un-

Über den Anhang „un“ habe ich auch schon nachgedacht. Zum Beispiel gibt es Wörter, die mit un dasselbe bedeuten wie ohne und nicht etwa das Gegenteil.

Diese Reaktion erreichte mich von Tonio auf meinen -wichtig Beitrag hin, den ich ihm gemailt hatte.

Stimmt.

Oder jedenfalls fast.
Denn kleine, feine Unterschiede gibts dann doch bei den Beispielswörtern und ihren un-s:

Wenn ich zum Beispiel durch Münchens Prachtstraßen laufe und mir angucke, was da eine kunstvoll zerrissene Jeans kostet, dann ist das eine ganz schöne Summe Geldes, die ich dafür hinlegen muß. Okay.
Aber eigentlich ist es schon eher eine Unsumme! Die mich gehörig erschreckt, denn ich betrachte einige Hundert Euro für eine Jeans als einen Preis, der schon ungehörig ist.
Das sind eh Kosten, die ich mir nimmernienicht aufhalsen würde, selbst wenn ichs mir leisten könnte. Aber meine laufenden Unkosten sind zu hoch, als daß ichs könnte, und dann gibts ja noch eine Menge Sachen, für die ich eher meine, Geld ausgeben zu wollen.
Eigentlich gibt es sogar eine Unmenge an solchen Sachen: Bücher, Pflanzen, Katzenfutter, Farben, Bienenzubehör- und was nicht noch alles…

Womit ich auch schon die 3 Wörter, die mir der Tonio als Beispiele geschickt hat samt ihrer un-s, verwurstet habe- und sogar noch eines untergebracht, bei dem allerdings wieder das un- eine noch unterschiedlichere Bedeutung hat als bei Tonios Beispielen, den Unsummen, -kosten und -mengen……

 

Dieser Beitrag wurde in Sonst so veröffentlicht und mit getaggt.

3 Kommentare zu “un-

  1. Wieder mal so ein g*iler Artikel! 🙂

    Mit den *Un*kosten schlägst Du bei mir genau in die richtige Kerbe, je -des-Mal, wenn ich dieses verdammte Wort höre liegt, nein brennt es mit auf der Zunge:“Es gibt keine Unkosten, es gibt nur Kosten!“

    Aber ich lasse das schon lange bleiben, erntete eh nur immer verständnislose Blicke dafür.

    Danke für diese tolle Nun-doch-fast-Reihe, wären wir auf flickr würdste nen Fav-Stern dafür kriegen 😉

    [OT]: Und Merci für die Hilfe im Forum!

  2. Ach ja, siehe „Tanz“. Die Rosenfrau hatte das letzte Wort. Was für ein UN-ding. *gg

    • Fjonka sagt:

      Ja, genau. („Ja, ungenau“ sagt übrigens Niemand im gegenteiligen Fall…) Heimlich und unheimlich beim „Tanz“. *breitgrins*
      Der Ruf nach weiteren seltsamen un-s wird erhört …
      Selektive Wahrnehmung, unerhört!!!
      So wie ich kurz vor der Renovierung meines Hausdachs plötzlich überall noch wieder andere, nie gesehene Sorten von Ziegeln entdeckte, so unnen jetzt von allen Seiten un-s auf uns ein 😉

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