In der großen Stadt Glück gehabt!

Kaum in Berlin, schon geht was:

Zufälliges schlendern – in einen einzigen Naturklamottenladen gegangen- und eine stretchlose mir passende und gefallende nicht wurstpellige Biobaumwolljeans erstanden.

Sogar eine aus richtigem, festem Jeansstoff, nicht so ein dünnlappiges Teil!

Heruntergesetzt auf 69 Euro (WEIL nicht wurstpellig, übrigens. Ich hab gefragt. Wird derzeit nicht mehr so oft nachgefragt, das leicht ausgestellte Bein….)

Leider gab es in meiner Größe nur noch eine.

 

 

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Muskelkater

Heute bin ich die schmerzensreiche Fjonka. Das bin ich deshalb, weil gestern herrlichstes Wetter war, der Garten auf mich gewartet hatte und ich seinen Rufen nicht widerstehen konnte. Eins ergab das andere:

Ich wollte mit des Herrn F. Hilfe ein weiteres Stückchen gen „mehr Natur“ gehen. Und zwar, indem die erste der zahlreichen Forsythien ausgebuddelt werden sollte. Ersetzt werden würde sie, sollte dies klappen, von dem Pfaffenhütchen, das sich selbst im Hof direkt am Kellerschacht vor bestimmt 7 oder 8 Jahren angesät hatte. Es stand am Eckpfosten des Staketenzauns, und so hatte ich die dünnen Zweige des Sträuchleins, das da wuchs und von dem ich, bis es im letzten Jahr zum ersten mal Früchte getragen hatte, nicht wusste, was es für eins war, einfach immer um die Staketen herumgewunden. Inzwischen zeigte sich aber: das wollte ein ausgewachsener Strauch werden, und als solcher würde es erstens an dieser Stelle nicht gerade glücklich werden und zweitens über kurz oder lang der Kellerschachtmauer mit seinen Wurzeln Probleme bereiten. Also wollte ich versuchen, ob es umpflanzbar wäre.

tatsächlich war es ein viel kleinerer Akt als gedacht, die Forsythie auszubuddeln – man sieht, wieso, wenn man sich den Wurzelstock betrachtet, den ich als Totholz und Deko vors neue Beet gesetzt habe:

Ganz schön wenige Wurzeln für so einen ex-großen Strauch….

A propos neues Beet: man sieht schon eine Menge Keimlinge, wenn man genau hinschaut:

Aber weiter im Text: das Pfaffenhütchen einzupflanzen war das kleinste Problem – aber woher Erde fürs Pflanzloch nehmen? Was wir da rausgeholt hatten, das bestand – wie überall bei mir – fast nur aus Gierschwurzeln….. also musste ich tun, was eh nötig wurde: den Kompost umsetzen. Aber einiges davon wollte erst einmal gesiebt sein, denn ich brauchte auch Erde für die Pflanzen, die ich zugunsten des Naturgartenvereins beim Landmarkt in Gottorf, auf dem wir wieder mit den Stand betreuen werden, gegen Spende abgeben werde. Also Karre und Kompostsieb raus, eine Karre vollgesiebt – aus dem Thermokomposter – dann den Rest rausgeschaufelt und dem Pfaffenhütchen zugegeben. Und dann aus dem Kompostgitter den Thermokomposter gefüllt, den Rest aus dem Gitter hinten aufs Beet, weil ich da auch ’ne Masse Placken rausgeholt habe, denn seit dem letzten Jahr passiert der Giersch die Edelstahlbarriere von unten – für ein paar Jahre hats gereicht, aber daß das einfach nicht tief genug war, hatte ich ja von Anfang an geahnt…..

Sieht nach wenig aus, ist aber SEHR viel Arbeit gewesen…

Naja, und nebenbei gibt es natürlich immer eine Menge zu entdecken……

3 davon liegen dicht nebeneinander im Boden, etwa bleistiftdick die Löcher – aber ich habe Niemanden gesehen, der ein- oder ausgeht

der Wollschweber im Lungenkraut – erwachsen saugt er nur Nektar, als Larve andere Insektenlarven aus….

erst letztes Jahr gepflanzt – schon in prächtiger Blüte: Primula elatio, die Waldprimel

aufgefüllte Erde vor blühendem Garten 😉 – schön, das Frühlingsgrün!!

Das Beet mit den Karden und der Wildpflanzen-Saat vom vorletzten Herbst

Auch vom letzten Herbst: die gelbe Taubnessel . Hatte ich im Topf eingesetzt, weil ich noch nicht wusste, wohin damit – und ein Absenker hat sich selbst daneben hingepflanzt 🙂 Der darf bleiben….

