Kleinvieh

Kleinvieh Aus der Reihe „Fjonka wird (dann doch nicht) zum Voll-Öko“ lesen Sie heute die Folge

Haare

😉

Es ist nämlich so, daß sämtliche Shampoos, die ich nutze, in Plastikflaschen daherkommen. Auch die Bio-Shampoos. Das habe ich immer als ein „Isso“ hingenommen. Schließlich wären mir Glasflaschen auch zu gefährlich, so mit glitschigem Shampoo in der nassen Dusche und so….
Aber dann!
Dann las ich Blogs. Und da las ich von Haarseife. Und davon begeisterten NutzerInnen.
Nie von gehört! Was mag das wohl sein??? Und wo gibt es das?
Kurze Zeit später flatterte mir der Waschbär-Katalog ins Haus, ich blättere so durch und sehe was?
Ihr ahnt es: mehrere Sorten Haarseife.

Ich habe mir eine mitbestellt. Angekommen ist sie eingeschlagen in Pergamentpapier. Waschbär verschickt in Kartons mit Schnur drum. Alles also sehr schön korrekt-ökig. Bis auf das Bio-Baumwoll-T-shirt, auch ein Test. Das war in Plastiktüte eingeschweißt. Schade.

Beim ersten Mal hab ich mich etwas schwergetan mit der Seife. Die hat zwar richtig, richtig fein gerochen und überraschend gut geschäumt, aber: wie viel brauch ich da für mein schulterlanges Haar? Und wie krieg ich den – im Vergleich zum normalen Shampoo doch spärlichen – Schaum in die längeren Haar-Teile? Warum fühlt sich das nach dem ausspülen so unfluffig an? Und komisch: getrocknet sind die Haare irgendwie  – seifig.

Ok, eins nach dem anderen:

  1. Einmal ordentlich aufschäumen reicht, auch wenn’s sich erstmal nicht so anfühlt
  2. und das verteilt sich. Nachher sind auch die langen Haar-Teile sauber, einfach genauso machen wie beim Shampoo.
  3. Cool bleiben – fluffig fühlt sich das naß wirklich nicht an. Aber naß-fluffig ist auch nicht nötig fürs trocken-glänzendsauber 😉
  4. Ja. Sind sie. Bleiben sie aber nicht. Zwei-dreimal durchbürsten und alles ist gut.

Nach zwei Wochen dachte ich noch, alles wird gut. Ich wasche nicht täglich, sondern normalerweise reicht’s alle drei Tage. Das ging auch mit der Haarseife gut. Man muß sich aber dran gewöhnen, daß die Haare sich anders anfühlen. Ich will das gar nicht werten. Ist nicht „besser“ oder „schlechter“. Ist anders. Gleichzeitig weniger weich und geschmeidig und weniger strohig, auch wenn sich das jetzt erstmal nach Widerspruch anhört. *g* Und schon beim ersten benutzen merkte ich: ich komme mit der Bürste viel, viel besser durch!!

Das einzige Sprühfläschchen, das ich bisher immer im Schrank hatte, war eines mit „Concealer“. Nach dem waschen ein, zwei Sprühstöße hinten auf die Haare, und sie ließen sich bürsten, ohne daß ich das Gefühl hatte, mir die Kopfhaut abzureißen. Die Flasche hält ewig, war aber gerade so gut wie leer – und nun habe ich auch da wieder Müll gespart, weil ich das Zeug nicht mehr brauche! Klasse 🙂

Inzwischen, nach etwa zwei Monaten, denke ich das leider nicht mehr.

Leider hat sich der gute Eindruck nicht verfestigt. Im Laufe der Zeit blieben die Haare zwar nicht mehr „seifig“, wurden aber leider schnell immer wieder fettig und auch das strohige Gefühl blieb bzw verstärkte sich noch. Das mochte ich dann nicht mehr fühlen, so daß ich wahrscheinlich den Rest eher als normale Seife aufbrauchen werde und weiterhin Shampooflaschen-Plastikmüll-Verursacherin bleibe.

Schade!

Ich überlege noch, ob ich einen zweiten Versuch mit Alepposeife starten soll, weil ich von einigen Leuten gelesen habe, bei denen es damit besser funktioniert, und weil die ja eh auch einen Versuch als anderweitiges Reinigungsmittel lohnt. Momentan bin ich aber ein wenig demotiviert, und außerdem versuche ich mich grad noch an mehreren anderen Stellen in der Umstellung (ich werde berichten) – zu viel auf einmal taugt mir nicht.

