Lesebiographie

Durch einen thread bei BookCrossing angeregt, versuche ich mal, so rein interessehalber aufzudröseln, was für Lese-Phasen es bei mir so gab.
Gelesen hab ich ja schon, seit ich das kann (und im Grunde auch schon vorher, wir haben Stapel von Bilderbüchern aus der Bücherei heimgeschleppt), insofern ging’s wohl los mit

Bilderbüchern Mir fällt aus dieser Zeit aber kein besonders wichtiges ein, nur die Schreiblern-Fibel mit dem abwischbaren durchsichtigen Blatt aus dem Kindergarten, auf das man dann zB lauter Us malen konnte – und damit als Schindeln ein Dach decken, das auf der Seite drunter abgebildet war. Vielleicht kann ja die hier mitlesende Mutter was dazu beitragen!? Dann

Erste Kinderbücher, da weiß ich schon einige, die ich toll fand: das Zwieselchen, Die Gute-Nacht-Geschichten-Serie, Die Sandmännchen-Geschichten von Gina Ruck-Pauquet …. Ich hatte ja das Glück, daß mir, auch, als ich schon lesen konnte, noch viel vorgelesen wurde – und daß meine Eltern auch gut vorlesen KÖNNEN, es ist ja nicht so, daß das JedeR kann

– MENGEN von Kinderbüchern für jedes Alter – gut in Erinnerung ist mir die Pünkelchen-Serie, Mary Poppins, Die 3???, Die „Geheimnis um…“-Serie……, dann noch, später, Semi-Sachbücher über Tierforschung (Jane Goodall etc) in Mengen

– Als Teenie/ Anfangs-Twen dann eine heftige Hesse- Phase, nebenher Borchert, Brecht etc, zu dieser Zeit hab ich auch Sachbücher der Psycho-Schiene gelesen, zusätzlich unendlich viel über Umweltschutz jeder Art

– etwas später dann auch Frauenliteratur (Der Tod des Märchenprinzen, Der kleine Unterschied…..).

– über viele Jahre hauptsächlich Krimis/ thriller, auch heute noch sehr viel davon.

– Im thread hab ich eher über die WICHTIGSTEN Bücher geschrieben:

1. Das auf seine Art wichtigste Buch meines Lebens : „Ich bin ok- Du bist ok“, das ist ein Buch zur Transaktionsanalyse, und es hat mich im Teenie-Alter (so um 17) so sehr aufgerüttelt, daß es tatsächlich geschafft hat, mein Leben zu verändern. Danach hab ich es geschafft, mich zu zwingen, meine damals doch recht heftige Menschen-Ängstlichkeit zu überwinden („heute grüße ich einen Menschen, den ich vom sehen kenne, statt mich zu verstecken“ war der erste Schritt, und so gings dann laaangsam vorwärts)
2. „Das alte Haus“-Serie von Wilhelm Matthiesen – die hab ich als Kind geliebt und mag sie noch immer, und einige der Gestalten sind fest in meinem Unterbewussten verankert
3. „Katze mit Hut“ – der Zappergeck ist sogar bei mir (und inzwischen auch im Freundeskreis) Synonym für eine bestimmte Art Mensch geworden
4. Die James-Herriot-Serie, weil die mir schon durch viele schlechte-Laune-Phasen und Traurigkeits-Phasen geholfen hat

– Momentan scheint sich das ganze wieder etwas zu ändern. Bei vielen Thrillern hab ich das Gefühl „zu berechenbar“. Liegt ganz bestimmt an der puren Masse, ich kenn‘ einfach zu viel schon. Deshalb brauch ich immer mehr anderes zwischen den Krimis, aber so recht weiß ich oft nicht, was. Bienenlektüre ist natürlich interessant, aber mit Sachbüchern tu ich mich insofern schwer, daß ich die nicht in einem Zug weglesen kann.

– Spannend ist die ein oder andere Autobiographie, vor allem immer mal wieder von ZeitzeugInnen des 3. Reiches. Letztens hab ich mich an der von Nina Hagen versucht – aber, Holla, das ging GAR nicht, sowas wirres!! Weiß man vorher nie!! Es muß ja nicht nur ein interessantes Leben da sein, nein, der oder die AutorIn muß ja auch noch schreiben können… Oder zwischendurch gibts mal was fürs Gemüt, Dr.James Herriot oder Dear Doosie oder so.

– Und dann versuch ich mich an Allem, was ich von den Skandinaviern so in die Finger bekomme, die können einfach schreiben, da werden sogar einfache Familiengeschichten oft noch wirklich lesbar.

– Schließlich begleitet mich seit Jahrzehnten mein SPIEGEL-Abo. Nicht, daß mich alles interessieren würde oder ich mit allem übereinstimmte- aber das ist doch die einzige Zeitschrift, die mich dauerhaft so interessiert und informiert, daß ich noch nie überlegt habe, das Abo zu kündigen

Wenn ich das jetzt selbst mal so angucke, dann kann ich zusammenfassend sagen, daß mich sicherlich die Spät-Teenie-Früh-Twen- Zeit am meisten geprägt hat. Ist wahrscheinlich normal, da ist Aufbruch, Ablösung, man findet die Themen seines Lebens, die sich festsetzen, auch wenn man sich später nicht mehr so dolle damit beschäftigt ….

Ich bin gespannt, zu lesen, wie Eure Lese-Biographie wohl so aussieht!

Dieser Beitrag wurde in Lesen! veröffentlicht und mit getaggt.

3 Kommentare zu “Lesebiographie

  1. Bibo59 sagt:

    Ich hab das Ding laut „vorgelesen“ Sprich: Ich konnte es auswendig. Vielleicht war ich noch zu klein um Albträume zu bekommen.

  2. Bibo59 sagt:

    Der Anfang ist ähnlich
    Bilderbücher: Struwwelpeter, Peterchens Mondfahrt
    Kinderbücher: Enyd Blyton, Astrid Lindgren, Tierbücher, Pferdebücher
    Ich habe sehr früh Sachbücher gelesen, vor Allem über Tiere, aber auch Verhaltensforschung, Konrad Lorenz, Jane Goodall.
    Als Teenager und junge Erwachsene habe ich viel Fantasy und Science-Fiction gelesen. Auch hatte ich eine ausgeprägte Stephen King Phase.
    Das ging dann langsam über in eine fremde Länder (Rafik Shami, Barbara Wood) und historische Romane (der Medikus) Phase. In der ich mich heute noch befinde.
    Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte lese ich immer gern, während Frauenliteratur komplett an mir vorbei gegangen ist.
    Normale Krimis lese ich eher selten, aber gern mal einen Thriller, historischen Krimi (Andrea Schacht) oder Regionalkrimi (Berndorf).

Platz für Klönschnack ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s