Bei Biens herbstelt das schon.

23.7.

Die Linde ist längst verblüht, der Jungimker hat den Honig der Grauen abgeholt (leider war, wie bei vielen anderen Imkern in diesem Jahr auch, viel davon in den Waben kristallisiert und kam daher beim schleudern nicht raus – dies‘ Jahr ist wirklich alles anders…) Der Honig der Roten darf nicht verkauft werden, weil wir sie ja mit Milchsäure behandelt hatten. Deshalb haben wir die zwei Zargen behalten und eine den Roten, eine den Grauen aufgesetzt zur gefäklligen Bedienung 😉  – bis heute. Heute nämlich ist unsere erste Varroabehandlung fällig gewesen. Überfällig möchte man fast sagen, denn bei uns war der fall, wovor sämtliche Bienen-newsletter etc gewarnt haben: eine explosionsartige Vermehrung der Varroen durch günstige Lebensbedingungen in diesem Jahr. Und so waren die Zählungen im Vorfeld sehr ernüchternd: außer unseren beiden TBH waren alle Völker bereits über der Schadschwelle von mehr als 15 Varroen/ Tag.

Die Behandlung hat insofern gut geklappt, daß diesmalö selbst bei den TBH-Völkern, die ja sonst immer sehr empfindlich reagiert hatten, keine bedenkliche Unruhe ausgebrochen ist. Nun müssen noch die Ergebnisse stimmen, ich bin sehr gespannt auf die ersten Zählungen morgen abend…. Wir sind ja auch damit früh dran dies Jahr. Das ist gut, denn so haben wir noch recht viel Zeit, häufig zu behandeln und so hoffentlich die varroen doch noch auf ein erträgliches Maß herunterzubringen.

Parallel habe ich den Honig der Roten aus den Rähmchen geschnitten und gestampft – wenn morgen die Ameisensäure verdunstet ist, können alle Völker erst gewogen werden (damit wir einen Anhaltspunkt haben, wie viel Futter sie brauchen) und dann mit einem Gemisch aus Honig-Wachs-Pampe und Sirup eine erste Fütterung bekommen.

Das füttern mit eigenem Honig ist umstritten. Oft liest man, daß im Honig zu viele Ballaststoffe seien, so daß die Kotblase der Bienen zu früh voll sei und sie dadurch im Stock koten oder zu früh, wenn’s noch zu kalt ist, ausfliegen müssen. Allerdings gilt dies besonders für Waldhonig, den es hier bei uns nicht gibt. Wir werden es ausprobieren (mit Gemisch, und außerdem haben unsere TBH ja fast nichts abgenommen bekommen und werden deshalb wohl nicht allzuviel gefüttert werden müssen) , denn der gesunde Menschenverstand sagt, daß es ziemlich absurd wäre, wenn Bienen, die Millionen von Jahren von ihrem Honig gezehrt haben, dies nun plötzlich nicht mehr können sollten. – Ja, Menschen haben gezüchtet. Aber bisher habe ich noch nichts davon gelesen, daß sie auf irgendeine Weise auf den Verdauungsapparat der Bienen Einfluß genommen hätten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 4.

Ein Kommentar zu “Bei Biens herbstelt das schon.

  1. Äppelken sagt:

    Alles wird gut! Ich freu mich auf die Bienen. Kamera ist schon im Anschlag. Meinen Basilikum im Küchenkasten lasse ich blühen, darüber freuen sich auch einige Bienen und Hummeln. Und die Zilpzalpe, die sich ab und an im Sturzflug ein Insekt zum Nachtisch holen.

Platz für Klönschnack ...

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