Schweineborstenpellets

Irgendwelche üblen Gestalten haben sich ausgerechnet meine frisch angepflanzten Gehölzchen als Opfer ihrer dunklen Triebe ausgesucht.
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Ich also in den Fachhandel, Problem geschildert, um Abhilfe gebeten. Man riet mir zu

Schweineborstenpellets

denn abgeschabte Rinde MIT Fasern oben und unten- da ist ein Rehbock unter Verdacht, sein juckendes Gehörn geschubbert zu haben 😦 An so winzigen Trieben? So niedrig??, fragte ich. Jau, meinte der Fachhandelsfachmann.

Okay, ich also Schweineborstenpellets gekauft, der Beutel zu sechs fuffzich, und je eine Handvoll um jedes Sträuchlein verstreut.

Ob nun der Rehbock sein Gehörn inzwischen auch ohne weitere Hilfe meiner Sträuchlein abgefegt hat, oder ob die Pellets wirklich geholfen haben- ich weiß es nicht. Aber bisher gibt es keine weiteren Schäden. Allerdings wirken eine Salweide und ein Erbsenstrauch schon sehr geschädigt. Ob wenigstens der jeweils eine Trieb, der nicht benutzt wurde, weiterlebt und sie von unten neu kommen, wird sich zeigen. Menno!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Flora.

18 Kommentare zu “Schweineborstenpellets

  1. Neckarhex sagt:

    Das ist ja blöd! Wie wirken diese Pellets denn, Fremdgeruch, der abschreckt? Ich wünschte allerdings die Lösung für unsere Schädlingsprobleme wäre so einfach…. der Buchsbaumzünsler ist inzwischen bis zu uns gekommen, und wir haben es gerade noch rechtzeitig und nur durch Zufall entdeckt. Beide geerbten, sehr alten Buchsbäume sind massiv befallen, aber das biologische Spritzmittel, das mein Vater zum Glück noch irgendwo rumfahre hatte hat geholfen. Es war nämlich nirgends zu kiregen, nicht für Geld und gute Worte… allerdings bangen wir um die im Herbst gepflanzte Hauszwetschge, denn der milde Winter hat uns einen bösen Ausbruch vom Frostspanner beschert. Auch die Quitte ist halb abgefressen, aber sie sollte zumindest nicht in Gefahr sein. Trotzdem… möh.

    • Fjonka sagt:

      Ja, einfach der Geruch isses, der abschreckt.
      Dies‘ Jahr soll ja ein Super-Insektenjahr werden, insofern…. das wird sicherlich so schnell nicht besser mit der Schädlingerei.

  2. Steffi sagt:

    Das lustige bzw. lästige ist, dass die Böcke sich am liebsten an Fremd“brut“ halten, will sagen die bevorzugen das Gesträuch, welches nicht von selbst dort wächst, sondern eben angepflanzt wurde. So hat es mir mein Vater erzählt und ich denke er muss es wissen. Ich denke Dein Gesträuch wird die Kurve schon kriegen. Ich drück einfach mal mit die Daumen.

    • Fjonka sagt:

      Ach! Frag ihn doch mal, ob er weiß, wieso. Das fände ich spannend! (Vielleicht sind die frisch gepflanzten weicher/ anfälliger? Oder hat’s mit dem Geruch zu tun? Oder….?)

      • Steffi sagt:

        ein Grund kann sein, dass sie dort stehen, wo vorher nix anderes stand, außerdem kann ichmir vorstellen, dass die „Naturbrut“ ja erst ab einer bestimmten Größe auffällt, den Stallgeruch hat und sich allmählich zu einem Hindernis entwickelt, also langsame Gewöhnung, mal abgesehen davon, dass man ja nicht erfährt welcher Baumsämling schon vorher den Rehen zum Opfer gefallen ist. Alles natürlich reine Spekulation 🙂 Mein Papa ist im Urlaub, genauer nachfragen kann ich grad nicht und ob ich dann später noch dran denke, falls ja frag ich mal nach 🙂

  3. ladypark sagt:

    Och wie gemein. Hoffentlich kommen sie wieder die Triebe (die der Sträucher, nicht die des Rehbocks). Andererseits ist es auch schön, solch Getier im Garten zu haben finde ich.

