*Augenroll*

Hier, lest das mal, hat der Herr F. mir letztlich mal zugeschickt:
Es geht um Vegetarisch, vegan, Honig
und ich finde es  – naja, lustig schon irgendwie – aber sehr, sehr AUA-lustig.

Ich finde es ja etwas traurig, daß so viele Menschen eine Biene nicht von einer Wespe unterscheiden können. (Und nein, das hat nichts mit unseren Bienen zu tun, das fand ich auch vorher schon, bloß daß ich nicht wusste, wie viele Leute dieses Wissen nicht haben) Ok, aber das ist halt Unwissen. Interessiert ja auch nicht JedeN
Aber „für so ein Glas Honig sterben so viele Bienen“???? Das ist nochmal eine ganz andere Stufe der Uninformiertheit – das ist Ignoranz– vor allem wenn man sich gleichzeitig agressiv gibt:
Andere anpupsen, weil sie nicht daran denken, daß man Vegetarier sei, und sie dann gleich nochmal anpupsen, wenn sie drauf eingehen und statt Milch eben Tee mit Honig empfehlen. Ja, Mädel – nicht mal die Veganer sind sich einig in der Honig-Verweigerung ….

Ich hoffe und flehe, daß dieser Dialog zwischen 13Jährigen stattgefunden hat…..

Und danke, Timo! Anders gehört’s ihr nicht 😉

Wenn man schon dabei ist, über die naturkundlichen Ergüsse der heutigen Jugend (?)  zu lästern- beim Stichwort „Zecken“ gibt’s auch  winzige Wissenslücken 😉 – hier ein neues Wort für die nächste Runde“Teekesselchen“: Zecken.
Aber immerhin setzt sich Thorben vehement für Toleranz auch gegenüber den bunteren Exemplaren ein….

Dieser Beitrag wurde in Sonst so veröffentlicht und mit getaggt.

19 Kommentare zu “*Augenroll*

  1. steffi sagt:

    hihihi, zuden Film guck ich zu Hause, ist zu lang für die Mittagspause…

  2. Neckarhex sagt:

    Naja, Webfail ist halt Webfail, da darf man wirklich keine Form von Intelligenz erwarten. Wir amüsieren uns damit gelegentlich ebenfalls sehr, und der Grad des vermittelten Nichtwissens ist immer wieder erschütternd. Wenn es denn wirklich alles echte „fails“ sind, denn da habe ich meine Zwielfe. Manche klingen einfach zu sehr nach sehr gut gefälscht.
    Ich kannte den Unterschied zwischen Biene und Wespe ebenfalls schon früh, da ich mit einem Garten aufgewachsen bin und viel im Wald bzw. generell draußen unterwegs war als Kind. Aber ich hatte auch bei uns in der Kleinstadt Klassenkameradinnen, typische „Wohnungskinder“, deren Eltern ebenfalls keinen Bezug zur Natur hatten und für die alles schwarzgelbgestreifte „Wespe“ war und totzuschlagen weil gefährlich. Kann man ihnen sogar nur teilweise verübeln, denke ich.. damals gab es bei uns im Schullesebuch in jedem! Jahrgang der Grundschule eine Geschichte, bei der jemand von Bienen, Wespen oder Hornissen übelst gestochen und dabei schwer verletzt wurde oder zu Tode kam. Ich erinnere mich deswegen so genau daran, weil ich das immer nicht hatte glauben können und deshalb näher nachgefragt habe, und so dank meines Vaters mehr lernte und erfuhr. Wir hatten mal eine Hornisse im Garten, die sich auf einem langen Dorn aufgespießt hatte, das hat mich extrem beeindruckt. Nicht nur die Größe des Tiers, sondern auch daß sie es geschafft hatte sich selbst so komplett aufzuspießen…. ich glaube, mein Vater, der Physiklehrer, hat mir daran den Impulserhaltungsssatz erklärt oder so. *lach*
    Die Lesebuchgeschichten waren jedenfalls sämtlich mit moralischem Zeigefinger geschrieben und gedacht, dem Inhalt nach wohl um zu neugierige Kinder davon abzuhalten, gestreifte Fluginsekten zu ärgern (alle Opfer waren Naseweise, die die jeweiligen Tiere nicht hatten in Ruhe lassen können). Eines haben die Geschichtenschreiber jedenfalls erreicht: mindestes eine Generation von Menschen, die in erstaunlich großer Anzahl in Hysterie verfallen beim Anblick einer Biene, Wespe oder Hornisse und im Zweifelsfall draufschlagen, um den bösen Feind zu erledigen.

