Jahresanfang

Guten Tag hier, im Jahre 2025!

Und das begann und endete bei uns im hohen Norden mit heftigem Sturm bei ebenso heftigem Regen. Tags drauf windstiller Sonnenschein (hab gesägt!! 🙂 ) Tags drauf Schnee. Und so weiter….
Sonst war nix.
Immerhin: den Eltern gehts besser 🙂

Gestern dann Inventur im Laden. Seit Anbeginn aller Zeiten (dort im Laden) bin ich zuständig für „Pfand und Farben“, wir machen das immer zu 2., Eine (ich) diktiert, die Andere (wechselnd) schreibt. Man ahnt nicht, wie viel Arbeit es macht, im ganzen Laden, im Kühlhaus, im Lager, draußen im Hof Alles zu finden und nach Pfandwerten sortiert zu notieren! Ähnlich bei den Farben: wir haben Pigmente in diversen Verkaufseinheiten, und Alle kosten anders. Außerdem Putze und Farben. Die haben keine Scanner und müssen deshalb von Hand notiert werden.
Gestern nun waren die „Farben“ schon gezählt. Ich hab erst im Laden gezählt, dann unsere Ansichtskartenständer (2 verschiedene Lieferanten, x verschiedene Arten), dann Pfand, dann die Sonderangebotskästen und zum Schluß war noch Zeit, zusammen mit einer Kollegin das Gemüseregal zu putzen.
Letzteres hat dann dafür gesorgt, daß ich heute heftige Schmerzen im ganzen Körper habe. Nuja, das war klar. Isso.Ü50 und so ….

Ein Highlight der Proteste Anfang des letzten Jahres!! Wohin sind sie denn bloß Alle jetzt, wo’s eng wird? Hoffentlich wenigstens an der Wahlurne!

Nächste Woche ist „Termine, Termine“. Jeden Tag irgendwas. Aber nix Besonderes. Es bleibt also wohl ruhig hier 😉

Außerdem steht seit einer Spontanidee und -aktion an Neujahr mein Computer jetzt „mit Aussicht“, nämlich in meinem Zimmer statt im Arbeitszimmer. Mehrere Vorteile:

  1. Ich halte mich öfter in meinem Zimmer auf
  2. Ich gucke übers Feld
  3. Der Schreibtisch ist frei fürs Aktensortieren, Briefeschreiben, vielleicht ja sogar mal Malen.

Allerdings siehts dadurch in meinem Zimmer etwas ungemütlicher aus, und außerdem ists dort fußkälter.
Erstmal ist Alles testweise aufgebaut. Bisher scheint mir, daß die Vorteile überwiegen. Sollte ichs so beibehalten, brauche ich noch ein wenig Kabelage und evtl einen anderen Stuhl – ich denke an einen Wackelhocker (gesund und optisch weniger dominant)

 

Magnetische Worte -190-

Zur Zeit fällt mir nur wenig ein, worüber ich schreiben könnte. Das war ja schon ab und an mal so und hat sich bisher immer fix geändert – ob das wieder so sein wird, das weiß ich nicht.

Von den Tagen, in denen ich mich hier nicht gemeldet habe, gab es denn auch denkbar wenig zu berichten: arbeitsreiche Tage im Laden. Niesel, Niesel, Niesel draußen, mal mit, mal ohne Wind. Ein schneller als gedacht sich leerender Pelletstank (noch immer „üben“ wir, einzuschätzen, wie lange es noch langt, wenn’s weniger wird) mit einer guten Erfahrung: eine ECHTE Frau am Lieferantentelefon half uns aus der Not und schob unsere Lieferung um anderthalb Wochen nach vorn. Das heißt, daß wir mit den noch von zu Beginn als Notreserve dort stehenden Säcken auskommen werden und nicht im Baumarkt Einzelsäcke nachkaufen müssen (PLASTIK!!!) Und die Eltern sind krank, da mach ich mir schon etwas Sorgen – aber immerhin: inzwischen, seit „nach Weihnachten“, gibt’s Medikamente.

Erstmal schließe ich mich jetzt teff und dem Grafen an (von ihrem letzten Besuch stammt dieses Magnetwort, und ich hoffe, sie BALLT wiederzusehen!!): Auf ballt, liebe Lesende und vor allem für meine Motivation so wichtige liebe Kommentierende!!

Einen guten Wechsel ins neue Jahr Euch Allen – möge es weit besser werden als die momentane Lage befürchten läßt!!

Weihnachten?

Bei uns in diesem Jahr gibts „Weihnachten ganz ohne Fest“.
Im Grunde ist das nur konsequent:

Weder der Herr F. noch ich sind gläubig (ich bin seit dem „Abtreibungsläuten“ bzw etwas danach nicht mal mehr in der Kirche*), und in diesem Jahr ist Weihnachten noch ein Stückchen unweihnachtlicher als in den Jahren zuvor: es gab keinen Adventskalender, und unser Weihnachtsprogramm sieht so aus: am Hl. Abend zu ebenfalls nicht weihnachtlich eingebundenen Freunden, die die Einsamen und Versprengten *g* um sich sammeln, sozusagen, um gemeinsam zu essen und zu spielen. Am 25. nachmittags ins Altenheim zum ole Mann zum Kaffee, am 26. kommen andere Freunde zum Doko und Essen.