Der Rest aus dem Topf aber kommt dahin, wo ich vorgestern gewütet hatte *g*. Hinten sieht man schon die ersten Töpfchen für Gottorf

Keine Ahnung, wie der dahin kommt, aber er ist seit ein paar Jahren da: der gefleckte Aronstab

Richtig gefreut haben wir uns über den Dicken – wir standen so beim Futterplatz rum und guckten nach ichweißnichtwas, da kam er an und maute fröhlich. Bekam aber wohl nicht genug Beachtung – und wie ein junges Kätzchen ist er übermütig 2 Meter rauf auf den Schneeballstrauch – und gleich wieder runter, um mit gebogenem Schwanz wegzusausen! Ich erinnere: 20 wird er im Mai! Die Schmerztröpfchen scheinen zu helfen 🙂 Überhaupt ist er bei dem schönen Wetter auch wieder mehr draußen. Aber auch nach wie vor sehr viel schlafend im kühlen Haus….

Jedenfalls habe ich von diesen Aktionen heute unsäglichen Muskelkater! Und es sind (natürlich) noch Restarbeiten über…….

Eine Schubkarre voll Erde steht noch rum, das Gitter muß noch neu aufgestellt werden

Und hier, wo wir das Pfaffenhütchen ausgegraben hatten, liegt ein Riesenhaufen „Zeug“ *g*

Nebenbei hatte ich ja auch noch die Randsteine ausgegraben (die waren fast im Hof versunken, wie ALLES, was man auf diesen Hof kippt – einschließlich vieler Fuhren Kies und inzwischen auch die alten Dachziegel vom hofseitigen Dach, die ja alle dort eine dicke Schicht gebildet hatten) und sie (die Randsteine) höher wieder eingesetzt.

12 Uhr 13.

Ein Teil der Restarbeiten ist schonmal erledigt. Das Hof-Beet sieht jetzt so aus (direkt am ganz linken Pfosten stand das Pfaffenhütchen, und die eingeflochtenen Zweige reichten schon bis zur Hälfte der langen Seite des Zauns.

 

Ich weiß nicht so recht was damit tun jetzt. Aber ich weiß ja, wo fragen….. eigentlich fehlt bloß noch, das Kompostgitter wieder aufzustellen. Außerdem wollen wir die Wäscheleine auf der einen Seite noch höher setzen. Aber dann könnte Sonntag sein, incl. rumsitzen und Ruhe – aber der Herr F. hat schon längst wieder den Spalter ausgepackt, gestern auch, übrigens. Die erste Matte ist schon fast voll und ein Ende seiner Arbeitswut nicht in Sicht – da will ich natürlich nicht bremsen, zumal ich derzeit so gar keine Lust auf „Holz“ habe……

 

 

 

Das war nämlich so:

Der Herr F und ich, wir saßen bei herrlichen 25 Grad in Berlin im Park. JedeR mit einer Flasche Saftschorle in der Hand. Und was stand auf meiner Rhabarbersaftschorle?

GEMÜSEsaftschorle!

Was?, sag ich, Guck mal, was da steht!

Ja und, sagt der Herr F, und ich sage: ja, aber Rhabarber ist doch kein Gemüse!

Was denn sonst, fragt der Herr F.

Na, Obst natürlich.

Neee, natürlich ist der Gemüse!

Im Leben nicht, sag ich, Rhabarberkuchen, Grütze mit Vanillesoße, Saft…. Obst! Ich habe zwar noch nie explizit drüber nachgedacht und doch kann der ja garnichts anderes sein!

Ich, sagt der Herr, hab zwar auch noch nie explizit drüber nachgedacht, aber ich wäre nie drauf gekommen, daß der Obst sein könnte!

Naja, und wie das so ist im Leben 2.0 schalten wir das Fönchen an und ich suche erstmal eine Begriffsdefinition von Obst und von Gemüse

Okay. Bleibt unklar. Nach diesen Definitionen kann der beides sein. Also suche ich „Rhabarber“, und da steht es dann: Rhabarber ist, biologisch gesehen, Gemüse!!!

Immerhin steht da, daß er kulturell bedingt mal so, mal so empfunden wird.

Naja, und das ist der Grund, warum ich mal wissen wollte….. und Umfrage und so….und tatsächlich zeigt meine kleine Umfrage: stimmt. Ist strittig. Kurz führte Obst, aber jetzt, da ich dies schreibe, steht es zu meiner großen Verwunderung 7:5 für Gemüse!!

