Wenn ich einmal reich wär’….

Wir haben gestern einen Ausflug gemacht, und da kamen wir an einem „zu verkaufen“-Schild vorbei. Ich so zum Herrn „Wenn da so ein Schild steht, dann kann man da doch auch mal gucken gehen. Man könnte ja schließlich interessiert sein“. Und der Herr so: „Stimmt“. Wir uns so angeguckt und also los, von der Hauptstraße des Dorfes weg durch eine etwa 70m lange Linden(?)allee hin zu dem offenbar zu verkaufenden Haus.

Und – ach, mein Herz schmerzt! Wenn ich doch reich wäre, so richtig reich, so einfach mal ne halbe Million auf dem Konto liegen hätte und nicht wüßte, wohin damit. Wahrscheinlich würde ne Viertelmillion auch schon reichen.

Ich würde da anrufen. Und dann würde ich das Haus kaufen

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Und dann würde ich renovieren (bzw sanieren) lassen. Genauso, wie ich mir das vorstelle. Die feuchten Stellen an den Wänden, wo es vom Fundament naß hochzieht, die würden trockengelegt. Die Holz- und die Terrazzoböden, die man von draußen per Naseplattdrücken sehen konnte, die würden erhalten oder danach wieder verlegt. Die alten Türen mit den schlichten, aber schönen Klinken- abgeschliffen und neu gestrichen (aber nicht die Klinkenblätter. Die waren nämlich auch übergeschmiert. Die dürften wieder ihr altes Schmiedeeisen zeigen.) Vorn und hinten gab’s Ställe, die dürften ruhig Ställe oder Werkstätten oder so bleiben, der Wohnraum, der da ist, würde reichen. Links von dem hinteren Stall, den man im nächsten Bild sieht- da ist eine Ecke mit einer großen Eiche und Wildwuchs- und darauf hinaus gehen links diese grünen Türen. Da würden meine 2 Schweine später wohnen, mit Ausgang zum wühlen.

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Vorne gab’s einen schmalen Streifen Obstgarten, wie schön! Und hier sieht man einen geklinkerten Platz- leider nicht südlich gelegen und somit nicht als Terrasse prädestiniert, aber schön, so schön!

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Der Garten liegt auf der anderen Hausseite und ist eingewachsen von einer alten Hecke, gemütlich und nicht einsehbar von den 2 Häusern gegenüber, das ginge also auch.  Die wunderbaren Fenster würden renoviert und neu gestrichen, das Dach sah noch ganz gut aus, könnte aber als Reetdach erhalten bleiben.

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Eigentlich weiß ich nicht mal so recht, ob wir da wohnen würden- eigentlich schon, aber naja- fürs altwerden ist das auch wieder nix, zu weit ab von allem und  auch so ein Dorf, in dem NICHTS ist außer „schön“. Aber ist ja egal, wenn ich reich wäre, würde ich das alles erstens auch für 5 oder 10 Jahre wohnen machen können, und dann wieder umziehen- oder ich könnte es einfach überhaupt nur deshalb machen, weil  dieses wunderbare alte Haus es sich verdient hat, daß Jemand sich seiner annimmt, der es so wie es ist zu schätzen weiß.

Ach, mein Herz tut mir weh, wirklich! Es ist kaum zu ertragen, daß wir das Haus einfach wieder alleinlassen mussten. Aber noch schlimmer wird es sein, zu ertragen, wenn es dann eines Tages verkauft wird (das Schild ist da schon länger, wir sind nur noch nie hingegangen – wer weiß ….), und Jemand es nicht richtig renoviert.

Liebes, altes Haus, ich wünsche Dir so sehr, daß Dich jemand findet, der weiß, was er an Dir hat, der auf Dich aufpaßt und genug Geld und trotzdem auch Sinn für Altes hat, daß es Dir gutgehn kann, eines Tages!!

