Fjonken.

Es gibt einige Worte, die versteht immer erstmal Keiner. Dabei sind sie, so finde ich, absolut selbst-erklärend, und trotzdem haben sie den Einlaß in den Duden noch nicht gefunden. Aber ich verwende sie gern und oft, und deshalb gibt es jetzt den

Fjonken

Wie versprochen geht es weiter. Mit Wort zwei:

Ellenberg

Ellen heißt eine mir bekannte Buchhändlerin, die nebenher nahe eines schönen Ostseestrandes am Wochenende und in den Ferien einen Buch-Karren aufbaut und dort second hand gute Bücher verkauft. Dafür brauchte sie Nachschub – und wir einigten uns darauf, daß ich ihr die in der Zweitlese (später dann auch der Dritt- oder auch Viertlese) aussortierten Bücher zu fairem Preis verkaufen könnte. Zu diesem Zweck hab ich monatelang gesammelt – auf dem Ellenberg, der dann mit einem Besuch bei mir von ihr abgetragen wurde….
Der Ellenberg existiert zwar nicht mehr, seit ich BookCrosserin bin, aber er findet doch noch häufig Erwähnung in den verschiedensten Zusammenhängen und führte immer zu einem blinkenden Fragezeichen auf dem Gesicht derer, die mir zuhörten.
BookCrosser haben übrigens de facto auch einen  Ellenberg: dort heißt er aber  „Mount to be released“ (MTBR), der Berg der freizulassenden Bücher…..

Und, wie ihr wißt:

heute ist nicht alle Tage – ich fjonke wieder, keine Frage….

2 Kommentare zu “Fjonken.

  1. neckarhex sagt:

    „heute ist nicht alle Tage – ich fjonke wieder, keine Frage….“
    :o))))

    Ich habe den Kürzel „MTBR“ bisher allerdings mit „Mount to be Read“ erklärt bekommen, was in meinen Augen auch mehr Sinn ergibt. Das andere ist der Releasestapel, der zumindest bei mir stets signifikanten tektonischen Ereignissen ausgesetzt ist und häufig durch BTs, BLs und BS beeinflußt wird (als da wären Büchertaschen, Bücherlawinen und Bücherstapel, die mir vertrauensvoll überlassen werden).

    Sagte ich eigentlich schon, wie genial ich diese Kategorie finde? Ich liebe seltene, ungewöhnliche oder aussterbende Wörter und tue mein Bestes, um ihre Erhaltung und Verbreitung zu unterstützen.
    Im Adventskalender meiner Eltern waren mal Magneten mit aussterbenden Wörtern, von denen ich ein paar geschenkt bekam: „blümerant“, „Sommerfrische“ und „Ratzefummel“. Den Ratzefummel hat aber inzwischen ein Katertier unter ein Möbel verspielt, der muß erst wieder gesucht werden.

    • Fjonka sagt:

      Mount to be read- stimmt auch und das Kürzel wird dafür öfter verwendet – wieso bloß ??? *ggg*
      Hast Du denn schon bemerkt, daß es in meinen Artikeln immer mal wieder Worte oder Redensarten gibt, die verlinkt sind zu diesem Artikel http://wp.me/pYt3F-fL ?
      Weil ich nämlich genial finde, wenn man dann mal wieder ein Wort wirklich verstehen kann, weil man seine Herkunft erfährt.
      Bei seltenen Wörtern ist der Herr F. eine echte Fundgrube, ganz oft nimmt er eines in den Mund, das bei mir nur im passiven Wortschatz enthalten ist, das ist immer fein!!

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