Dankeschön fürs mitmachen 🙂

Umfrage

Bitte um Spontanantwort. Bloß ein Wort, keine Links oä:

Rhabarber:

OBST oder GEMÜSE?

Erzähle die Tage dann, warum mich Eure Antworten so interessieren 🙂

Catocala!

Die rätselhafte Raupe vom Ostermontag hat uns keine Ruhe gelassen.

Erst bin ich Bibos Vorschlag gefolgt und habe einen Herrn, der eine Schmetterlingsbestimmungsseite hat, angemailt – aber er wusste auch nicht weiter. Dann aber kam Anja. Die hat für mich in einer FB-Gruppe nachgefragt, und tatsächlich:

„Sicher kein Spanner- aber die reduzierten Beinchen können natürlich schon irrleiten 😉 Zur Unterscheidung: Spannerraupen haben lediglich ein Bauchbeinpaar- sind es zwei Bauchbeinpaare, wie bei dem Tierchen hier, handelt es sich um eine der Eulenarten (Noctuidae), welche ebenfalls Bauchbeinchen rückgebildet haben.
Im konkreten Fall sollte es sich um eine Catocalen-Raupe handeln. Da das Räupchen aber noch nicht ihre volle Größe erreicht hat, würde ich nicht weiter als „Catocala spec.“ bestimmen. Jedenfalls Gratulation: Catocalen sind allesamt nicht allzu häufig :)“

Natürlich musste ich nun erstmal nachschauen, was denn wohl eine Catocala- Raupe wird, wenn sie mal erwachsen ist. Zu meiner Verwunderung wurde ich nicht so richtig fündig. Musste mich erst über die Noctuidae rantasten, kam über die zu deren Unterfamilie Catocalinae und von denen wiederum ist eine Gattung „Catocala“ Ob die nun allesamt Ordensband-Falter sind oder nur diejenigen, die man so findet im Netz, das weiß ich nicht, denn diese Info konnte ich nirgends finden…. jedenfalls KÖNNTE unser Räupchen später so aussehen, so oder so. Oderoderoder….

Anyway, eine sehr spannende Sache, das!! Ganz dickes Danke an die HelferInnen, und ich füge jetzt mal einfach ein „Catocala“ in meine Tier-Liste ein 🙂

 

Selektive Wahrnehmung

Es ist immer wieder putzig: kaum befaßt sich frau mit einem bestimmten Thema, schon knallt ihr von allen Seiten dazu passendes ins Gesichtsfeld:

  • Hat es je so viele unterschiedliche Fensterarten gegeben wie damals, als ich die Tropneholzdinger, die dazu noch undicht waren, ersetzen wollte?
  • Nie gab es so viele Sorten Dachziegel wie ganz plötzlich zu der Zeit, als mein Dach neu eingedeckt werden sollte
  • Oder die Bienen – seit wir die Bienen haben, sehe ich unsere ganze Landschaft mit völlig anderen Augen. Vorher fand ich Schleswig-Holstein wegen seiner Landschaft so schön: die Wiesen, die Knicks dazwischen….. jetzt sehe ich, wie wenig „Wiese“ unsere Wiesen hier sind. Wie langweilig  die Gärten. Wie wenig Wald es gibt. Aber ich weiß jetzt auch, was ich nie wußte: wann blühen die Weiden? Ach, das gelbe da sind Kornelkirschen!? Und so sehen sie also aus, die Felsenbirnen. Und ich freue mich an dem Neuen, das ich entdecke.

Lange Rede, kurzer Sinn: meine Tierliste *gg* Kaum habe ich sie veröffentlicht, schon sind überall neue Tiere zu finden. Allein schon die Vogelfutterstelle – letztlich der Bergfink – und dann saß ich natürlich immer wieder am Fenster, um vielleicht doch noch ein vernünftiges Foto machen zu können (nein, es hat nicht geklappt!) und sah einen ganz seltsamen Spatzen. Einen, der so komisch mit dem Schwanz zuckte. Der ganz anders hüpfte als die anderen – und Moment mal, ist das braun des Rückens nicht anders? Rotbraun, nicht so graubraun wie bei Spatzens?