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

30 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. ladyliana86 sagt:

    Ich habe auch mal Haarseife probiert und unter „ganz, ganz blöde Idee“ verbucht. Laut Anleitung sollte man unter der Dusche mit der Seife über die Kopfhaut rubbeln, sie sollte schön aufschäumen und man sollte alles herrlich verteilen können. Stattdessen bröselte sie ab, meine Haare wurden immer wirrer und verknoteten sich und es entstand so wenig Schaum, dass gerade mal der Ansatzbereich – mehr aber auch nicht – davon erreicht wurde. Und ich habe sehr, sehr sehr lange Haare.Nach dem Auswaschen hab ich dann immer noch Krümel der Seife in den Haarknoten gefunden, meine Haare waren total verknotet, strohig gleichzeitig aber auch seifig und waren extrem schnell wieder fettig. Ergo greife ich wieder zum gewohnten Flüssigshampoo. Ich bin da allerdings – wie bei fast 100% meiner Hygieneartikel auf Bio-/Natur-/Tierversuchsfreie Produkte umgestiegen. Die meisten sind echt toll. Wobei ich da auch schon ein paar Fehlgriffe hatte. Den Plastikmüll reduziert das aber nicht so ganz. Wobei, ich verwende mittlerweile richtig große Plastikflaschen mit so einem Pumpdingens. Dann hat man nicht viele kleine Plastikflaschen, sondern eine große. Ich rede mir beharrlich ein, dass dass ja dann viiiiiiiiiieeeeeel weniger Müll ist. 😉

    • Fjonka sagt:

      Ja, VIIIIIIIIIIIIIIEL weniger, unbedingt *gg*
      Gekrümelt hat meine Haarseife übrigens überhaupt nicht. Hat man in der Hand aufgeschäumt und den Schaum dann ins Haar gerieben, das klappte gut.

  2. Stephanie sagt:

    Hi Fjonka, ich recherchiere auch gerade habe aber noch Restbestände. Ich habe mir http://www.savion.de/default/haarwaschseifen-1.html als Haarseife gebookmarkt. Für jedes Haar gibt es spezielle Sorten. Ich bin schon gespannt auf meine Experimente. Ich habe ersmtal selber Waschmittel hergestellt. Puppeneinfach und wäscht super!

    viele Grüße Stephanie fiefhusen

  3. Ich hab so’n Problemkopf. Locken, trockene spröde Locken. Auf silikonfrei bin ich schon lang umgestiegen, das hat funktioniert, aber ohne irgendwas pflegendes nach dem Waschen geht bei mir schief. Mit Seifen hab ich auch rumexperimentiert, solange die Haare kurz sind, alles kein Problem, aber ab Kinnlänge wirds doch eher fies. Und ich will schon mal wieder längere Haare haben, oder zumindest die Freiheit, mich mal so und mal so zu entscheiden, und nicht von meinem Shampoo diktiert bekommen was für eine Frisur ich zu tragen habe *g* DAS sind Probleme, gell 😉

    Jedenfalls! Ich hab die für mich perfekte Lösung gefunden, so gut wie plastikfrei.
    1. Lush „squeaky green“ Shampooseife (plastikfrei zu erwerben), Geruch, naja, gewöhnungsbedürftig ätherisch, irgendwelches Graszeug ist überflüssigerweise mit drin, aber geht auch wieder raus und meine ultraempfindliche Kopfhaut hat kein Problem damit.
    2. Lush „Jungle“ Conditioner – auch in „Seifen“-Form. Geruch, naja. *Augen verdreh* aber man gewöhnt sich dran und es funktioniert (ich geb ihn in ne Dose und immer wieder Wasser dazu, damit es aufweicht und man sich leichter was davon nehmen kann, einfach auf den Kopp reiben funktioniert irgendwie nicht)
    3. Nachdem alles ausgespült ist, zwei oder drei oder vier Tropfen eines geeigneten Öls. Da hab ich eins, das ist in ner Glasflasche, aber mit Plastikröhrchen und so nem Plastikdrücker, wo man fein mit dosieren kann. Gut verteilen, durchkämmen, lufttrocknen.
    Bestens!

    • Fjonka sagt:

      Das liest sich für mich aber ganz schön aufwändig!
      Aber wenn’s Dir taugt, paßt es ja 🙂

      • Ach was. Ich bin immer noch schneller im Bad fertig als der Herr des Hauses. DEUTLICH. 😀
        Gestern hab ich übrigens zum ersten mal so ne „Saure Rinse“ gemacht mit Essig. Weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Hab absichtlich das Öl weggelassen, um den Effekt zu testen. Haare weich, aber auch irgendwie schlapper als sonst und vor allem irgendwie deutlich lockenärmer.

