Fleißkärtchen

Der alte, kaputte Badwasserhahn ist aus-, der neue eingebaut (Herr F.) Das Waschbecken ist gesäubert, als der Hahn draußen war, so daß der Kalkrand, der nicht wegzukriegen war, weg ist (Fjonka). Auch Fliesenspiegel und Boden drunter sind sauber (Fjonka)

Frühstücksplatz und „Dreieck“ sind gemäht (Herr F.)

Der Keller ist gesaugt, so daß der Bauschadensexperte sich morgen hoffentlich nicht allzusehr ekeln muß, wenn er sich ansieht, woher denn nun das Wasser im Keller kommen könnte (Fjonka)

Und es ist erst Mittag………

Die Fleißkärtchen haben wir uns verdient. Und ein Eis!!!!

Tjüs….

P.S. Gabs bei Euch noch Fleißkärtchen? Mir sind sie ein Begriff, aber selbst erlebt hab ich sie schon nicht mehr (Einschulung 1971) Und die sehen alle so mädchenhaft aus – freute sich früher auch ein Junge über so ein Kärtchen???

Noch’n Spanner

… und zwar der achte, den ich im Garten entdeckt habe, und wieder einer mit gut identifizierbaren Kennzeichen und passendem, wenn auch etwas langem Namen:

der Vauzeichen-Eckflügelspanner, Macaria wauaria hat ein V und verhältnismäßig eckige Flügel. Er wird auch „Braunes V“ genannt – und ja, das V ist braun *g* – oder Johannisbeerspanner (die Raupen mögen Johannisbeer-, aber auch Stachelbeerblätter) Bei mir saß der Falter im Buchsbaum, weshalb ich erstmal geguckt habe, wie denn der Buchsbaumzünsler aussieht (TOTAL anders)

Und hier isser, der gute, gesehen am 10.7.:

Kleinvieh: Ferkel

Meine täglichen Dorfrundgänge stehen, sofern es der Zustand zuläßt, immer auch unter dem Motto „trash out“.

Heißt: ich sammle während der Gänge Müll und weiß inzwischen auch, wo es am Wegesrand Mülleimer gibt. Am Dorfplatz zum Beispiel, an der Bushaltestelle oder auch am Feuerwehrhaus. Und einige freundliche Mitbürger haben ihre Tonnen gleich am Bürgersteig stehen.

Ich gehe täglich – und ich finde täglich 😦

Die größten Ferkel sind immer noch die Raucher. Zigarettenkippen, aber auch die Plastikhüllen, die man abzieht, bevor man eine neue Packung öffnen kann oder später die leeren Packungen – ex und hopp ist das Motto.
Nein, Leute, Zigarettenkippen sind NICHT übermorgen Kompost!! Eine Kippe mit Filter versaut einen 20l-Eimer Wasser mit ihren Schadstoffen, und auch die filterlosen sind nicht ohne. Es kann doch nicht so schlimm sein, die nach dem austreten aufzuheben und zum nächsten Mülleimer zu bringen!?

Die zweitgrößten Ferkel? Baustellen. Die erwähnte gibts derzeit, aber es wird ja auch kräftig Glasfaserausbau im Dorf betrieben…..
Ein Plastikteil wurde vom Bagger kaputtgefahren? Flatterband ist gespannt, aber ein Stück hat sich gelöst? Klebebandstücke, die beim abpfriemeln runtergefallen sind? – Muß man nicht einsammeln, das. Tritt sich fest…. ja. In immer kleineren Bruchstücken in der Gosse, auf der Straße und dem Bürgersteig, in der Wiese. Danke!