Und tatsächlich, Fotos gemacht

und nein, das ist gar kein Spatz! (Ich brauche dringend einen besseren Fotoapparat…..“in echt“ sieht man deutlich die rotbraune Ober- im Gegensatz zur grauen Unterseite. Aber man erkennt immerhin den spitzeren, längeren Schnabel) Vielmehr wagt sich die scheue Heckenbraunelle tatsächlich ausgiebig und garnicht scheu an den Futterplatz und pickt gemeinsam mit Buch- und Grünfinken, der Spatzenhorde, Amseln und werweißwasnoch am Boden herum, wobei sie viel häufiger Blätter wendet – auf der Suche nach Insekten – als die Spatzen!

Wenn mans erstmal weiß, kann man sie eigentlich überhaupt nicht verwechseln……

In der Liste ist sie zwar schon, dank der Fangaktion im letzten Frühjahr. Aber sie so in Aktion beobachten zu können – das ist dann doch gleich wieder ganz was anderes 🙂

Bombylius major

Da denkt man ja gleich an eine Hummel („Bombus“), aber nein, der klangvolle Name gehört zu einem Hautflügler aus der Familie der Wollschweber, dem großen Wollschweber, und der hat es sich an der Hauswand gemütlich gemacht:

Wieder ein neues Tier für meine Liste – und wieder eine Erstsichtung 🙂

Nicht neu, aber eine Freude auch diese dicke Dame, auch sie hat sich an der Hauswand ausgeruht:

Dunkle Erdhummel

Und was gabs noch an diesem ersten (eigentlich zweiten, aber samstags hab ich gearbeitet und nicht viel davon gehabt) echten Frühlingstag letzten Sonntag? Einen Zitronenfalter, ein Tagpfauenauge und einen nicht zu stoppenden Herrn F., der samstags gesägt hatte und sonntags Holz spaltete …. und spaltete…. und spaltete…. zwischendurch konnte ich ihn noch dazu bringen, mit mir zusammen die Wäscheleine neu aufzuspannen (Achtung, BesucherInnen über 1,90m: die spannt sich jetzt über den Weg *gg*) und die Bienen durchzuschauen, aber das wißt Ihr ja schon. Derweil habe ich unter den Walderdbeeren gewütet, die im letzten Jahr vom niedlich-leckerfrüchtigen Bodendecker zur alleserstickenden Matte geworden waren und abends auch noch dafür gesorgt, daß die Brennesseln nicht in die Liegewiese wachsen. Um diese Jahreszeit kann man die wunderbar samt Wurzelausläufern einfach rausziehen, sehr befriedigende Arbeit, diese langen Wurzeln meterweit zu verfolgen … und wech …. außerhalb dürfen sie gern wachsen, sind ja sehr beliebte Nahrungspflanzen für viele Tiere, zum Beispiel auch für den hier unten: Aber der ist im Bestand eh nicht gefährdet, weil er davon profitiert, daß in unserer überdüngten Landschaft die Brennesseln als stickstoffliebende Stauden supergut leben. Deshalb mach ich mir auch keinen Kopf, ob ich ein paar mehr davon wegzupfe oder ein paar weniger. Hier kann, wer mag, Interessantes zur Brennessel und „ihren“ Tieren lesen: *klick*

Zwischendurch ein Käffchen hier, ein Essen da, ein kleiner Schnack – und dann wieder meditatives spalten oder zupfen *gg*

Ein Tag, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann – nur mein Rücken fand den offenbar nicht so gelungen *gg* – aber weet’s wat? Dor kanns nix bi moken – echool! Ick bin tofreedn 🙂

 

In aller Herrgottsfrühe klingelt mein Wecker. 6 Uhr 40. Ich habe heute frei, aber schon um acht Uhr früh einen Termin in Flensburg.

Bin un-glaub-lich müde. Quäle mich aus dem Bett, gehe ins Bad, trinke einen Kaffee, mache die Spülmaschine an  – und gehe um kurz nach sieben, also ein paar Minuten bevor ich losmuß, nochmal zum Kalender, um ganz was anderes wegen unseres Urlaubs nachzugucken.

Was sehe ich?

Mein Acht-Uhr-morgens-Termin in Flensburg IST AM DONNERSTAG!

Emsig sind sie, die Bienen

… und offenbar unterschätzen wir immer noch laufend ihren sprichwörtlichen Fleiß:

heute ist der 2. Tag mit über 15°C bei Sonne und ohne Wind. Da ich gestern Arbeitssamstag hatte, haben wir uns vorhin drangemacht und Biens durchgeschaut.

