Bahnhof verstehen.

Übrigens, von wegen „Beschilderung am Bahnhof“ – hatten wir’s ja letztlich von (Stichwort Info-Point)

Hier noch ein Leckerchen:

am heimatlichen Kleinbahnhof haben sie vor ein paar Jahren sehr aufwändig gebaut. Eine bestimmt 50 Meter lange, ganz neue Rampe mit Geländer zur vom Bahnhof aus nicht erreichbaren Rückseite des hinteren Gleises – wochenlang war die Durchfahrt durch den Ort behindert, wochenlang die Strecke Kiel-Flensburg von Verspätungen betroffen.
Seither – ist nichts passiert, die Flora erobert sich die gepflasterten Flächen zurück, kein Mensch weiß, was oder wer je die Rampe benutzen soll- und wofür. Und noch etwas anderes geschah:

An der Bahnhofsmauer ist seit alters her ein Schild:

Richtung Flensburg Gleis 1
Richtung Kiel Gleis 2

Aber seit den Baumaßnahmen gibt es an den Gleisen keine Schilder mehr – was bedeutet, daß Erstbefahrer, die wissen möchten, wo denn nun sie ihren Zug finden, nur Bahnhof verstehen … (*klick*, damit Du die Redewendung verstehst)

Übrigens wurden auch LED-betriebene Fahrgastinformations- Teile aufgestellt. Die ersten Male, die ich vom renovierten Bahnhof abfuhr, zeigten diese  Fahrgastinformations- Teile Fahrgastinformationen (Uhrzeit, Verspätungen und sowas). Nach wenigen Monaten gab es aber nur noch mehrere orangefarbene Leuchtpünktchen, die in Endloslinie übers LED-Feld zogen, und seit vielleicht einem Jahr nun gar nichts mehr…..

10 Kommentare zu “Bahnhof verstehen.

  1. Na toll, ich wär „begeistert“. Vor allem, wenn ich dann noch nächtens in einem menschenleeren Provinzbahnhof ankomme, (gespenstisch), Schalter natürlich seit 18:00 geschlossen, keinen Peil hab und niemand zum Fragen da ist…. *shudder*

    Ich weiß nicht, wie’s bei Euch ist, so ein Mist wie mit der Rampe passiert bei uns regelmäßig, wenn der BüMei mit dem örtlichen Bauunternehmer beim Golfen war und es irgendwelche Zuschüsse von der EU oder sonstwoher gab…

    Ich sach nur Kramertunnel. Halben Berghang abgeholzt, unglaubliche Mengen von Erdreich bewegt, Berg angelöchert.
    Wassereinbruch, kleine, wunderbare Bergseen fast leergelaufen, Ökosytem zerstört, seitdem Baustopp.

    😦

    Hauptsache Steuergelder verschwendet und abkassiert.

    • Fjonka sagt:

      „Schalter natürlich seit 18:00 geschlossen“
      Schalter? WAS war das noch?? *grübel – erinner* Achja, DAS – sowas gibt es hier schon laaaange nicht mehr!!

      • Haha, is ja noch besser! Aaargh!

        Dazu noch: früher konnte man einen Schaffner, sorry, heute natürlich Zugbegleiter, problemlos bitten, einen bei einer bestimmten Haltestelle zu wecken, die waren einfach freundlich und haben es gemacht.

        Heut kriegst höchstens eine patzige Antwort.

        Mir ist es zwei Mal passiert, im letzten Zug eingeschlafen, bis Mittenwald durchgefahren, weil ich meinen Handywecker nicht gehört hab und auch der Wagon leer war, also keiner, der Dich mal weckt. (Dabei kann ich im Zug bei dem netten Geschaukel sooo schön schlafen).
        So, dann stehst nachts um 0:30 am Bhf in MW, wo alle Bürgersteige schon lange hochgeklappt sind, und überlegst, wies’D jetzt die 25km nach Hause schaffst…

        Sorry für OT.

        • Fjonka sagt:

          DAS allerdings habe ich noch nie gewagt, auch nicht „früher“.
          Habe aber meist nette Schaffner erlebt, auch in letzter Zeit, zB als ich einmal (schon länger her) zu lange im Zug geblieben und unabsichtlich und unbefahrkartet nach einer Verabschiedung bis zur nächsten Station mitgefahren bin. Da musste ich nicht bezahlen.
          Ausnahme: der Typ vor etwa einem Jahr. Da kamen wir von Zug A und wollten in Zug B am gegenüberliegenden Gleis. Aber bei der nächsten Tür stand eine verstopfende Menschentraube, also weiter zur nächsten – und mitten im Weg machen die die Türen zu!! Vorn im Zug stand der blöde Typ in einer noch offenen Tür, sah und winken und rütteln – und macht nicht auf, sondern schimpft uns an, Abstand zu halten, der A****
          Zug fährt ab, ohne uns

          • Tjaaa, bei der Bahn kann man inzwischen allerhand erleben…

            Das erste Erlebnis ist ja nett, aber des Zweite?? Hmmm.

            Würden die hier aber auch so machen. Und in der U-Bahn in M erst recht.

            WAS hast noch nie gewagt? Im Zug schlafen?

            • Fjonka sagt:

              Ja, genau. Nur in Begleitung, sonst wäre ich aber auch viel zu nervös, um überhaupt schlafen zu KÖNNEN.

              • Des duad mir nix, ich umarme dann immer meine Reisetasche und leg mich seitlich auf meine Uhr und mein Häääändy, beide auf 15 Minuten vor Ankunftszeit gestellt. Angst hab ich da ned.

                Außer, zu verschlafen. Wenn ich’s ned hör isses halt blöd 😦

  2. Bibo59 sagt:

    Rollirampe? Fahrradrampe?
    Der Bahnhof verprovinzialisiert sich selbst.

    • Fjonka sagt:

      Wahrscheinlich ersteres- aber ohne Benutzbarkeit, weil vom Gleis aus unerreichbar …
      Verprovianzilisiert- was für ein wunderbares Wort!!! *gg*
      Und so treffend!!!

      • Bibo59 sagt:

        Ich habe irgendwann mal einem Film gesehen, in welchem sich ein altes Haus vehement der Renovierung widersetzte. Vielleicht ist es ja so was.

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