    Ich bin kein Veganer, „nur“ Vegetarier, daher esse ich auch Honig; dachte bisher haber daß der Grund für Veganer das „tierische Produkt“ ist, so wie auch keine Kosmetik verwendet wird mit Bienenwachs, kein Leder getragen wird und so weiter. Ich verweigere allerdings z.B Lebensmittel, die Gelatine oder tierisches Lab enthalten, bzw. versuche diese so gut wie möglich zu umgehen. Beides ist nicht ganz einfach und zuhause einfacher durchzuführen als unterwegs bzw. wenn eingeladen, im zweiten Fall versuche ich immer einen Mittelweg zwischen Nichtessen und zuviele Umstände für einen Gastgeber machen. Was Gelatine und Lab betrifft stoße ich allerdings auch bei anderen Vegetariern stellenweise auf Unverständnis oder Überraschung.

    • Bibo59 sagt:

      Tja, Dein Vater war Physiklehrer und kein Biolehrer. Wahrscheinlicher als ein Hornissenselbstmordist, dass ein Neuntöter die Hornisse aufgepießt hat. Die spießen auch kleine Mäuse auf. Eine etwas sonderliche Art der Vorratshaltung, vergleichbar der herstellung von Stockfisch.

      • Neckarhex sagt:

        Ach, das ist ja interessant, danke für die Info. Ein Grund kam damals gar nicht zur Sprache, es ging nur darum wie es ein Insekt schaffen kann sich selbst so aufzuspießen, und er konnte es sich nur so erklären, wenn ich mich recht erinnere. Die Erklärung wird ihn bestimmt freuen, zumal er entzückt sein wird daß zumindest damals sowas im Garten unterwegs war.

      • Neckarhex sagt:

        Sorry wenn ich Dich hier mal was ganz anderes frage, Bibo, aber ich weiß im Moment nicht wen sonst fragen: mein Vater hat einen Meisennistkasten in einem Kirschbaum, der durch ein neuerbautes Gartenhäuschen sehr ungünstig hängt – Nesträuber etc. haben zu leichten Zugriff. Durch den Wuchs des Baums hilft Aufkletterschutz nur, wenn der Kasten ca. 80cm entfernt und ca. 50cm höher gehängt wird, im gleichen Baum. Er wird bereits beflogen, mein Vater tippt auf noch Nestbau, weil er noch eifrigen Zu- und Abflug beobachten kann, und möchte wissen ob er den noch umhängen kann oder ob es besser ist, die (vorhandenen) Nesträuber zu riskieren, den Kasten aber hängen zu lassen.

        • Bibo59 sagt:

          Weiß ich auch nicht. Ich würde den jetzt hängen lassen und dann im Herbst reinigen und umhängen. Nesträuber ist ja ein weites Feld. Von Nachbars Katze über das herzallerliebste Eichhörnchen, Rabenvögel bis zum Baummarder, der ja auch eine geschützte Art ist, im Gegensatz zur Blau- oder Kohlmeise. Die Natur hat das so vorgesehen, dass mehr Meisen produziert werden, als zur Arterhaltung benötigt werden. Ist zwar schade, wenn so ein persönlich bekanntes Nest einem Beutegreifer zum Opfer fällt, aber Meisen brüten bis zu dreimal im Jahr. Aber Du kannst mal die Angelika von Oland fragen, die hat bestimmt eine andere Meinung.

  3. Christian Lucaasen sagt:

    Mal was geniales zum Thema Fleischfresser:
    http://www.ardmediathek.de/einsplus/einsplus/der-tatortreiniger-fleischfresser?documentId=20244372
    Wer die Zeit hat sollte sich die halbe Stunde gönnen…..
    LG Luc

  4. Bibo59 sagt:

    Du hast gestern nicht gebloggt! Ich habe den ganzen Tag vor dem Klapptop gesessen und gewartet, dass Fjonkas Blog endlich kommt!
    Jetzt weiß ich warum: Du hast den ganzen Tag Webfail gelesen.
    Zu schön! Die Kommentare auch:
    „damit ist eindeutig erwiesen; es braucht fleisch für die entwicklung des gehirnes ;o))“
    „Chuck Norris isst auch keinen Honig,er kaut Bienen“

    • Fjonka sagt:

      *lol* ich hab doch im „Stöckchen“ schon geschrieben, daß es wohl weniger werden wird, und das war der Anfang…. morgen kommt auch nix!
      Habe momentan definitiv zu viel umme Ohren, komme nicht dazu, und es fliegen mir auch keine Themen zu wie sonst manchmal, wenn da Lücken auf mich (Euch *g*) zu kamen.