Der Plan:

  • überall Brut sehen
  • kontrollieren, ob alle genug Futter haben (es können noch harte Zeiten kommen, und b4rütend ist der Verbrauch hoch
  • leere Waben herausnehmen, vor allem die alten, dunklen

Und dann kamen Biens…… alle Pläne haben sie zunichte gemacht…. *g*

  • es gab schlichtweg keine leeren Waben! Einiges ist noch über an altem Futter vom einwintern. Statt eine Wabe nach der anderen zu leeren, haben sie überall schräg unten angefangen zu leeren, so daß in jeder Wabe noch oben und in einer Ecke altes Futter hatte. Bei allen Völkern. Dieses alte Futter haben sie schon wesentlich stärker als vermutet mit frischem aufgefüllt.
  • beim Mondvolk ist sogar fraglich, ob sie genug Brutplatz haben, so stark glitzert das überall. Denen haben wir – eigentlich lächerlich um diese Zeit, wo grad mal Kornelkirschen und Krokusse blühen – einen Honigraum draufgetan. Können sie sehen, ob sie den nutzen, falls sie wirklich Platznot bekommen.
  • Obwohl also keine leeren Waben zu finden waren, haben wir alte oder schiefe Waben entnommen – es war ja eh so viel Futter da….. diese Waben werden wir aufheben, falls noch Futternot kommt, solange sie „gut“ sind (einiges ist verdeckelt, aber vieles nicht, und unverdeckelter Nektar kann durchaus schlecht werden.) 7 Waben sind nun aus 3 Völkern entnommen, jeweils 1 frisches Rähmchen haben wir eingehängt, damit sie Platz zum bauen haben.
  • Leider gab es nicht allzuviel Brut anzusehen. Alle Völker wirken zufrieden und agil, aber sind nicht gerade voll mit Bienen. Und alle Völker haben nur 3 Waben mit Brut, davon nur wenig verdeckelt, und keine der Waben ist eine volle Brutwabe- immer nur 1/3 bis 1/4 ist mit Maden bestückt, der Rest mit Pollen und Nektar.

Eigentlich haben wir dieses „Problem“ jedes Jahr wieder: nie können wir so viele Waben entnehmen wie wir gern würden, immer gibt es nur kleine Brutnester. So recht haben wir keine Idee, wie dies zu ändern wäre. Andererseits haben wir seit einigen Jahren keine Verluste und nur geringe Varroabelastung, insofern ists vielleicht ja gar nicht so schlimm. Hauptsache, gesunde, zufriedene Tiere 🙂

Ach, und a propos Tiere: heute flatterten ein Tagpfauenauge und ein Zitronenfalter durch den Garten. Auch mehrere unterschiedliche Hummelköniginnen habe ich gesichtet, und ein neues Tier kann ich demnächst auch vorstellen, wenn ich’s denn sicher bestimmt habe 🙂

Aus der Abteilung „Lange her“

heute ein Beitrag zum Thema „Ich höre was, was Du nicht kennst“

Dank des Tivoli-Radios mit Bluetooth, für das ich mir inzwischen auf des Herrn Fairphone eine eigene Hörliste eingerichtet habe, bin ich über ein Zeitphänomen gestolpert:

Wißt Ihr noch, damals in den 80ern? Es gab eine Phase, da war es geradezu modern, Lieder mit einem „Radio-Fake“ zu beginnen. Mit anderen Worten: es wurde musikalisch so getan, als habe Jemand im Radio mit einem Drehknopf einen Sender gesucht und den dabei typischen Mix aus Störgeräuschen und Wort- und Musikfetzen erzeugt. Das wurde dann auf die ein oder andere Art zum Einstieg ins Lied genutzt.

Beispiele: „Wish you were here“, Pink Floyd, aber auch „Am Fenster“ von City.

Naja, heute hörte ich also zufällig so ein Pink Floyd-Stück  in meiner Liste und fragte mich unwillkürlich:
Was denkt Jemand, der 12 oder 13 ist und diese Geräusche hört? Kann der das überhaupt noch als „da dreht wer einen neuen Sender rein“ identifizieren?

Fragt sich

Fjonka, heute mal wieder URALT *g*

 

PS Das Tivoli ist übrigens voll retro: mit DREHKNOPF ohne Sendersuchlauf oder mit festen Sendern belegbare Knöpfe. Hab mich schon mehrfach dabei ertappt, das ganz schön lästig zu finden *g*

 

HUNDERT!!!!

Ostermontag, auch die 2. „IchpüsselimGarten-Sequenz“ ist beendet, da stehen wir in der Küche und gucken Vögel am Futterplatz.

