Einfüttern, Varroen und sonstige Bienenneuigkeiten

Seit wir den Verdunster entfernt hatten, haben wir jeden Tag Varroen gezählt, und wir kamen täglich auf 15 bis 20. Wieder einmal waren wir unsicher: waren das jetzt noch die, die im Verdunster-Ameisensäurenebel umgekommen waren und jetzt beim schlüpfen der Brut tot aus den Zellen fielen? Oder war es schon unabhängig davon ganz normale Sterblichkeit?

Falls es letzteres war, waren deutlich zu viele Varroen in unserem Volk. Wir haben beschlossen, dann doch mal zu testen. Vorgestern Abend haben wir ein Schwammtuch mit 24ml 65%iger Ameisensäure aus dem Kühlschrank (damit der Säuregehalt für die Bienen nicht zu schnell ansteigt) unten in die Schublade gelegt – und es vorhin entfernt.

Holla! 170 Varroen hab ich gezählt- das bedeutet: unser Volk ist doch stärker befallen als erhofft (vor dem einhängen des Verdunsters war ja sehr wenig Befall vorhanden, aber es heißt auch immer, daß es um diese Zeit so richtig losgeht mit den Milben). Nun haben wir die 2. Portion Zuckersirup eingefüllt, halten die Wartezeit von ca 5 Tagen ein und werden dann wieder ein Schwammtuch einlegen. So lange, bis das deutlich weniger wird.

Außerdem haben wir immer wieder Wespen am Volk beobachtet, zT sind sie auch in den Fluglöchern verschwunden. Also haben wir jetzt, wo es nicht mehr so viel Belüftung wg. d. Ameisensäure braucht, unsere Fluglöcher mir Stopfen versehen, so daß sie nur noch halb so groß sind.

Und bevor wir das getan haben (und auch, wichtig, bevor wir das neue Futter reingestellt haben- schließlich wollen wir ja nicht noch die Wespen anlocken), haben wir mal grob durchs Volk geguckt.

Naja, es gilt weiterhin: „verhalten optimistisch“. Aber daß nun endlich vom gegebenen Futter auch ordentlich was eingelagert wird, das beruhigt mich ungemein.

NACHTRAG am frühen Abend:

Plötzlich war’s total hektisch bei unseren Bienen- Betrieb ohne Ende, aber eben aufgeregt und zappelig – wieder Räuber?? Oder sind sie bloß aufgeregt, weil plötzlich wieder viel Futter im Angebot ist? Kämpfe haben wir nicht gesehen, bis auf 2x in diesen Stunden (in denen wir viel gesessen und geguckt haben). Vorsorglich haben wir wieder die Fluglöcher eingeengt, was allerdings massive Staus zur Folge hatte: vorn alles dunkel von Bienen…. aber besser das als ausgeraubt.

Merkwürdig auch, daß sonst um die Uhrzeit (ab 16:30 haben wir’s bemerkt) schon längst nicht mehr so viel Betrieb ist. Allerdings ists auch heute endlich mal warm und windstill, und Fette Henne, Sigmarswurz und Oregano wimmeln noch vor Bienen- wieder einmal wäre guter, erfahrener Rat teuer, ist aber nicht zu haben….

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 1.

2 Kommentare zu “Einfüttern, Varroen und sonstige Bienenneuigkeiten

  1. recyclemouse sagt:

    170 Varroen sind viel zu viel, noch ein Tipp zur Ameisensäure, Eisschrank ist noch besser als nur Kühlschranktemperatur.
    Wo kippt ihr die Varroen eigentlich ab? Ich würd die Windeln nicht nen Meter neben der Beute säubern.

    • fjonka sagt:

      ca 10 m neben der Beute 😉
      Aber daß die da zurückkrabbeln, darüber mach ich mir nun wirklich die allerwenigsten Sorgen – und das, obwohl ich ja nun wirklich fast unschlagbar im Sorgen-machen bin…

      ja, das sind wirklich zu viele- wir werden in 5-7 Tagen nochmal das Schwammtuch bemühen (müssen)

Platz für Klönschnack ...

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