Räubernde Bienen – oder ängstliche Jung-Imker

Zuhülf – wieder fehlt uns Fachwissen!!

Es war am heutigen Nachmittag ganz ungewohnt viel los am Kasten, gefühlt Hunderte Bienen sind rein und raus und auch am Zuckerwasser zugange. Das Treiben ist sehr hektisch, deutlich hektischer als sonst. Für uns gibt es zwei mögliche Erklärungen:
1. es ist relativ warm und leicht schwül, die Bienen haben nur noch sehr wenig Honig, Nachwuchs ist alt genug, um hinausgeschickt zu werden und man sammelt eifrigst, damit man seine Vorräte für die nächsten Regentage auffüllen kann
2. Nachbars Bienen haben mitbekommen, daß es in unserem Kasten Zuckerwasser gibt, entern die Villa und räubern unsere Brumsel aus.
Leider können wir auch nach wirklich langem davorsitzen und gucken nicht enscheiden, was nun stimmt. Vorsichtshalber haben wir von 5 auf 3 Fluglöcher eingeengt, um es unseren Bienen leichter zu machen, die Villa zu verteidigen – jetzt wäre ein erfahrener Imker, der zur Hilfe eilt und uns sagt, was Sache ist (und was wir noch tun könnten) Gold wert. So aber müssen wir wohl abwarten, weiter beobachten und hoffen.

Der Herr F. ist sehr beunruhigt und tendiert zu Erklärung 2 – ich bin diesmal (an sich schon ein nie dagewesenes Phänomen *g*) die Gelassenere und denke an 1.
Eben nochmal im Netz recherchiert, da gibt’s das Bienen-Wiki. Dort heißt’s bei „Räuberei-Anzeichen“:

Eine Räuberei lässt sich leicht am Flugloch des beräuberten Volkes erkennen: Zuerst nur vereinzelte, bei fortgeschrittener Räuberei eine Vielzahl von Bienen fliegt nicht zielsicher wie heimkehrende Trachtbienen, sondern ruckartig und suchend vor dem Flugloch hin- und her, um zuletzt doch zügig im Flugloch zu verschwinden. Abfliegende Bienen starten meist nicht direkt vom Flugloch, sondern klettern erst einige Zentimeter heraus oder außen an der Beute hoch bis sie abfliegen.

Im Flugloch und vor der Beute findet man zu Beginn der Räuberei meist kämpfende Bienen, die regelrecht verknäult sind. Räubernde Bienen verlieren durch solche Kämpfe mit der Fluglochwache schnell ihre Haarborsten, wodurch ihr Körper schwarz und glänzend erscheint.

Nichts davon haben wir gesehen.
„Doch“, sagt der Herr F., „die eine da!“
Stimmt. In etwa 20 Minuten beobachten haben wir eine Biene gesehen, die sich in die Flügel einer anderen regelrecht verbissen hatte und versuchte, ihr Opfer von Flugbrettchen zu kippen. Und im Mäusegitter lagen – außer so einigen Drohnen- 3 tote Arbeitsbienen.
Mir erscheint das wenig als Anzeichen für einen Überfall, aber sicher- tja, sicher bin ich mir eben leider auch nicht….

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 1.

4 Kommentare zu “Räubernde Bienen – oder ängstliche Jung-Imker

  1. Steffi sagt:

    gehts den Summseln gut?

  2. fjonka sagt:

    Noch’n PS: nur noch 1 Flugloch ist geöffnet – ob das hilft?
    Wir werden’s morgen sehen.

  3. fjonka sagt:

    PS inzwischen hab ich dann irgendwo noch gelesen, daß, wenn die Räuberei „voll im Gange“ sei, das sich nur durch auffallend regen Flugbetrieb ohne weitere Beißereien äußere. Jetzt haben sie mich auch. Doch 2 !?
    *grusel*
    Und was tun? Empfohlen wird, „das räubernde Volk sofort einzufüttern unds aus dem Flugradius zu entfernen“ Na toll, wir haben ja nur die Opfer!!!

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