Große Ferkel sind aber auch die Bauern. Man findet größere und kleinere Fetzen der allgegenwärtigen schwarzen Abdeckfolie, Teile der Plastikkordeln, die Heu- und Strohballen halten, Teile von Netzen und immer wieder lange weiße Fasern von diesen faserverstärkten Folien, die für Bigpacks etc genutzt werden. Alles sehr gern auch im Garten, mitgebracht von eifrigen Nestbauern. Ganze Nester, die ich finde, entsorge ich inzwischen im Restmüll, so viel Plastikfaser ist da drin verbaut 😦

Und dann ist da noch „das normale“. Heute zB ein Schraubverschluß, ein größeres und mehrere kleine Styroporteile, mehrere Plastikbruchstücke ab von den Baustellen, zwei Bonbonpapierchen, ein Papiertaschentuch, benutzt, ein Bierfilz. Alles beim Morgengang zum Briefkasten und durchs „Neubaugebiet“ zurück. Fast alles an der Hauptstraße.

Man kann sich jetzt ärgern (und ja, das tu ich!!) Ich möchte aber auch anmerken: wenn jedeR einzelne von uns sich bei jedem Gang sagen wir mal zweimal bücken würde – das täte der Fitness der alten Knochen gut, und es wäre ganz schön viel sauberer. Weniger Tiere würden sich in Plastikfasern verfangen und sterben, weniger Mikroplastik würde in unseren Meeren (und unseren Körpern!!) landen!

Ich hoffe ein wenig, daß mein Beispiel Schule macht – jedenfalls wurde ich schon einige Male fragend beäugt…… (und ja, ich habe jedes Mal das Gefühl, mich jetzt rechtfertigen zu müssen, daß ich nix „böses“ tu. Und fühle mich als schräger Vogel und hoffe, nicht angesprochen zu werden. Aber das heißt wohl bloß, daß ich an meinem Standing arbeiten muß, gell? 😉 )

:-)

Vor einer Stunde im Garten:

Mauski hat einen schönen neuen Schlafplatz gefunden

sooooo gemüüüütlich!!!

… und dann kommt Elsa! Mauski sieht sie garnicht, aber er kratzt sich hinterm Ohr, so daß Elsa aufmerksam wird. Huuuuuh – reckt sie den Kopf hoch und guckt…. wir erwarten, daß sie sich zurückzieht – aber nix da:

So bleibt sie bei uns liegen – mit gespitzten Ohren, aber da. Erst nach einer ganzen Weile gehts sie wieder, legt sich ins Grün am Teich. Und Mauski? Der hat sie da noch immer nicht bemerkt …. 🙂

Monate

Gestern beim Orthopäden. Beim ANDEREN Orthopäden.

Frozen shoulder.

Schmerzmittel/ Kortison/ Dosierung – alles richtig so, sagt er, und sehr nötig, sagt er. Und ansonsten: NICHTS. Schonen, höchstens ein wenig armpendeln.

Das Syndrom ist nicht verstanden. Was man weiß ist: es geht von allein weg. Aber das dauert Monate, kann auch Jahre gehen (bis es GANZ weg ist) KG ist erstmal ausgesetzt.

Im Internet liest man unterschiedliches, auch konträres dazu. Aber Orthopäde und Hausärztin sind sich einig. Ich muß geduldig sein, und die Schmerzen müssen daran gehindert werden, sich zu verselbständigen.

Das Kortison schleiche ich ab morgen über sechs Tage aus und hoffe, hoffe, hoffe, daß es dann nicht wieder schlimmer wird, denn am schlimmsten momentan ist, daß ich bis mittags total kodderig bin, und das kommt wahrscheinlich hauptsächlich vom Kortison.

In the neighbourhood

Blick aus dem Arbeitszimmer. Die grüne Halle sah man nie, da war ein Knick vor. Weg.