Und dann – Jemand buntes, der völlig fremd aussieht, pickt am Boden!!!!
Husch, weg isser, ich versuche, im Bestimmungsbuch was passendes zu finden, scheitere aber, da ruft der Herr F. : „DA!“
Gucken, merken, suchen – ja, kann das? Ist das??
Da isser wieder, und diesmal kann ich ein superduperschlechtes, aber immerhin ein Foto machen:

Ein Bergfink ist bei uns zu Besuch – und ein Besuch muß es sein, denn diese Vögel wohnen zur Brutzeit vom südlichen Norwegen bis hin nach Kamtschatka, nicht aber weiter südlich. Außerhalb dieser Zeit aber sind sie auch weiter südlich unterwegs – und das bevorzugt in lichten Laubwäldern, wo sie gern Bucheckern fressen – aber auch unter Futterstellen, wo sie am Boden nach Sonnenblumenkernen suchen – genau unser Biotop also 😉

Dummerweise bedeutet das jetzt, daß Niemand von Euch gewonnen hat – denn Niemand hat auf „Vogel“ getippt. Aber gestern gab es ja auch noch die Raupe, die ich nicht bestimmen konnte, „eigentlich“ ist Tier No.100 deshalb ja ein Falter – und deshalb lautet mein Beschluß: Bibo gewinnt und darf sich ihren Gewinn aussuchen 🙂 Glückwunsch!!

Ostermontag

Endlich, endlich fühle ich mich wieder weitestgehend gesund und habe sogar etwas Energie übrig! UND es gibt blaue Stücke zwischen den Wolken UND wenig Wind UND der Schnee von gestern ist weitgehend weggetaut UND die Sonne kommt immer wieder raus  – was liegt da näher als erstmals ein wenig Gartenarbeit – denn zum draußen rumsitzen ists definitiv zu kalt.

Und so habe ich mit des Herrn tatkräftiger Hilfe das 1. Miniprojekt beendet: die Elfenblumen sind ganz raus aus dem Frühstücksplatz-Randbeet, damit gibt es um die 3 qm relativ sonnigen Leerplatz. Da will ich ein weiteres kleines Schrittchen gen Naturgarten tun: zwei Schubkarren Sand untergemengt, grobes rausgeharkt und Saat- Mix von der Arche Eggebek ausgestreut, untergerecht, festgestreten – es wird noch ein paar Nachtfröste für die Frostkeimer geben, und so hoffe ich auf ein paar neue Arten im Garten. Das kleine Beet vom letzten Jahr habe ich vom Laub befreit (diese Blühpflanzen mögen ja alle lieber Sonne und mageren Boden) und jetzt auch die Karden-Reste abgeschnitten. Es gab allerhand Rosetten zu sehen und auch Rest-Pflanzen vom letzten Jahr, die noch ganz munter aussehen. Bin gespannt, wie sich das alles entwickeln wird.

Beim umpflanzen der Elfenblumenplacken haben wir dann noch weniger schönes gefunden: letztlich habe ich einen ganzen Eimer voll Maschendraht aus dem Grundstücksrand gen Straße geborgen, zum Teil ist er aber leider so in den alten Buchen eingewachsen, daß ich ihn nur dicht an den Stämmen abklipsen konnte – der Vorbesitzer hatte Hunde und deshalb das ganze Grundstück eingezäunt – aber ich hatte eigentlich gedacht, ich wüßte, wo noch Reste sind. Nix da – diese hatte ich in den über 20 Jahren nie gesehen….

Was das Tier Nr. 100 angeht – dummerweise habe ich zwar eines gefunden, war aber absolut nicht in der Lage, das zu bestimmen:

Es ist sicherlich eine Raupe eines Falters der „Spanner“-Familie, weil es auf die charakteristische Art voranrobbt. Aber welcher ist es? Es gibt Dutzende, und ihre Raupen sind so unterschiedlich gefärbt, auch innert einer Art, daß ich das unmöglich sagen kann – und deshalb auch nix eintragen. Ihr müßt also noch warten…..  Die Raupe saß an der Holzteer-Schuppenwand, eisekalt im heftigsten Schatten plus Wind – aber sie lebte.

Derweil sind die Kringelchen und das Mondvolk eifrig in den Krokussen unterwegs und sammeln Pollen. Das Sonnenvolk aber summt zwar vor sich hin, sendet aber kaum ein Bienchen nach draußen. (EDIT: um 14:30 plötzlich ein großes Getümmel, auch Pollitas sind zu sehen – während bei den anderen trotz gleicher Besonnung jetzt wenig los ist. Immer wieder ist es erstaunlich, wie unterschiedlich die Völker sind!!) Und ich habe die erste Hummelkönigin gesehen. Wenn mich nicht alles täuscht, war’s eine Ackerhummel. In diesem Jahr werde ich keine Mause- und andern Löcher abseits der Wege mehr zutreten. Im letzten Jahr erst ist mir klargeworden, daß die allermeisten Wildbienenarten im Boden nisten und viele von ihnen dafür auf schon vorhandene Gänge anderer Tiere angewiesen sind.

