Abend

Eben*, nach dem Tatort, guck ich so raus und sehe: noch immer ist es total windstill, und der Regen ist auch nicht hier angekommen. „Wollen wir noch einen kleinen Gang machen?“, frag ich den Herrn F. Er ist einverstanden, und so plünnen wir uns an (13° …) und als wir aus der Türe treten, huscht auch der Dicke mit heraus.

Es ist, wie gesagt, völlg windstill- und nicht nur das: es ist völlig still. Kein TV-Geplärre, keine Grillparty irgendwo- nichts. Und vor allem: kein Auto. Nirgends! Nicht mal von der großen Straße, sonst Quell steten Autorauschens, ist auch nur das leiseste Wispern zu hören.

Wir stehen auf dem Gehweg und lauschen.Der Dicke sitzt neben uns und lauscht auch.

Herrlich!

Irgendwann, es mögen fünf Minuten vergangen sein, gehen wir dann los- und der Katz schließt sich uns an. Zügig marschieren wir Richtung Kiosk, der Kater mal hintenan, mal voraus. Wir fragen uns, wo wohl seine Reviergrenze verlaufen mag- als wir es hören: ein leises „mrrrraunz“ hinter uns! Als wir uns umdrehen, sehen wir einen sehr zögerlichen Katz. Klar, was wir tun? Natürlich: wir drehen um!

Da der Spaziergang noch nicht lang genug war, biegen wir aber schräg gegenüber vom Zuhause nochmal ins Neubaugebiet ab- und siehe da- der Dicke kommt wieder mit! Einmal ringsum, und wieder gen Haus. Der Herr schließt die Türe auf, wir plünnen uns aus- und – oweh! Plumps, läßt sich der alte Kater auf den kalten Terrazzoboden fallen und liegt dort lang ausgestreckt.

Mir wird bänglich um’s Herz- haben wir ihn zu sehr angestrengt? War das zu viel für den alten Herrn? Der (in Katzenjahren) jüngere Herr hat die Schuhe aus und geht gen Küche- da springt der Kater auf und läuft voran. Und auch die kleine Stärkung in Form von wenigen Trockenfutterklümpchen verschmäht er nicht. Aber dann legt er sich wieder lang auf den Boden-

schlaf schön, und erhole Dich gut- das war schön mit uns Dreien da draußen!!

* das war, wenn Ihr dies lest, gestern

7 Kommentare zu “Abend

  1. a sagt:

    Wie schön, ich bin gerade in Gedanken mit Euch gelaufen:) Wir machen das auch so gerne – nochmal eine kleine Runde mit unserer Dackeldame um die Häuser ziehen. Und manchmal bleibt sie dann auch einfach sitzen. Das hat dann aber weniger mit Reviergrenze zu tun, als mit dem Dackeldickschädel und diesem Blick, der mir sagt: ‚Es ist einfach zu nass:(‚ oder ‚Heute noch?‘, ‚Soweit?’… Und wenn ich dann nicht furchtbar böse werde, dreh ich tatsächlich manchmal auch wieder um 😉

  2. Mrs-Go sagt:

    Nett! 🙂 Wir versuchen immer, unsere Katzen bevor wir gehen mit Futter abzulenken, damit sie nicht mitkommen. Einmal ist unser Kater auch mitgegangen um dann 6 Gärten weiter kläglich miauend an einer Grundstücksecke sitzen zu bleiben. Reviergrenze. Wir sind auch umgekehrt.
    Liebe Grüße

    • Fjonka sagt:

      Unser Dicker würde auch mehr und öfter mitgehen- aber wir finden das normalerweise zu gefährlich (Verkehr) und scheuchen ihn zurück. Gestern war es aber so still, daß wir dachten: das geht. Und tatsächlich ist auch nur ein einziges Auto auf dem Weg längsgekommen (und diese Situation hat der Dicke souverän mit einem abtauchen in einen Garten geregelt. Beruhigend, denn er kannte sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite viel besser aus als ich das angemessen finde 😉 !)

  3. Elke sagt:

    Was für eine nette Geschichte.
    Schön, dass er sich bemerkbar gemacht hat, damit ihr wieder umdreht.
    VG
    Elke

  4. Rosenfrau sagt:

    🙂

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