Zwei Grundstücke weiter war jahrzehntelang „Hundewiese“. Die war als Gewerbegebiet ausgewiesen, aber kein Gewerbe wollte hin. Man hörte munkeln, es sei viel zu feucht von unten. Jetzt werden auf dem Grundstück, das vielleicht (wenn überhaupt) 2000qm hat, im Halbkreis um die Zuwegung SECHS Häuser gebaut, eben mal schnell wurde es zum Bauland umgewidmet, und der Bagger schaufelt derzeit an die 2m tiefe Baugruben aus, die mit Sand verfüllt werden. Die Gemeinde war froh, das Land los zu sein, sagt man. UPDATE vom gestrigen Abendspaziergang: man sagte uns: die Tiefe ist, weil beim ausheben Moorboden hervorgekommen ist – und der muß vollständig weg, sonst sackts später.
Bin froh, daß das Nachbarhaus rechts vieles abpuffern wird, sowohl was derzeitige Bodenvibrationen als auch was Baustellen- und später Sechsjungefamilienlärm angeht. Doch wahrscheinlich wird man mindestens vom 1. Stock/hinterstes Eckhaus zur eigentlichnichtmehrunsere-Wiese einen guten Einblick haben. Aber vielleicht kommen ja genau da gar keine Fenster hin…..
Derzeit fahren LKW mit Hängern im Viertelstundentakt, es paßt ganz schön viel Sand in so tiefe Gruben.
Abends gegen zwischen neun und halb elf, je nachdem, gehen wir täglich zum baustellenwatching. El Mauski kommt meist mit. Ihm gefallen die planierten Sandebenen, er wälzt sich ausgiebig darauf und beschnüffelt danach jeden neuen Erdhügel und angelieferte Materialien genau. Wir gehen dann weiter durchs „Neubaugebiet“ (die jüngsten Häuser dort entstanden im Jahr 2004, als ich einzog) eine Schleife zurück. El Mauski flitzt munter mit. Ein wenig Sorge auch, schließlich fahren Autos…. aber wir sagen uns, daß er alleine ja auch dort unterwegs ist, und es macht ihm und uns viel Freude, gemeinsam spazieren zu gehen.

 

Am Oreganofeld in unserem Garten heute gleichzeitig vier Tagpfauenaugen, ein Admiral und unzählige Hummeln und Bienen. Gut besucht sind auch Lavendel und Storchschnabel in einem ansonsten gruslig neugestalteten Neubaugebietsgarten (Pflaster, Schotter, ständig heruntergezogene Rolladen, Hackschnitzelfelder mit besagten Insektenlieblingen und Gräsern, Rasenmäherroboter) Einziges Lob an konventionelle Gartenplaner, die da drin waren: sie pflanzen oft mehrere gleiche Stauden hübsch versetzt – so daß der Anflug für die Viecher lohnt. Einige Häuser weiter versucht eine Hummel vergeblich, einen Durchgang in einer Wand aus Thuja zu finden. Keine Chance, solche Hecken klemmen potentiell vernetzte Biotope wirksam voneinander ab.

Nie bin ich so viel in der Nachbarschaft rumgelaufen wie in den letzten Wochen, mindestens ein Morgen- und ein Abendgang sind zur Schmerzbekämpfung täglich unabdingbar, meist gibt es tags weitere ein, zwei Rundgänge. Und manchmal auch mitten in der Nacht einen. Seit die Mittelchen hochdosiert sind aber nicht mehr.

Die Kuhkoppel wird kleiner. An der Straße gibt es zwei Stellen, an denen die Kühe bis zum Bürgersteig gucken gehn können. Eine dieser Stellen soll mit zwei weiteren Häusern bebaut werden, heißt es. Ich hoffe auf die neben dem Dorfplatz, die andere ist schöner, so wie sie ist. Ein Apfelbaum steht dort und am Rand eine Kastanie. Wäre schade, wenn dort gebaut würde.

Direkt nebenan, links, ist derweil ein junger Hund aus Ungarn eingezogen. Das Grundstück ist jetzt eingezäunt. Während wir „El-sssa, kommmm“ und „Mauski!?“ rufen, schallt es von drüben „Oskar, hiiiiiiieeeer“

Nachts um halb drei ist das Dorf ähnlich hell wie um halb zehn, obwohl die Straßenlaternen aus sind: beleuchtete Hausnummern, in die Erde gesteckte Solarlampen, Gartenlichter, sogar Außenlichterketten um Fenster leuchten die menschenleere Nacht aus. Auch zu Zeiten massenhaften Insektensterbens sorgt die Dorfbevölkerung dafür, daß möglichst wenige Nachtfalter überleben können.

