Fjonken.

Es gibt einige Worte, die versteht immer erstmal Keiner. Dabei sind sie, so finde ich, absolut selbst-erklärend, und trotzdem haben sie den Einlaß in den Duden noch nicht gefunden. Aber ich verwende sie gern und oft, und deshalb gibt es jetzt den

Fjonken

Gleich im allerersten Kommentar des allerersten Fjonken-Artikels wurde ich nach einem weiteren Wort gefragt, an das ich selbst überhaupt nicht gedacht hatte. Dieses Wort ist allerdings ein Eigenname und als solcher natürlich nicht selbsterklärend, aber nuja, es ist mein Eigenname (zumindest einer der meinen) und so will ich gern jetzt im Fjonken das Wort Fjonka erklären:

Fjonka ist eigentlich eine Abkürzung.

Es gibt in der „Mumin“ Serie von Tove Jansson viele sehr beeindruckende Personen, aber eine davon hat mich – wie soll ich sagen- irgendwie – naja, berührt ist das falsche Wort, aber – getroffen. Vielleicht sogar etwas mehr als nur etwas im doppelten Wortsinn….

Diese Person ist die Filifjonka. Ich kenne sie nur aus einem Buch, und da putzt sie gerade ihr Haus, in dem sie mutterseelenallein ist (bis ich auf der Suche nach einem Bild von ihr die oben verlinkte Seite aufrief, wußte ich nicht einmal, daß sie offenbar Kinder hat), und dabei kommt sie in die ziemlich doofe Situation, wegen eines zugefallenen Fensters auf dem Dach zu hocken. Dort kommt sie dann ins nachdenken- etwas, was sie zuvor strengstens vermieden hatte durch tun, tun, tun. Und im nachdenken fällt ihr so manches auf, was sie gar nicht so genau wissen wollte …. jedenfalls ist sie, als sie dann letztlich doch wieder vom Dach kommt, ganz schnell auf dem Weg zur Mumin-Familie. Aber da zu sein ist dann auch nicht gar so idyllisch, wie sie sich das vorher gedacht hatte…..

Lange Rede, kurzer Sinn: diese Handlung beschreibt natürlich nicht die Person. Aber in dieser Handlung zeigt sich eine ganz besondere Person, die mir zwar nicht wirklich sympathisch ist, die mich aber – naja, siehe oben *g*. Und das zusammen damit, daß ich das Wort Filifjonka einfach wunderhübsch im Klang, aber zu lang finde – das hat mich zur Fjonka werden lassen.

Ich empfehle aufs allerwärmste die Mumin-Bücher. Sie sind einfach wunderbar!

Leider gibt es einen Pferdefuß: im Laufe der vielen Jahre hat man viele ÜbersetzerInnen an die Bücher gelassen. Leider taugten nicht Alle was, und so fand ich mich in der blöden Lage wieder, mir sämtliche Mumin-Bücher gebraucht besorgt zu haben, aber beim lesen von einigen davon ganz fürchterlich enttäuscht zu sein. – Bis ich erst verstanden hatte, was da passiert war, war ich schier entsetzt über die Qualitätsunterschiede. WELTEN! Irgendwann hatte ich dann das mit den verschiedenen ÜbersetzerInnen kapiert, aber leider weiß ich die schlechten nicht mehr – ich habe die Bücher ins Altpapier gedrückt. (Nein, kein Bookcrossing, das ging in dem Fall nicht!) Aber ich hab die 2, die ich behalten habe, rausgesucht, und die Übersetzerinnen sind Dorothea Bjelfvenstam beim „Winter im Mumintal“  und Birgitta Kicherer bei „Komet im Mumintal“. Nur für den Fall, daß jetzt Irgendjemand zum Buchhändler seines Vetrauens laufen möchte…

Ansonsten: Heute ist nicht alle Tage – ich fjonke wieder, keine Frage….

aber irgendwie hab ich das Gefühl, daß ich mehr ???-Wörter nicht benutze. Wir werden sehen, ob mir noch eines über den Weg läuft, jetzt, wo ich dafür sensibilisiert bin, daß es sie gibt …. bis dahin: *winke*

3 Kommentare zu “Fjonken.

  1. Rabe7 sagt:

    Ich mag Deine Fjonken-Artikel sehr, weiß aber meist nix dazu zu sagen. Vielleicht darf frau sich auch einfach mal unterhalten lassen.? 😉

  2. neckarhex sagt:

    Ah, vielen Dank für die Erklärung – ich glaube, Du hattest sie mir schonmal privat gegeben, aber ich war mir nicht mehr sicher… und meine Lektüre der heißgeliebten Muminbücher ist viele, viele Jahre her, sodaß meine Erinnerung mich bei manchen der Charaktere auch ein wenig im Stich läßt. Immerhin, aktuell lese ich sie teils als Vorlesebuch wieder, teils für mich – wo immer Platz ist zwischen den Ringen, Challenges und Abos…
    Die Übersetzungsproblematik hat mir vor einiger Zeit eine bereits befreundete Skandinavistin erläutert. Zu meiner Freude habe ich festgestellt, daß die Ausgabe, die ich seit vielen Jahren habe, in der Tat von Birgitta Kicherer übersetzt wurde.

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