Das Känguruh

Eins der besten Bücher, die ich in letzter Zeit in die Finger bekommen habe, ist

Das Känguru-Manifest

von Marc-Uwe Kling. Kurze Geschichten über ihn und das Känguruh, das schon seit dem Beginn von „Die Känguru-Chroniken“ bei ihm eingezogen ist. Was das Manifest noch so besonders klasse macht, ist, daß das Känguruh ein neues Hobby hat: es ordnet Zitate falsch zu, und dabei kommen geradezu geniale Dinge heraus:

„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ – Roland Koch

Das Känguruh ist eigentlich eine eher unsympathische Person – laut, dominant, schnorrig. Und Marc-Uwe ist ihm relativ hilflos ausgeliefert. Davon leben die Bücher, manchmal ist es eher anstrengend- aber dann kommt wieder was wie

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – Kurt Cobain

und Du bist versöhnt. Es sind ja nicht nur die Zitate. Es gibt staubtrockenen Humor, Alltag pur, den Pinguin, und es gibt den Herrn F., der als Vorleser für solche Art Geschichten einfach gran-di-os ist!

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ – Silvio Berlusconi

Wer mehr davon will, muß nun zum Buchladen laufen. Wer aber nur mehr zugeordnete Zitate will, der kann auch bei bookcrossing fündig werden, denn hier gibt es einen ganzen Thread damit. Nicht alle sind so auf den Punkt, aber manche haben mir schon sehr gut gefallen:

„Als ich ein junger Mann war, merkte ich, daß von zehn Dingen, die ich tat, neun fehlschlugen. Ich wollte kein Versager sein und arbeitete zehnmal so viel.“ – Ron Ackermann

Zum Beispiel, oder

2 x 3 macht 4 Widdewiddewitt und Drei macht Neune !! Ich mach‘ mir die Welt Widdewidde wie sie mir gefällt …. – Angela Merkel

Ich empfehle: klickt UND lauft zum Buchladen. Und wundert Euch nicht über meine Rechtschreibung- mir wird flau, wenn ich das Känguruh ohne h schreiben muß. Aber als Buchtitel MUSS ich ja….

P.S. Zitate in obiger Reihenfolge im Original von Lincoln/ Matthäus (Bibel, nicht Lothar)/ Kant/ Shaw/ Langstrumpf

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25 Kommentare zu “Das Känguruh

  1. LadyLiana sagt:

    Da durchforstet man neugierig den Blog und dann stößt man auf DAS! Das ist ja „mein“ Thread… Den hatte ich schon wieder vergessen. 😉
    Im Übrigen hast du Recht: der zweite Band ist der Bessere. Für alle die ihn lesen wollen: Ich habe ihn verringt. 😉
    Ich freue mich ja schon auf „Die Känguru-Offenbarung“.

    • Fjonka sagt:

      … und wenn Du DIE dann verringst, dürfen wir dann an letzter Stelle bitte mit dabei sein? (Letzte, weil das mit dem vorlesen länger dauert als selbstlesen)

      • LadyLiana sagt:

        Band 3 wird auf jeden Fall verringt. Es gibt auch schon etliche Anmeldungen dafür, obwohl das Buch noch nicht einmal erschienen ist. 😉 Ich trage euch gleich mal ein. Im entsprechenden Thread im Forum werde ich dann auch bescheid geben, sobald ich das gute Stück in den Händen halte und es los geht.

  2. Ich kucke grad auf 3SAT Känguruh-Chroniken vom Autor gelesen. *gnhiiiiiihihihihihiiiiiiiii*
    Ich würde dich grillen!!

  3. Ich kann nix dafür, ich hatte versehentlich die Bestellstiefel an, die laufen von selbst in die Buchhandlung *schulterzuck*

    • Fjonka sagt:

      und die Bestellhände zücken selbständig das Portemonnaie….. jaja *gg*

      • Nee, nee, das waren schon die ebenso fiesen Bezahlhandschuhe 🙂

        Die Känguru*h*-Chroniken.

        PS: Endlich mal jemand, *die* „Portemonnaie“ richtig schreiben kann.

        • Fjonka sagt:

          *LOL*
          Dann bin ich mal gespannt, wie’s Deiner Lesemütze gefällt …
          Und was die Gerldbörse angeht, so dachte ich bis gerade eben, daß meine Schreibweise inzwischen ebenso falsch sei wie beim Beuteltier – aber offenbar liegen da all die Portmonee- Schreiber falsch????

          • Falsch ist hier ein sehr subjektiver Begriff. Ich habe neulich mal in Anzeigen gestöbert und dabei ist mein Blick an einer Stellenanzeige hängen geblieben. In dieser hielten es die Arbeitgeber für höchst prioritär zu betonen, dass sowohl die alte als auch die neue Rechtschreibung akzeptiert würde. Und es handelte sich um eine Stelle, in der viel Geschreibsel anfällt. Ich für meinen Teil halte etwas wie ein Portmonee für absolut inakzeptabel. Da dreht sich mein Gelbbeutel in der Tasche rum, so graust es ihm.

          • Lesemütze, *kicherkicher*…

            Was die neue Recht- oder Falschschreibung betrifft: die hat mich irgendwie bis ins Mark getroffen, ich war nämlich davor rechtschreibsicher bis auf Flüchtigkeitsfehler.

            Inzwischen mache ich ein paar Zugeständnisse, z.B. mit „Tip“ oder „Stop“, da musste ich mich von einem 15-jähriger Aushilfsschüler im Internetcafé voll auslachen lassen. Er konnte einfach nicht glauben, dass dies irgendwann mal die richtige Schreibe war.