Im Grunde gehts retour zu den Zeiten, bevor Folgä starb. Da hab ich Weihnachten gearbeitet oder auch mal mit einer familiär nicht eingebundenen Freundin verbracht. Dann kamen viele Jahre, in denen de ole Fru mich, später uns, uns zum Hl. Abend festlich verwöhnt hat, dann einige Jahre, wo wir dasselbe mit ihr versucht haben (was schon wesentlich unfestlicher war – ich kann das nicht so. Oder will nicht? – keine Ahnung, das Ganze ist SEHR ambivalent. Jedenfalls finde ich’s schön, wenn ich reingeworfen werde, habe aber ü-ber-haupt keine Lust, selbst so etwas wie ein Festgefühl herzustellen) – und seit es dem ole Mann zu anstrengend ist, herzukommen, war’s das nun ganz ….

So also wird unser Weihnachten sein – und wie ists bei Euch? Traditionell? Mit neuen, eigenen Traditionen? Ganz und gar unfestlich?


„1989 (…)Vorschlag der Bischofskonferenz, zum Fest der „Unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember sollten die Glocken gegen Abtreibung läuten“ – ich weiß, daß irgendwann zu der Zeit (ich wohnte bis Mitte ’89 in Münnerstadt, und es war kurz vor Ende meiner Ausbildungszeit dort) in Bayern tatsächlich „gegen Abtreibung“ geläutet wurde, was mich so empört hat, daß das das Tröpfchen war, das das Faß zum Überlaufen brachte. Allerdings handelte ich aus Opportunismus erst, als ich meine Berufspraktikumsstelle sicher hatte. Denn zumindest in Bayern – und ich wusste ja noch nicht, ob mein Plan, mit dem Berufspraktikum nach Norddeutschland auszuwandern, aufgehen würde –  waren damals über 90% aller ErzieherInnenstellen in Kirchenhand. Evangelische nahm man zur Not in Arbeit. Aber Menschen ganz ohne Kirchenzugehörigkeit waren nicht erlaubt. Diskriminierung? Die Kirche darf das! Gleich ein weiterer Grund, den Laden nicht weiter zu unterstützen…. also bin ich ausgetreten, sobald klar war, daß das mein weiteres Berufsleben nicht unmöglich machen würde.
Lang‘ her…..

😸

Morgens komme ich runter in die Küche. Erzähle dem Herrn F. etwas Wunderliches:

„Du, vorhin, ich war noch im Halbschlaf, da hat Elsa plötzlich zweimal gemaunzt, bevor sie zur Klappe raus ist. Und zwar ganz laut, und mit einer Stimme, das hab ich noch nie gehört! Genau wie Mauski, gar nicht so quakig wie sonst! Verrückt!“

Der Herr F. lacht. Und berichtet Folgendes:

kurz nachdem er aufgestanden war kam Elsa schon runter – und ElMauski wollte UNBEDINGT hoch zu mir. Also hat der Herr F. ihm dieTür nach oben geöffnet. Lange hat’s den Kater aber nicht oben gehalten, nach wenigen Minuten schon kam er wieder die Treppe runtergepoltert…..

Und hat sich offenbar vorher, wie es seine Gewohnheit ist, höflich maunzend von mir verabschiedet….

 

WMDEDGT

Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag?

Das frage ich mich ziemlich häufig…

Da mir die Zeit so zwischen den Fingern durchschlüpft, mal ein Beispieltag OHNE Lohnarbeit:

