Kleinvieh

KleinviehKleinvieh macht auch Mist! In diesem Sinne überdenke ich seit einiger Zeit, dem allgemeinen Trend folgend, meine Konsumgewohnheiten auf umweltverträglichere Alternativen. Gegen den allgemeinen Trend geht’s mir dabei nicht unbedingt (nur) um Plastikvermeidung, sondern zuallererst einmal ums nachdenken. Manchmal ist es ja viel einfacher als gedacht, den persönlichen Müllberg zu verkleinern, den Energiebedarf zu senken, mit Dingen sparsamer umzugehen. Da ich selbst gern in verschiedenen Blogs verfolge, wie Leute umzudenken beginnen, hoffe ich, daß auch meine werte Leserschaft meine stolpernden erste Schritte wohlwollend- interessiert begleitet. Auffe Arbeit und auch sonst je nach Umfeld gelte ich übrigens eh eher als Ökotante, aber wenn ich mich mit dem vergleiche, was ich da an so manchen Stellen lese, dann sehe ich mich plötzlich in einer gaaaaanz anderen Ecke stehen, und mein Ehrgeiz ist geweckt. Zum Beispiel Frau Dingdong, hier . Die wiederverwertet und müllvermeidet, daß es ein Traum ist! Oder foolfashion – macht nicht nur ihre Mülltüten aus Zeitungspapier selbst (hätte ich nicht dauernd Plastiktüten vonne Arbeit, würde ich das aufgreifen. Macht bei mir aber wenig Sinn) Oder wenn man sich mal dieses Inhaltsverzeichnis anschaut. Neee, so gesehen bin ich eher die Ökosau per se. Niemals werde ich anfangen, mir den Vanillezucker selbst herzustellen, um Verpackung zu sparen. EDIT 2017: Dochdoch…… *ggggggggggggggggg* Wohl auch nicht die Zahnpasta und das Shampoo. Aber, wie ich schon schrieb: Kleinvieh ….. Aufauf, nu‘ geiht los. Mal sehen, wie weit ich komme, und hier ist also sozusagen Folge eins: Seit einigen Wochen (vielleicht zehn, zwölf??) benutze ich statt Papier- Stofftaschentücher. Einige hatte ich noch von anno dunnemals, mit denen hab ich das erstmal ausprobiert. Als ich feststellte, daß das grösste Problem die ständige Verfügbarkeit ist, habe ich mir noch welche dazugekauft. Jetzt klappt das prima: in jeder Hosentasche ist eines (Arbeitshose, Jeans, Heim-Schlunzhose) und da ich eh nicht die große Eklerin bin (auch die Papiertaschentücher habe ich immer mehrfach genutzt) kommen die dann jeweils mit in die Wäsche, wenn die Hose reinkommt. Wunderbar! Den Herrn F. kann ich allerdings damit nicht anstecken. Der hat ja heftig Heuschnupfen und eh schon oft eine wunde Nase. Mit Stofftaschentüchern hätte er schnell nur noch rohes Fleisch, das muß ja wirklich nicht sein …. Insofern bin ich gespannt auf meine erste Erkältung. Ausprobieren! Aber für ganz normales „wenn ich niese, muß ich mich danach mal schnäuzen“ empfinde ich die jahrzehntelang aufgehäuften Papiertaschentuchberge mit ihren Plastikverpackungshügeln daneben jetzt als gedankenlos unnütz verursachten Müll.

Ergänzung nach der ersten, üblen Erkältung: meine Nase ist hocherfreut. Nach fast einer Woche hardcoreschneuzen noch keinerlei wunder Stellen, normalerweise ist bei mir ab dem 3. Tag schon ständiges Wund- und Heilsalbe-auftragen Pflicht.

April 2015: Und noch eine Ergänzung: es gibt jetzt eine Blogparade zum Thema „nachhaltigeres Leben“; dort mache ich in diesem, ersten Monat mit diesem Beitrag hier mit. Für Anfänger ist das mit den Stofftaschentüchern schön einfach – aber es spart eine Menge Müll und ich habe seit der Umstellung schon des öfteren gefragt, wieso ich nicht schon lange, lange vorher nur noch Stofftaschentücher benutzt habe. NachahmerInnen würde ich empfehlen, im Verwandtenkreis mal nachzufragen: viele Eltern, Tanten … haben noch von früher, als es selbstverständlich war, Stofftaschentücher zu benutzen, Stapel daliegen. Auf diese Weise habe ich inzwischen mehr als ich im Leben werde verschleißen können 😉

