Uiuiuiuiui….

16.Mai: Natürlich haben wir, nach ganzen drei Tagen, in denen unsere Bienen ohne Beobachtung waren, auch mal geguckt, was da so los ist 😉

Nein, es war wirklich ok so- denn: Bei „den Kleinen“ (dieser Name hat sich inzwischen bei uns fürs Zander-Volk eingebürgert, weil das halt deutlich kleiner ist als das TBH-Volk) mussten wir eh zweierlei nachschauen:

  1. ist der Drohnenrahmen inzwischen bebaut und großenteils verdeckelt? Dann hätten wir die Drohnenbrut rausgeschnitten. Dem war aber nicht so, erst 2 oder 3 bucklige Zellen waren zu sehen
  2. haben sie den Honigraum angenommen? Wenn nicht, so wurde empfohlen, solle man die Bienen durch umhängen einer Brutwabe nach oben dazu zwingen, auch oben aktiv zu werden. Sonst ist nämlich bei der derzeitigen vielen Nektarernte (Kirsche blüht noch, Raps ist aufgeblüht, Apfel beginnt) vor lauter Honig kein Platz mehr für die wichtige Brut. Wir haben eine Brutwabe mit verdeckelter Brut und Rundmaden sowie eine Honigwabe daneben mittig nach oben gehängt, damt draufsitzender Bienen und- zumindest hoffen wir das, weil wir sie nicht erblickt haben- ohne Königin und dafür 2 Mittelwände nach unten. Die sollen dann die Bienen ausbauen, damit die Königin wieder Platz zum Eierlegen (= „stiften“) hat. Wollen wir hoffen, daß sie’s tun. 🙂

Und bei den „Großen“ wollte ich gucken, ob wir die Wabenreste, die wir ihnen zum auslutschen hingehängt hatten, jetzt rausholen konnten. – Doch- Oh Schreck- nix da: sie hatten sogar frischen Nektar dort eingelagert!! Na gut, das soll so nicht sein, also habe ich

  1. diese Wabenreste samt Honig bienenfrei gefegt, entnommen und in unsere leere Villa Brumselia im Keller eingehängt. Dort kann sie dann entweder ein Schwarm für die ersten Tage bekommen oder wir lassen sie später austropfen. Frage an mitlesende ImkerInnen: wie lange kann man unverdeckelten Nektar so lagern?
  2. Die unten reingelegten Wabenreste, die auch ausgelutscht werden sollten (und die inzwischen so gut wie leer waren) bienenfrei gefegt, entnommen und eingeschmolzen und
  3. 2 Stunden später nochmal nachgedacht… *g*  —- Wieso wohl tragen die Bienen den Nektar so nestfern ein, obwohl wir sehen konnten, daß sie an den letztlich neu eingehängten TBs bauen?? (das sieht man, weil an den Stellen unten viele verlorengegangene Wachsplättchen liegen) Mal durch den Gitterboden unten reingeguckt- und- holla! Da war von vorn bis zum Trennschied nichts zu sehen- außer bis unten Massen von Bienen! Haben sie vielleicht tatsächlich schon all die eingehängten leeren TBs völlig ausgebaut und nun keinen Platz mehr???? – Nochmal aufgenmacht, das Trennschied zur Seite gerückt und geguckt: tatsächlich!!!! Auch die hinterste TB hing bis unten voller Bienen und war schon eine ganze, große Wabe!!! Also, schnellschnell:
  4. weitere 3 leere TB dahintergehängt. Denn wenn die Bienen zu wenig Platz haben, dann kommt Schwarmstimmung auf – das müssen wir also gut beobachten, die guten Brumseln arbeiten viel schneller als wir vermutet hatten!

Ja, wir lernen …. *g* Schön wäre natürlich gewesen, die 3 leeren TBs VORN reinzuhängen und den Rest weiter nach hinten zu rutschen. Dann würden sie hinten Honig einlagern und man könnte stetig aus nicht ganz alten, aber doch bebrüteten Waben ernten und gleichzeitig Wabenhygiene betreiben, indem die bebrüteten, in denen sich eher Krankheitskeime befinden, samt Honig hinten rausgeholt werden.  Aber daran habe ich erstens in dem Moment nicht gedacht und zweitens machen wir sowas lieber zu zweit 😉

Jetzt hoffe ich, daß unsere Brumseln noch nicht in Schwarmstimmung geraten sind, weil wir zu langsam waren- andererseits war es ja gerade mal acht Tage her, seit wir ihnen allerhand weggenommen und auch noch leere TBs gegeben hatten… wir werden sehen, was geschieht!

