Mäusegitter und Gewichtskontrolle

Gestern hat der Herr F. aus Resten eines Dachrinnenschutzes ein Mäusegitter für unsere Brumsel gebastelt. Ab Oktober sollte sowas dran sein, denn dann steigt die Gefahr, daß Mäuse sich im Kasten an den gesammelten Vorräten gütlich tun- und sich sogar im warmen Bienenkasten häuslich niederlassen.
Spitzmäuse sind ja sehr klein, deshalb reichen unsere verengten Fluglöcher nicht aus, um dieser Gefahr zu begegnen.
Optimal ist unser Konstrukt nicht, etwas größer dürften die Maschen sein. Wir hoffen, daß die Damen so nicht noch mehr Pollen vorzeitig verlieren. Aber wir konnten im Fachhandel kein passenderes Gewebe finden. Wir wissen, daß es sowas gibt- aber Uwes Bienenkorb hat Mäusegitter nicht mit Maschen sondern nur mit Stäben, und das können wir nicht brauchen. Im Netz aber gibt es gerade die Gewebe, die wir bräuchten, nur als große Rolle, nicht im Zuschnitt….also muß es vorerst so gehen.

Unsere Wintereinfütterung ist so gut wie beendet. Beim letzten Mal wiegen Anfang September hatten wir 12,5 Kilo Futtereinlagerung geschätzt, jetzt waren 5 Kilo dazugekommen. Aber wir hatten 10 Kilo (Trockenmasse, an der Wasserverdunstung liegt’s also nicht) gegeben. Wohin sind also die restlichen 5 Kilo verschwunden?

Davon ausgehend, daß unsere Bienen bei dem Sauwetter um diese Jahreszeit wohl nicht viel eigenen Nektar eingetragen haben und sich also vom gegebenen Futter auch ernähren mussten, könnten sie an die 2 Kilo davon selbst verbraucht haben. Und der Rest? Der See von gestern hat sich zum Glück nicht erneuert, ich denke also, daß es wohl wirklich so war, daß Waben gerissen sind. Ausgelaufen sind vielleicht 150g, mehr keinesfalls. Eher weniger. Heute morgen war auch wieder viel braunes Geknabber in der Schublade, ebenso wie einige (auffallend viele) Bienenbeinchen und -fühler. Haben sie Erstickte/ Ertrunkene in Stückchen beseitigt? Und tragen nun Nektar aus den kaputten Wabenteilen (oder den an anderen Waben lehnenden etc) um, und stammt das Gemülle davon? Oder sind doch Räuber drin, knabbern die Honigvorräte unserer Bienen an und werden dafür gebissen?
Nach wie vor (seit Wochen schon) sehe ich allerdings draußen keine Anzeichen dafür- keine Kämpfe, keine größere Unruhe, nichts. Dunkle, glänzende Bienen (so werden ja die Räuberinnen beschrieben, da die Verteidigerinnen ihnen im laufe der Zeit die Härchen abbeißen) gibts zu sehen. Aber das können ja auch einfach alte Arbeiterinnen sein.

Wiedermal weiß ich, daß ich nichts weiß, und das setzt mir ganz schön zu. Aber jetzt, zum derzeitigen Zeitpunkt von Einwintern/ Einfüttern, bleibt uns eh nichts zu tun, als auf unser Volk zu hoffen und , das Wetter läßt es ja heute zu, noch einmal gegen die Varroen zu behandeln.

Ich bitte um möglichst viele gedrückte Daumen für unsere Damen, die sich ja bisher wacker geschlagen haben.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 1.

8 Kommentare zu “Mäusegitter und Gewichtskontrolle

  1. Joachim Wernstedt sagt:

    Mausegiter aus Plastik? Da freut sich die Maus und beißt einfach ein Loch hinein. Und schon isse drin.
    Lieber Metall verwenden.
    Grüße aus dem Barnim
    Joachim

  2. neckarhex sagt:

    Au weia, das ist ja immer mehr wie ein richtiger Krimi… natürlich werden alle Daumen fest gedrückt und postiive Brumsel-Schwingungen losgeschickt!

  3. Oh Mann, ich wär schon seit ewig nur noch hibbelig. Sag den Brumseln schöne Grüße, ich verlaß mich auf sie…

  4. Rabe7 sagt:

    Klar wird da mitgedrückt! Erreichst Du Deine „Bienenfrau“ nicht? Muß doch irritierend sein, mit so viel offenen Fragen dazustehen…

    • Fjonka sagt:

      Ja, leider erreiche ich sie gerade nicht. Wobei: HELFEN könnte sie wohl eh nicht, aber manchmal hilft schon, eine Erklärung zu finden- zumal ich vor 10 Minuten wieder einen kleinen Nektarsee sehen musste :-((

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