  5. Äppleken sagt:

    Spätestens wenn sie Menschen bezahlen muss, die sich hinstellen um jede Blüte von Obst und Gemüse usw. per Hand bestäuben (was ja in Teilen der Welt im Niedrigstlohnsektor schon gemacht wird). Und nein, solche Sachen kann man auch von Erwachsenen hören/lesen. Und nicht wenige Veganer, die wissen, wie Honig produziert wird meinen, der Imker müsse den ganzen Honig den Bienen lassen. Wovon der dann Leben soll? Oder vielleicht glauben sie, die Bienen schaffen es auch ohne die Pflege der Imker? Und die Überlebenden reichen dann, um unser Grünfutter zu befruchten??? Ist ja egal, sollen die Imker doch für umme arbeiten, Menschen sind ja nicht so schützenswert wie Tiere und ausbeuten kann man die ohne Bedenken. /ironieende

    • Äppleken sagt:

      Pe ES: bist du eigentlich noch ganz gescheit, mir hier im Büro nen Link zu webfail zu servieren? Ich wollte was arbeiten, Menno *roflastc*

    • Fjonka sagt:

      Die reden dann davon, daß es ja auch wilde Bienen gibt usw. Aber daß es inzwischen die Varroa gibt… wenn Du eine heutige Milchkuh einfach auffe Steppe aussetzt und sagst „freu Dich, Du bist jetzt frei“, dann stirbt sie jämmerlich, weil Niemand sie melkt. Und eine heutige Biene kann leider wegen Nistplatzmangel und Varroa auch nicht mehr wirklich ohne Imker. Aber leider gibt es eben für letztere auch keinen echten Ersatz (mehr), und inzwischen hat man nachgewiesen, daß auch Wildbienen/ Hummeln, die ja einen kleinen Teil der Bestäubung übernehmen könnten, von den Viren betroffen sind, die von der Varroa übertragen werden.
      Die Bestäubermenschen in China haben übrigens nur etwa 30% des Erfolgs der Honigbiene … und sind selbst in Billiglohnländern noch wesentlich teurer.

      • Neckarhex sagt:

        Der Satz mit der Milchkuh ist ja herrlich!
        Diese Sorte Veganer mit dem Bienen-Honig-Argument sind wohl auch die, die ihre Katzen und Hunde vegan füttern. Ich weiß nicht wie es bei Hunden aussieht, aber Katzen sind Carnivoren, ihr Verdauungssystem ist nicht auf plfanzliche Ernährung eingerichtet; pflanzliche Ernährung macht sie krank (buchstäblich; daß es heute „normal“ ist daß Katzen mit 8-9 Jahren Nieren- und Leberprobleme bekommen und schon als alt gelten ist auf die Dauerfütterung mit Billgfutter aus Dose und Tüte zurückzuführen, bei dem der Getreideanteil 80% und mehr ist…) Für mich ist das ehrlich gesagt komplett falsch verstandene Tierliebe, ich finde wenn man es nicht akzeptieren kann, die Haustiere mit Fleisch bzw. tierischen Erzeungissen zu füttern, dann darf man sich keine Carnivoren halten bzw. Tiere, die einen tierischen Futteranteil benötigen.
        Mich regen allerdings auch die Vegetarier auf, die sich solche nennen, aber Fisch essen oder zwischendurch gerne mal einen Fleischtag einlegen – und das vor allem sozusagen öffentlich unter dem Label „Vegetarismus“ tun. Da wird man als jemand, der das Ganze ernst bereibt, ebenfalls nicht für voll genommen bzw. bekommt Nichtvegetarisches serivert oder untergejubelt – „wieso, der/die ißt das doch auch!“.

        Kann man eigentlich etwas tun, um Wildbienen und Hummeln gegen die Varroa zu helfen?

        • Fjonka sagt:

          Ich weiß nicht, ob sie auch die Varroamilbe haben (davon las ich noch nichts), aber sie haben auch die Krankheiten, die (vielleicht u.a., auch das weiß ich nicht) von der Varroa übertragen werden.
          Bisher las ich VERMUTUNGEN, daß Honigbienen Wildbienen anstecken könnten, aber noch nichts erwiesenes zu den Gründen der Erkrankungen (sind Virenkrankheiten)
          Auch nichts zu Hilfemöglichkeiten.

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