Umzug!!

Sonntagswetter: windstille 15°, leichte Sonne.
Schon morgens war an unseren Bienenstöcken ordentlich was los, nachdem die Damen vom Wetter über eine Woche Zwangskuscheln auferlegt bekommen hatten. Und so haben wir beschlossen: ok, heute ist Umzugstag!

Erster Schritt: wiegen der leeren, neuen Dadant-Behausung. Mit Deckel und voll mit leeren Rähmchen wiegt das Teil schon seine 16 Kilo! Das zu wissen ist wichtig, denn gegen Winterende können wir dann gut abschätzen, wie viel von dem, was wir wiegen, Futter ist.

Okay. Dann los. Eigentlich wäre das ganze schön einfach, wenn da nicht die kleinen Tücken wären: da das Gelände, auf dem die Bienen stehen, erst in den letzten Jahren von mir aufgeschüttet wurde (damit eine einigermaßen ebene Fläche entstehen sollte), ist es inzwischen wieder etwas nachgesackt, und der Kasten steht schief. Also tun wir gut dran, den Umzug zur Begradigung zu nutzen. Aber Biens können nicht mal eben woanders hingestellt werden und so lange dorthin fliegen. Sie sind auf den Platz eingeflogen, wo nunmal die ganze Zeit das Flugloch war – und so umschwirren uns nach kürzester Zeit Hunderte Bienen. Nicht, daß wir das nicht gewusst hätten- wir haben unsere Imkerhüte aufgesetzt und lassen uns nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Aber da sich das ganze dann doch nicht schnell mal eben bewerkstelligen läßt, beschließen wir nach einiger Zeit, den Umzug in zwei Teilen zu machen, und die Begradigung des Geländes dann zu machen, wenn Biens selig schlafen.

Also die Palette für drunter leicht schief an den alten Platz gestellt, und los: Dadant-Beute, leer, hinstellen, und Wabe für Wabe im alten Kasten mit dem Stockmeißel lösen, herausziehen und begutachten:

  • Leer? (Keine Brut, kein Nektar- nur Bienen): dann mitsamt Bienen zurück in den alten Kasten – Ihr kommt später dran.
  • Nektar? Dann ab in den neuen Kasten. Futter wird noch benötigt!
  • Brut? Nix wie in den neuen Kasten!!! Auf der vierten Wabe mit Brut haben wir dann sogar Ihro Majestät, die Königin selbst, entdeckt. Sie ist glücklich im neuen Zuhause verstaut worden, die Erleichterung bei uns war spürbar- denn ist die Königin da, dann kommen über kurz oder lang auch die verirrten Schäfchen Bienchen in das neue Zuhause!

Insgesamt sieht’s im neuen Brutraum nun so aus: mehrere alte Waben mit Futter hängen hinter’m Trennschied. Wenn Biens das brauchen, werden sie’s nach vorn zum Nest umtragen, und dann können wir die alten Waben entsorgen. Dann das Trennschied, dahinter eine neue Dadant-Brutraum-Leerwabe mit „Anfangsstreifen“ (Wachsstreifen mit vorgeprägtem Wabenmuster, damit Biens nicht quer zu den Rähmchen bauen), dahinter eine volle Futterwabe, dann in derselben Anordnung wie im alten Nest die Brutwaben, dahinter wieder eine Futter- und eine neue Leerwabe.
Als nächstes nun fix das Absperrgitter drauf, das dafür sorgt, daß die (größere) Königin nicht nach oben kommt, in den Honigraum (damit sie dort nicht brütet. So wird oben wirklich nur reiner Honig sein!), darüber dann der Honigraum. In den haben wir ersteinmal nur zwei Rähmchen eingehängt, weil: da waren ja noch jede Menge Bienen auf den Waben, die wir (siehe oben) aussortiert hatten. Die haben wir dann in den Honigraum abgestoßen (einmal ruckartig schütteln, dann fallen sie fast alle runter), dann fix das Wachstuch drauf, und den Deckel. Fertig!!

 

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Auf den Fotos sieht man, was dann geschah- jetzt, zwei Stunden später, hat sich alles recht gut normalisiert. Zwei, drei Bienen sterzeln noch, aber im Grunde ist Ruhe eingekehrt. Schön 🙂 Das hat ja prima geklappt!

Nun das leidige saubermachen – alles ist mit Propolis abgedichtet, dann sind da Wachsreste und – wir sind ja im Norden) die allgegenwärtigen Algen – und Asseln … und nun kann der Jungimker sein Equipment zurück bekommen!

Heute abend dann noch den Honigraum mit Rähmchen auffüllen (die Bienen werden ja schon längst nach unten gekrabbelt sein), und den Kasten noch gerade hinstellen- und dann können wir ab nächster Woche mal regelmäßig nachschauen, ob und wie wir die alten Rähmchen gegen neue austauschen können (die neue Beute hat ja im Brutraum größere, im Honigraum kleinere Waben als die alte, und da muß dann nach und nach umgebaut werden.

Vorher

Vorher

Nachher

Nachher

Wieder ein Abenteuer mit Biens gut überstanden! Unsere „Kleinen“ werden von nun an das Sternenvolk sein, wieso, das seht Ihr ja im Bild oben … Klein waren sie ja eh lang schon nicht mehr!!

Und zum guten Schluß, nach getaner Arbeit, rief mich der Herr F. mit den wohlklingenden Worten „Essen ist fertig“vom Computer weg. Krönender Abschluß: eine Brotzeit mit Blick auf die Bienen!! 🙂

Hmmmm!

Hmmmm!

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 4.

8 Kommentare zu “Umzug!!

  1. ladypark sagt:

    Wollte nur mal eben für morgen die Daumen drücken, dass alles gut und reibungslos verläuft!

    • Fjonka sagt:

      Danke!! Ausgerechnet- gestern und vorgestern wollte der Dicke nicht so recht fressen … hat dann immer aufgegessen, aber „mit langen Zähnen“. Eben (letzte Mahlzeit vor der OP um sechs…) hatte er dann wieder Hunger wie eh und je. Entweder Zahnweh, oder aber er mochte die Sorte Dose nicht, die war nämlich jetzt zuende und eine neue dran.
      Wir werden das aber morgen mal erwähnen, schadt‘ sicher nicht *seufz*

    • Rosenfrau sagt:

      Jo, hier sind auch alle Daumen&Pfoten gedrückt! Für den Herrn Katz sowieso und auch für die Nerven der Dosenöffner.

  2. Bibo59 sagt:

    et es noch immer jut jejange.

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