Pläne

Wir haben Pläne. Es steht absolut in den Sternen, ob aus diesen Plänen was wird, aber es ist spannend, sich zu informieren, zu denken, zu reden….

Bahnhof

Hiesiger Bahnhof. Früher.

Angefangen hat es damit, daß ich bei der Nachbarin-Weberin zum Geburtstag war. Dort war auch eine andere Hiesige, mit der ich mich zwar auf vorherigen Geburtstagen schon nett unterhalten hatte, aber das war’s auch. Sie wohnt im ehemaligen Bahnhof- und nun berichtete sie, daß sie da nicht mehr lange wohnen wird. Sie hat Pläne 😉 Als ich das hörte, hat mich jede natürliche Zurückhaltung verlassen!! Schon seit Jahren hatte ich mir gedacht, daß ich so gern mal den renovierten – und, wie ich gehört hatte, schön renovierten – Bahnhof angucken würde. Jetzt sah ich die Chancen schwinden, und wer Dame Fjonka, die Altbau-Fetischistin, kennt, weiß: nun gab es kein halten mehr!! Also fragte ich mitleidlos ganz direkt, ob ich nicht bittebitte mal gucken kommen dürfe. *g*

Und ich durfte!! Mehr noch, der Herr durfte sogar mit, und es gab einen schönen Brunch!!

Der Bahnhof ist wirklich schön renoviert, ich war ganz begeistert- aber nun kommen wir langsam von der Einführung zum Thema *g*

Wir kamen nämlich gegen halb elf vormittags dort an, und gegen elf meinte die Bahnhofswärterin, sie werde dann jetzt mal den Ofen anmachen.

Da musste ich mit, gucken, denn der Ofen ist ein Grundofen. Und jetzt stellte sich heraus: Trotz des riesigen Küche-Wohnzimmer-Bereiches (offen), der bestimmt 50 qm Fläche hat, und obwohl der Wohnzimmer-Teil davon an die 5 Meter hoch ist, war dieser große Raum noch von gestern mollig warm! Der Ofen wird täglich einmal bei vollgeknalltem Brennraum angeheizt (etwa ein Mörtelkübel voller Holz)- und das reicht aus für den ganzen Tag! Obwohl der Bahnhof ebenfalls in den 20ern gebaut und nicht besser gedämmt ist als mein Haus!

Die Saat war gelegt, ich hatte zu denken begonnen….

Inzwischen, knapp zwei Monate später,  gab es ein Erstgespräch mit dem Mann, der auch für uns so einen Ofen bauen könnte. Der nächste Schritt wird sein, daß er aus dem, was bei diesem Gespräch herausgekommen ist, ein maßstabsgerechtes Tonmodell eines Ofens, wie er ihn sich in unserer Wohnzimmerecke vorstellen würde, fertigt und mit hierher bringt- noch feucht, so daß wir dann zusammen noch direkt Änderungen vornehmen können. Und dann wird man sehen….

Schade ist, daß der Ofen wohl ausschließlich im Wohnzimmer wird stehen müssen, weil ein Durchbruch gen Flur daran scheitert, daß unser 2. Kaminzug (der für die Heizung) schräg durch diesen Teil der Wand verläuft. Dasselbe gilt für’s grüne Zimmer. Deshalb würde unser Grundofen auch einen kleinen Anteil an Konvektionswärme „mitgeliefert“ bekommen, indem über’m Brennraum eine Art Gitter für erwärmte Luft, die sich dann im Raum verteilen kann, angelegt wird. Das eingeworfene Holz wird übrigens auch noch besser genutzt, was man schon daran sieht, daß aus dem Grundofen nur 1-2 Mal pro Heizperiode Asche entfernt werden muß (während wir das bei unserem Kaminofen etwa alle 3 Tage tun müssen)

Und so ein Ofen ist schwer! Das bedeutet, er braucht ein eigenes Fundament. Das bedeutet, ein Stück des  Holzbodens im Wohnzimmer müsste für dieses Fundament weichen. Das wiederum bedeutet, ich möchte wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, über das dadurch entstandene Loch im Holzboden den Rest des Wohnzimmerfußbodens zu dämmen. (Keine kalten Füße mehr!!) Und das bedeutet, Jemanden finden, der sich mit Dämmung auskennt. So ein Mensch kommt demnächst her, er (bzw seine Firma) trägt den schönen Namen Isobert, und ich bin sehr gespannt darauf, was er zu sagen hat. Ich werde berichten….

Dieser Beitrag wurde in Haus & Hof veröffentlicht und mit getaggt.

14 Kommentare zu “Pläne

  1. Und ich dachte nach den ersten Zeilen, ihr hättet euch spontan ein restaurierungsbedürftiges Bahnhofsgebäude gekauft^^

    So ein Ofen ist bestimmt eine schicke Sache, Wenn es ein Dielenboden ist, müsste man ihn doch eigentlich weitgehend unbeschadet hochnehmen und darunter dämmen können oder? Wir stehen demnächst auch vor der Aufgabe, allerdings liegt über den Dielen in unbekanntem Zustand auch noch Teppichboden, so dass die Dielen vermutlich nicht mehr in Ordnung sind und weichen müssen.