  • aufgestanden zwanzig vor acht (das ist FRÜH!!)
  • geduscht, Dusche gesäubert, gefrühstückt – schon ists halb zehn
  • Plan: Plissees umdrehen, weil sie oben in den Kanten Risse haben. Geht gut los, klappt prima. Bis zum letzten Fenster. Da brechen gleich beide oberen Halter. Telefonnummer der Kauffirma recherchiert (in Zeiten von Filialunternehmen nicht ganz einfach), angerufen, nette Fachfrau dran gehabt, Fotos hingeschickt, man verspricht Rückmeldung
  • Weihnachtsgeschenk für ole Mann recherchiert, bei OTTO bestellt
  • …und auch gleich noch weitergemacht bei der Suche nach meinem Grundbuch-Blatt: Kappeln sagte: Amt Süderbrarup. Die schrieben nun: Amtsgericht Schleswig. Da hing ich in der Warteschleife, dann das „go“: RICHTIG! Aber: der zuständige Mensch war nicht da. Immerhin: nach dem 2. Anruf mit Warteschleife etc bekam ich die Durchwahl. Ein anderes Mal….
  • Will die Zeitung aus dem Briefkasten holen, die ist aber nicht gekommen. Dafür Nordbrief. Post geöffnet. Mich furchtbar aufgeregt: O-Ton Pflegeheim bzgl Arztbesuchen: „Die Terminierung, Organisation des Transports bleibt Aufgabe der Pflegeeinrichtung. Die Begleitung der Bewohner wird in Zukunft (ab 1.1.2025) durch die Angehörigen organisiert und sichergestellt“. Angerufen, hoffend, daß das mißverständlich ist. Ist es nicht. Von Januar an sollen wir die vom Heim organisierten Arztbesuche begleiten. Die ticken doch nicht sauber! Die Betreuungskraft scheint dasselbe zu denken, drückt sich aber selbstverständlich gemäßigt aus. Sie schlägt vor, sich an die Heimleitung zu wenden. Bin nicht sicher, ob in diesem Falle nicht vorerst die Schweigetaktik zielführender ist; verstand es im Gespräch so, daß es eher darum gehe, die Angehörigen, die das machen könnten, zu sensibilisieren. ICH werde das jedenfalls NICHT tun, mir reicht so schon, was ich tu.
  • Versuche, die angebliche Gesetzesänderung im Internet zu finden, die besagen soll, daß Menschen mit Pflegestufe 3 nun keine Begleitung mehr für sowas zusteht. Finde nichts. Nehme mir vor, falls es da Streß gibt, mich an den Pflegestützpunkt zu wenden.
  • Zur Beruhigung ein WORDLE gespielt. Und ein STRIKE 5
  • Inzwischen ists schon fast halb zwölf. Porridge gemacht, Tee gemacht, gegessen
  • Rückruf wg. Plissees! 😊 Leider mit der Info: diese Marke führen sie nicht mehr, aber die Fachfrau hilft mit Internetadresse und Fachnamen für das, was ich brauche (Spannschuhe Cosiflor). Frau bleibt dran, hilft mir beim Suchen. Fündig: erstmal nicht, weil: die sind so alt, daß es dieses System nicht mehr gibt. Trotzdem hab ich mich sehr bedankt, trotzdem war ich sehr genervt …. aber die Spur war gut: über die Bildersuche doch noch fündig geworden, bestellt.
  • Zwölf. Der Mann hat Mittagspause. Mit ihm einen Kaffee getrunken. Berichtet. Päckchen der Schwiegermama ausgepackt und verräumt (Plätzchen!!! 🙂 Und Wurst. Die Schwiegermama begreift einfach nicht, daß wir davon nicht viel essen, der Herr hat sie aber auch nicht genügend eingebremst, finde ich. Naja…)
  • Den vor einiger Zeit im Netz recherchierten und bestellten, im Einzelhandel nicht mehr erhältlichen Halogenstrahler in den Deckenfluter eingebaut. Endlich gibt das Ding wieder LICHT! LED-Leuchtmittel dafür gibt es nur in Funzelwattzahlen, und die Halogenteile darf man nicht mehr verkaufen, wurde mir beschieden.. Im Netz allerdings offenbar schon…. Na, jetzt hab ich Vorrat, es gab sie nur im 5er-Set
  • RAUS! 3 Karren Laub zusammengefegt und weggebracht, 1 Karre Silbergoldnessel entfernt und zum Trocknen hingestellt.
  • Gehe rein, die Gelenke haben genug. Es ist 14 Uhr
  • Komme rein. Mann, es muffelt hier. Mache die Fenster auf.
  • Versuche, eine Freundin anzurufen. Wird nix. Seit anderthalb Wochen mailen und telefonieren wir aneinander vorbei.
  • Tippe dies ein. Langsam wird mir klar, warum die Tage vorbeirasen: ich verbringe jede Menge Lebenszeit damit, im Internet nach Dingen zu suchen, die ich gern ganz einfach mal fix im Baumarkt, Bekleidungsgeschäft, Fachmarkt etc einkaufen würde (was ich früher auch getan habe). Bin schon wieder genervt. Spiele eine Patience zum Beruhigen.
  • Überlege, was ich jetzt tu. Nach des Herrn Feierabend müssen wir los, sein Auto abholen etc. Aber jetzt?
  • Gehe runter ins Bad: die morgens mit etwas Waschmittel eingeweichten Haarbürsten sind tatsächlich sauber, prima! (war ein angelesener Tipp) Als ich wiederkomme, ist Elsa weg. Draußen???
  • Schalte die Spülmaschine ein. Bringe Ute zu Saugen hoch in mein Zimmer. Dort ist Chaos: überall Klopapierinnenrollen. Elsa hat gewütet, sie räumt die ganze Schachtel aus, wenn sie an die Leckerlis will, die ich zum Spielen für sie da rein gestreut habe. Habe NICHT den Eindruck, daß das ein nettes Spiel für sie ist, eher ein genervtes Abarbeiten mit dem Gedanken „verdammt, warum packt sie mir die Teile nicht fein in den Napf??“) Suche einen neuen, nicht so ausgeleierten Karton raus, mit dem die Katzen es schwerer haben. Mauski fingert die Leckerlis übrigens säuberlich mit einer Kralle raus…. *g*
  • Okay. Neue Schachtel gesucht, in der die Rollen recht fest stehen. Einsortiert. Mal gucken, was die Gute damit anfängt
  • Mal gucken, ob ich Elsa reinrufen kann. Die sitzt auf der Ofenbank. Allein reingekommen!!! 😃
  • Einen schönen Bildband durchgesehen. Möchte ich noch behalten. Aber die Chronik sowie andere Bücher unsere Gegend betreffend gehören ins Wohnzimmer, nicht nach oben (die Sortiererei endet nicht….) also umsortiert.
  • Der Herr hat Feierabend. Fahre ihn zum Schrauber und dann weiter ins Dorf. Will ein Päckchen abgeben und Sockenwolle kaufen. Stelle fest, daß Edeka gar keine mehr hat, rewe auch nicht und Rossmann nur eine einzige superhäßliche. Kaufe aus Frust Edelstahltopfschwämme und Scheuerschwämme.
  • Zurückgekommen. Will in Ruhe was lesen. Dann aber liest der Herr F. mir was über die elektronische Patientenakte vor. Und daß man inzwischen aktiv widersprechen muß, wenn man die NICHT will, was ich nach dem, was er mir da vorgelesen hatte, unbedingt will. Also, widersprechen. Gehe auf die Internetseite der Barmer. Ganz einfach ist das, lese ich, man muß nur im Kontaktformular den Antwortcode eingeben, den man per Brief bekommen hat. WHAT THE FUCK??? Ich habe keinen Brief bekommen! Um das der Barmer zu schreiben („zu Ihrer Datensicherheit nehmen wir Mails nur über unser Portal oder das Kontaktformular an“ – blabla), brauche ich meine Versichertennummer. Als ich die ins Kontaktformular eingebe, sagt mir der schlaue Computer, daß ich nicht Die bin, die ich bin. Ach? Bin verwundert. Prüfe die Angaben – alle richtig. Ich scheine nicht ich zu sein, ohje. Oder eigentlich:  JUCHHU! 🙂 Aber wenn ich nicht ich bin (wer bin ich? Jemand Gelasseneres?? Hoffentlich! Denn Der, die ich zu sein meinte, steigt schon wieder der Blutdruck in ungeahnte Höhen), so möchte ich trotzdem der elektronischen Patientenakte widersprechen. Also rufe ich bei der Barmer an – und werde mit einer Computerstimme verbunden. Die beschließt nach Durchsage einiger Daten, daß ich doch ich bin. Schade. Und sie sagt, ich bekomme nun einen Brief mit Formular…. abwarten. Noch mehr überflüssige Lebenszeit. Früher: ein Anruf, MitarbeiterIn, erledigt. Lange her….
  • So. Jetzt reicht’s mir aber WIRKLICH. Heute nur noch: lesen und TV! Und ein Anruf bei einer Freundin.