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

43 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. […] Müll & Plastik (im Büroalltag, bei der Menstruation, beim Schnupfen, Mehrweg / Einweg, Tipps gegen Alu und Plastik, Plastik im Haushalt, Plastik vermeiden, […]

  2. frederike sagt:

    Hi, danke fürs Mitmachen bei unserer Parade. Ich konnte mich ehrlich gesagt noch nicht zu Stofftaschentüchern durchringen, denn, was passiert mit dem Schnodder aus dem Tuch, wenn es in die Maschine kommt?? o_O vielleicht muss ich dem mal auf den Grund gehen…
    und: selbstgemachten Vanillezucker gibt es bei mir mittlerweile auch 😀

    • Fjonka sagt:

      Der Schnodder? Der löst sich in der Kombi „Warmwasser mit Waschmittel“ auf und wird ins Abwasser gespült. Und das auch schon bei 30°. 🙂

  3. Zora sagt:

    Bahaha – ja, der böse Öko-Vanillezucker…. :-))
    Ich lach mich weg!
    Und danke für’s mitmachen – ich freu ich total, dass schon so viele in ihren Archiven gekramt haben, um an der Parade teilzunehmen!

    LG Zora

  4. herzwild sagt:

    Ich mag die Papiertaschentücher nicht, die schniefe ich mit einmal durch 😉 – Ich habe schon immer Stofftaschentücher, meine Mutter stammt aus einer Renigungs-Familie, da sind die immer aus den Hosentaschen für die Familie genommen worden (keine Haftung für den Tascheninhalt)

  5. Bibo59 sagt:

    Thema Taschentücher: Seit ich die Nase ausspüle, ist der Verbrauch auch gesunken. Ich habe noch ein paar Stofftaschentücher hier. manchmal nehme ich die auch. Müsste ich nur regelmäßiger machen.
    Thema Plastiktüten/Verpackung: Die Regierung ist plastiksüchtig. Und daran werde ich in diesem Leben wohl nichts mehr ändern können. Immerhin kauft sie mittlerweile fast alles auf dem Markt, schon eine Verbesserung gegenüber der eingeschweißten Supermarktware, bringt das aber in Plastiktüten heim, obwohl ich ihr regelmäßig eine Ladung Baumwolltüten gebe. An Mülltüten herrscht also hier kein Mangel. Dann werden die Putenschnitzel einzeln in Folie gewickelt und in einer Plastikdose eingefroren… seufz!

  6. Hallo!

    Stofftaschentücher sind übrigens viel angenehmer zur Nase als Papier! Also für mich war das mit ein Grund, warum ich schon seit vielen Jahren und lange vor meiner „ich will Plastik vermeiden“-Phase Stofftaschentücher verwendet habe.

    Und zum Thema Keime – ich habe das mit einem Arzt besprochen, wir können uns an unseren eigenen Keimen nicht wieder anstecken, weil die haben wir ja bereits im Körper. Das geht medizinisch gar nicht und daher ist das in Wahrheit gar kein Thema.

    Was für mich noch ein Zusatznutzen war – es gibt nie wieder weiße Fussel in der Wäsche 😀

    lg
    Maria

  7. Drachenkater sagt:

    Papiertaschentücher nutze ich nur während der Erkältungsphase, einfach weil die Stoff-Dinger nach ein bzw. zweimaligem Nutzen dann schon dermassen durch sind das es einfach nur noch eklig ist sie weiter zu benutzen.
    In der Pollensaison reichen die Stoffteile aber aus, und nix mit wunder Nase o.ä. (Die bekomm ich eher von den Papierdingern)

  8. Zora sagt:

    Lustig, was du schreibst: Ich fühle mich nämlich auch nicht wie ein Voll-Ökohippie! Wenn ich zu den zero wastern nach Amerika schaue, dann seh ich nämlich bloß, was noch alles gehen kann. Ach, und der Vanillezucker schmeckt einfach so unfassbar viel leckerer, ist soviel günstiger und sowas von keine Arbeit – wenn du das mal ausprobiert hast, willst du einfach nicht mehr zurück 😉

    Ich werde gespannt verfolgen, was du für Erfahrungen machen und welche Wege du für dich finden wirst. Für jeden funktionieren ja andere Sachen oder gibt es andere Prioriäten und Umstände. Das find ich immer total spannend!
    Cheers! Zora

    • Fjonka sagt:

      Ja, richtig. Ich bin zB Jemand, die eh überhaupt keine Lust hat, sich um „Essen“ zu kümmern (Vom Einkauf bis zur Zubereitung) – da ist für mich ein echter Angang, was für andere ganz selbstverständlich ist. Deshalb wird da wahrscheinlich auch eher weniger passieren. Zum Glück kauft der Herr F. ein, da muß ich mich nicht mehr drum kümmern (und mag ihn im Gegenzug da auch nicht missionieren/ bekritteln, was auch immer) Unsere Biokiste spart viel Verpackungsmüll, aber dafür liefern die halt auch – andererseits: ob ich nun den Sprit verfahre beim einkaufen (bzw der Herr) oder die beim bringen – das ist dann auch wieder egal

  9. DieHenkerin sagt:

    Ich finde es toll, Eure Ideen und Tipps zu lesen. Gerade Kunststoff ist mir auch immer ein Dorn im Auge. Einige Sachen – vor allem die tausend Tupperdosen, die man im Laufe der Zeit geschenkt bekommen hat – sind schon rausgeflogen, vor allem die Plaste-Butterdosen. Jahrelang nimmt man nur Öl aus Glasflaschen, weil die Weichmacher im Kunststoff ja fettlöslich sind, aber die Butter lagerte immer noch der Butterperle von Tupper, die ja farblich so gut zum IKEA-Geschirr passte. Das ging mir dann eines abends im Bett auf. Ich bin aufgesprungen (so was lässt mir dann nämlich keine Ruh) und habe recherchiert, welche Alternativen sich bieten und habe uns dann zwei hübsche Butterschalen aus Glas (mit ner Kuh im Boden) gekauft. Plastiktüten versuche ich weitestgehend zu vermeiden, ist die Verkäuferin in der Stadt mal schneller als ich, hebe ich die Tüten auf und gebe sie gesammelt an eine liebe Freundin, die die dann mit ins Kolpingkaufhaus nimmt, wo immer mal welche gesucht werden. Die kleinen Beutel für Obst und Gemüse hebe ich als Müllbeutel auf, alles andere wird eh im Korb oder im Jutebeutel transportiert. Habe ich Schussel mal die Tasche zu Hause vergessen, suche ich mir im Laden nen Karton oder kaufe eine Tüte aus Papier.
    Wasser in Flaschen wird höchstens vor längeren Autofahrten gekauft, sonst zapfen wir direkt am Kühlschrank. Wenn wir mal Geschmack drin haben wollen, gibt es halt nen Schuss Zitronensaft oder Sirup dazu. Saft kommt in Glasflaschen und Kisten von der Mosterei zwei Dörfer weiter.
    Aber auch ich bin ein bekennender Papiertaschentuchbenutzer; sowohl im Wohnzimmer als auch auf meinem Nachttisch habe ich eine Tücherschachtel stehen. Mein Mann und die beiden großen Kinder benutzen allerdings Stofftaschentücher, die bei uns rigoros in die Kochwäsche kommen.
    Ansonsten versuchen wir, nur das zu kaufen, was wir wirklich brauchen und möglichst viel zu reparieren. Auch die Kinder haben das zu lernen. Wir hatten einige Geschichten, wo sie mit Absicht oder durch groben Unfug was kaputt gemacht haben und dann durften sie das vom Taschengeld ersetzen. Auch sonst sprechen wir mit Ihnen immer wieder darüber, was unser Verhalten für Auswirkungen auf die Umwelt oder unsere Mitmenschen hat. Ich denke, das ist das wichtigste Kleinvieh. 😉

  10. Jane Blond sagt:

    Na ja … um Hundekackibeutel führt dann aber nicht wirklich ein Weg dran vorbei. Das nur als Edit 😉

    • ladypark sagt:

      Habe gerade welche gekauft, die biologisch abbaubar sind – immerhin. Allerdings wenn man überwiegernd in Gegenden läuft, in denen die Haufen nicht stören, dann braucht man ja nicht einmal die Beutel.

    • Bibo59 sagt:

      Ganz ehrlich, die Scheiße in Tüten ist mir nun wieder ein Dorn im Auge. Da läufst Du am Strand lang und was liegt da? Eine gut gefüllte Plastiktüte. Die Hundekacke wäre nach der nächsten Flut weg gewesen. So wird die Plastiktüte ins Meer gespült, wo sie das Ökosystem viel mehr durcheinander bringt, als es ein Hundehäufchen könnte.