Rauswärts soll ein richtiges Neubaugebiet entstehen, 8 Bauplätze auf dem Acker am Straßenrand (auf der anderen Straßenseite sind ältere Einzelhäuser). Ich versteh garnicht, was hier plötzlich los ist: Das letzte Baugebiet mit um die 10 Plätzen hat ebensoviele Jahre gebraucht, bis es voll war, in diesem Jahr erst stand bei den letzten beiden Plätzen ein „Verkauft“-Schild

Manchmal nehme ich einen Podcast mit durch die Nachbarschaft. Habe „Zeitzeichen“ von NDR Info und „Hintergrund“ vom DLF abonniert. Die Autos sind aber laut, der Wind auch. Meist höre ich die deshalb lieber, wenn grad wieder „hinlegen“ dran ist.

Weiter die Straße runter gehen einige Bäume ein, Nadelbäume und auch ein Weißdorn. Weitere wurden bereits letztes Jahr runtergenommen. Trockenschäden, schätze ich.

 

Als ich einmal grad rein will, Rückenlage ist angesagt, mir schwindelt schon wieder, werde ich angesprochen: ob sie sich Saat vom Fingerhut in der Auffahrt abnehmen darf fragt eine der täglichen Hundespaziergängerinnen. Klar darf sie 🙂

Am Eck zur Durchgangsstraße ist wie jedes Jahr ein „Blumen-selber-pflücken“-Feld. In diesem Jahr war ich schon mehrfach gucken, was da so blüht. Bisher: Ringel- und Kornblumen, Malven, Sonnenblumen, erste Schmuckkörbchen und Dahlien. Und ein Stück „Insektenmischung“ der nicht nachhaltigen Art (einjährige Acker“unkräuter“, Phacelia…) Viele Hummeln und Honigbienen freuen sich drüber.

 

 

 

 

 

Froschland

Juchhu, es geht los! Unser Teich wird amphibienfreundlich optimiert!! Der Vertrag mit „Froschland“ ist unterschrieben, der Bagger kommt, wenn der Mais nebenan abgeerntet ist und die Molche an Land ihre Winterverstecke aufgesucht haben. Also wohl gen Oktober.

Und das ist Froschland:

Alte Gewässer werden saniert, neue angelegt und die Habitate möglichst großräumig vernetzt. Das Projekt startete Ende 2009 und wird zu 100 % vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume gefördert. Die Anlage von Teichen wird komplett aus diesen Mitteln finanziert, so dass die Eigentümer, die der Natur ein Stück zurück geben möchte, selbst kein Geld in die Hand nehmen brauchen. Sie verpflichten sich im Gegenzug, die Gewässer langfristig zu erhalten und nicht für private Zwecke zu nutzen.

Seit dem Jahr 2009 sind schon mehr als 400 Teiche im Rahmen des Projektes entstanden oder konnten wiederhergestellt werden. Die Zielarten sind vor allem Amphibien wie Laubfrosch, Moor- und Grasfrosch, die Wasserfrösche, Erd- und Knoblauchkröten sowie Berg-, Teich- und Kammmolche. Gewässer sind aber immer ein Kristallisationspunkt für die Artenvielfalt in einer Landschaft. Insekten wie Libellen und Wasserkäfer gehören zu den ersten Bewohnern der neuen Lebensräume, gefolgt von Wasserpflanzen, Reptilien und – meist zuletzt – den Brutvögeln der Feuchtgebiete.

(Zitat von www.komittee.de)

Hier ist die Internetseite, verlinkt ein Beitrag, in dem auch ein „Krater“ wieder zum Teich wurde.

