Bienenjahresende

Langsam neigt sich das Bienejahr dem Ende zu:

Die Drohnen sind vertrieben, das Winterfutter ist eingelagert, die Varroa beseitigt, die Kopfzahl pro Volk stark vermindert, aber es werden noch weiterhin ordentlich starke, äußerlich etwas pummeliger wirkende Winterbienen geboren.

So der Idealfall.

Wie sieht es denn bei unseren Völkern damit aus?

  1. Die Drohnen sind vertrieben.  Ja. Das sind sie. Bei allen Völkern habe ich seit etwa 25. August keine mehr gesehen.
  2. Die Varroa ist beseitigt. Wir haben mehrfach behandelt- aber das Ergebnis läßt zu wünschen übrig. Bei Haus zwei sind bei zwei Versuchen ordentlich Milben gefallen. Bei der letzten Behandlung ist wenig passiert, obwohl die Bedingungen gut waren und das Schwammtuch am nächsten Tag „vorschriftsmäßig“ strohtrocken. Schwarm: hier hatten wir, als wir vom Urlaub heimkamen, eine ganze Ladung verkrüppelter Larven zu entsorgen, trotzdem sind danach bei nur einer Behandlung  ordentlich Varroen gefallen.  Und die Kleinen: obwohl sie die einzigen sind, die wir (was überall als wirkungsvoller angegeben wird) von oben behandeln konnten, und obwohl jedesmal das Schwammtuch schön trocken war, sind jedesmal genau 0 Varroen in der Gemüllschublade zu sehen gewesen. Und auch im Vorfeld haben wir bei der Bestandsaufnahme 0 gezählt. Nun ist es aber quasi unmöglich, daß ein einziges Volk im Bienenstand überhaupt keine Varroen hat, also freuen wir uns nicht über dieses grandiose Ergebnis, sondern fragen uns, was falsch gelaufen ist…. Wer weiß, vielleicht haben wir aber auch das erste Bienenvolk Deutschlands, das varroaresistent ist – man wird sehen….
  3. Das Winterfutter ist eingelagert. Nunja…. Die Kleinen und Haus zwei haben je einen Eimer, 14 Kilo, Sirup bekommen und eingelagert. Da wir ja nur wenig Honig entnommen haben, müsste das dicke ausreichen, wenn wir dazunehmen, was sie selbst noch eingelagert haben (wir haben gewogen und Waben gezählt) Der Schwarm ist ein Sorgenkind: den ersten Eimer voll hat er gut abgenommen, aber jetzt mögen die Bienen ihr ihnen zugedachtes Restfutter (von immerhin einem ganzen weiteren Eimer) nicht mehr so recht annehmen.
  4. Stark verminderte Kopfzahl bei Winterbienen-Brut: hier schaut’s bei den Kleinen super aus. Eigentlich sind unsere Kleinen inzwischen die Großen 😉 Sie wirken kraftvoll und stark, tragen nach wie ordentlich Pollen ein, und es sitzen auf den Waben schön viele Bienen. Wir haben die untere, die Brutzarge, in der 4 Honigwaben und 6 Brutwaben zu sein scheinen, nach oben um-gestellt (wir haben nicht alle Waben gezogen, aber konnten durch von-oben-reingucken ziemlich gut sehen, was da los ist) , die obere Zarge hat 6 volle Honigwaben und ist nach unten gewandert.  – Anders beim Schwarm: Ich bin nicht sicher, ob da alles ok ist: ich sehe keine Winterbienen-Pummelchen, es herrscht wenig Flugbetrieb, nur selten ist mal eine Pollita im Anflug, und wenn man von unten durch den Gitterboden schaut, sieht man vorn wie hinten mehrere Waben durch die Bienen- da ist zu wenig Masse! Es mag sein, daß sie, was wohl vorkommt, statt neue Waben zu bauen, Futter in das Brutnest eingelagert haben und die Königin nun keinen Platz mehr hat, um Eier zu legen – was fatal wäre. Oder sie haben gar keine Königin- was ebenso fatal wäre. Da sie so blöde schief gebaut haben, können wir aber überhaupt nicht nachgucken und nichts unternehmen, was helfen könnte. Natürlich könnten wir das Volk auflösen, aber das ist schon eine ziemlich extreme Maßnahme, wenn man nur „nicht recht weiß“ – Im Haus zwei ist auch wenig los, und auch dort sieht man vorn zwei oder drei Waben durchschimmern, aber insgesamt ist das Volk viel stärker, sitzt ja auch auf viel mehr Waben. Es wird regelmäßig Pollen eingetragen, wenn auch weniger als bei den Kleinen, also scheint auch gebrütet zuw erden, und man kann deutlich die Winter-Pummelchen erkennen.

Fazit: Die Varroa-Situation ist schwer zu beurteilen, aber da wir seit unserem Urlaub keinerlei Kofferraumbienen (die verkrüppelten Larven oder zu kurz geratene lebende Bienen) mehr entdeckt haben und der natürliche Totenfall gering ist (was er allerdings auch vor den Behandlungen war, bei denen um die 200 tote Milben unten lagen) , denke ich, daß die Gesamtlage ganz gut aussieht. Momentan würde ich den Kleinen und Haus zwei eine ganz gute Chance für den Winter geben, beim Schwarm bin ich aber sehr unsicher. Ich würde gern etwas unternehmen, um ihm auf die Füße zu helfen, weiß aber nicht, was.

And now to something completely different 😉

Wahl-O-Mat

Parteiennavi  – Ich fand’s hilfreich.

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Dieser Beitrag wurde in Jahr 3 veröffentlicht und mit getaggt.

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