13 Kommentare zu “Wenn ich einmal reich wär’….

  1. wattundmeer sagt:

    WordPress hat mir im Reader diesen alten Post angeboten. Wenn ich reich wäre, würde ich mich diesem Schatz annehmen (bin ich aber auch nicht…) . Weisst Du, was aus dem Haus geworden ist??

  2. steffi sagt:

    welch schönes Haus…
    Wenn Du reich genug wärst dieses alles zu kaufen und sanieren zu lassen, dann sollte doch noch genug übrig sein um die Altersruhenversorgung zu finanzieren, sprich ein bis 2 Arbeitsplätze zur Betreuung zu schaffen und schon isses egal, dass aufn Dorf und weit ab von der „Zivilisation“, oder?
    Leider weiß ich nicht, ie man schnell und einfach reich genug für diese Pläne wird, aber träumen darf man ja schließlich…

    • Fjonka sagt:

      naja, das wohl, ABER: vielleicht möchte ja sogar ich (ganz zu schweigen vom Herrn) auch im Alter noch mal unter Leute. Oder wen besuchen. Oder selbständig einkaufen. Oder…
      Aber wenn ich reich genug wäre, dann würde ich das unabhängig davon tun, denn dann könnte ich, wenn’s brenzlig wird, ja einfach wieder umziehen, ohne mir Sorgen machen zu müssen „krieg ich das verkauft? Wie schnell?“ etc.

  3. Rosenfrau sagt:

    Ach neee, mach doch aus den Ställen auch noch’n bißchen Wohnraum und dann lassen wir die Idee des „betreuten BC-Wohnen“ wieder aufleben, bzw. wahr werden.
    Frau Knotensusi gewinnt noch im Lotto (und macht keine Butike in Wuppertal auf! *g*), für den guten Zweck fang ich auch das Lotto spielen an und dann machen wir uns ein gemütliches Altenteil 😉

  4. Ich auch *schmelz*. Vor vielen Jahren, als es noch möglich war in der Bretagne fürn Appel und n Ei wunderschöne alte Steinlandhäuser mit nem riesen Grundstück zu erwerben; Hortensien überall, karges Land, Schafe, Steine, jede Menge Steine, nette, gesellige Bretonen, die sich über jeden gefreut haben, der aufs Land ziehen will, Steilküsten, auch im Hochsommer immer kaltes Salzwasser und immer ein scharfer Wind von allen Seiten; da hätte ich zuschlagen sollen.

    • Rosenfrau sagt:

      Wieso gibt’s hier eigentlich keinen „agree-Button?
      Den könnte ich jetzt ganz unbedingt mal brauchen! 🙂

  5. Bibo59 sagt:

    Du hast so Recht! In Schnelsen stand so ein alter Hof mit einem griechischen Restaurant drin. Den hätte man, nach dem Auszug des Griechen wieder hübsch machen können. Aber der Platz war leider prädestiniert für ………
    einen ALDI!

  6. neckarhex sagt:

    Ich versteh Dich gut! 🙂 Auf „unserer“ dänischen Insel gab es seit meiner Kindheit ein hübsches Minigehöft im typischen Fachwerkstil, an dem man ständgi vorbeifuhr, weil die neue große Straße direkt daran vorbeiführte. Als ich als Erwachsene das erste Mal wieder hinkam stand es leer, wie seither immer – die Eigentümer vermutlich aus Altersgründen weggezogen oder verstorben, und für eventuelle Kinder und Verwandte nicht interessant, weil sie nicht auf der Insel arbeiten, für ein Wochenendhaus wiederum nicht schön genug gelegen. Seither verfällt es immer mehr, letzten Januar war dann das Hauptdach schon komplett eingefallen. Es tut mir in der Seele weh, das zu sehen – und das wäre das Haus, das ich im Falle des Lottogewinns retten würde. Bzw. das wir vielleicht sogar gerettet hätten, wenn man als Deutscher in DK hätte Freizeitimmobilien kaufen dürfen. Mittlerweile ist buchstäblich nicht mehr genug da, um es sinnvoll zu retten. 😦

Platz für Klönschnack ...

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