In den letzten Tagen habe ich das wirklich feine Buch „Der Drei-Zonen-Garten“ vom Gastl gelesen, dem mit dem Hortus Insectorum. Tolles Buch, das – und was mir uA richtig gut gefallen hat, ist, daß ich jetzt gut begründen kann, warum es eigentlich ja richtig toll ist, daß ich – wie hier schon oft erwähnt – ja eine Stückeles-Macherin bin, die fast nie was zuende macht und immer von hier nach da und dorthin hüpft und macht, oft spontan und ungeplant – das ist nämlich für die Natur einfach mal gut so!!! Weil man dadurch immer in kleinen Einheiten neue Lebensbedingungen schafft und nur selten mal große Areale völlig verändert (Beispiel: auch ein Rasenschnitt kann schon zu solch einer großflächigen Veränderung zählen – viel besser, in Etappen zu mähen, so daß immer unterschiedliche Gras- und Krauthöhen und -wuchsstadien auf engem Raum zu finden sind. VIELFALT!!! 🙂 )

So. Nun will ich aber noch ein wenig raus. Mal sehn, was ich noch so anfangen und nicht beenden kann… *gg*

 

Zu Ostern neue Tiere …

Der Distelfink ist inzwischen täglicher Gast (bzw DIE DistelfinkEN, es sind drei), während die Erlenzeisige wohl nur ein kurzes Stelldichein mit unserem Futterplatz hatten – da gucke ich raus und sehe wieder ganz was anderes: zwei kleine Vögelchen mit Finkenschnabel und rotem Kopffleck! Einige Minuten so genau wie möglich geguckt, als sie dann weg waren, ab zum Bestimmungsbuch – und es können eigentlich nur Birkenzeisige gewesen sein! Hoffe sehr, sie nochmal, dann vielleicht auch knipsbar, zu sehen.

Nur eine halbe Stunde später bewegte sich etwas auf dem Holzfußboden. Oh-ha, was ist DAS???

Einige Recherchen später scheint mir: es kann nur Einer sein, nämlich der Eichen-Zangenbock

Wahrscheinlich war er im Brennholz und ist durch die Wärme im Wohnzimmer zu früh aufgewacht. Hoffentlich hat er den Übergang in den kalten Garten überstanden – vielleicht hätte ich ihn besser in den Schuppen gebracht 😦 Nächstes Mal!

Beim eintragen in meine Liste sehe ich: überraschend schnell bin ich der „100“ nahegekommen. Zeit für ein Gewinnspiel!?

Hmmmm…..

Aaaalso: wer richtig errät, aus welcher der folgenden „Kategorien“ das hundertste Tier stammen wird, der gewinnt. Wissen. 🙂 Und der ERSTE, der die richtige Kategorie getippt hat, der gewinnt auch noch wahlweise ein Vogel- oder Reptilien- und Amphibienbestimmungsbuch. Oder, denn vielleicht hat er sowas ja schon, einen Ableger nach Wahl aus dem Garten.

Was also wird Tier Nr. 100 sein –

  • Vogel
  • Säugetier
  • Reptil
  • Käfer
  • Schmetterling/ Falter oder dessen Raupe/ Larve
  • anderes Insekt
  • Amphibie
  • „Sonstiges“?

Ich bin selbst gespannt – wie lang es dauern wird und was es wohl sein wird….. 🙂

 

Gemeiner Pelzkäfer

Tja, kaum ist die Liste draußen, können wir sie schon mit einem Tierchen, das ich heute auf dem Sofakissen fand, ergänzen:

a big welcome (auf der Liste) to

Attagenus pellio

das schwarzgelbe neben den Käferchen ist ein Zentimetermaß zum Vergleich – knapp 6mm ist er lang, damit schon einer der ganz großen seiner Art

Nicht soooooo willkommen ist er (zumindest im Wohnzimmer), weil seine Larve sich u.a. von Textilien, Wolle, Teppichen ernährt…. Wollen wir mal hoffen, daß dieses kleine Kerlchen sich eher an (auch unter Larvennahrung angegebene) Trockenfuttereste oder tote Tiere (da findet sich bei uns sicher immer die ein oder andere Assel oder Spinne) gehalten hat …

