Am Sonntag

Am Sonntag (dem hillije Sundaach mit den abendlichen Mähdreschern) hatten wir ungelogen 30° hier, bei strahlendem Sonnenschein. Das sind diese Tage, an denen ich meinen Garten ganz besonders schön finde- kann ich mich doch ohne Probleme den ganzen Tag über dort aufhalten, lesen, Bienen gucken, Scharniere fetten, ja, sogar Stauden schneiden oder dem Herrn dabei zuschauen, wie er einen abgebrochenen Ast aus der Lärche an der Einfahrt sägt. Während ich, wenn wir dann nur eben mal kurz ins nächste Dorf fahren, um uns einen fetten Eisbecher zu gönnen, dort in der knallenden Sonne nach einer halben Stunde nur noch eines möchte: WEG!!

Und wenn ich dann mal für ein Viertelstündchen in die Sonne gehe, nur so, aus Spaß, dann mag ich plötzlich auch die Villa Fjonka noch viel lieber als sonst schon. Nach dem Viertelstündchen, wenn es mir schon aus den Ohren zu qualmen beginnt, dann trete ich ein- und es ist so schön und angenehm kühl, daß ich nach wenigen Minuten schon erfrischt wieder in den Garten gehen kann. Selbst des Nachts gehören wir zu den Privilegierten, die gut schlafen – und wenn’s in unserem erster-Stock-Schlafzimmer tatasächlich mal zu warm sein sollte, dann ziehen wir um ins Gespensterzimmer. Und ists selbst da zu warm- och, da ist ja noch mein grünes Zimmer. Da war’s noch nie zu warm zum schlafen, in den ganzen Jahren nicht.

Wie auch immer- eigentlich wollte ich von einem der Viertelstündchen erzählen. Einem, als ich nach vorn raus ging, in die pralle Sonne, um zu gucken, ob die Bienen eventuell schon den Schlangenkopf entdeckt hätten, der seit gestern blüht und den sie im letzten Jahr sehr gern besucht haben. Schließlich hatte ich kurz zuvor festegestellt, daß Biens sehr hektisch wirken- ala gäbe es wieder irgendwo was Feines.

Ich sah nur winzige Ameisen eifrig aus- und eingehen. Aber ich hörte Bienen. In Mengen. Hmmmmmmm….

Immer dem Geräusch nach- und dann fand ich sie. Da, wo ich sie überhaupt noch nicht erwartet hatte, schließlich hatte ich in den letzten Tagen hier nur zune Knospen gesehen: im wilden Wein! Jetzt gab es offene Blüten. Nicht viele, aber offenbar genug, um unsere Bienen in Trachtalarm zu versetzen.

Eine Biene hab ich noch nicht erwischen können, zu schnell und eifrig sind die Damen unterwegs für meinen verzögert auslösenden Apparat. Aber das wird schon noch kommen, wenn erst mehr los ist ….

6 Kommentare zu “Am Sonntag

  1. Äppelken sagt:

    Ich hab soooooooooooooo doll Kopfweh! Wegen dem Wetter, bestimmt.

  2. neckarhex sagt:

    Seit heute geht es wieder ein wenig, aber wie sehr beneide ich Dich gerade um eure gemäßigten Temperaturen! Und wie gerne würde ich gerade jetzt wieder einmal in den kühleren Norden umziehen… wir erwarten heute nur noch kühle 29°C Höchsttemperatur, nachdem wir nun vier Tage mit 36-38°C hatten… schon morgens um 10 Uhr waren wir bei knapp 30°C, und m Haus haben wir die Temperatur trotz gründlichen Lüftens in den sehr frühen Morgenstunden nicht mehr unter 29°C bekommen. Seit diesem Jahr weiß ich daß ich bei 27°C noch gut schlafen kann, aber danach geht gar nichts mehr. Nachts alle 2 Stunden aufstehen und Laken/Handtücher wechseln, weil klatschnassgeschwitzt, und selbst im massiven, dick gemauerten und eigentlich immer sehr hitzeresistenten Haus meiner Eltern war es gestern (kleines Geburtstagsfamilientreffen) unerträglich. Zwar zwei Grad weniger als bei uns, dafür über 70% Luftfeuchtigkeit… Sogar die Katzen, die sich sonst auch gerne mal in die knallende Sonne legen, auch bei solchen Temperaturen, liegen nur wie feuchte Lappen irgendwo herum, haben keinen Appetit und schauen uns vorwurfsvoll an.

Platz für Klönschnack ...

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