Bärlauchpesto

Der Höhepunkt jeden Frühjahrs seit vier Jahren: des Herrn Bärlauchpesto.

Vor fünf Jahren nämlich bekam ich von der netten Nachbarin eine dicke Handvoll Bärlauchknollen geschenkt. Ich habe sie in drei Teile geteilt und an drei verschieden schattigen Stellen mit Wuchererlaubnis (vorsorglich, man hört ja so Einiges …) ausgepflanzt, und tataaaaa, bereits ein Jahr später hatten wir unser erstes Pesto.

Ein Gläschen voll.

Es war GUT!!!!

Im nächsten Jahr waren es bereits mehrere Gläser, darauf das Jahr mehrere Ernten und im letzten Jahr haben wir erstmals feststellen müssen, daß das Pesto im Kühlschrank auch schlecht werden kann…. nicht, weil wir’s satt hatten, sondern weil es so viel war, daß es so weit kam. Wir benutzen es übrigens nicht als Nudelsoße, sondern als superleckeren Brotaufstrich.

Bärlauch- vorher und nachher:

  

Anläßlich der ersten Gläser in diesem Jahr hier jetzt das wunderbare Rezept des Herrn F.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Lecker???.

17 Kommentare zu “Bärlauchpesto

  1. neckarhex sagt:

    Mjam, das klingt lecker! Fast genauso mache ich Rucolapesto aus dem wild aufgehenden, viel schärferen Rucola im Garten meiner Mutter. Allerdings mit einer Abwandlung: ohne Pecorino, teils wegen der Haltbarkeit. Auch gibt es bei mir ein relativ großes Glas pro Haushalt, bei dem ich drauf achte daß die Oberfläche immer mit Öl bedeckt ist, damit es besser hält. Mehr als vier Monate bei geöffnetem Glas haben wir schon geschafft, aber das auch nur wegen der sehr großen Menge, denn ich wiederum verwende es fast nur zum Kochen, da es auch prima zu Reis schmeckt, Kartoffeln und Bulgur, bzw. man alle möglichen spannenden Gerichte damit machen konnte.
    Wegen der Menge nehme ich auch ganz oder teilweise (vorher grob gehackte) Mandeln, sonst wird es ein wenig sehr teuer; denn beim letzen Mal hab ich drei oder vier ehemalige Sauerkirschgläser damit gefüllt… ;o)
    Was ich unbedingt mal probieren muß, wenn ich mal wieder beim Türken Petersilienmengen einkaufe, ist Petersilienpesto. Das gab es in dem Biohotel, wo wir neulich zwei Tage waren, und war uach als Brotaufstrich sensationell.

    • Fjonka sagt:

      ohne Pecorino- heißt das, GANZ ohne Käse?

      • neckarhex sagt:

        Genau. Mit meiner Lactose/Milchproblematik war das stellenweise ein Thema (ich habe phasenweise monate- bzw. jahrelang Milchprodukte zu 100% vermieden), und nachdem ich im Bioladen mehrfach sehr leckere, käsefreie Pesti gekauft hatte, bin ich auf den Geschmack gekommen.

      • >Und sie legte ihr mit ernstem Gesicht die Hand auf die Schulter „Ja, meine Liebe, „seufzte sie,“ein Leben ohne Käse ist möglich. Selbst für Pesti.“< *Gacker. Meiner einer ist schon wieder sooo albern. Diesmal mit G-L-T.
        Bei uns im Bioladen gibts übrigens Sonnenblumenkerne von der Schwäbischen Alb für knapp 6 € das Kilo. Das ist ne Menge. Kann man nicht nur prima Pesto mit machen, auch aus Blattpeterle oder Basilikum oder ne Mischung mit Blattkoriander (auch wenn das einige nicht mögen) muss nur ein bisschen Salz dazu, da die Würze vom Käse fehlt. Sondern auch leckere Brotaufstriche. Z.B. Rote-Beete-Meerettich. *Schleck. Für einen leicht nussigen Geschmack im Hintergrund kann man statt Olivenöl Hanföl nehmen, da ist der Anteil von Omega3 und 6 Fettsäuren auch sehr hoch. Ich muss auch mal Pesto machen.