Außerdem haben wir heute ganz lange gleich drei Distelfinken am Futterplatz begucken dürfen 🙂

Tiere im Fjonk’schen Haus und Garten

Eine Liste aller Tiere, die wir bisher hier im Garten entdeckt haben. Wo möglich, sind/ werden Fotos verlinkt. Die Liste soll aktuell bleiben und ständig ergänzt werden können, deshalb wird sie auch als Menüpunkt oben in der Menüleiste aufzurufen sein. Wo ich ihn weiß, habe ich in Klammern den Erstsichtungstermin angefügt

  1. Amsel     –     VÖGEL  –
  2. Bergfink  (4/18)
  3. Birkenzeisig (3/18)
  4. Buchfink
  5. Buntspecht
  6. Blaumeise
  7. Bachstelze
  8. Distelfink (8/15, dann erst wieder 12/17)
  9. Dohle (4/18, scheinen brüten zu wollen!)
  10. Dompfaff
  11. Elster
  12. Erlenzeisig (2/18)
  13. Grauschnäpper
  14. Grünfink
  15. Hausrotschwanz (5/14)
  16. Heckenbraunelle
  17. Kohlmeise
  18. Klappergrasmücke (5/14)
  19. Kleiber
  20. Mönchsgrasmücke
  21. Rabenkrähe
  22. Ringeltaube
  23. Rotkehlchen
  24. Singdrossel
  25. Schwanzmeise
  26. Sperling; Haus-,
  27. Feld-
  28. Star
  29. Stockente
  30. Sumpfmeise
  31. Wacholderdrossel (?)
  32. Zaunkönig
  33. Zilpzalp
  34. Admiral     –    INSEKTEN
  35. Ameise (keine Ahnung, wie viele Arten)
  36. Aurorafalter
  37. Blattlaus
  38. Brauner Mönch
  39. Bremse
  40. Bläuling, Faulbaum-
  41. Catocala (4/18)
  42. Eichen-Zangenbock
  43. Fliege; Stuben-,
  44. Frucht-,
  45. Schmeiß- …………………. (unendlich viele Sorten, scheint mir *g*)
  46. Hummel; Acker-,
  47. Erd-,
  48. Garten-,
  49. Stein-,
  50. Baum-
  51. Honigbiene
  52. Hornisse
  53. Grashüpfer (mehrere Sorten)
  54. Kaisermantel
  55. Kleiner Fuchs
  56. Kohlweißling
  57. Kolibri-Schwärmer (bisher ein einziges Mal bei uns gesehen, weiß nicht mehr, in welchem Jahr)
  58. Landkärtchen
  59. Libelle (mehrere Sorten)
  60. Mistbiene
  61. Moschusbock
  62. Nashornkäfer (EINE Sichtung 2013, aber doch…)
  63. Ochsenauge
  64. Pelzkäfer (3/18)
  65. Sandbiene, rotschopfige (4/18)
  66. Schornsteinfeger
  67. Schwebfliege (mehrere Sorten)
  68. Schwimmkäfer (welcher? Keine Ahnung…)
  69. Stechmücke
  70. Streckfuß
  71. Tagpfauenauge
  72. Töpferwespe
  73. Violetter Ölkäfer
  74. Wasserläufer
  75. Weißes C
  76. Wespe; deutsche-,
  77. Feld-
  78. Gold- (welche? Wahrscheinlich die „gemeine“, die sich gemeinerweise von Eiern und Larven anderer Insekten ernährt)
  79. Wollschweber, großer (4/18)
  80. Zitronenfalter
  81. Eichhörnchen    – SÄUGETIERE
  82. Fledermaus
  83. Igel
  84. Kaninchen
  85. Katze
  86. Maus; Gelbhals-,
  87. Haus-,
  88. Wühl-
  89. Mensch
  90. Ratte; Haus-,
  91. Bisam-
  92. Reh
  93. Erdkröte     – AMPHIBIEN
  94. Frosch; Wald-?/Teich-?,
  95. Laub- (in einem Jahr mehrfach gesichtet, aber NUR in einem Jahr)
  96. Kammolch
  97. Assel (keine Ahnung, wie viele Arten)     –   SONSTIGE
  98. Nacktschnecke (mehrere Arten)
  99. Regenwurm
  100. Spinne; Kreuz-,
  101. Hauswinkel-, ………………………….
  102. Schnecke; Weinberg-,
  103. Schnirkel-, ………
  104. Tigerschnegel
  105. Weberknecht
  106. Zecke