Nachtrag 17. Mai heute nochmal 2 TBs nachgelegt- VORNE. Auf des Herrn Wunsch. Allerdings mussten wir feststellen, daß hinten doller gebaut wird als vorn. Verdeckelte Arbeiterinnen- und Drohnenbrut gesehen und glänzenden Nektar, allerdings von allem wenig. denn – Mann, was sind da viele Bienen!!! Wenn die nicht demnächst schwärmen, dann weiß ich’s nicht! Das Nest scheint schier aus den Nähten zu platzen! Im Grunde wollen wir ja gern einen Schwarm von diesen Bienen- bloß würden wir’s halt mitkriegen wollen. Und daß sie sich so hinsetzen, daß wir sie gut einfangen können…. huh, aufregend, das!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 3.

3 Kommentare zu “Uiuiuiuiui….

  1. steffi sagt:

    Imkern ist aufregend… Action pur 😉
    Im Moment gibt die Natur ja heftigst Gas, alles blüht, die Allergiker jammern, unser Friedhofsrhododendron hat massenweise handgroße Blüten. Da haben die Bienen gut zu tun.
    Bei uns gabs immer Alarm, wenn die Bienen schwärmten. Dann schwärmten auch die Imker und meist haben sie das Volk gefangen, aber oft genug hingen die in Bäumen rum, auf Höhen, wo man nicht besonders gut dran kam. Ich hörte nie, dass sie einfach in einen leeren Kasten nebenan gezogen wären (nicht die Imker), was aber nicht bedeutet, dass sie das nicht tun könnten. Also Frage an das Fachvolk: würde Bibos Vorschlag funktionieren?

    • Fjonka sagt:

      Tja, das mit dem Fachvolk ist so ’ne Sache- dias liest hier nicht so mit, aus gutem Grunde, nehm ich an *gg*
      Aber mal mein Anfängerwissen dazu: den Schwarmlockkasten https://fjonka.wordpress.com/2012/04/25/schwarm-lockkisten/ habe ich schon aufgestellt- aber der lockt wahrscheinlich eher fremde Bienenschwärme, denn soweit ich weiß, läuft das so:
      – Der Schwarm zieht aus und sammelt sich ersteinmal nahe der alten Beute. Das ist der Moment, den der Imker nutzt, der selbst den eigenen Schwarm haben möchte, sofern er den Moment mitkriegt. Etwa eine/ anderthalb Stunden hat man dafür Zeit. In dieser Zeit
      – schickt der Schwarm Späherinnen aus, die eine neue mögliche Bahausung suchen. Wenn sie fündig geworden sind, kommen sie zurück und tanzen auf und auch IM Schwarm eine „Wegbeschreibung“. Irgendwie wird sich während dieser Phase dadurch, wie stark und wie jede Späherin tanzt, auf eine Behausung geeinigt. Wenn das klar ist, dann
      – macht der Schwarm sich auf den Weg zum neuen Zuhause.
      Aber: der Schwarmlockkasten (von dem ich ja hoffe, daß er irgendwann mal auserkoren wird) sollte wohl im besten Falle weiter weg stehen, als das auf unserem Grundstück möglich ist, denn ein Schwarm hat wohl eine gewisse Neigung, Abstand zum Muttervolk haben zu wollen. Ist ja auch eigentlich sinnvoll, nicht den eigenen Schwestern Konkurrenz ums Nahrungsangebot zu machen usw. Das neue Zuhause ist also, wenn selbstgesucht, einige hundert Meter entfernt vom alten Stock (Diese Entfernungs-Info habe ich einmal – ERST einmal – gelesen, muß also nicht stimmen)
      Das alles macht das „einfach die Beute hinstellen“ nicht so einfach. Hat ja seinen Grund, daß die armen Imker immer ihren Schwärmen hinterherlaufen müssen *g*
      Wenn man dann auch noch Lock-Futter reinstellt, dann ist eher wahrscheinlich, daß ganz normale Bienen reinfliegen und dieses Futter ausräubern, als daß es für einen Schwarm dort hängenbleibt.

      So, und nun hoffe ich, daß all dies angelesene auch stimmt und ich Euch keinen Bockmist erzählt habe…. *gg*

  2. Bibo59 sagt:

    Warum stellt ihr nicht die alte Villa rein prophylaktisch daneben?
    Wenn sie schwärmen, suchen sie ja ein Loch zum reinkriechen und wenn da schon alles vorbereitet ist schon mit Wabe. Also ich würde da einziehen.

Platz für Klönschnack ...

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