Na, das ist ja eine lange Liste geworden an Dingen, mit denen ich diesen Tag versuselt habe…. Nur mal ganz nebenbei bemerkt: auf eine Art ist das ein typischer Tag.
Auf andere Art auch wieder gar nicht.
Hätte ich gestern ein WMDEDGT gestartet, hätte auf der Liste

  • Morgen- und Abend“hygiene“
  • essen,
  • fernsehen,
  • Lohnarbeit

gestanden – das war’s. Auch das wäre ein typischer Tag gewesen, an dem ich mich gefragt hätte, wieso er so vorbeihuscht……

PS: nächster Morgen. Sauschlecht geschlafen, erst stundenlang wachgelegen, dann früh wieder mit Bauchweh aufgewacht. Gegen neun kommen die Baumpfleger, gegen halb elf gibt’s Infos, die mir überhaupt gar nicht gefallen. Die Straßenbuche hat Wurzelschäden vom Glasfaserbau, was man am mangelnden Zuwachs und schwarzen, zu kleinen Blattknospen im oberen Kronenbereich sieht. Beobachten, evtl wird ein Gutachten zur Standfestigkeit nötig und das Sichanlegen mit der Tiefbaufirma falls größere Kosten anfallen 🙁

Verpflichtend ist baumpflegerische Begleitung bei solchen Arbeiten. Die spart man sich allerdings, und man hifft – zu Recht, leider – daß die Baumbesitzenden das nicht wissen, die erst Jahre später auftretenden schweren Schäden nicht auf den Tiefbau zurückführen und dann auf den Kosten sitzenbleiben, wenn der Baum gefällt werden muẞ oder schlimmstenfalls stürzt.

Ich wünsche mir so, daß irgendwas einfach mal einfach ist….

Magnetische Worte 189 – voller Sehnsucht…


Tja, seit ich dieses Magnetwort selbst an die Wand gepiddelt habe ist schon einige Zeit vergangen – und die Lage eigentlich immer noch schlimmer geworden. Zwei Landtagswahlen, eine US-Wahl, ein Nahostkrieg, eine geplatzte Koalition usw spielen der schimpfenden Wut in die Hände, es ist einfach gruslig.

