Noch’n Versuch …

20.4.

Heute ist das Wetter nicht gar so prima wie gestern, es windet sehr, aber trotzdem sind alle Bienen höchst beschäftigt- auch die Neuen haben inzwischen gelbe Rapsnasen und außerordentlich viel zu tun.

Wir haben gestern die Drohnenbrutwabe, nachdem sie ordentlich durchgefroren war, am Vogelfutterplatz aufgehängt. Mal schauen, ob wir nicht den Meisen was gutes tun können – und tatsächlich konnten wir heute beim Frühstück beobachten, wie eine Kohlmeise sich eine Larve aus der Wabe gepickt, am Ast nebendran gekostet und sie sich ordentlich zurechtgelegt hat – und dann mitsamt Larve weggeflogen ist. Ich nehme an, Richtung Nest… auch an der Wabe konnte man ordentlich Gepicke sehen, es ist offensichtlich nicht die einzige Nutzung dieses neuen Futterangebotes geblieben. Wir fragen uns nur: wie lange kann man sowas hängen lassen? Merken die von allein, wann das nicht mehr gut ist?  – Vorsichtshalber wollen wir die Wabe morgen dann wieder abhängen.

Nachmittags dann der nächste Versuch, den Grauen einen Zustandsbericht abzuringen – und siehe da, das war doch schon ein ganzes Eck besser als gestern! Vorsichtshalber war der Herr erstmals in Vollmontur incl. Handschuhen und Arbeitsschuhen unterwegs, und das hat sich als gut erwiesen. Denn obwohl die Damen viel friedlicher waren als gestern, gab es doch einige gute Wächterinnen, die willens gewesen wären, sich fürs Volk zu opfern, indem sie ihm die Hände zerstochen hätten. Aber an den Lederhandschuhen prallte der Stachel ab, Niemandem geschah böses. Optisch allerdings ist das ganze grenzwertig- sieht irgendwie aus, als sei die Marsmission eher das Ziel als ein „harmloser“ Bienenstand. Oder mindestens, als drohe von Biens eine leicht übertragbare schlimme Krankheit oder so *g*

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Ergebnis: das graue Volk ist ein gutes Stück kleiner als das rote (das hatten Jungimker und der Herr F. allerdings auch schon nach dem zum-Platz-tragen sagen können, die Roten waren viel schwerer!) Es gab in jeder Zarge noch leere Waben, aber das Brutnest war größer als drüben, wo ja (zu) viel Futter eingelagert gewesen war. 9 teils volle Brutwaben- das ist schon was! Die werden sich bald den Roten angleichen, schätze ich.
Eine Wabe musste raus, denn in diesem Volk hing keine bebaute Drohnenwabe, und so sollten sie einen Baurahmen* bekommen. Wir wollen dies bei den beiden Leihvölkern machen, und da wir heute leider auch festgestellt haben, daß zumindest die Grauen stark von Varroa befallen sind, ist das auch dringend geboten: an nur 1 Tag sammelten sich mindestens 4 tote Varroen in der Gemüllschublade; morgen wird sich zeigen, wie’s um die Roten steht…
Wir haben uns für eine Wabe entschieden, die schon drittels voll mit frischem, verdeckeltem Honig war. Der tropft jetzt gerade aus, und ich bilde mir ein, daß er rapsig schmeckt 😉
Bis dieses Volk den Honigraum annimmt, wird es sicherlich noch dauern- wir tippen, daß sie erst einmal die vorhandenen Leerwaben füllen werden, sei es mit Honig oder mit Brut. In jeder Zarge haben wir ihnen außen Futterwaben gelassen- einmal 2, einmal 3. ES sollen ja auch noch regnerische Tage kommen….

Dann haben wir noch bei den Sternchen nachgeschaut, ob in den restlichen Zanderwaben die Brut geschlüpft ist, so daß wir die Waben ersetzen können. Aber es ist noch nicht so weit. Da gucken wir jetzt alle 2 Tage mal, das wird dann schon. Netterweise haben sie schon ordentlich in den leeren, neuen Rähmchen gebaut. Und so schön gerade!!! *g* So soll es sein!


 

* Erklärung „Baurahmen“: Wer mit Rähmchen und Mittelwänden (in denen ja die kleinen Arbeiterinnenbrutzellen schon vorgeprägt sind) arbeitet, der hat die Möglichkeit, auf einfache Art Drohnenbrut auszuschneiden (klicken und erfahren, wieso) Den Bienen hängt man dazu ein einziges leeres Rähmchen in der oberen Brutzarge an die 2. Position vom Zargenrand aus. Sie werden ziemlich sicher ihre Chance nutzen und die größeren Drohnenzellen bauen, so daß dort dann nur Drohnenbrut ist, die man dann fortlaufend alle 10 Tage mitsamt der hoffentlich zahlreichen Varroen entfernt.

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 4.

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