Leider endet das Projekt in diesem Jahr wohl endgültig, d.h. unser Teich wird einer der letzten sein, die noch in diesen Genuß kommen…. Ganz so wie im verlinkten Text wird es bei uns nicht werden, dafür fehlt der Platz. Aber zu Nachbars hin wird die Schneebeere weggeschoben (ich hoffe, mit VIEL Wurzelwerk!!!), so daß dort ein flacherer Bereich, der auch Sonne bekommt, entstehen kann. Die Iris kommt weg, ebenso die Weide, die sich nach Sturm Christian aus einem ins Wasser gefallenen Ast selbst angesiedelt hatte. Und es wird viel Aushub anfallen, Schmodder und Blätter von mindestens 35 Jahren…. der wird wohl erstmal auf dem Rasendreieck gelagert werden müssen, bis wir ihn per Schubkarre langsam abtragen können …. mal sehn, wie viel es wird – Ideen zur sinnvollen Entsorgung habe ich, es hängt aber natürlich alles von der Masse ab….

Mit Glück ist beim modellieren des Flachwasserbereichs Lehm zu finden, der würde dann gen Au geschoben, um zu versuchen, den Teich etwas langsamer Wasser verlieren zu lassen. Das wars dann auch schon. Der Sinn des ganzen: mehr Licht, mehr Wärme, flachere Bereiche – damit die Frösche wärmeres Wasser finden, in dem sie dann auch laichen können/ mögen. Und vielleicht taucht dann ja auch mal eine Ringelnatter auf. Oder mehr Molche. Oder andere/ mehr Frösche…..

Damit allerdings der Bagger aufs Land kommt, müssen wir zuvor eine Zweimeter-Schneise in die Weidenhecke hinten zum Maisacker schlagen (macht nix, wächst nach). Und danach ist sicher erstmal ordentlich Wüstenei und Chaos – die ganzen Schneebeeren müssen ja auch irgendwohin und später zerkleinert und aufgebrannt werden. Ich hoffe bloß, daß ich bis dahin wieder fit bin.

Läuft bei mir.

Zwar rückwärts und bergab, aber läuft.

Leider paßt dieser Spruch voll auf meine derzeitige Gesundheitssituation.

Anklickbar zur lesbaren Größe. Bild von https://starrynita.blogspot.com

Nachdem es mir in den letzten Tagen NOCHMAL so richtig viel schlechter gegangen war, bin ich zur Vertretungsärztin meines Doc gegangen, der Urlaub hat (danke für den Tipp mit der Schmerzskala, das half mir. Ich war inzwischen bei 8 angekommen, während ich mich anderthalb Wochen zuvor – und da wars schon Kacke – nach dieser Skala noch bei 5 eingeordnet hätte. 😦 ) Letztlich war mir das mit dem erzwungenen Arztwechsel ganz recht. Ich halte recht viel von meinem Hausarzt, hatte aber derzeit das Gefühl, daß er nicht mehr richtig hinhört und -guckt, sondern ein Urteil gefällt hat und jetzt einfach weiter krankschreibt. Das fand ich meiner Situation nicht entsprechend.

Tatsächlich hat diese Ärztin meine Behandlung jetzt nochmal umgestellt. Sie – die, das wusste ich vorher nicht, jahrelang in der Schulterchirurgie gearbeitet hatte, bevor sie Hausärztin wurde – hat viel gefragt und dann auch nochmal durchbewegt – und ist der Meinung, daß ich vor allem ganz schnell mal aus diesem Schmerztal rausgeholt werden müsse, damit sich das nicht verselbständigt. Ich soll nächste Woche nochmal zum Orthopäden (den werde ich wechseln, bei dem ersten hab ich mich nicht wohl gefühlt. Nochmal „offene Sprechstunde“ *seufz*), aber sie ist ziemlich sicher, daß ich zusätzlich zu den Bandscheibensymptomen, die ja da sind, auch noch eine frozen shoulder habe. (*wink* @PurpurBete….), was der Orthopäde ausgeschlossen hatte – aber da war die Symptomatik halt auch noch ganz anders gewesen, und sie – die Gefrierschulter – kann auch erst dazugekommen sein.