Letztens dann war eine Bekannte im Laden, von der ich wusste, daß sie in der Woche davor beim Parteitag der Grünen gewesen war.
Was berichtete sie?
Sie SCHWÄRMTE geradezu! Und zwar vom Umgang dort miteinander. Davon, daß sehr hart und kontrovers diskutiert worden sei, aber eben ohne Hetze, ohne Beschimpfungen, ohne Schuldzuweisungen.
Wie hieß es früher immer bei uns?
„Der Ton macht die Musik!“

Daß sie das Gefühl gehabt habe, endlich mal wieder „richtig“ zu sein. Hoffnung geschöpft habe, weitermachen zu wollen und zu können.

Ein für mich sehr spannendes Gespräch – noch nie hörte ich von politischen Begegnungen schwärmen….. ich (die ich parteipolitsich nicht engagiert oder auch nur gebunden bin) war fast ein wenig neidisch, nirgends eine solche Zugehörigkeit zu finden.

(Nein, ich gehöre weiterhin auch zu dieser Partei nicht, zu viele der Inhalte finde ich nicht richtig. Zu wenig von dem, was ich richtig finde, vertreten sie dann auch wirklich nachdrücklich.
Ja, ich sympathisiere, das habt Ihr ja schon oft hier gelesen. Mehr als bei anderen Parteien paßt zu meinen Haltungen – und es gibt keine ausdrücklichen „No go“-Positionen bei ihnen, wie bei Anderen, mit denen ich auch sympathisieren könnte)

Krams

  • Bin fertig geimpft jetzt. Die Grippe- und Coronawelle kann kommen, mich erwischt sie hoffentlich dann nicht. Grau in grau ists draußen, nun schon so lange. Trübe draußen, trübe innen. Aber immerhin: kein Schnee.
  • Kleiner Behördennerv am Rande: Post v.d. AOK betreffend des ole Manns Zuzahlungsbefreiung: Die Poststelle hatte die mitgeschickten Nachweise falsch zugeordnet, also fehlten angeblich WIEDER welche. Konnte zum Glück telefonisch geklärt werden. Dann kam der Bescheid für die Vorauszahlung – ein Überweisungsträger läge bei. Tja. Tat er nicht. Nirgends auch eine IBAN oder ein Verwendungszweck. Also WIEDER angerufen…. auch das konnte dann telefonisch geklärt werden. Habe mich nochmal ausdrücklich bedankt, eine echte Telefonnummer im Brief zu haben – ich hätte sonst inzwischen Stunden in der Hotline verbracht….

  • De ole Mann ist noch immer im Krankenhaus. Gestern hätte er entlassen werden sollen, nun heißt es: morgen. Er sagt: weil sie kein Fahrzeug haben. Ich sage: Taxischein, Taxis gibbet immer.* Vom Nachbarbett ruft Jd dazwischen: „Liegendtransport!“ Liegendtransport?? Sonst isser immer Taxi gefahren, ist er so runter von den wenigen Tagen dort? Kann schon sein.
    Nach dem Telefonat ist mir schlecht. Müsste ich mich mehr kümmern? Hätte ich ihn abholen müssen, gestern vor der Arbeit telefonieren, was organisieren? Hätte ich öfter hinfahren, ihn anziehen, mit ihm laufen sollen/ müssen?
    Alles in mir sperrt sich, aber das schlechte Gewissen sagt: Du bist ein Egoist, Du läßt Deine Leute im Stich. Der Verstand hält dagegen. Mir ist noch immer schlecht.
    Vielleicht liegts ja am Linsengericht gestern. So lecker das ist, das geht manchmal sehr auf den Magen.
  • Erfreuliches?
    Der Tipp von Maenade war prima, wir gucken jetzt drei Staffeln „Raus aufs Land“ durch und lästern über schräge Großstädter. 😉 Da SIND aber auch Gestalten dabei! Kaufen zu dritt ein gräßlich rottes und häßliches Gebäude und jaulen, daß ihnen die Leute nicht die Tür einrennen, um (jeder!) 100.000 Euro in die Sanierung zu stecken und dann dort eine Wohnung zu beziehen, und „in wertschätzendem, freundlichen Miteinander sich gegenseitig in der Entwicklung zu unterstützen“ – sie brauchen neun solcher Leute und haben nach einem Jahr keinen einzigen gefunden ….. na gut, es sind auch witzige und Nette dabei, aber sowas ist schon echt seltsam! Und macht durchaus Spaß! *g*
  • Werde grad von A nach B nach C geschickt, um herauszufinden, wann denn nun mein haus gebaut ist. Von 1920-1925 gibts in den Akten Einiges zu finden, der Grundbuchauszug allerdings reicht nur bis 1972 zurück. Nun will ich weiter zurück schauen. Mal sehn, wohin ich letztlich muß….

