Unsere Bienen …

..nutzen die derzeit ja fast sommerlichen Temperaturen von um die 17° noch einmal redlich aus.
Besonders die (ehemals) Kleinen fliegen wie im Frühsommer, und auch Pollen werden fleißig gesammelt.

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Die Kleinen

Wir haben schon Anfang Oktober die Fluglöcher verkleinert. Angeblich soll der Spalt, der bei den kleinen oben zu sehen ist, klein genug sein, um Mäuse abzuhalten. Das hat uns auf die Idee gebracht, die blöde anzubringenden und bei Biens recht unbeliebten Mäusegitter einfach durch unsere halben Fluglochstopfen, die wir ja vom ersten Jahr, als unsere Bienen ausgeräubert wurden, noch liegen hatten, zu ersetzen. Das gefällt Biens deutlich besser, mit den Maschen der Mäusegitter haben sie sich recht schwergetan.

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Verkleinerte Fluglöcher beim Schwarm

Wenn man dann von unten so ins Gemüll guckt, sieht’s eigentlich alles recht fein aus: das dunkle und das helle Geknusper kann man ja ganz gut unterscheiden: dunkel= Deckelchen von Brutzellen – haha!! Es wir noch gebrütet!!! 🙂 Hell= Deckelchen von Futterzellen – hier wird genutzt oder umgetragen, das weiß man nicht, aber normalerweise werden sie jetzt schon ordentlich vom Winterfutter zehren müssen, soooo viel ist nicht mehr zu holen, und soooo viel draußen sind die Damen ja auch nicht mehr…

Beim Schwarm

Beim Schwarm

Beim Haus zwei, dem Sorgenkind, weil man ja schon eeewig nix mehr sieht, das auf Brut schließen läßt, sieht das so aus: und da man auch dort rechts hell, links dunkel erkennen kann und ich immerhin ein (!) verlorenes Pollenknubbelchen fand, sag ich mal einfach: doch, ist alles gut 😉

Beim Haus2

Beim Haus2

A propos Pollen: Oben, beim Schwarm, lagen richtig viele, alle farblich ganz typisch Phacelia.  Aber bevor ich ans Blog gedacht habe, hatte schon derAppetit zugeschlagen, und die leckeren, gesunden Häppchen waren in meinem Mund verschwunden *g*

Laut Blühkalender blüht Phacelis übrigens nur bis Ende September, aber da in diesem Jahr unsere Landwirte vermehrt auf Gründüngung setzen, sehe ich an vielen Stellen (wenn auch nicht im Flugkreis unserer Bienen- aber da wissen sie selbst wohl mehr als ich ;-)) Misch-Gründüngung mit zT noch blühenden Senf- Phacelia- und Luzerne- Anteilen. Insofern…. Übrigens sind in diesen Feldern fast immer auch Sonnenblumen zu sehen- kann mir Jd. hier erklären, wieso? Sonnenblumen sind ja nicht, wie die anderen genannten Pflanzen, Stickstoffsammler- als Gründüngung also eher sinnlos…. übrigens habe ich läuten hören, die vermehrte Gründüngung sei eine Folge der immer-mehr-Mais- Strategie der Bauern: Mais ist ein Starkzehrer und laugt den Boden sehr aus, wenn man ihn mehrere Jahre lang in denselben Boden sät. Irgendwie scheint mir das als Grund aber nicht ganz realistisch:
Erstens ist es NACH der Maisernte, also jetzt, zu spät, um die Gründüngung noch anzusäen, das ginge also höchstens, um dem Mais fürs nächste Jahr schonmal im wahrsten Sinne des Wortes den Boden zu bereiten. Zweitens haben unsere Landwirte bisher mit der Ausbringung von Kunstdünger auch ihre Maisfelder gut über die Runden bekommen, wieso sollten sie das nun ändern? An einen Sinneswandel kann ich nicht so recht glauben. Vielleicht gibt’s ja eine Subventions-Änderung jetzt, unter rot-grün!? Auch da: weiß wer was??