Jedenfalls bin ich jetzt mit Novalgintropfen, einem Opioid zur Nacht und nochmal einer 9-Tage-Kortisonstrecke versorgt. Und mit beruhigenden Worten: das wird wieder, wenns auch lang dauern kann. Und mein elender Zustand ist wirklich elend, nicht eingebildet. Das soll, darf und muß so nicht bleiben.

rechtshändiger Kirschkernentsteiner *g*

Toll ists nicht so unter heftigen Medikamenten, aber

  • das jetzige (andere) Kortison knockt mich nicht so aus wie das erste
  • außerdem kann ich durch das Opioid wieder einigermaßen erholsam, wenn auch nicht ganz schmerzfrei schlafen und wandere nicht mehr nachts durchs Dorf.
  • Und ich kann dank Novalgin wieder sitzen (der Bandscheibenschmerz ist völlig weg….) und ein wenig tun, solange ich SEHR aufpasse, daß es nicht zu viel wird. Beispiel: ZWEI Körbe rasenmähen ist zu viel, auch wenns nur einhändig ebene Flächen sind und der Herr F. den Mäher anschmeißt. EIN Korb geht. Kirschen entsteinen für ein Blech Kirschstreusel mit der Rechtshändermaschine geht. Den Teig fürs Kirschstreusel kneten geht nicht. Aber rasenmähen und Kirschen entkernen ist jeweiliges Tagespensum, geht also nicht am selben Tag…..

Zusammenfassend: es geht wenig, aber es geht überhaupt wieder was. Und das wiederum hilft auch der Stimmung, nicht total zu kippen. So weinerlich wie Anfang der Woche war ich schon ewig nicht mehr…..

Diesen längeren Artikel hätte ich vor drei Tagen übrigens auch nicht schreiben können. Und jetzt ist er auch lang genug, die Schulter sagt STOPP

Samstag morgen, halb sieben. Wenn die Nittelchen nachlassen ist due Ruhezeit vorbei. Heute ist aber was schönes angesagt:  erst die letzte Honigernte (ich gucke mal wieder zu….), dann das 1. Bookcrossingtreffen seit Corona in Flensburg. Das mal kurz geschrieben für einen positiven Abschluß dieses Beitrags. Und jetzt schnell rein nit der Chemie…..

 

Mauer und Wiese

Die Mauer und der Kräuterrasen davor sehen schön aus, finde ich.

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Und der Herr F. bestätigt das alte Sprichwort von der Übung, die den Meister macht. Er hat den nächsten Wiesenteil gemäht, und der ist schon viel ebenmäßiger geworden.

Blick von „frisch gemäht“ über „kommt noch“ zu „letztens“ bis zur Mauer

Das hier ist ein typischer Anblick des frisch gemähten Stücks von nahem

Buchen mit etwas Gras ….

Dann kommt eine zupfende Hand

das sind ca 50 Buchen (KEIN Scherz)

und danach sieht so ein Fleck so aus

Das erstgemähte Stück ist inzwischen buchenfrei, mal gucken, ob wir das mit diesem auch bis zum Winter schaffen. Ich kann derzeit nicht Hand anlegen, zupfen wird mit sofortigen Schmerzen von nicht unter zwei Stunden Dauer bestraft.

Wen’s interessiert: Überhaupt waren die letzten drei Tage eine Qual, die verordneten Tabletten waren ein Schuß, der nach hinten losging – seit gestern nachmittag ists wieder normal. Im Sinne von 3x Schmerzmittel wieder bitter nötig, aber damit geht es wenigstens, und ich marschiere auch nicht mehr um halb drei nachts durchs Dorf.

Schwamm drüber.

 

El Mauski, letztens

Der Herr F., der des Katers Geturne samt „Unfall“ mitgekriegt hatte, kam an die zehn Minuten später zur Tür rein als der völlig verschreckte Kater….. *gg*

 

Bernsteinschnecke. Irgendeine.

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Es gibt eine ganze Schneckenfamilie namens „Bernsteinschnecken“ (Succineidae) Mit welcher wir es hier zu tun haben, läßt sich nicht klären. Sie finde ich am Teich oder bei der Au, denn sie mögen’s feucht.