        • neckarhex sagt:

          Stimmt, etwas Salz muß dran, hab ich ganz vergessen. Danke fürs Erinnern.
          6 Euro das Kilo für die Soblukes? Wow. Das ist genial. Wobei ich Mandeln auch lecker finde im Pesto.
          Hanföl mag ich sonst nicht, genausowenig wie Leinöl, obwohl ich ja sollte als Veggie… wird das nicht schnell ranzig? „Pur“ passiert das ja leider sehr gerne.

          • Ich mach nie soviel auf Vorrat. Auch wenn es dann halt nicht das ganze Jahr Bärlauch gibt, stört mich aber nicht. Aber ich hab auch keinen Garten in dem das Zeugs nicht in Einpersonenhaushaltsmengen wächst und muss nicht große Mengen verarbeiten.

            • Fjonka sagt:

              Hah! Das ganze Jahr!! Unsere (wenn ich mich recht erinnere) 5×6-7 Gläschen haben 2 Monate etwa gehalten, und nur das letzte war schlecht geworden… neee, WENN Bärlauchpesto, dann aber RICHTIG. In Mengen. Täglich! *g*
              Und, Du albernes Wesen, es hätte ja sein können, daß die Neckarhex beispielsweise Gouda nimmt. Oder Frischkäse. Oder wat weet ick.

              • >Und, Du albernes Wesen, es hätte ja sein können, daß die Neckarhex >beispielsweise Gouda nimmt. Oder Frischkäse. Oder wat weet ick.

                Nee, hätte nicht, weil sie wegen der Haltbarkeit macht. Und Hartkäse, also Pecorino oder Parmesan ist für diesen Zweck schon das Haltbarste was gibt. Und selbst wenn nur zum Teil deswegen, hält das andere Zeugs trotzdem nicht. Mal davon abgesehen, dass es matscht.

  2. DieHenkerin sagt:

    Das Rezept muss ich unbedingt ausprobieren. 🙂 *dieTastaturvonSabberbefreiengeh*

  3. Ui, mjam, das war doch mal eine gute Idee (die Knollen einzupflanzen). Das Rezept ist klasse, entspricht in etwa unserem, nur die Version Cashew muss dieses Jahr natürlich unbedingt ausprobiert werden 🙂

    Ich bin auch fleißig am Sammeln und Sicheln, gleich tütenweise (ich hab so meine Stellen). Wir machen nicht nur Pesto draus, auch Semmeln (Brötchen? Runds-tücke?) und Brote entstehen daraus. Großzügig wird das Kraut auch unter Salat gemischt.

    Hm, ja, Bärlauchpesto wird mit der Zeit schimmlig, wenn am Glasrand Grünzeug klebt, das nicht dauerhaft vom Öl bedeckt ist. Lästig. Ich kippe manchmal Olivenöl nach und versuche, das Pesto aus der Glasmitte zu entnehmen (diese billigen Thai-Sojasoßenlöffelchen sind sehr geeignet), so dass erst gar keine Reste an den Glasrand kommen. Schauen aus wie Miniatur-Suppenkellen.

    PS: Ich versteh gar nicht, wie man Bärlauch mit den giftigen Maiglöckchen verwechseln kann. Maiglöckchen fühlen sich deutlich steifer an und haben eine fühlbare Mittelrippe, dazu brauche ich gar kein Blatt zu zerreiben und auf Knoblauchgeruch prüfen.

    • Fjonka sagt:

      Unser Pesto war nicht schimmlig geworden (aufs Öl obendrauf achten wir), sondern wirklich schlecht im Sinne von eklig- sauer- fies-bäääh ….
      und das mit der Verwechslungsgefahr verstehe ICH auch nicht, aber achte trotzdem drauf, daß in der Bärlauch-Gegend keine Maiglöckchen wachsen- schließlich sammelt der Herr F., und der ist da nicht so kundig….

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