*Anruf beim Kkh: nein, Taxis gibbet offenbar nicht immer, zumindest nicht für Alle: Menschen, die gehbehindert sind (wie de ole Mann) und deshalb beim Einsteigen Hilfe brauchen ist man als Schleswiger Taxiunternehmen nicht bereit abzuholen! Das Kkh habe da in letzter Zeit dauernd Probleme. Zwei Tage längerer Kkh-Aufenthalt pkus Krankentransportkosten für die Alkgemeinheit. Und zwei Tage längerer Muskelabbau für de ole Mann. Ich könnte sie Alle….. 🤬

Abgekartet No.31

Die Absenderin dieser Karte hatte gar keine Ahnung, WIE sehr diese Karte mich in meiner damaligen Situation getroffen – und auch, daß sie mir eine ganze Weile lang sehr geholfen hat.
Es mag albern klingen, aber ja: ich konnte mich tatsächlich vom Gänseblümchen beschützt fühlen – und jedes Mal aufs Neue hat diese Postkarte in ihrer Absurdität (und auch in der Absurdität meiner Reaktion drauf, die mir ja bewußt war) mich zum Lächeln gebracht.

Lange stand sie deshalb neben meinem Frühstücksplatz, in DEM Kartenhalter, der normalerweise immer die allerneuste bekommene Postkarte trägt. Und dann hat sie noch lang an der Magnetschnur gehangen.

Ich bin froh, mich derzeit wieder ganz gut selbst beschützen zu können….

Danke, Holle!!!

_______

Was ist „Abgekartet“?

Vorbei ists mit der Ereignislosigkeit ….

Also, bitte – das mußte nun GAR NICHT sein, daß

  • ich zwei Kopfwehtage in Folge mit superschlechtem Schlaf bekam, der dritte läuft heute an
  • daß der Herr F. heute krank zu werden scheint, und
  • daß gestern des ole Manns Schwester hier anrief, um sich zu erkundigen, was denn nun sei mit ihm – und ich dadurch erst erfuhr, daß er seit vorgestern im Krankenhaus ist: das Altenheim hatte vergessen, mich zu informieren UND ihm sein Handy mit einzupacken – also gabs gestern Abend ein Telefonmarathon, und dann fuhr ich heute vormittag erst zum Altenheim (20km Richtung Norden) und danach einkaufen und werde mich demnächst 25 km gen Süden ins Krankhenhaus begeben 😦 Der Plan wäre ein kurzer Nikolausbesuch mit Herrn F. im Altenheim gewesen und danach ein wenig bummeln.

Fuck! Kleine Pläne waren absolut ausreichend, das wäre ü-ber-haupt nicht nötig gewesen, für KeineN von uns!

PS: was de ole Mann genau hat, ist noch nicht klar. Er wird, so weit es die Schwester, die die Akte ansah, beschrieb, wegen Magen-Darmproblemen und seiner allgegenwärtigen Harnwegsinfektion (multiresistenter Keim) durchgecheckt und wurde erstmal an Reserveantibiotika gehängt. Ansonsten gehts ihm wohl ganz gut – sagt die Schwester. Was de ole Mann dazu sagt – das werde ich dann erfahren. Seiner Schwester zufolge jedenfalls ist er wiedermal der Meinung, kurz vor dem Tode zu stehen. Das wird anstrengend nachher….

 

 

Kleine Pläne

Eine recht ereignislose Zeit ist das grad.

Ich finde das gut. Aber – wie immer: es gibt ein aber – es wird dann auch schnell langweilig.
Also gibt es kleinere Pläne.

  • Die Baumpfleger haben nicht Alles geschafft, was sie letzte Woche wollten und müssen nochmal wiederkommen.
  • Leider müssen auch Heizungsbauer oder Dachdecker nochmal wiederkommen. Der Schornstein lässt Wasser durch, was wohl, wie der Dachdecker festgestellt hat, an einer schadhaften Betonabdeckung liegt, die noch aus der Zeit stammt, als für die Ölheizung ein zweiter Zug in den Schornstein eingebaut wurde. Also aus den 80er-Jahren.
  • Das Holz vom Baumpfleger-Einsatz will gesägt und gespalten und verräumt werden
  • und ein Ast von der Birke im Hof muß ab.
  • außerdem ist Zeit, die Dachrinnen von den Blättern zu befreien. Draußen-Kram. Da muß dann die freie Zeit zum Wetter passen…..
  • Drin: ich habe beschlossen, daß die CD-Einsätze doch wieder in mein Regal sollen. Weil das nix wird mit „Regal drumrum bauen“

So sieht das jetzt aus

Also habe ich erstmal die CDs durchforstet, aussortiert und einen Stapel da liegen, den ich nochmal durchhören will, um zu entscheiden, was davon weg kann.