Zum Ausgleich…

…. beim abendlichen Regenspaziergang goldenes Licht über der dampfenden Kuhkoppel. Hinter mir ein ununterbrochen mauender El Mauski. Was hat er bloß? Als ich mich umdrehe: über mir das in diesem Licht unwirklich strahlende, außerdem herrlich duftende Geißblatt. Das also wollte er mir zeigen, der Gute!*


*zumindest kommt’s mir, Mittelpunkt meiner eigenen schmerzenden, egozentrierten Welt, in dem Moment so vor

„noch ein paar Wochen….“

, sagte die Neurochirurgin, zu der ich aufgrund des Befundes des HWS-MRT gehen sollte, auf meine Frage, wann ich denn damit rechnen könne, wieder zu arbeiten zu beginnen 😦

Sie interpretiert die Bilder so, wenn ich alles recht verstehe und zusammenfasse

Ich hatte einen Bandscheibenvorfall. Von dem ist jetzt noch eine Bandscheibenvorwölbung über. Beides zusammen führt zu Schmerzen, auf die meine Muskulatur so stark reagiert hat, daß jetzt eine Fehlstellung der Wirbelsäule im HWS-Bereich da ist: die ist nicht mehr schön S-förmig, sondern schnurgerade. Das muß wieder anders werden, dazu müssen die Muskeln entspannen. Erreicht wird das durch KG, zur Unterstützung habe ich jetzt noch muskelentspannende Tabletten bekommen. Die im MRT zu sehenden Wurzeltaschenzysten sind nicht die Schmerzursache, denn sie engen die Nerven nicht ein. Überhaupt ist offenbar kein Befund zu sehen, der erwarten läßt, daß schlimmeres ansteht (wie OP, Punktierung, dauerhafte Schäden….) Die Kortisonkur war gut, die KG ist gut, denn die Schmerzen sind ja schon dabei, sich zu bessern und der Arm ist etwas beweglicher – Zeit, Entspannung und konsequente Physiotherapie sind der Weg zum Erfolg.

8. Woche krank….

Tja.

Was mir vorkommt wie eine mittlere Katastrophe ist offenbar nichts, was in Ärztekreisen Besorgnis erregt. Gut so!!

Nun schlucke ich also muskelentspannende Tabletten und hoffe, die werden nochmal einen merklichen Schritt in Richtung Schmerzfreiheit und bessere Beweglichkeit bringen.

Ich war noch nie im Leben so lange krank, deshalb ist das für mich wirklich eine schwierige Situation. Auch, daß sich jede Anstrengung so schnell und doll rächt ist blöde. Beispiel: ich war gestern gleich morgens um 8 zur offenen Sprechstunde und musste tatsächlich dreieinhalb Stunden warten! Das hat dazu geführt, daß der restliche Tag „durch“ war, incl Schmerzmittel. Und das, obwohl ich gut die Hälfte der Zeit sogar draußen zwischen gehen, sitzen und stehen wechseln konnte (danach wurde es zu kalt) Vor allem, daß eigentlich nur im 14-Tage-Vergleich Fortschritte zu sehen sind ist für mich schwer auszuhalten. Ich gehe zur KG und sage „es hat sich überhaupt nichts verändert“, und das stimmt ja auch – verglichen mit dem letzten KG-Termin vor 3 oder 4 Tagen. Da ists dann ganz gut, wenn sie sagt „Moment mal, letztens konnten Sie noch nicht ohne Schmerzmittel schlafen“ (zum Beispiel)

Jetzt muß ich halt versuchen, meine Sicht darauf zu verändern, damit ich das ganze ebenfalls als „naja, soooo schlimm ist das ja nun auch wieder nicht, und es wird ja auch langsam besser – da hab ich ja nochmal Glück gehabt“ ansehen kann.

 

Ach so!

Sensibelchen sind sie also, die Herren Stiere! Das werde ich demnächst berücksichtigen, wenn der Lütte auffe Koppel wiedermal versucht, seine Auserwählte von vorn zu begatten ….. nicht daß ich nachhher schuld bin, wenn Nachbars keine Kälber haben, obwohl gleich zwei Bullen dort mitlaufen