      • Jane Blond sagt:

        Sicher. Einerseits richtig. Ich ärgere mich auch immer maßlos, wenn Leute ihre Kackibeutel da hinwerfen, wo sie die Kacke eben aufgehoben haben. Andererseits … mein Hund kackt am Strand vorzugsweise mitten rein in den Sand, da kommt kein Wasser hin. Da wird nichts weggespült, außer bei Sturm und bis dahin … Stell dir vor, jeder lässt das liegen? Dann kannst du die Strände bald nicht mehr nutzen um in der Sonne zu liegen. Es stinkt, es ist ein Tretminen ausweichen. Darum gibt es ja mittlerweile an den meisten Stränden Hundeverbot.
        Da muss man halt einen Kompromiss finden, und das ist nunmal das Aufsammeln. Das Menschen teilweise nicht ausreichend Verstand besitzen, die Beutel auch im Müll zu entsorgen, ist eine andere Geschichte.
        Ich finde es nichtsdestotrotz ohnehin eklig, wenn Menschen ihr Hunde überall kacken lassen und die Haufen liegen lassen. Auf Spielplätzen, auf Gehwegen, in Parks, überall. Keine Beutel verwenden kann auch nicht die Lösung sein. Die ökologisch abbaubaren Beutel finde ich einen guten Kompromis. Vorausgesetzt man schmeißt die dann auch in die Mülltonne und wirft sie nicht in die nächste Hecke.
        Wobei ich bei dem bin, was mich auch immer ärgert. Man ist mittlerweile von gesetzeswegen dazu verdonnert die Haufen aufzusammeln. Was kostet es, macht man das nicht und wird erwischt? 10€? 20€? Ich weiß es nicht genau. Warum die Gemeinden und Städte es dann aber nicht schaffen entsprechend Mülleimer aufzustellen … Was der Grund sein wird, warum (vor allem in Wohngebieten) die Hecken mit vollen Tüten verziert sind, oder man die Kacke eben gleich liegen lässt. Das ist nicht zu Ende gedacht von oben.

        • Fjonka sagt:

          Ehrlich? Ist Häufchenliegenlassen inzwischen bußgeldbewehrt? Wusste ich gar nicht. Ich finde aber durchaus, daß einem müllverursachenden Menschen zugemutet werden kann, dann auch bis zum nächsten Mülleimer oder meinetwegen bis zuhause den Müll – egal welcher Art – einzustecken. Man kann doch nicht an jedem Naturstrand/ alle 100m im Wald Mülleimer aufstellen. Und die müssen ja auch geleert werden…

          • Jane Blond sagt:

            Lange schon. Vor einigen Jahren hab ich das in Kiel im Park mal mitbekommen. Hund kackte, Mensch ließ liegen, die Ordnungsmacht, in schwarz gekleidet, sah es und zückte sofort Block und Stift und hielt die Hand auf. Damals waren es zehn Euro, aber das ist schon einige Jahre her. Wird zwischenzeitlich teurer sein. Ich finde es gut so. Bezahlen tut weh, und wer es anders nicht lernt, so vielleicht. Mit Glück,
            Erst letztens, als ich in Arnis war, lief ich gute drei Kilometer mit dem Beutel. Eben aus Arnis raus, hat der Hund einen Haufen mitten auf den Gehweg gesetzt. Wie gesagt, drei Kilometer bis zum nächsten Mülleimer. Mich stört das nicht. Aber eben viele andere. Ich denke da auch weniger an Mülleimer alle 100Meter an Naturstränden (aber gerade da sollten zumindest außerhalb an den Zugängen welche stehen, auch weil gerade da oft Müll liegengelassenen wird, nicht nur Kackibeutel), als vielmehr die Situation innerorts. Wenn ich als Obrigkeit Hundehaufen nicht aufheben mit einem Bußgeld belege … Warum stelle ich denn da nicht alle Ecke mal eine Tonne auf? Ich weiß ja nicht, wie das anderorts ist, aber hier gibts kaum eine Hecke, in der keine volle Tüte hängt. Und hier fährt die Müllabfuhr ohnehin regelmäßig. Dass zum einem, zum anderen wäre das auch eine Ein-Euri-Jobber-Maßnahme.
            Sicher heißen in Reichweite befindliche Mülleimer nicht, dass Menschen sie auch benutzen. Die mit ohne jeglichen Verstand sterben ja leider nicht aus. Aber vielleicht würden die Straßen dann nicht mehr ganz so schlimm aussehen?

