Lurchi

Leider lag im Herbst auch schon einmal ein totes Igelkind hier unten

Leider lag im Herbst auch schon einmal ein totes Igelkind hier unten

aber die meisten Tiere finden sich unter diesem engen Gitter. So auch die 2 Lurchis

aber die meisten Tiere finden sich unter diesem engen Gitter. So auch die 2 Lurchis

Kennt noch Jemand Lurchi, den immer gut beschuhten Feuersalamander, der mit seinen Comic-Kumpanen dafür sorgte, daß die kleine Fjonka zum Schuhekaufen immer zur nach ihm benannten Schuhverkaufskette wollte?

So einen hab ich hier nicht gefunden, aber es müssen wohl zwei seiner Verwandten sein, die ich am Ostersonntag recht unterkühlt in der ollen Falle fand, als die sich der Kellerschacht immer wieder entpuppt 😦

Eigentlich finde ich unter dem engen Gitterchen, das zu den Entwässerungsrohren führt, jedes Jahr im Frühling Tiere. Bisher waren es aber immer Kröten. Manchmal so dicke, daß ich mir gar nicht erklären konnte, wie die durchs Gitter gekommen sein sollen. Wahrscheinlich als so kleine Exemplare, daß sie sich dort schon eine Weile aufgehaklten und von den immer dort befindlichesn Asseln dick gefressen haben. Manches Mal saßen schon  3 oder 4 in verschiedenen Größen dort drin, wenn ich dran dachte, mal wieder gucken zu gehen.

Und in diesem Jahr nun also Lurche.

Ich habe schon im Netz gesucht, und bin nach längerem hin- und hergeklicke auch fündig geworden: zwei Kammolche sind’s, eine verbreitete Art, Triturus cristatus, die aber trotz ihres großen Verbreitungsgebietes in Deutschland als gefährdet eingestuft wird. Schön, daß sie bei mir wohnen! 🙂 Kämme haben übrigens nur männliche Kammolche im Wasserkleid – Molche verbringen die Sommermonate im Wasser, die Wintermonate in Verstecken an Land. Was sie aber haben – sieht man auch im Foto, wenn man’s anklickt (uzum vergrößern, hab’s extra nicht so klein gemacht): orangene Fußnägel!  Und Bauchflecken, die individuell sind und ein Lebtag so bleiben wie sie sind.

von oben und ...

von oben und …

...von unten. Der Kleine zappelt schon wieder, nach kurzer Aufwärmzeit im Handteller.

…von unten. Der Kleine zappelt schon wieder, nach kurzer Aufwärmzeit im Handteller.

Ich habe die beiden nach der Foto-Session noch ein Weilchen zwischen den Händen aufgewärmt und dann an einen sonnenbeschienenen, aufgewärmten Platz auf dem Holzschredder am Hang gesetzt, sehr dicht an feuchtigkeitsspendendem Überbau (Gierschblätter *g*) einerseits, am Teich für später andererseits. Der Lütte, der schneller agil wurde, hat sich gleich zwischen Zweiglein und Schredder verpieselt, der große blieb noch in der Sonne, regte sich aber auch –

Macht’s gut, bei uns im Garten habt Ihr jede Chance, würde ich meinen! Nur, bitte, den Hof meiden.

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

7 Kommentare zu “Lurchi

  1. Bibo59 sagt:

    Ja, ich wollte auch immer Salamanderschuhe.

  2. Bibo59 sagt:

    Fein, dass es die bei Euch gibt. Damit bekommt Euer Garten einen besonderen Schutzstatus im Naturschutzgesetz.Wie groß waren den die? so 8-10 cm? Im Vergleich zu Bergmolchen sind sie ja ziemlich groß.
    Für das nächste Mal: Zwischen den Händen aufwärmen ist bei Lurchen (Molchen, Salamandern, Fröschen, Kröten) nicht so gut. Durch deinen säurehaltigen Handschweiß machst Du ihre Schleimschicht kaputt und trocknest sie aus. Dann können sie Pilze bekommen.
    Wenn Du Lurche anfasst, nachher gut die Hände waschen. Der Schleim kann Haut und Augen reizen.

    • Fjonka sagt:

      nur: wie sonst soll ich die warm kreigen, wenn’s draußen so aufwärm-warm nicht ist??

      • Bibo59 sagt:

        Am besten gar nicht!!! Du killst die damit!!!! So lange das draußen kalt ist, sind die auf Winter gepolt. Alle Körperfunktionen, von Atmung bis Verdauung, sind runtergefahren und erst wenn es im Frühjahr warm genug ist, fahren die von allein und laaangsam wieder hoch. Wenn Du die nun kurz aufwärmst und dann wieder in die Kälte setzt, bringst Du den ganzen Organismus durcheinander. Mir ist das mal mit ner Schildkröte passiert. Eva im Keller überwintert, dann wurde es außergewöhnlich warm, Eva raus aus’m Winterschlaf, munter im Keller rumgekrabbelt, wieder frostig, Eva tot.

        • Bibo59 sagt:

          Für’s nächste Mal: Nicht lange anfassen, nicht aufwärmen, an geschütze Stelle umsetzten. Z.B. in den Holzstapel, den Du jetzt sowieso nicht wegmachen kannst.

          • Fjonka sagt:

            Ok- bloß waren sie ja schon aufgewacht, sonst wären sie ja nicht im Gitterchen gelandet- vor 14 Tagen war da noch nix drin. Insofern hoffe ich mal, daß sie’s überlebt haben, zumal noch 2 schön warme Tage nachfolgten.

            • Bibo59 sagt:

              Ja, jetzt um diese Zeit wandern die Molche, Frösche und Kröten auf der Suche nach einem Laichgewässer. Nach dem Prinzip funktioniert auch der Krötenzaun: Immer an der Wand lang und dann, Plumps, innen Eimer. Da fallen nicht nur Kröten rein, sondern auch Molche. die werden dann gleich mit über die Straße gebracht.

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