Da aber ja sämtliche Bücher aus dem Wintergarten wegen Feuchtigkeit dort nun auch in diesem Regal stehen müssen, habe ich 1. solche, deren Format das zulässt, in die nun freien CDfächer einsortiert (liegend – stehend paßt da gar nix) und mir 2. vorgenommen, so weit auszusortieren, daß alle Regalfächer wieder nur einreihig belegt sind. DAS ist ein großer Plan, von dem ich noch nicht so recht weiß, wie und ob ich ihn verwirklichen kann. Vorerst habe ich beschlossen, für jedes Buch, das zur Zweitlese ins Regal kommt, ZWEI zur Zweitlese zu entnehmen, zu lesen und hoffentlich aussortieren zu können. Bislang geht das einigermaßen. Überraschend ist, daß ich vor Allem Bücher problemlos aussortieren kann, die ich noch vor schlappen dreißig bis vierzig Jahren als Lieblingsbücher in mein Regal gepackt hatte…. nicht nur die Welt, auch die Fjonka verändert sich offenbar…. 😉

Insgesamt gehts mir grad recht gut. Die Osteopathin sorgt dafür, daß meine Knochen, Muskeln, Gelenke zwar noch immer nach der Arbeit schmerzen – aber die Zeiten, da ich oft tagelang gebraucht habe, bis Irgendwas, das mir in Rücken, Schultern oÄ gefahren war, sich wieder normalisiert hatte, sind vorbei.
Momentan benimmt sich sogar der Bauch ganz gut, und wenn er muckt, dann meist nur ein, zwei Nächte lang. Und jeweils die Vormittage danach. Dann gehts wieder. Das bedeutet natürlich auch, daß ich viel ausgeschlafener bin, was SEHR hilft. Auch der Stimmung. Vor allem der.

Schade ist, daß sich der Vorrat der „Bares für Rares“ -Sendungen aus der Mediathek dem Ende zuneigt. Irgendeine „heile Welt-Sendung“ brauche ich gern für mein Wohlbefinden, und ich habe noch keinen Nachfolger gefunden. Zuvor gab es mal „Unsere kleine Farm“ , „Dr. James Herriot, Tierarzt“ und die Zoosendungen aus dem Hamburger Zoo. Und natürlich Rütters „Hundeprofi“ – Variationen – aber da gibts ja immer nur mal staffelweise wenig Neues, das SOFORT geguckt wird 😉 Es gibt ja auf anderen Sendern auch Hundeprofi-NachahmerInnen. Aber das hab ich schon durch, die taugen nicht. Also: die taugen FÜR MICH nicht…

So bummle ich also durch die Tage. Winter ist. Oder, wettermäßig, eher Herbst: Diesig, Sprühregen, Plusgrade. Zwischendurch mal ’ne Sonnenstunde oder zwei. Immerhin. Vielleicht ist ja bald Frühling – immerhin ist heute DER Tag, an dem Obstbaumzweige reingeholt werden können, damit sie Heiligabend blühen. Barbarazweige…. wir werden sehen, ob’s gelingt.

Erlebnisfahrt

Bin gestern nach über zehn Stunden  heil aus dem Rheinland nach Hause gekommen.

Es ist schon bewundernswert, was die Bahn so Alles aufbietet:

Spielende Kinder im Gleis.

Langsame Güterzüge voraus.

Polizeieinsatz im Bahnhof.

Technische Störung.

Warten wegen belegter Gleisabschnitte.

51 Minuten Umsteigezeit in Hamburg? Lächerlich, wie soll DAS zu schaffen sein???

Dann das große Finale in Neumünster: dort wird immer der Zug geteilt. Die vorderen vier oder fünf Wagen fahren weiter nach Flensburg, die hinteren nach Kiel. Das ist eh schon immer spannend, weil erst angeschrieben wird, wohin Dein Wagen nun fährt, wenn der Zug rollt. Selten Reisende sind bis zum letzten Moment unsicher, ob sie richtig sitzen. Diesmal aber sorgte man für Abenteuer, Interaktion und Bewegung: kurz vor Neumünster wurde angesagt, daß aufgrud einer weiteren technischen Störung nun der HINTERE Teil nach Flensburg, der vordere nach Kiel und dann in die Werkstatt fahre. Alle Passagiere des gestopft vollen Zuges mit 10-12 Waggons mussten also den Zugteil wechseln.

Doll, was da Alles geboten wird!

Madame…

… hat sich gut eingemummelt gegen die Kälte. Auch für Regen ist sie gewappnet, und doch…. wer IHR in die Quere kommt, bekommt schonmal die warnende, gehobene Pfote: VORSICHT!

Genau so zeigt auch UNSERE Madame dem Katerrüpel, was sie von Annäherungsversuchen hält – aber die Unsere macht niemals Ernst! Wohl tatzt sie und faucht ganz fürchterlich – aber die Krallen sind bei ihren explosionsartigen Vorstößen stets eingezogen, und der Angriff ist immer nur symbolisch und leitet, so möglich, ihren Rückzug ein…. ein Kastenteufelchen… 🙂

Der Madame oben traue ich da deutlich mehr zu, egal wie vornehm das Hütchen auch wirkt.