  4. dschinny sagt:

    Ich benutze manchmal auf Reisen festes Shampoo von Lush: http://www.lush-shop.de/shampoo-fest.656.0.html

    Das Shampoo-Stück anfeuchten und 4 – 5 Mal über das nasse Haar streichen und schon hat man „genug“ Schaum um die Haare zu waschen. Allerdings habe ich es noch nie langfristig angewendet, weiß also nicht, was dann passiert.

    • Fjonka sagt:

      Vielleicht probier’ich das dann mal, wenn mein Shampoo alle ist. Mal gucken, jedenfalls ein guter Tipp 🙂

      • Drachenkater sagt:

        Bitte bedenke das die Umstellung ca. 10 bis 30 Haarwäschen dauert, und NUR das Shampoo reicht.
        Auch solltest du dich beraten lassen welche Shampoos für dein Haar geeignet ist, den die sind alle unterschiedlich!!!
        Das Jumping Juniper z.B. ist für fettendes Haar und das Big (gut das ist jetzt kein festes) ist ein Volumenshampoo (aber sowas von) bei dem man am besten noch mit einer Kur/einem Condi nacharbeitet (Big besteht zu ca. 50% aus Meersalz und „öffnet“ das Haar, Vorteil wenn du danach eine Hennafärbung machst hält die besser).

  5. Steffi sagt:

    Glas vs. Kunststoffflaschen.
    Kunststoff hat gegenüber Glas eben auch Vorteile:
    1. Gewicht: Kunststoff ist günstiger zu transportieren, sollte man in der Gesamt-Öko-Bilanz zumindest berücksichtigen und wer kauft schon regionales Shampoo?
    2. Herstellkosten: Kunststoff ist leicht zu verformen, also kann man tolle Designflaschen jeglicher Farbe mal eben schnell überall herstellen. Herstellenergieaufwand gegenüber Glas?
    3. Robustizität: Glas ist zwar stabil, aber eben zerbrechlich und an Scherben kann man sich schneiden.

    Ich hatte mal ein Ökoduschzeugs in Glasflasche auf einer Fahrradtour dabei. Sauteuer das Zeugs. Einmal vom Gepäckträger geplumpst und schon war es vorbei damit, wieder aufnehmen und in andere Flasche füllen war nicht wegen der Scherben 😦

    Im Osten irgendwo (Tschechien/ Polen/ ?)) habe ich Läden gesehen, wo man sich alles an Reinigungsmitteln aus ca.50l Kanistern abfüllen konnte. Ob nun in Glas oder Plastik oder sonstwie war egal, ging glaub ich nach Gewicht der Füllung. Das empfinde ich als tolle Lösung. (Ist leider schon sehr lange her und bei meinem letzten Tschechienbesuch neulich habe ich nur die ganz normalen Discounter mit normalem Angebot gesehen.)
    Die zwischendurch angebotenen Nachfüllpacks haben sich glaub ich auch nicht wirklich durchgesetzt?!

  6. Jane Blond sagt:

    Was die Haare angeht, bin und bleibe ich unöko.
    Lange Haare brauchen bisweilen eine Kur und auch die Spülung. Essig funktioniert bei mir nicht. Außerdem habe ich das Gefühl, ich würde nach Essig stinken. Damit fühle ich mich unwohl, selbst wenn es Einbildung sein sollte.. Zitrone brachte auch nicht den gewünschten Effekt. Ich fühlte mich, als hätte ich reines Stroh auf dem Kopf.
    Auch das Olivenöl-Zitronen-Honig-Gemisch – mit und ohne Bier – als Kurersatz war doof. Keine Ahnung, ob das an meinen Haaren liegt. Je grauer sie werden, umso störrischer sind sie.
    Dafür verlängere ich die Spülung, indem ich sie auf zwei Flaschen aufteile und mit Wasser auffülle. Immerhin etwas Müll eingespart.
    Es gibt DInge, da kapituliere ich.
    Halböko ist aber immer noch besser, als gar nicht darauf zu achten, was man tut. Oder?

