Neues Wort (und das dazugehörige Dingens) entdeckt: SEMAPHOR

Doll.
Semaphor.
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen….. Kühles Wort, eigentlich schon kalt. Griechischen Ursprungs vielleicht. Erhaben hört es sich an. Und ich konnte keine einzige Verbindung zu etwas bekanntem assoziieren, die mir helfen würde, den Zusammenhang zwischen diesem Wort und seiner realen Entsprechung in Stahl zu verstehen. Aber als ich dies‘ Eisengestell mit BH (bzw B und H) von weitem, auf Besuch bei a in Cuxhaven, sah, kannte ich das Wort ja auch noch nicht. Und konnte mir außer „Ah, wiedermal höchst seltsame Kunst“ nichts unter dem Dingens vorstellen.

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Aber das Dingens ist gar keine Kunst, es ist ein Semaphor, und es ist der letzte erhaltene Europas!

Semaphor, das lerne ich von der Tafel, die drunter steht, bedeutet ein „Zeichenträger“. Okay. Auch jetzt kein Aha,-Erlebnis, was den Wort-Ursprung angeht. Keine Verknüpfung mit anderen, bekannten Worten. Das Teil ist neu für mich, in jeder Hinsicht.

Unten sind Kurbeln, mit denen konnte man, so lerne ich lesend, sowohl die beiden Pfeile, die man in den Kreisen rechts und links erkennen kann, sowie auch die hier nicht erkennbaren  Pfeile auf den beiden senkrechten Mittel-Skalen einstellen. Zu sehen gab’s dann vom Meer die aus jeweilige Windrichtung und – stärke auf Helgoland (H) und Borkum (B). Und das war hilfreich, weil die Schiffskapitäne nun wussten, wann sie lieber nicht weiterfahren sollten.

Das Semaphor in Cuxhaven wurde erst 1982 außer Dienst gestellt, wird aber jetzt ehrenamtlich noch weiter betrieben.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Stadtbild.

7 Kommentare zu “Neues Wort (und das dazugehörige Dingens) entdeckt: SEMAPHOR

  1. Neckarhex sagt:

    Oh wie cool, in Cuxhaven gibt es noch einen? Vielleicht durch meine Leidenschaft für Marinegeschichte und marinehistorische Romane sind mir die Dinger wohlbekannt. Neu ist mir allerdings die Verwendung als „Wetterstation“ wie hier in Cuxhaven, ich kannte bisher nur die Variation als optischer Telegraf aus der napoleonischen Zeit, von den Teilen sind auch noch einige wenige vorhanden, und nachgebaute Anlagen gibt es, soweit ich weiß, im Saarland und in Frankreich.
    Beispiele zu Tinguely findet man besser über die Google-Bildersuche, mit dem Namen oder dem Stichwort „kinetische Kunst“. Ich kenne allerdings nur seine Werke am Pariser Fontaine Stravinsky, einer der optisch interessantesten Orte in Paris, wie ich finde. Es ist herrlich, da einfach nur zu sitzen und zuzuschauen.

    • Fjonka sagt:

      Ah!
      Okay, da hatte ich humpty komplett falsch verstanden, ich bezog das auf meine Art „Lerngeschichte“- aber dieser Tinguely ist interessant!

      • humpty sagt:

        Uups, sorry für die Verwirrung!
        Genau, ich meinte, das Dingens sieht aus wie etwas von Tinguely – der macht tolle „Dingense“!

        Ha, und das mit der Maus ging mir heute morgen beim Lesen auch durch den Kopf. Fehlt nur noch die Stimme von Christoph! 🙂

        Lieber Gruß

  2. humpty sagt:

    Guten Morgen,
    das ist ja mal ’ne interessante Sache – danke für’s Horizont-Erweitern! Ich liebe solche Lerngeschichten und Du hast wirklich Talent. 🙂
    Könnte glatt was von Tinguely sein, siehe http://www.tinguely.ch/de.html

    Entspannte Ostertage und weiterhin gute Besserung!

    • Fjonka sagt:

      Hab viel die „Sendung mit der Maus“ geguckt, das übt 😉
      Aber bei diesem Museum vom Link finde ich keine erklärten Worte/ Dingense!
      Vielen Dank, es ist schon viel besser (darf am DI wieder auffe Arbeit) und das Wetter toll- was will man mehr für Ostern! Dir auch ein schönes 🙂

      • Bibo59 sagt:

        Oh ja, das Tinguely-Museum in Basel ist ganz schön. Jean Tinguely war ein Künstler, der lauter lustige,völlig sinnlose Maschinen gebaut hat. Verheiratet mit Nici de Saint Phalle. Das ist die mit den großen dicken Nanas.

  3. Bibo59 sagt:

    Das Dings in Cux kenne ich. Habe ich auch immer für Kunst gehalten.

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