Planen und denken

Im Moment, so im Winter, von drinnen, ist unser Garten schön. Wir haben jetzt, was wir noch nie hatten:

Weitblick

Vom Küchentisch aus reicht der Blick über die Kuhkoppel bis hin zum Nadel“wädchen“, mit dem sich ein Hausbesitzer einen kleinen Lärmschutz zur großen Straße geschaffen hat. Nicht schlecht, denn „Blick“ ist etwas, was wir hier immer vermißt haben. Wobei: „Wir“ stimmt in diesem Falle überhaupt gar nicht. Der Herr hat für unseren neuen Weitblick nur Sprüche über. „Wenn ich schon heute hätte wissen wollen, wer morgen zu Besuch kommt, dann wäre ich nach Nordfriesland gezogen“ höre ich jedes Mal, wenn ich mal einen Versuch im positiven Denken starte 😉

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Plötzlicher Weitblick

Trotzdem schreiten die Planungen, was den Ersatz unserer schönen Mirabelle angeht, langsam voran. Ich erlese mir Wissen über eine geplante Sichtschutzhecke. Sie soll einerseits, das war auch vorher schon „angedacht“, wird jetzt aber wegen mehr Licht einfacher, hinter dem Frühstücksplatz bis „früher Ende Bambus“ gehen (diesen Teil sieht man oben im Bild kaum, er liegt hinter den Bienenkästen und links davon). Dort soll sie die Bienen vor Wind und uns, wenn wir uns im hinteren Gartenteil aufhalten, vor Blickkontakt zum Bürgersteig vorn schützen. Der zweite Teil betrifft dann den optischen Schutz vor Nachbars häßlichem Kinder-Stelzenhäuschen und Schuppen. Dieser Teil soll die Mirabelle zumindest bis knappp über Augenhöhe ersetzen. Er läge (klar) VOR Schuppen und Häuschen, aber rechts vom Weg, der in den hinteren Gartenteil führt. Eigentlich ist übrigens „Hecke“ nicht das richtige Wort. Es soll eher ein Gebüsch werden, denn allzuviel sollte (Bienen! Pollen! Blüten sind oft an letztjährigem Holz -> scheren heißt Nix Bienen) nicht dran rumgeschnitten werden

Was die Pflanzen können müssen:

  1. sie müssen schattenverträglich sein
  2. sie sollen nicht zu wüchsig sein
  3. sie sollen den Bienen Pollen und Nektar bieten, und das
  4. sollen sie möglichst zu Zeiten tun, wo sonst nicht genug Angebot da ist (frühes Frühjahr, zwischen Raps und Linde, ab September)

Gar nicht so einfach, stelle ich fest, zumal Bienenweide-Aufstellungen Lichtangaben vermissen lassen, dort wo’s um Licht geht, steht nix zu den Bienen und an vielen Stellen fehlen Größenangaben bzw wie schnell und unbedingt der jeweilige Strauch seine Maximalgröße erreicht haben will.
Und so sitze ich im Internet-Zeitalter mit Zettel und Stift und suche mir die Angaben langsam zusammen:

Momentaner Zwischenstand, noch ohne sämtliche Infos zu allem Gesträuch

Momentaner Zwischenstand, noch ohne sämtliche Infos zu allem Gesträuch

Heute waren dann auch die Erlen-Entferner vom Auenverband da. Mit Bagger und Motorsäge. Absägen, per Bagger den ganzen Stamm rausziehen, den Stubben wieder graderichten und festklopfen (alles mit der Baggerschaufel) . Keine halbe Stunde, dann waren sie wieder weg, mit dem in 2 oder 3 Teile geschnittenen Stamm in der Schaufel….

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10 Kommentare zu “Planen und denken

  1. Bibo59 sagt:

    Kreten gibt es hier auch. Muss mal schauen, wie man Ableger macht. Vielleicht geht Abmoosen bei der Krete?

  2. Neckarhex sagt:

    Wenn Dir für irgendwelches angedachtes Gesträuch noch zusätzliche Infos fehlen, schreib ruhig ’ne Mail – Siljan hat hier eine ziemlich umfangreiche botanische Bibliothek stehen und guckt bestimmt gerne nach.

  3. Sisah sagt:

    Als ich vor zwanzig Jahren hierher ins ’sozialitische Ausland‘ umzog – wie meine Kollegen lästerten, habe ich gerne in den sich leider langsam auflösenden Gärtnereien gestöbert. Da mich die Imkerei auch immer -zumindest- theoretisch interessierte, habe ich gerne dabei auch ein Heftchen über Bienenweidegehölze mitgenommen, das ich immer noch sehr interessant finde. …obwohl das Heft“ der Realisierung der Beschlüsse von Partei und Regierung sowie der Wettbewerbsverpflichtungen der im Verband organisierten Kleingärtner….zur Entwicklung der Bienenwirschaft dienen sollte.
    Und wie ich gerade feststelle gibt es das immer noch hier http://www.amazon.de/Bienenweidegehölze-Katalog-Baumschule-Dresden-DDR/dp/B00574QW1 für den unverschämten Preis von 17, 85 €. Damals kostete es 3 Deutsche Mark, in der DDR 5 M…
    Schattenverträgliche Gehölze zu finden ist sicher nicht so einfach, ich schlage aus eigener Erfahrung ‚Aronia‘ vor, die bei uns auch nicht in der prallen Sonne steht oder die Drachenweide oder Physocarpus.
    LG
    Sisah

    • Fjonka sagt:

      Die Drachenweide hört sich ganz gut an, die anderen beiden hab ich mal nachgeguckt- und ich mag sie nicht wirklich leiden (optisch) Ich hab so eine aus Rheinland-Zeiten stammende „70er-Gärten-Allergie“ und irgendwie sehen die zwei für mich so aus…. trotzdem danke für die Tipps 🙂
      Der Link funktioniert leider nicht, übrigens

      • Sisah sagt:

        Aronia gab’s in Rheinland schon in den Siebzigern? Interessant, ich dachte, die stammen mehr aus dem ’sozialistischem‘ Ausland…In Niedersachsen waren es zu der Zeit mehr die Thujen und der Kirschlorbeer….

  4. Bibo59 sagt:

    Weißdorn? Blüht relativ früh, bekommt erst dann Blätter, später Beeren für die Vögel und bietet guten Schutz vor Blicken und Katzen. Schlägt aus dem Stock wieder aus.
    Hainbuche? Blüht auch früh.
    Kleiner Kirschbaum statt Mirabelle?
    Jetzt fange ich auch schon an.

    • Fjonka sagt:

      Ja, Weißdorn ist auch nicht schlecht- käme unter „habbich“, aber gibt es hier (auch außerhalb meines Gartens) massig und ist auch nix besonderes für Biens. Insofern nur unter ferner liefen. Wenn ich allerdings noch einen weiteren Kretenableger bekommen kann, kommt der unter „willich“ mit an vorderste Stelle. Obst ist insofern Mist, als es immer noch zu duster ist, als daß Apfel, Kirsche und Co vernünftig wachsen könnten.

  5. Äppelken sagt:

    Siehste, normalerweise muss man aufräumen und die Bude umstellen _bevor_ Besuch kommt. Wenn Christian zu Besuch kommt, machste das alles hinterher und du hast viiieeeeel länger was davon. Den lädtse nie wieder ein, den Kerl.

Platz für Klönschnack ...

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