            Aber der weiße Baatz zum Nahrungsmittel verschandeln ist bei mir immer noch Mayonnaise und das Horntierchen aus den Alpen mit ä zu schreiben gelingt mir beim besten Willen nicht. Dann schon lieber gleich bairisch: Gams.

            Die Schreibweise „bairisch“ stimmt übrigens, so lange es um die Sprache geht.

            Klugscheißermodus OFF 😉

            • Es gibt kein Gesetz, das uns befiehlt, wie wir Portemonnaie zu schreiben haben. Und wenn es mir Spaßß macht schreib ich eben so. Mitten in der Trotzphase sowieso. *gg Und auf Arbeit macht das der Autokorrektor für mich. Also nicht so, sondern anders. Also Neuschreib. Im Übrigen, warum kommen in einer Zeit in der jeder sich oft ohne sie zu beherrschen einer Sprache bedient, die niemals so ausgesprochen wird wie man sie schreibt sollen deutsche Wörter plötzlich geschrieben werden wie man’s spricht? Echt jetzt?
              Apropos Arbeit…..
              *sausssssssss*

              • Fjonka sagt:

                Ich bin eine Derer, die ein einziges Talent hatten: intuitiv rechtzuschreiben.
                Hatten 😦
                Mich hat das auch richtig übel getroffen… aber nach des Raben Kommentar hatte ich den Duden „aufgeschlagen“ (Textkorrektur), einen Satz mit Portmonee eingetippt- und wurde verbessert zu Portemonnaie.
                Und jetzt schreibt Ihr, Neudeutsch sei doch das häßliche, überall gelesene???

                • Genau. Hatten. 😦

                  Mich stört am meisten diese blöde Getrenntschreibung von Verben, die stören jeden Lesefluss und verfälschen manchmal auf geradezu absurde Weise den Sinn.

                  Und dass ich mir beim Viellesen automatisch die neue Schlechtschreibung verinnerliche. Andererseits, wie Apfel schon bemerkte, im Geschäft macht man sich lächerlich, einen Brief in alter Rechtschreibung zu schreiben; wer weiß schon, wie alt der Sachbearbeiter ist? (Die weibliche Form lasse ich jetzt mal weg, und zwar deshalb: http://www.joergmaurer.de/listTmplGlosse?nid=112&nidc=112&cctype=36&query_start=7

                  Und ob er die alte Rechtschreibung überhaupt noch mitgekriegt hat?

              • >>Im Übrigen, warum kommen in einer Zeit in der jeder sich oft ohne sie zu beherrschen einer Sprache bedient, die niemals so ausgesprochen wird wie man sie schreibt sollen deutsche Wörter plötzlich geschrieben werden wie man’s spricht? Echt jetzt?

                Hm, den Satz hab ich mir zigmal durchgelesen und komm trotzdem nicht drauf, was Du meinst. Englisch? Jugendsprache? Türksprech? (Nich gleich hauen, wenn Kaya das sagen darf…)

                • Das bezieht sich auf die Englische Sprache plus gut gemeint und schlecht gemachter Anglizismen und ich hab eben auch gesehen, dass mit mit einem Satz begonnen und mit einem ganz andere wieder aufgehört habe. Mifft. Sowas passiert mir zu Zeit häufiger….Wenn man keine Schachtelsätze kann, sollte man’s bleiben lassen (ich mein mich…)

                  • Ok, Wissbegierde befriedigt 🙂

                    Und wenn Du in der Eile vor der Arbeit einen Schachtelsatz verhaust, brauchst Du Dir auch keinen Kopp zu machen. Das war nicht das Problem, ich wollte nur die Sprache wissen.

        • Fjonka sagt:

          Aber das sind ja die CHRONIKEN, das Manifest ist doch ROT!!!
          Wenn DAS mal kein Fehler war, das Manifest ist wirklich besser!!!

          • Öh, man hat mir das Manifest wohl angeboten, allerdings schriebst Du oben:

            „Eins der besten Bücher, die ich in letzter Zeit in die Finger bekommen habe, ist

            Die Känguru-Chroniken“

            • Fjonka sagt:

              OH MY GOD!!!
              Asche auf mein haupt, und oben verbessern werde ich’s auch sofort- ich hab’s genau verdreht….
              der Herr tröstet mich grad und sagt, ich soll ausrichten, es sei aber gut, mit den Chroniken zu beginnen (haben wir auch getan). Aber DAS MANIFEST ist das mit den Zitaten… ich kanns Dir über BC schicken, wenn wir durch sind, soll ich???

  4. Eigentlich wollte ich hier was locker flockiges dichten über ein Känguru, dass sein -h- verloren hat – ABER MIR FÄLLT NIX EIN! *mööööööh*
    Mein Kopf ist voll mit so Zeugs aber die ganzen Bruchstücke wollen sich nicht zu einem unsinnigen Ganzen fügen.
    Oder auch: es liegt mir auf der Synapse….

    • Fjonka sagt:

      Das Känguru, das litt einst sehr
      Denn abends hatt‘ kein H es mehr
      Des Morgens noch war’s H am Ende
      gestanden, wo ich’s richtig fände!
      Doch abends meinten ein paar Professoren,
      sie hätten ’ne ganz tolle Sache geboren
      und nahmen den Worten die Rechtschreibung weg.
      Das Känguru fand das ’nen ganz schlechten Gag!
      Die Fjonka, die findet das auch
      Und macht vom H weiter Gebrauch.

  5. „…und führe mich nicht in Versuchung“

    *Rabe, der nachher auf dem Weg zur Bank am Buchhändler vorbei muss.*

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