    LG
    Lorenz

    • Fjonka sagt:

      „spontan ein restaurierungsbedürftiges Bahnhofsgebäude“ – stimmt, hätte man fast glauben können, aber (zum Glück) war’s das dann doch nicht *g*
      „weitgehend unbeschadet hochnehmen“ Nein, leider nicht. Die alten Dielenböden sind meist in den Feder/Nuten-Übergängen unsichtbar genagelt (so auch unserer) und da macht man dann doch einiges kaputt! Man kann meist aus 2 Dieneboden-Räumen einen machen (aus den heilen Brettern), aber wenn man so viel Rest nicht hat, dann ists schwierig. Und mit neuen Dielen anstückeln ist nicht schön, die alten Pitchpineböden fast ohne Astlöcher und lange „gereift“ sehen halt gaaaaanz anders aus.
      „Teppichboden, so dass die Dielen vermutlich nicht mehr in Ordnung“ Das muß nicht sein! Wir hatten in mehreren Räumen Teppich (Kleberreste sind nicht so schlimm, da man meist eh schleifen muß) und sogar drübergeschraubte Faserplatten! Wenn man nicht allzu pingelig ist (Schraublöcher!!) sehen die Böden nachher trotzdem richtig schön aus! Kannstu hier gucken http://angelnsh.an.funpic.de/mitglieder/fjonka/Arbeitszimmer.html Also nur Mut!! 🙂
      (Ach ja, da steht, daß dieser Boden nicht zu retten war. Das stimmt, wegen der Feuchte-Verfärbungen. Von Restzustand waren die Böden in anderen Räumen aber genauso, und die liegen jetzt alle noch und sehen gut aus!)

  2. Viel Erfolg! Omg, wie sehr ich vom zweiten Bild träume…

  3. Steffi sagt:

    Für Holzböden mit Ofen drauf haben meine Nachbarn eine optisch tolle Lösung. Ist allerdings kein Kachel-Lehm-Grundofen, sondern so einer wie ihr jetzt habt. Die haben den Dielenboden bogenförmig ausgeschnitten, dann vor die Enden eine Messing- oder Edelstahlleiste gesetzt (als Trenner) und die Innenfläche mit Lehmputz o.ä. ausgefüllt. Sieht super aus. Vermutlich ist das für Euren fundamentalen Grundofen aber wohl nicht notwendig. (Isoliert haben die übrigens auch mit son einem Papier/Zellstoffzeugs, welches wohl auch eingeblasen werden kann).

    • Fjonka sagt:

      Nee, das ist wohl mehr dieselbe Funktion wie unsere schwarze Metallplatte jetzt- ist vorgeschrieben als Brandschutz, falls Funken raussprühen
      Hört sich aber tatsächlich an, als sähe es klasse aus 🙂

  4. ladypark sagt:

    Toll, ich liebe ja unseren Grundofen! Und alles, was dazu an Vorteilen beschrieben wird, stimmt in der Praxis absolut.
    Mich würde ja mal interessieren, von wem ihr den nun bauen lassen wollt. Und schade, dass das mit dem Schornstein so blöd liegt, lässt sich da nicht doch noch eine Lösung finden?
    Wegen der Dämmung: haben wir schon mal über Einblasdämmung gesprochen? Das haben wir ja im Dachgeschoss und man muss dafür nicht alles aufstemmen.

    • ladypark sagt:

      Mir geht das nicht aus dem Kopf. 😉
      Was wäre, wenn man die Wand zum grünen Zimmer wegnimmt und als Raumteiler dort den Ofen hinbaut? S. und M. haben ihren Ofen nicht im Hoch-, sondern im Querformat bauen lassen und der dient nun quasi als Raumteiler mit Sichtfenstern zu beiden Seiten. Nur so ein Gedanke. 😉

      • Fjonka sagt:

        Das wäre der Plan gewesen, aber wegen des zweiten Heizungszuges gehts halt wohl nicht, der läuft schräg genau durch diese Wand und das Stückchen, das Wohnzimmer und Flur trennt (habe das oben etwas mißverständlich ausgedrückt, so ein Ofen ist ja zu groß für das Stückchen Wz/ Flur, da wäre dann schon auch das grüne Zimmer mit betroffen (und beheizt) gewesen). Mal abwarten, was der OfenBAUER sagt, der kommt beim Zweitgespräch mit Modell dazu.
        Achja, und wer’s bauen soll, WENN denn gebaut wird, ist noch nicht 100%. Die bisherigen Gespräche laufen mit Voigt, Sörup http://www.keramikwerkstatt-voigt.de/ , die auch den bahnhofsofen gebaut haben, aber ich möchte noch eine 2. Meinung, und die werde ich wohl von Eurem Ofenbauer einholen. Mal sehen.

    • Fjonka sagt:

      Dämmung: beim Isobert ist es genau darum gegangen 🙂 Kommt „die Tage mal“, er war gestern da.

  5. Bibo59 sagt:

    Wie geil ist das denn?? Kann ich mir gut vorstellen in dem Haus.
    Na, das wird aber ne größere Baustelle.

    • Fjonka sagt:

      Allerdings. Deshalb wird das auch, wenn, im Sommer stattfinden.
      Das „vielleicht“ betrifft die Optik des ganzen- so ein Grundofen ist ganz schön massiv, wenn er große Räume heizen soll, und da warten wir mal das Modell ab, ob uns das nicht zu monströs wird….

Platz für Klönschnack ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s