    • Fjonka sagt:

      *lol* – ja, die Rehbocktriebe soll er mal besser woanders ausleben! Gesehen hier im Garten hab ich sie bislang immer nur im allertiefsten Winter oder wenn völlige Dürre herrscht, am Teich. In einem Jahr war eine Ricke mit Kitz öfter hier, das hat aber auch eher genervt, die haben mir ja meine ganzen Stauden hinten abgefressen… da ist bisher zum Glück dies‘ Jahr noch nix zu verzeichnen.

  4. beekarma sagt:

    Bin ja in einer alten Jägerfamilie aufgewachsen (und dann vom Pfad der Tugend abgewichen und auf die Schwarz-Gelben spezialisiert) und deshalb sage ich dir auch: Jip! Da hat ein Bock gefegt. Wenn ich früher mit meinem Vater Bäume oder Büsche gepflanzt habe, kam da auch immer ne Manschette drum. Bei größeren Anpflanzungen ein Zaun oder so’n Vergrämungs-Stinkezeug wurde drangeschmiert.

  5. Friederike sagt:

    Hmmm, ich weiß ja nicht. Wären die Sträucher unter einem Rehbock nicht gänzlich in die Knie gegangen? Und was machen die Borstenpellets (nie gehört)?? Den Bock geruchstechnisch abhalten?

    • Fjonka sagt:

      Letzteres: ja, genau. Sie riechen eben wie „Schwein“, und das kräftig. Man riet mir zu Handschuhen beim verstreuen, aber ich fand’s sooooo schlimm nicht (ich mag ja Schweinegeruch eh) Wird zum Wild-vergrämen genutzt, steht auch drauf, und ist gleichzeitig Stickstoffdünger. Die Alternative wäre mechanisch gewesen (Plastikschläcuche um die Triebe), aber dafür waren meine Sträuchlein-Triebe zu dünn, und besser Schweineborsten als Plastik. Wobei: die sind in einer PlastikTÜTE, klar…

      • dschinny sagt:

        Beim BWP haben wir im April einige Bäume im Harz mir diesem Zeug eingestrichen, Wöbra: http://www.brennerforst.de/artikel53.html um sie gegen das Schälen zu schützen. Kriegt man aber nicht mehr aus den Klamotten 😉

        • Fjonka sagt:

          Da steht ü-ber-haupt nicht, was da drin ist. Auch nicht, ob biologisch opder chemisch. Weißt Du’s?

          • dschinny sagt:

            Der Wirkstoff ist Quarzsand. Das ist wohl eher für den Winter gedacht, damit die Bäume nicht angeknabbert werden, wenn das Futter knapp wird. Der Sand knirscht dann zwischen den Zähnen… Hilft aber wohl nicht gegen Gehörn schubbern. Was sonst noch drin ist, kriege ich nicht raus, nur so viel: HinweiseNB663 – Aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendungen des Mittels werden Bienen nicht gefährdet (B3)! *gris* das ist doch schon mal positiv…

            • Fjonka sagt:

              Heisst aber bloß, daß es durchaus insektenschädlich sein könnte, bloß auf eine Art angewendet wird, daß es den Bienen nicht in die Quere kommt.
              Nuja, Quarzsand ist, denke ich, für kein Insekt ein Problem, dann müsste das an den Bindemitteln liegen…

  6. Bibo59 sagt:

    Jawohl! Rehbock! Als der husky mir das zum ersten Mal im Wald gezeigt hat, dachte ich auch: Wat denn: Sooo niedrig?
    Zumidest der Salweide dürfte das nichts ausmachen. Als Weichholz treibt sie gnadenlos aus dem Stock wieder aus. Anpassung an Biber und Holzfäller.

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