Erstschnee

Heute, hier.
Wollte den Besuch zum Bahnhof bringen und kam kaum aus der Ausfahrt, weil so fette, gefrorene Klumpen von der Räumung da lagen.

Derweil tut sich im BookCrossing-Forum eine weitere Spaltung der Gesellschaft auf 😉

  • Gehört die Nachricht über den ersten Schnee des Jahres in den „Erfreuliches“- oder den „Jammer“-thread?
  • die Meinungen teilen sich: es gibt Schippenmüssende und Nichtschippenmüssende
  • und dann noch Fahrenmüssende und Nichtfahrenmüssende, alles in unterschiedlichen Schnittmengen zu
  • Autofahrenmüssenden, die sich über geräumte Straßen freuen
  • und Radfahrenmüssende, die sich den Schippenmüssenden anschließen, deren Geh- und Radwege dauernd von den Straßenräumdiensten wieder zugeknallt werden…..

Jaja, der liebe Schnee…..

Dauerstreß

Jeden Tag Termine, Termine, Termine! Lohnarbeit, Ärzte, Verabredungen, Besuch, impfen, nötige Anrufe, (immer noch) Behördensch***, und jetzt kam auch noch am Sonnabend der Mauski mit einer dicken Wunde heim, die am Sonntag zu eitern begann.

Wir haben erst am DONNERSTAG die erste Chance, den Kerl zu Tierarztöffnungszeiten in einen Korb zu kriegen. Vorher kann immer EineR von uns nicht, und selbst zu zweit kriegen wir das ja kaum hin. Wir hatten zwei schlechte Nächte, immer hoffend, daß sich das wie von Zauberhand von selbst erledigt, was es natürlich nicht tat. Also hab ich Montag morgens beim Tierarzt angerufen, um die Situation zu erklären und um Antibiotika zu bitten, auch ohne daß der Kater vorgestellt wird. Das klappte zum Glück. Seit gestern kriegt Mauski nun zwei Tabletten täglich, die er gern nimmt. Ich hoffe, das wird was. Der Kater ist tapfer, wie bei Katzens üblich. Er frißt, geht raus, lässt sich kraulen, auch die Wunde ansehen. Die ist flächig offen und nässt, blutet auch ab und an. Wie tief sie geht, können wir nicht erkennen. Fiebrig wirkt der Kater nicht, auch steht er nicht so neben sich wie damals, als er den üblen Abszeß hatte. Aber gut geht’s ihm nicht, logo.

So viel dazu 😟

Bis Ende November bleibts wie es ist: kein Tag ohne Kalendereintragung(en). Ich fühle mich voll überfordert, obwohl auch definitiv schöne Termine dabei sind. Blöderweise sind genau die die, die ich absagen könnte. Will ich aber nicht.

Was auch dabei ist: endlich mal wieder ein Elternbesuch. Da gruselt’s, wie immer, vor der Fahrt – aber nuja, wat mutt, dat mutt.

Warum wohnen die auch so weit weg?

Jaja, ich weiß: Weil ich so weit weggezogen bin 😇 Damals war die Fahrerei allerdings entspannt: per Auto mit 110 km/h hinzujuckeln war unstressig, weil viel weniger Verkehr und vor allem viel weniger Raser auf der Straße waren. Und Zug fahren? Da hab ich mich drauf GEFREUT, schließlich war normal, daß die Züge zuverlässig fuhren und man meistens pünktlich ankam, so daß nicht jeder Umstieg Nerven kostete. Im Zug selbst gab es noch ruhige Abteile mit Fenstern, die man öffnen konnte, das war schon deutlich anders als heutzutage.

Herbsthunger

Ach, wie war das früher schrecklich, wenn der Herbst kam und mit ihm der Herbsthunger, der unseren Dicken so furchtbar geplagt hat, daß er es kaum aushalten konnte!

Auch unsere jetzigen Katzen haben Herbsthunger.

Aber maunzen sie? Springen sie auf den Tisch und versuchen, unseren Käse zu mopsen? Betteln sie und quengeln?

Ein dreifach „nein“!

Der Mauski legt sich auf Schoß oder Decke, wenn „Elsaärgern“ nicht zum Ziel führt, und wartet.

Und Elsa? Sitzt demonstrativ an der Ecke (ja, das geht, demonstrativ zu sitzen. Elsa kann ohne ein Geräusch sehr laut sein!) Die Ecke ist die, an der ihr Napf stünde, gäbe es nicht Menschen ohne jedes Mitgefühl, die den leer zur Seite gestellt haben. Und dort sitzend GUCKT Elsa. Auch gucken kann sie SEHR demonstrativ und laut.

Tja – andere Tiere, andere Sitten. ..

Warum ich darauf komme, dies zu schreiben?

Weil ich seit einigen Tagen einen fürchterlichen Herbsthunger habe!

Satt? Was ist das? (Ein Zustand, an den ich mich durchaus erinnere, der aber auch mit ständigem Nachschub an Nahrhaftem derzeit unerreichbar scheint)