Kleinvieh

Kleinvieh Heute aus der Reihe „…macht auch Mist“ was zum Thema ausmisten.

Gleich mal zu Beginn: ich bin keine Sammlerin. War ich noch nie. Ich sortiere ständig aus,  ich schmeiße im Zweifelsfall auch schonmal zu schnell was weg, und ein subjektives Zuviel an Stehrümchen und Könntemannochmalbrauchles macht mich wahnsinnig.

Trotzdem häuft sich Besitz an.

Teils liegt das am Haus: Gartenwerkzeug, Hausrat, alles fürs reparieren, büschen was fürs selbstbauen und Platz, um das alles unterzubringen …. Teils liegt das an den Bienen – da steht wirklich viel an Equipment rum inzwischen, aber das ist auch wirklich nötig und immer wieder in Gebrauch. Teils liegt das aber auch am „dadran hängen Erinnerungen“ oder am „das könnte ich noch brauchen“ oder schlicht am „das will der Herr nicht wegwerfen“.

Vor vielen Jahren bekam ich übers BookCrossing ein Feng-Shui des entrümpelns (oder so ähnlich) – Buch in die Hand. Ich habs nicht durchgelesen, und trotzdem hat es mit den ersten beiden grob zusammenfassenden Kapiteln nachhaltig etwas bewirkt: der Vorschlag, sich immer mal eine einzige Schublade/ einen Schrank oÄ vorzunehmen und auszusortieren hat sich bei mir festgesetzt und schon gute Dienste geleistet. Jetzt, im Zuge des nachdenkens über meine Konsumgewohnheiten, hat mich auch wieder das ausmisten gepackt. Ergebnis des ersten Rundgangs:

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Jetzt hab ich zwar nix für die Umwelt getan, aber was für die persönliche Wohnhygiene, sozusagen. Und immerhin einen guten Vorsatz gefaßt: keine Probepäckchen mehr! Das ist dann für die Umwelt.

Außerdem haben wir letztens wieder mal ein BINGO veranstaltet, das diesmal thematisch angepaßt war: JedeR TeilnemherIN sollte drei Dinge mitbringen, die im Haushalt überflüssig sind, die aber Jemand anderem noch gefallen könnten. Ich habe – was daran lag, daß der Termin irgendwie so gut ausgesucht war, daß nur wenige Menschen Zeit hatten – wir waren letztlich zu 7., bis zu 15 hätten es sein dürfen – man glieks sechs Dinge gepackt – und es wäre mir auch nicht schwer gefallen, 9 oder 12 zu finden… und da ich nur 3x BINGO schreien konnte, war auch das ein indirektes aussortieren – und insofern gut, daß es immer schöner ist, wenn Dinge neue BesitzerInnen finden, als wenn sie weggeworfen werden.

Wir haben übrigens hinterher auch getauscht – nützt ja nix, wenn man dann was hat, was man eigentlich auch wieder nicht brauchen kann – und ja, die meisten waren doch recht zufrieden mit ihren Mitnehmseln. Ich zB nenne jetzt eine Blues-Mix-CD mein eigen, eine Salzlampe und – eine Pfeife!! Okay, die konnte ich nicht eintauschen, die wollte Niemand- da hab ich dann aber auch kein Problem damit gehabt, sie einfach auszumisten. Gleich sofort. Nachdem ich bei einigem überlegen auch keine Idee hatte, wer vielleicht doch noch etwas damit anfangen könnte. Und das ist dann wieder ein Effekt des Konsumverhalten-nachdenkens. Auch gut.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

11 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. DieHenkerin sagt:

