Wikingermarkt in Wallsbüll

Schon lange hat uns der große Wikingermarkt in Schleswig nicht mehr gefallen – extrem kommerziell ist er geworden, und darunter hat die früher schöne Atmosphäre wirklich sehr gelitten. Da kam es gerade recht, daß ich vor einiger Zeit im Netz darauf gestoßen war, daß es in Wallsbüll einen Verein gibt, der dort aus lauter Spaß an der Freud‘ ein Wikingerdorf baut, und als ich dann auch noch mitgekriegt habe, daß dort ein Markt stattfinden sollte, hatte ich mir den gleich in meinen Kalender eingetragen.

Dieser Markt fand nun gestern und heute statt.

Gestern bin ich mit dem Herrn F. hingefahren, und was wir erlebt haben, das hat uns wirklich sehr gut gefallen:

Ein gemütliches, aber nicht kleines Gelände mit vielen Ausstellern, die verschiedenste Dinge anzubieten hatten: von Waffen, Möbeln fürs Lager und Schmuck über Gebrauchsgegenstände für Küche und Hof bis hin zu Kleidung gab’s ziemlich alles – sogar der von uns jahrelang gesuchte (und im letzten Jahr endlich gefundene) Dreifuß-Grill war hier in verschiedensten Ausführungen samt Töpfen, Pfannen, Rosten, Schöpfkellen, Spießen undundund erhältlich – und vor fast jedem Zelt auch in Gebrauch.

(Ein Bild anklicken zum vergrößern)

Wir sind ja nur ganz normale Leute, aber das Laufpublikum bestand zu sehr großen Teilen aus Freizeit-Wikingern, die hier wirklich Alles einkaufen können, was sie so brauchen. Und Viele waren auch nebenbei dabei, ihre Gewerke zu zeigen.

Alle 2 Stunden gabs was besonderes zu sehen- zB die „Schlacht bei Wallsbüll“: Wallsbüll sollte von slavischen (?) Kriegern übernommen werden, und mit viel Provokation, Geschrei und Witz(!) wurde ein echtes Gemetzel aufgeführt. So spaßig, daß das die erste Schlacht war, die selbst ich mir bis zum Ende angeschaut habe. Oder es gab Musik mit Dudelsäcken, etwas Gitarre-ähnlichem und Percussion.

Uns hat das ganze so gut gefallen, daß wir heute zusammen mit Freunden gleich noch einmal hingefahren sind, und da der Herr Schmied-Bogenbauer mit war, wissen wir nun auch mehr als wir je erfahren wollten über Eisenlegierungen, Härtegrade, asiatische Reiterbögen undundund…. 😉

Der Herr F. hat verschiedenen Met gekostet und eine fette Flasche Quittenmet gekauft (und der schmeckt sogar mir richtig gut!!), hausgemacht und ausgiebig von der Macherin erklärt, und ich hab mir was über Nadelbinden und Brettchenweberei erzählen lassen. (Nicht, daß ich damit beginnen wollen würde!!), und mir ausgiebig und genüßlich in dem gerade gerichteten neuen Wikingerdorf-Haus betrachtet, wie dort die Wände aufgebaut waren, und wie sie die Bretter vor Regen schützen.

Alles in allem durch und durch nett gemacht und spannend. Da stört nicht einmal der Eintritt von 5 Talern – die dann, wie wir gestern beim rausgehen erfuhren, sogar für beide Tage galten.

Heute hatten wir dann auch noch das Hochsommerwetter, das ich seit Wochen vermisse (nein, es bleibt nicht, seit 18 Uhr regnet es wieder) – Herz, was willst Du mehr….

Und wer sich das nun schon vormerken will: hier gibt“s die homepage der Wallsbüller Wikinger.

(Termin 2013: 17. und 18. August)

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3 Kommentare zu “Wikingermarkt in Wallsbüll

  1. Schade, dass da im November nix los ist. Das wär doch mal ne Herausforderung. Bei den alten Wikingern war ja sicher auch Winter.

  2. Quote: „Wir sind ja nur ganz normale Leute,…“

    Hört hört! *duw*

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