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 3.

5 Kommentare zu “Unsere Bienen …

  1. realkiku sagt:

    Ah, ich dachte ja, die Bienen sind schon im „Winterschlaf“, weil Du lange nichts mehr darüber berichtet hattest. Gestern habe ich übrigens angefangen, den Tautz zu hören, ist ja voll interessant!!! (Hab‘ ihn grad noch mal meinem frühstückenden Mann weiterempfohlen).

    • Fjonka sagt:

      Oh, das freut mich ja! Ich finde den ja auch RICHTIG toll 🙂
      Und was unsere Bienen angeht, so hast Du ja eigentlich recht – jedenfalls insofern, daß wir nichts mehr bei ihnen tun müssen (bis im Dezember das Oxalsäurebehandeln ansteht).
      Insgesamt habe ich aber festgestellt, daß die meisten allgemeinen Dinge schon geschrieben sind, so daß es eh weniger wird hier: nur noch die tagesaktuellen updates immer mal, sozusagen

  2. Neckarhex sagt:

    Wie schön für eure Biens. Eure Fluglochverkleinerer sehen dazu ja auch noch sehr hübsch aus! 🙂
    Was die Gründüngung angeht: bei uns erblühen im Herbst viele Felder komplett blau-lila, und man bemerkt stellenweise deutliche Bienenaktivität. Ich weiß nur daß man normalerweise im Herbst gründüngt, weil die Düngepflanzen dann über den Winter abfrieren, also nicht entfernt werden müssen. Vieles davon soll recht schnell keimen, bzw. vielleicht wird es ja auch schon vor der Abernte gesät zu einem Zeitpunkt, daß eventuell kleine Pflänzchen von der Ernte nicht beeinträchtigt werden? Die genauen Gründe würden mich auch interessieren.

    A propos Mais: erinnerst Du Dich, als ich vor 2-3 Jahren von dem Elefantengras-Feld erzählte? Ich fahren an dem Feld 2x pro Woche mindestens vorbei, und tatsächlich funktioniert das wohl so wie ich damals nur gelesen hatte: im 1. Jahr gepflanzt, und seither wächst das Gras immer wieder ohne jeden Einsatz, und wird nur im Herbst dann abgeerntet. Und hier in der Gegend ist wohl tatsächlich das aktuell entstehende kleine Biomassefernwärmeblockheizkraftwerk die Ursache, daß mehr und mehr Felder vom Mails zu diesem Gras wechseln. Abgesehen davon, daß sie außer im 1. Jahr keine Unkrautvernichter brauchen und nie Dünger ist einer, den ich gar nicht bedacht hatte: keni Mais = keine Wildschweine werden angezogen –> die sind eh gnadenlos zu zahlreich und verursachen nicht wenig Verkehrsunfälle hier auf dem Land. Klar, normaler Ackerbau, am liebsten Bio, wär schöner, aber dank der EU-Verordnungen gehen die Klein- und Nebenerwerbsbauern hier reihum unter, bzw. können inzwischen nur noch mit mit Biomasse, Brennholz und etwas Obst wenn vorhanden ihren Nebenwerberb am Leben erhalten.

    • Fjonka sagt:

      Naja, entfernen bdarf man Gründüngung eh nicht, dann entfernt man ja die Stockstoffknöllchen, also die Düngung, mit… aber umterpflügen geht (und geht immer) ich frage mich ja bloß, wieso da Sonnenblumen dabei sind…)
      Das mit dem Elefantengras ist interessant- ich meine, im Vorbeifahren in der Gegend das erste Sylphien-Feld entdeckt zu haben, aber bin nicht sicher… das Gras ist sicher besser als Mais, schätze ich- für Insekten aber wäre die Sylphie NOCH besser, die hat was anzubieten an Nektar und Pollen…

  3. Äppelken sagt:

    Ich weiß nix, aber auch gar nix. *gg
    Aber schön, mal wieder was von den Biens zu hören.

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