            • Bibo59 sagt:

              So weit so klar. Hundekacke auf dem Gehweg, Liegewiese, Naturstrand etc. stört mich auch.
              Aber mich stört ebenso die vollgeschissene Windel am Naturstrand 5m vom Mülleimer entfernt.
              (Vor Allem, wenn ICH sie da wegräumen muss)
              Man kann einen Hund auch so erziehen, dass er eben nicht überall hinkackt. Meinen habe ich ins Gebüsch geschickt, oder mitten aufs Feld, wo garantiert kein Mensch lang läuft.
              Was ich aber in der Stadt mehrfach beobachtet habe, dass es nicht Hunde, sondern Menschen sind, die überall hinkacken und pissen, Vorzugsweise in Unterführungen, Tiefgaragen und Hauseingänge.

              • Jane Blond sagt:

                Damit sind wir uns ja einig, dass es generell die Menschen sind, bei denen etwas falsch läuft.
                Meiner geht auch auf Kommado kacken. Wenn wir nicht stundenlang unterwegs sind, dann macht er den Darm komplett leer und das in Etappen und in Minihäufchen.
                Und mal ehrlich. Stell dir vor, du badest und neben dir kackt ein Hund ins Wasser? Aus ökologischer SIcht in Ordnung vielleicht, aber Kacke ist und bleibt Kacke und ist eklig. Das weder die Ostsee noch die Nordsee klinisch rein ist, ist klar. Aber ne …

      • Fjonka sagt:

        Dieses Phänomen ist mir erst ein einziges Mal begegnet, ich glaube, irgendwo hier im Blog hatten wir es sogar schonmal darüber, und ich dachte da, ich habe es mit einem einzelnen absolut hirnlosen Menschen zu tun. Offenbar gibt’s das öfter!?
        Das ist dann aber nicht „Kackbeutel sind bescheuert“, sondern eindeutig „Mensch ohne Hirn ist mit Kackbeutel und Hund unterwegs, Bibo.
        Wenn die Dinger so genutzt werden, wie sie gedacht sind, finde ich es schon gut, wenn in Städten (einfach der Masse wegen dort auch im Wald oder Parks) oder da, wo Andere sich am Boden aufhalten wollen (zB eben Strand) die Kacke nicht liegenbleibt.

  11. Jane Blond sagt:

    Ich upcycle eigentlich schon immer. Es gibt keine neuen Möbel (ich mag ohnehin keine Veränderungen in den heiligen Hallen), ich verwende was geht irgendwie wieder. Egal ob es um Mobiliar geht oder Kleidung oder was auch immer. Meine Küchenschränke sind zu 60% leer. Was brauchen Menschen eine Million Tupperdosen und Unmengen an Geschirr und Töpfen?
    Kerzenlicht statt von der Decke. Kerzenreste werden gesammelt und neu eingeschmolzen. Mittlerweile mache ich Meisenknödel selbst. Ist sogar um einiges günstiger so und die in den Bäumen hängenden Tassen sehen um einiges besser aus, als diese grünen Netze. Ich mag Leitungswasser mit Zitrone, was x Plastikflaschen spart. Im Sommer nun nicht, weil es zu schnell verdirbt, aber ich koche in den kühlen Jahreszeiten das Hundefutter selbst. Spart auch Unmengen an Dosen.
    An Stofftaschentücher kriegt man mich aber auch nicht. Da gehts mir wie deinem Herrn F., das geht einfach nicht, wenn man neben verheulten Augen nicht noch eine blutige Nase haben will.
    Über Seifenstücke statt Duschgel und Flüssigseife denke ich auch schon lange nach. Aber dann kommen da die Kindheitserinnerungen, an eklig, von schmutzigen Händen, angetrockneten Schaumresten an Seifenstücke. Dass die da noch nichts erfunden haben. Kauft man die lose, sind sie teils wunderschön. Dreimal die Griffel gewaschen … und uergs.
    Nichtsdestotrot arbeite und denke ich auch dran. Nicht nur der Umwelt wegen, sondern weil mich dieser ganze Konsummist anpestet bis zum geht nicht mehr.

    • ladypark sagt:

      Hundefutter kochen ist vollkommen überflüssig, roh ist es viel gesünder und artgerechter. Lies mal unter BARF nach. Wieder Energie gespart. 😉

      • Jane Blond sagt:

        Barfen ist mir schon ein Begriff 😉 Der Ex ist selbstständiger Fleischer, für die Vorgänger vom aktuellen Hund gabs nur Rohes. Ich koch für den jetzt das Gemüse ja eh ab. Roh geht er da nicht bei, verwöhntes Tier, das.

