Tschilp :-(

Unser neuer Mitbewohner, das ach so putzige Eichhörnchen, läßt sich seit zwei Tagen wieder sehen- im wilden Wein an der Hauswand, in dem die Spatzenkolonie ihre Nester hat. Wir hörten – vorgestern der Herr, gestern ich – großen Tumult draußen vor dem Fenster, gingen gucken- und sahen.
Die Arbeitshypothese, die zu ungefähr 98% wohl der bitteren Wahrheit entspricht (die restlichen 2% speisen sich aus im dichten Wein nicht sichtbaren Blutspuren und noch nicht gefundenen Eierschalen), lautet:
unser niedliches Eichhörnchen sorgt gerade für den Untergang der Spatzenkolonie, indem es die Nester ausräubert 😦
Die Nester sind zT unter den Ortgangspfannen, aber nach dem, was ich gestern erkennen konnte, kommt das Hörnchen auch da ran.
That’s life, ja, aber gern schau‘ ich mir das nicht an!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

7 Kommentare zu “Tschilp :-(

  1. Neckarhex sagt:

    Tja, das ist wirklich nicht schön, wenn man es so nah miterlebt, auch wenn es noch so „Natur eben“ ist. Ganz eigennützig bin ich aber mal froh, daß es keine Katze war. Ich ernte ja hier immer schon seltsame Blicke, wenn ich Leute drauf anspreche, die im Winter ein Katzen McDonalds in den Vorgarten stellen (diese Vogelfutterhäuschen in ca. 1m Höhe auf Birkenstämmen mit schön breitem Dach, auf dem Katz auch noch bequem sitzen und angeln kann…)

    • Bibo59 sagt:

      Dabei fällt mir ein, dass ich hier noch gar keine Katze im Garten gesehen habe. Seltsam.
      Aber die Vögel sind nicht so blöd, in das Futterhaus zu fliegen, wenn die Katze auf dem Dach sitzt, oder?

      • Neckarhex sagt:

        Kann ich nicht beurteilen, da ich so ein Ding noch nie aus der Nähe längerfristig beobachten konnte. Beim Spazierengehen sehe ich aber öfter in der Nachbarschaft Katzen geduldig obendrauf sitzen oder im Kreis drumrum auf dem Boden im Anschlag.
        Ich weiß nur, daß gerade die Betreiber von solchen Futterstellen uns Katzenhaltern immer vorwerfen, daß unsere Lieblinge so viele Vögel erlegen. Und daß umgekehrt in unserem Garten mit früher vier, dann drei Katzen und fast dreivierteljähriger, stark frequentierter Vogelfütterung in sechs Jahren ganze drei Vögel gefangen wurden. Zwei davon von unserem kompletten Freigänger, der im Garten eigentlich gar nicht jagt, sondern nur durchrennt, und einer mit besonderer Technik, der stellte sich sofort tot und wurde wieder hinausbefördert, wo er wegflog. Da er ziemlich weit hinten am Schwanz reingetragen worden war hoffe ich bei dem, daß er keine Bißwunden hatte und eine Überlebenschance.
        Wir haben aber auch bis auf einen aufstiegsgeschützte Bäume und diese englischen Futtersilos, auf denen sich nicht mal eine Taube halten kann, geschweige denn größere Vögel (die fressen dafür die Reste auf dem Boden). Und dank der Katzen wiederum weder Marder noch Eichhörnchen und seeehr zurückhaltende Elstern. Ich habe schon beobachtet, daß manche Singvögel gerade dann fressen kommen, wenn die Katzen im Garten sind und nehme an, sie haben gelernt daß sich die großen Vögel dann nicht hertrauen und sie ihre Ruhe haben. Letzte Saison gingen fast 40kg Futter weg… (wir füttern Alljahresfutter, Erdnüsse und Meisenknödel, seit März „Sommermeisenknödel“ mit Insektenlarven, haben diverse „Futterpflanzen“ nicht nur für Bienen im Garten und direkt hinterm Zaun zwei riesige „Efeubäume“, in denen es immer zwischert und raschelt wie bekloppt. Seit dem Herbst ist aus dem Buntsprecht vom Jahr davor ein „Pärchen“ geworden (ich habe nicht aufgepaßt, ob beides Männchen sind oder nicht), und neu dazugekommen sind Goldammern und Kleiber.
        Ich denke immer noch, daß ein Teil des „Vogelerfolges“ bei uns daran liegt, daß die Federtierchen längst gelernt haben, daß hier im Garten nur Katzen unterwegs sind, die wissen daß sie die kleinen Vögel nicht erwischen. Unser Hausamselweibchen saß letzte Saison oft einen halben Meter neben dem einen inzwischen verstorbenen Kater und hat gepickt, und er guckte ihr nur neugierig zu – der war buchstäblich zu doof zum Vogelfangen, wenn auch guter Mäusejäger. Im Moment beobachten wir oft das Hausamselmännchen, das sich auch von uns überhaupt nicht stören läßt, wie es seelenruhig auf der gemähten Wiese sitzen bleibt, wenn unsere kleine rote Hexe angerobbt kommt. Er scheint richtiggehend Fangen mit ihr zu spielen, hüpft gerade ein bißchen weg, sie robbt weiter, er hüpft noch ein bißchen weiter weg, und wenn es ihm dann reicht hüpft er gerade so hoch wie sie nicht mehr springen kann und flötet sie an.

  2. Untergang? Wohl eher nicht. Komm mal zu uns in die Bäckerei und dreh ’ne Runde Brezen mit. Vor den Fenstern tummeln sich immer Spatzen, die sich auf die unvermeidlichen Krümel stürzen. Und was machen sie vor.während und nach dem Fressen? Richtig…

    • Fjonka sagt:

      Na, aber sie wären ja ganz scön doof, wenn sie da nochmal brüten würden. Vielleicht ziehen sie ja um, was nicht das schlimmste wäre (das gäbe morgens ein ruhigres Erwachen…) aber mir tut’s trotzdem leid.

      • Bibo59 sagt:

        Ein paar bleiben übrig. Bestimmt. Nämlich die, die geschickt und hörnchensicher gebaut haben.
        Bei mir ist die erste Spatzenbande schon flügge.

  3. Bibo59 sagt:

    Ja, so is das: Die bösen bösen Krähen und Elstern werden als Nesträuber verschrien, aber ein niedliches Eichhörnchen wird doch wohl nicht, das hat doch jeder gern im Garten.

Platz für Klönschnack ...

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