl oft erleben können. Allerdings kümmern schwächere Küken von Vögeln, die „auf Vorrat“ viele Eier legen (zB Meisen), wenn die Futtersituation nicht toll ist, und sterben dann recht langsam. (Auskühlen, Trägheit, Verdauungsstopp) Diese Vögelchen sind dann selbst im Wärmeschrank mit bestem Futter nicht mehr zu retten. Sollte sich in der letzten Zeit dieses sterbens die Futtersituation verbessern, füttern die Eltern auch diese Küken, solange die „sperren“, was sie bis zum Schluß tun. Die Küken können aber in dieser Lage kein Futter mehr schlucken und verdauen (auch keine kleinen Saaten, btw). Sie sterben MIT Futter in der Kehle, aber nicht AM Futter in der Kehle.

So Peter Berthold also in seinem Buch, sofern das stimmt, was mir als autorisiertes Zitat „über Eck“ gegeben wurde und was ich hier sinngemäß wiedergebe.

Nun möge sich JedeR seine eigene Meinung bilden……

 

 

Kühe im Keller

2005? Oder 2006? Später nicht.

Eines Tages gehe ich in den Keller. Ich will Wäsche waschen, und so laufe ich stracks zur Maschine. Und stutze:

Oben auf der Waschmaschine sitzen zwei Kühe!

Huch!?

Ein zweiter Blick – nein, ich spinne nicht, es ist eindeutig! Eine schwarzbunte und eine reinweiße Kuh sitzen auf meiner Waschmaschine! Sogar Hörner haben sie.

Was ist passiert?

Wie kommen zwei Kühe in meinen Keller, und warum sitzen sie ausgerechnet auf der Waschmaschine????

Ehrlich gestanden: ich weiß es bis heute nicht!

Damals bin ich davon ausgegangen, daß die Mieter, die noch oben in der Wohnung im 1. Stock wohnten und die Waschmaschine mit nutzten, die Kühe dort vergessen hatten. Sie waren ja eh nicht sehr tierfreundlich, obwohl beide in Tier-Berufen tätig waren und Tiere hatten. Aber Wochen vergingen, die Mieter wuschen weiter Wäsche – die Kühe saßen weiter auf der Waschmaschine. Und dort saßen sie auch noch, als die Mieter ausgezogen waren.

Erst da wagte ich, die Kühe mit zu mir in die Wohnung zu nehmen. Ich hatte sie längst ins Herz geschlossen, und so ein Keller ist einfach kein guter Ort für zwei kleine Kühe!

Ihr neuer Platz im Flur bei den Teelichtern scheint beiden gut zu gefallen, sie sehen zufrieden und munter aus – auf dem Ofen war es ihnen zu warm, hier ists besser, und sie kriegen ALLES mit.

 

Passt gut zu den Zimmerreisen, Runde 5 mit J und K


Aussortiert:

Tag 82: abgeschnittene Restkabel

Tag 83: Rest eines De-Zi-Fix-Rolle, schon brüchig

Tag 84, 13.5. Kamm, rot, Plastik. Eigentlich schon eine eigene Zimmerreise wert, deshalb hab ich den auch noch so lang behalten (und weil er rein theoretisch noch funktional war, obwohl ich rein praktisch seit Jahrzehnten nur noch bürste) Denn dieser Kamm stammt noch aus Teeniezeiten, und immer, wenn ich ihn sah, hatte ich die (nicht guten) alten Zeiten vor Augen, in denen die coolen Mädchen so einen Kamm so in der Blusem- oder Hosentasche stecken hatten, daß der Griff, meist herzförmig, oben herauslugte. (Die Jungs hatten an derselben Stelle einen Tabakbeutel….gaaaaanz unauffällig….) Und gerade weil das für mich – als absolut uncooles Mädel – eine richtig üble Zeit war, war es auch mit Ü-50 immer noch nett, beim Anblick des Kammes jedesmal innerlich leicht grinsen zu müssen. Eine Bestätigung, daß das endgültig vorbei ist, denn es ist – nach langer Zeit und endlich und inzwischen seit langer Zeit – ein grinsen ohne schmerzhaftes pieken im Bauch. Jetzt hab ich den Kamm aus dem Hexenschrank geholt, und gleich kam mir ein Zinken entgegen, dann noch einer – und er ist ohne Wehmut endlich im Müll gelandet.