    Bei uns sammelt sich irgendwie auch ohne mein Zutun immer viel an. Ich bin überglücklich, dass eine liebe Freundin beim Kolping-Kaufhaus arbeitet, da sortiere ich Kleidung, die nicht mehr passt (bei den Kids kann ich da gefühlt alle 2 Woche durchsortieren) oder einfach nicht mehr getragen wird sofort aus. Ebay habe ich mir abgewöhnt, Tauschgruppe auf FB ist schon besser, aber das Rumfahren zum Tauschen nervt mich auch und im 2nd-Hand-Laden bei uns nehmen sie die Hälfte des Verkaufspreises als Provision, weshalb ich dort nur im Notfall oder aus Platzmangel was hingebe. Nun wird es bei uns aber endlich auch einen Dorfflohmarkt geben, zu dem ich mich gleich angmeldet habe. Ich werde die Kids in den Ferien zum Vorbereiten einspannen und was dann am 14.9. beim Flohmarkt nicht weggeht, fliegt in die Tauschgruppe oder den 2nd-Hand-Laden. Denn ich merke immer mehr, dass das Gerümpel mich nervt…

  2. steffi sagt:

    um die Mieze ist es aber schade (*find*), ansonsten bin ich voll bei Dir.
    Leider bin ich selbst eine leidenschaftliche Rümpelin und einfach wegwerfen fällt mir sehr sehr schwer. Bis neulich gabs bei uns noch das Kaufhaus Allerhand, welches aber aus Kostengründen nun geschlossen hat. Da habe ich viel und gerne hingebracht (war ja für nen guten Zweck und sei es, dass die mir die Entscheidung Wegwerfen oder Verkaufen abgenommen haben). Nun weiß ich nicht wohin, denn auf den Flohmarkt gehen ist mir zu stressig und auch ibäh ist keine echte Alternative mehr. Das mit dem Bingo gefällt mir aber gut und zumindest mit dem „alles mitnehmen, weils ja umsonst ist“ haltze ich mich inzwischen zurück. Ich nehme nicht mehr alle Hotelgoodies mit und versuche erst zu verbrauchen BEVOR ich was neues nachkaufe. Leider ist dieser Prozess ein sehr langer…
    Ich habe noch jede Menge Badezusatz, den werde ich wohl demnächst irgendwie unters Volk oder gar in die Mülltonne bringen. Ich brauche das Zeugs einfach nicht.. Neulich habe ich mein (altes und kaputtes) Spinnrad einfach an die Straße gestellt. Irgendwer hats mitgenommen. Alternative wäre Ofen gewesen, aber das habe ich nicht über mich gebracht…

    • Fjonka sagt:

      Es gibt – bei uns zumindest – auch Umsonstkaufhäuser oder andere Einrichtungen, die Sachen abholen kommen. Das wäre vielleicht was, denn wenn Du vieles hast, kommen die sicher auch von etwas weiter wech…
      Aber ich kann gut verstehen, wie schwierig das ist – es gibt ja genügend Baustellen, wo das bei mir auch schon eeeewig lange dauert und immer weiter Thema bleibt, wahrscheinlich lebenslang (bei mir muß man nur mal ans Thema „Gelassenheit“ denken) Wenn sich Verhaltensweisen so lange in den Charakter eingekerbt haben, ists halt wirklich schwierig, sich zu verändern *seufz*

      • Äppelken sagt:

        Unser Umsonstkaufhaus nimmt mittlerweile nur noch 1A fast neue Tippitoppi-Sachen, soviel Leute wollen ihr Zeug los werden. Unser Recyclinghof hat ne Bring- und Tauschabteilung, das ist aber ein bisschen kompliziert gestaltet.

        • Bibo59 sagt:

          Das hier nimmt immer nur fünf Teile. Nun stelle man sich mal vor, ich müsste den Regierungshaushalt auflösen und dürfte immer nur fünf Teile nach Mülheim schleppen. Dafür ist es aber nicht so vollgemüllt mit alten Büchern. Gleich nebenan steht ein öffentlicher Bücherschrank.

  3. Äppelken sagt:

    Erst am Wochenende hab ich auch wieder entrümpelt. Des isch so scheee! Kann aber gern wieder so ein Wochenende kommen. Wegen zu wenig Licht inner Ecke: das tät ich mir gerne mal anschauen (LED?) wg. Verkaufsregal auffe Arbeit.

  4. Bibo59 sagt:

    Ich bin ja bekennende Entrümplerin. Die erste Großaktion hatte ich, als ich realisiert habe, dass meine Mutter nie wieder meine Hamburger Wohnung betreten kann. Jetzt habe ich wieder das Problem, dass sie mir die Bude vollrümpelt.

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