    • Fjonka sagt:

      Genau deshalb heißt diese Serie ja auch „Kleinvieh“!
      Wenn etwas für mich nicht funktioniert, dann eben nicht – oder später noch ein anderer Versuch. Meiner Meinung nach ist „was hilfts schon, wenn ich … die anderen machen ja eh noch viel schlimmeres…. und wenn ich nur ein bißchen mache, dann brauch‘ ich auch gar nicht erst anzufangen“ einerseits nachvollziehbar, andererseits aber auch fürchterlich. Denn wer kann schon sein ganzes Leben auf irgendeine Sache ausrichten? Und wenn deshalb gar nichts passiert, dann – passiert eben gar nichts.
      Neee, besser Kleinvieh als nix!

  7. Bibo59 sagt:

    Ich vertrage keine Seife, insofern keine Option für mich. Ich stelle aber fest, dass ich mit einem Sebamed Waschstück unter der Dusche sehr gut zurecht komme.
    Gab es nicht mal Shampoo in Glasflaschen bei Spinnrad? Ich meine ich hätte mal so ein Henna-Shampoo bei Spinnrad gekauft und den Verlust des Ladens sehr bedauert.

    • Jane Blond sagt:

      Früher gab es bei Cloppenburg Shampoo und Spülung in Glasflaschen, von Herbal meine ich. Gar nicht teuer, hab ich immer gekauft. Gibt es nicht mehr. Keine Ahnung warum.

  8. Wenn man mit (Haar)seife wäscht, dann muss man danach immer mit Essig oder Zitrone nachspülen um eventuell verbleibende Seifenreste zu neutralisieren.

    Ich habe das anfangs auch nicht so wichtig erachtet und ignoriert. War nicht so schlau, wie sich danach herausgestellt hat. Seitdem steht zusätzlich eine Glasflasche Essigessenz im Bad und ich spüle die Haare mit verdünnter Essigessenz nach dem Waschen.

    Seitdem fühlen sich die Haare viel besser an!

    lg
    Maria

    • Fjonka sagt:

      Achja, stimmt, das hatte ich bei Dir gelesen. Aber als „für mich viel zu umständlich“ erachtet und verworfen… ich bin ja furchtbar gern furchtbar schnell wieder draußen aus dem Bad… *g*
      Momentan nutze ich nun erstmal meine Rrst-Shampoos auf (das hatte ich nämlich zuvor auch nicht kapiert, daß es bei der haarseife, weil die haare sich umstellen, „entweder-oder“ heißt, und hatte schon überlegt, was ich mit meinen (vielen) Resten und der Vorratsflasche mache.
      Mal sehen, vielleicht starte ich danach nochmal einen Zweutversuch, Essigessenz steht unter der Spüle.

  9. angelikavonoland sagt:

    Sag Bescheid, wenn du die Lösung hast…. Ich hadere mit Gleichem. Allerdings hätte ich keine Bedenken mit Glasflasche in der Dusche, d.h. für mich müßte eigentlich mal nur irgendein Hersteller auf Glasflasche umsteigen und ich wäre gerettet. Es gibt ja noch nicht mal mehr diese ganz dünnen größeren Nachfüllpackungen und der nächste Unverpackt – Laden ist echt weit weg.

    • Fjonka sagt:

      Hast Du’s oben gelesen? Daß widerstandistzweckmässig mit Essigspülung nachher gut klarkommt? Vielleicht ist das ja Deine gesuchte Lösung!?

  10. PurpurBête sagt:

    Hast du schon mal simple Olivenseife probiert? Ich nehme immer nach dem Filzen die angerührten Reste für die Haare. Man kann die Olivenseife auch raspeln (Küchenreibe) und sich dann kleine Mengen Shampoo, bzw. Flüssigseife daraus herstellen. Je weniger Wasser, desto weniger flüssig.

    Vielleicht sollte ich das tatsächlich mal ne Weile benutzen.

    Olivenseife kommt zwar auch in Folie (zumindest die 1-kg-Blöcke), aber das ist ja kein Vergleich zu einer dickwandigen Flasche.

    • Bibo59 sagt:

      Moin! Ich bin wohl nicht ganz wach. Jedenfalls habe ich gerade beim ersten Lesen verstanden, Du nimmst die angetrockneten Reste der Haare zum Filzen. Iiiiih! Ja, lacht nur über mich.

    • Fjonka sagt:

      Nein, hab ich noch nicht versucht – das ist ja achon fast dasselbe wie die Alepposeife. Aber das Problem mit den Rückständen müsste da auch bleiben. Und mit „nachher spülen“ kann ich mich nicht so recht anfreunden. Bisher.

Platz für Klönschnack ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s