Friedrichstadt// roter Haubarg, Witzwort

Nachdem ich gestern die absolut niederschmetternde Nachricht bekommen hatte, daß ich nun meinen Urlaub zu Montag abbrechen muß, weil keine der kranken Kolleginnen zu gesunden scheint, gab es heute nur eine Möglichkeit, vielleicht noch ein winziges Bißchen des Tages zu retten:

Nix wie weg hier!

Der Herr F. war noch nie in Friedrichstadt und wollte da immer schonmal hin, also ins Auto und los.

Friedrichstadt wurde siebzehnhundertschlagmichtot auf der grünen Wiese aufgestellt und mit Grachten und importierten holländischen Baumeistern und Materialien als Klein-Amsterdam angelegt.

Klein isses wirklich. 2 Stunden reichen dicke, es sei denn, man möchte Bötchen fahren (von Tret-über Elektro- und Paddel- bis hin zum Touriboot ist alles möglich). Da das Wetter aber soooo dolle nun auch nicht war, haben wir uns das gespart, sind durch die durchaus netten Gäßchen geschlendert, hatten einen Cappucchino und Waffeln und sind dann weitergefahren. Hier sind unsere typischen Fotos….

Typische Herr-F-Fotos: er sammelt Stolpersteine, um sie bei open street map einzutragen

typische Fjonka-Fotos – sowas wäre doch bei uns vor dem Haus auch sehr schön und praktisch….

… und ein echtes Touri-Foto, allerdings geknipst mit Gedanken an mein blog 😉

Danach sind wir dann (lag so praktisch am Rückweg) noch beim Roten Haubarg in Witzwort vorbeigefahren. DAS lohnt sich wirklich, denn es ist einer der letzten Haubarge (Haubarg = Heuberg, so genannt, weil holzsparend nur mit wenigen Ständern eine riesige Dachfläche unterbaut wurde, und in der Mitte Platz ließ für einen grooooßen Heuberg – damals Kapital des reichen Eiderstädter Bauern), er steht unter Denkmalschutz, ist ausnehmend schön innen wie außen, es gibt sehr leckeren Kuchen UND ein Haubarg-Museum… hier gibts dann auch etwas konventionellere Fotos, bitte sehr:

Und jetzt geh ich nochmal raus, Bienchen knipsen – heute ist unser persönlicher Tag Hochsommer: 20°, bloß 1x kurz Regen, und zeitweise sonnig. Grandios.

Und, nein, ich bin nicht schlecht gelaunt. Jedenfalls im Vergleich zu gestern und heute morgen kaum noch.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Stadtbild.

8 Kommentare zu “Friedrichstadt// roter Haubarg, Witzwort

  1. Komme gerade via Stories and Places, wo ich wegen der erwähnten Grachten auf den Link geklickt hatte, und sehe, es ist zwar nicht Amsterdam, aber in Friedrichstadt war ich auch schon mal: Geographische Uni-Exkursion Norddeutschland vor 20 Jahren, mit einem aus Hamburg stammenden Professor 🙂

    Einen Haubarg (eben ein neues Wort gelernt) haben wir nicht angeschaut. Aber ich erinnere mich an grünliche Bauernhäuser, die Rückkehrer aus der Kolonie Deutsch-Südwestafrika gebaut hatten. Auch irgendwo an der Westküste.

    • Fjonka sagt:

      Grünliche Bauernhäuser – da kommt bei mir eine andere Erklärung (die die Deine nicht ausschließt): mir hat man erzählt, daß die Häuser in den Flutgebieten, die auf Warften (den kleinen Hügeln) extra erhöht gebaut werden, in weiß und diesem grünlichen Farbton gestrichen wurden, damit man sie bei Sturmflut besser sah und deshalb auch besser Hilfe die Leute erreichen konnte. Ob’s stimmt, hab ich jetzt nicht verifiziert….

  2. Treibgut sagt:

    Letztes Bild: ein bemerkenswertes Haus. Und du meinst, unter dem riesigen Dach wäre Heu gewesen?

    • Fjonka sagt:

      Nicht nur- da drin waren auch die Wohnräume (kann man links gut erkennen, den wesentlich kleineren Bereich mit den Sprossenfenstern) und Stallungen. Aber zentral angesiedelt rechts von der Eingangstür unter dem hohen Dach war mittig der Platz für den „Haubarg“, von dem diese Art Haus seinen Namen hat. https://de.wikipedia.org/wiki/Haubarg Im roten Haubarg ist heute in diesem Bereich ein Haubarg-Museum, im ehemaligen Wohnbereich ein sehr gutes (und schönes) Cafe und Restaurant,

  3. Bibo59 sagt:

    Das ist der Fehler, wenn man Urlaub zu Hause macht. Mir wollte der NDR mal kurzfristig den Urlaub sperren und da habe ich blank gefragt, ob die denn die Stornokosten für Flug und Hotel übernehmen. Also, geht doch.

  4. neckarhex sagt:

    >Nachdem ich gestern die absolut niederschmetternde Nachricht bekommen >hatte, daß ich nun meinen Urlaub zu Montag abbrechen muß,

    Oh wie gemein! Du hast mein absolutes Mitgefühl. Ich drücke mal ganz fest die Daumen für ein Last-Minute-Wunder!

    • fjonka sagt:

      Ja. Danke. Man gewöhnt sich ja an alles, aber ich kann ohne zu übertreiben schon jetzt sagen: dieser Urlaub ist ein absoluter Reinfall, durch diese Nachricht vollends verdorben, was ja durch das Hickhack zuvor schon ziemlich getrübt war. *seufz*
      Ich hoffe aufs Südseecrossing im September…

    • fjonka sagt:

      Hin- her- ja- nein- vor- zurück…. heute morgen ein Anruf: die eine Kollegin ist jetzt doch wieder auf den Füßen, ich kann meinen Urlaub beenden.
      Ohne Worte.

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