Buchfrage. Die sechzehnte.

…und die lautet:

Gibt es ein Buch, das Dich an einen Ort erinnert?

Ja, gibt es. Sogar mehrere, ganz spontan fallen mir ein:

  1. „Mondscheintarif“. Erinnert mich ans Innere meines Kangoo, weil ich’s da drin auf dem Weg nach Oldenburg einem Freund vorgelesen habe und wir uns vor lachen fast weggeschmissen haben.
  2. Ein dänisch-/englischsprachiger Fotoband übers Roskilde-Festival. Den hab ich auf sehr, sehr rührende Weise überraschend geschenkt bekommen, und er erinnert mich an:  zahlreiche Roskilde-Festivals.
  3. „Per Anhalter durch die Galaxis“ kann ich nicht lesen, ohne wieder in die Wohnung eines Kurzfrist- lovers versetzt zu sein, in der ich die Serie zum ersten Mal in die Finger bekommen habe. Ein Erweckungserlebnis!!! (Also, die Bücher *gg*)
  4. „Winter im Mumintal“ lässt mich in meinem Lesesessel hier in dieser Wohnung, aber im Wintergarten (wo der jetzt nicht mehr steht) sitzen und den Winter spüren
  5. Und wenn ich eins der „Das alte Haus“-Bücher von Wilhelm Matthiesen wieder mal lese, dann sehe ich immer die Wohnung meiner Großeltern in Bad Godesberg vor mir. Die Bad Godesberger Wohnung mit dem Blick auf einen fast schon parkähnlichen Garten. Allerdings ist mir ein Rätsel, wieso das so ist, denn die Bücher meine ich schon länger zu haben als erst seitdem die Oma und der Opa dort wohnten. Vielleicht kann Muddern helfen, wenn sie das hier liest?

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5 Kommentare zu “Buchfrage. Die sechzehnte.

  1. Katharina sagt:

    Hmm, normalerweise verbinde ich Bücher eher mit dem Strickzeug, das ich wärhend dem Lesen gerade gestrickt habe (oder eher andersrum) als mit dem Ort, wo ich sie gelesen habe. Ein paar Ausanahmen gibt es aber:

    1. „Herr der Ringe“: Wie schon erwähnt, habe ich es zum ersten Mal mit meinen Schwestern zusammen gelesen – und einmal haben wir es auf eine Radtour mitgenommen. Ich weiß nicht mehr, wo genau dieser Moorsee war (irgendwo im Bayrischen Oberland) – aber er wird in meiner Erinnerung immer mit Moria verknüpft sein.

    2. „Todeshauch“ von Indridason: Das hatte ich auf einer mehrtägigen Wanderung mit meinem Freund im Ötztal dabei. Und während er noch unbedingt einen Gipfel mitnehmen musste, habe ich auf einer Wiese gegenüber der Martin-Busch-Hütte gesessen und gelesen. – Hochgebirge und Island passt ja auch irgendwie zusammen.

    3. Die „Nesthäkchen“-Romane werden immer mit der Wohnung meiner Großmutter verknüpft sein. Vermutlich schon allein deswegen, weil wir von den ersten vier Bänden (inklusive dem nicht mehr verlegten „Nesthäkchen und der Weltkrieg“) nur Frakturausgaben hatten und ich dort gelernt habe Frakturschrift zu lesen.

  2. Trinibell sagt:

    Nein, gibt es nicht. Auch nach längerem Nachdenken fällt mir dazu keine Buch-Ort-Kombination ein.

    Natürlich kann ich mich bei vielen Büchern erinnern wann/wo ich sie gelesen habe, oder auch umgekehrt, was ich wo (z.B im Urlaub in Dingsda) gelesen habe, aber trotzdem muß ich die Frage verneinen.

  3. Bibo59 sagt:

    Berndorfs Eifel-Krimis an die Eifel.
    Kling erstmal doof, denn schließlich SOLLEN Regionalkrimis ja den Bezug zu der Gegend haben.
    Tatsächlich habe ich aber früher in Köln gewohnt und dem entsprechend viel Zeit in der Eifel verbracht. Und immer wenn ich so nen Krimi lese, erinnert mich das ans Sommerbob fahren, ans Freilichtmuseum Commern, den Rurstausee, Greifvögel im Wildpark, Motorradtouren zu Tomas dem Angler und meinen Hund Bär, wie er in der Kyll die Erfahrung machte, dass zwischen zwei Sandbänken das Wasser tief ist.

  4. Yvonne sagt:

    Mir fallen spontan zwei Bücher ein:

    Das bereits vorher erwähnte Trost-Märchenbuch erinnert mich an die Kieler Wohnung meiner Großtante. Da habe ich als Kind alle Ferien verbracht und da hat sie mir daraus vorgelesen usw. Ich bin das letzte Mal kurz nach ihrem Tod da gewesen, aber ich habe die Wohnung vor Augen, als ob ich vor 5 Minuten das letzte Mal dringestanden hätte.

    Bastian Sick – Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.
    Erinnert mich an den Audi A4 meines Mannes. Als wir irgendwann vor ein paar Jahren auf dem Weg nach Essen waren habe ich ihm daraus vorgelesen. Da kam eine Passage (ich krieg es nicht mehr ganz zusammen, nur in etwa), da ging es um deutsche Züge und die Durchsage am Bahnsteig war in etwa: Bitte steigen Sie an allen Türen ein. Der Zug ist innen hohl. Ich hab mich über das „Der Zug ist innen hohl“ so schlapp gelacht, dass ich es erst nach ca. 20 Minuten geschafft habe das Thomas vorzulesen.

  5. Wenn ich lese verblasst normalerweise der Ort um mich herum bzw. ist es fast egal wo.
    Aber oft nehme ich aus dem Urlaub Kochbücher mit.
    Und da ich Kochbücher eher lese als nach Rezepten zu kochen und das Lesen dieser Kochbücher mehr Sinneserinnerungen an diese Orte weckt als es andere Mitbringsel könnten erinnern mich Kochbücher an Orte.
    Wobei Sinneserinnerung an Gerichte nicht dominieren sondern den Zugang zu weiteren Erinnerungen aufschliessen. Wie es scheint können nicht nur reale sondern auch erinnerte Gerüche Assoziationen wecken. Zumindest bei mir.
    Klingt das wirr? Nicht für mich.

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