    • Fjonka sagt:

      Seife – das ist bei mir gar kein Problem, eigentlich muß man die nur beim Hände-Seife-abwaschen kurz noch mit unter den Wasserstrahl halten. Jedenfalls ist da bei uns nie Schmutzschaum dran. Und Duschgel brauch ich überhaupt gar nicht, da nehm ich einfach den Restschaum vom Shampoo, das reicht dicke und ist milder.

      • Jane Blond sagt:

        Kindheitstrauma eben. Wir waren viele, mit vielen schmutzigen Fingern. Erzähl mal Kindern, dass sie Seife nach’m Gebrauch abspülen sollen … Generell nutze ich auch Shampoo doppelt. Außer ich bin dreckig (und ich das passiert öfter mal), dann muss das volle Programm ran. Aber wenn ich in andere Bäder schaue, ist das bei mir echt spartanisch. Keine x Döschen und Fläschchen, kein Tussikram, nur was man eben wirklich braucht.
        Was nicht heißt, dass ich mich nicht weiter versuche zu reduzieren. A eben der Umwelt zu Liebe, aber was es bei mir noch mehr ist, ist, dass ich echt diesen Konsumwahnsinn nicht mitmachen will. Ich habe da mittlerweile eine echte Aversion gegen. Mir reicht das, was ich zum Leben brauche, und das ist erstaunlich wenig. Wenn ich nur dran denke, an dieses Habenmüssen … ich kann nicht erklären woran das liegt. Boah!

        Und nun schwöre ich feierlich etwas gegen mein Kindheitstrauma zu tun und nächste Woche den örtlichen Seifenladen aufzusuchen. Kleine Kinder gibts hier ja nicht mehr wirklich 😉

        • Fjonka sagt:

          Ooooh ja!!! Ich hätte doch Missionarin werden sollen!! *ggggggggggg*
          Dascha doll, daß gleich Folge eins des Kleinviehs schon Außenwirkung zeigt!!! 🙂
          – Achja, Konsum … da bin ich dann wiederum ziemlich infiziert. Mir gehts eher um umweltverträglicheres konsumieren, denn ich glaube doch, daß mir was fehlen würde, würde ich reduzieren sollen.
          Wobei ich dazu sagen muß, daß ich in vielen Dingen eh eher wenig konsumiere, das liegt aber daran, daß ich an vielen typischen Dingen (Schuhe, Pauschalreisen, Kosmetika, Klamotten, Auto …), für die Andere viel Geld ausgeben, nicht so sehr interessiert bin. Mein Geld geht eher in Dinge fürs Haus, und wir gehn oft zum essen aus.

  12. PurpurBête sagt:

    Grundsätzlich ist das natürlich toll, aber das mit den Taschentüchern ist einfach nur eklig (und zwar nicht, wenn ich an den Schleim im Tuch denke, sondern an die Bakterienstämme, die da im warmen Klima deiner Hosentasche Samba tanzen!) und widerspricht allem, was Medizinerinnen dazu sagen. Wenn du beim Schneuzen Plastik vermeiden willst, könntest du auf Taschentücher aus Pappboxen zurückgreifen. Ich hab hier im Büro so ein Teil stehen. Okay für unterwegs bräuchtest du dann so ein stylishes Täschchen, wie es die begabte Näherinnen hier in Dutzend produzieren und müsstest die Box-Tücher dafür eytra falten. Aber dafür wärst du dann kein Bakterienherd. Das kann man nämlich auch sein, wenn man selbst keine Krankheitssymptome spürt.

    Meine Idee: als Tüte für den Badeimer nehme ich die Tüte von den Klorollen. Ich schneide sie oben einmal gerade ab und dann passt sie genau in diese kleinen Eimerchen. den Rand schlage ich großzügig um und klemme ihn zwischen Eimer und Umrandung. So hab ich beim Entsorgen sogar noch Platz für einen Knoten.

  13. tikerscherk sagt:

    Kleinvieh.
    Ich versuche auch an Plastik zu sparen, wo es nur geht, und kaufe deswegen vorzugsweise loses Gemüse, Obst etc.
    lLefe mir jemals die Nase, wären solche Tücher auch eine gute Idee. Könnte man ja aus alten, zerschlissenen Geschirrtüchern herstellen. Davon hab ich genug.

Platz für Klönschnack ...

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