Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema *wer ankündigt, muß auch mal tun* die Folge „MEISENKNÖDELSELBSTBAU“

Schließlich neigen sich inzwischen die gekauften Nußbällchen und Knödel im Plastiknetz dem Ende zu, und da kam es mir ganz zupaß, daß Jane Blond letztlich Meisentassen selbstgemacht hat. Ich natürlich gleich nach dem genauen Rezept gefragt …. und also, los:

man kaufe

  • Haferflocken
  • Kokosfett, ungesalzen
  • Wildvogelfutter

und suche sich einige Tassen heraus, von denen es kein Drama wäre, gingen sie kaputt. Dann zerlasse man das Fett in einem Topf und gebe ordentlich Haferflocken und Futtermix dazu.Ich war sehr unsicher ob meine Angst vor tödlichen Federverklebungen nun vielleicht dazu geführt hat, daß das ganze nicht zusammenbackscht, denn die genauen Mengen wusste ich ja nicht und habe deshalb viel Inhalt in wenig Fett verrührt. Aber es war dann doch letztlich hart. (Nachtrag, viel später: 1 Paket Kokosfett (150g) langt für einen Dreilitertopf voller Futter)

Die Haferflocken hab ich aus dem Bioladen, Papiertüte. Aber der Vogelfuttermix kommt auch aus der Plastiktüte, ebenso wie das Kokosfett als Stange in Plastik eingeschlagen ist. Ich rede mir erfolgreich ein, daß die Mengen, die ich aus meinen Zutaten basteln kann, viel weniger Verpackungsmüll ergeben als die Meisenknödelverpackungen (Styroporschalen, in Plastik eingeschweißt) plus die Netze. Allerdings gibt es ja solche Knödel auch ohne Umverpackung, die Nußbällchen hab ich so gekauft – so ganz sicher bin ich nicht, ob ich mir da nicht selbst was vormache. Es gab kein Kokosfett in Papier (Sanella gibt es ja zB. aber das ist ja auch beschichtet) Und in dem Laden, in dem ich war, gab es auch Vogelfutter-Mix nicht in Papiertüten… kann ich irgendwie verstehen, auch ich möchte ja gern wissen, wie so ein Mix aussieht. Wie viele Nüßchen drin sind zB. Und das geht mit Papiertüte schlecht. Aber so richtig prima ist das insofern alles noch nicht.*

Nun hoffe ich, daß die Viecher das wenigstens mögen. Erfahrungsgemäß dauert es ein, zwei Tage, bis sie sich an was neues rantrauen. Abwarten…

*Nachtrag im Mai 2015: da mir aufgefallen war, daß die Plastiktüten mit dem Vogelfutter-Mix das Logo des Ladens trugen, in dem ich es gekauft hatte, hab ich nachgefragt – und – tataaaaaa! : ich kann einen Behälter mitbringen und mir da hinein das Vogelfutter abfüllen lassen 🙂 Habe ich inzwischen bereits 2x so gemacht, mit einer riesengroßen Teedose (wie sie im Teeladen stehen) Zum Kokosfett habe ich aber noch keine Alternative in „guter“ Verpackung gefunden.


Aussortiert: eine Lampe mit kaputtem Schalter, die wegen „vielleicht kann man die noch reparieren“ seit einigen Monaten im Keller lag. Eigentlich weiß ich, daß man die nicht reparieren kann, weil ich schonmal so eine ähnliche hatte, und ich vergeblich versucht hatte, einen passenden Schalter dafür aufzutreiben. Nochmal gibt es keine ähnliche, offenbar ist das ’ne Sollbruchstelle ….

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

18 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Michaela sagt:

    Oh Wahnsinn soviele Tassen? Ich glaube ich bin im Tassenparadies 😀

  2. Frau Tonari sagt:

    Hahaha, das bekommt der Ausdruck Finkennapf ja gleich noch mal eine andere Bedeutung 😉
    Schön.

    • Fjonka sagt:

      …zumal just vorhin DREI Sorten Finken dran waren und sich gegenseitig vertrieben haben: ein Buchfink, ein Grünfink und einer mit dickem Finkenschnabel, den ich nicht einordnen kann (SEHR vielleicht eine Dame Dompfaff, aber eigentlich auch nicht wirklich *g*)
      Den „Finkennapf“ kannte ich vor dem

        Tassentango

      (in den Kommentaren nachlesen, wer Interesse hat) übrigens noch nicht, aber werde ihn mir merken *g*

  3. a sagt:

    Ich habe solche Futterstellen schon in Tonblumentöpfen gebastelt. In die Mitte durch das Bodenloch einfach einen starken Zweig ziehen, an dem kann man dann das ganze aufhängen und gleichzeitig können sich die Vögel unten am Zeig festhalten.
    Ich weiß leider nicht mehr genau den Grund, aber meine Recherchen hatten damals ergeben kein Schweineschmalz zu nehmen, sondern Rindertalg. Den mußte ich zwar beim Schlachter extra bestellen, bekam ihn dann aber auch als Stange in Papier eingerollt.
    Das mit den Tassen werde ich auf jeden Fall probieren, sieht ja auch noch super aus :), außerdem ist das mit den Blumentöpfen eine ziemliche Kleerei, weil das noch nicht ganz feste Fett durch’s Loch wieder rausläuft, wenn man nicht aufpaßt.
    Weißt Du, wie groß die Tassen sein dürfen, wir haben fast nur Becher..

    • Fjonka sagt:

      Ja, wir auch *g*
      Da bisher die Meisen gut auch mit den tieferen Tassen klarkommen, werde ichs bei der nächsten Charge einfach mal mit ’nem Becher dazwischen testen, hab ich mir gedacht. Würde ja auch länger halten…..

  4. ladypark sagt:

    Tolle Idee, will ich nachmachen, sollte ich dafür mal die Zeit finden.

    Verrätst du denn mal deine verwendeten Mengen? Und was für Haferflocken hast du genommen?

    • Fjonka sagt:

      Die Mengen, ja… für meine 8 Tassen habe ich 1/3 Kokosfettstange genommen und da rein dann so viel von den anderen beiden Sachen verrührt, daß ich dachte, das hält NIE, weil kein Fett mehr zu sehen war. Aber letztendlich war dann immer, wenn ich eine Kelle voll in eine tasse getan hatte und wieder rührte, doch immer unten noch flüssiges Fett. So viel also 😉
      Haferflocken: ich habe die kleinen genommen, um möglichst viel Aufsaugefläche anzubieten, denn Jane Blond schrieb schon, daß die Haferflocken gut als Klebemittel taugen. Meine sind vom Bioladen, Grell-Mühle, da gabs halt kleine und große.

  5. Friederike sagt:

    Das ist ja mal richtig cool!! Und sachma – Vogelfuttermix, gibts den bei uns in den Tierläden nicht sogar lose?

  6. Steffi sagt:

    was mich dabei stört ist Kokosfett, weil das hier nicht heimisch ist und auch sonst umstritten (E10 Diskussion). Gibt es da nichts heimischeres? Meine Oma hat immer „Flomen“ genommen, wobei ich nicht so ganz genau weiß was das ist, aber ich glaube das ist ungesalzenes Schweinefett zwischen Schwarte und Fleisch. Die modernen Schweine haben natürlich nicht mehr soviel davon und es wird wohl auch gleich mit Salz versetzt anderweitig verwendet (Schmalz?), also weiß ich nicht woher das Zeugs nehmen. VIelleicht gibts ja auch eine Sonnenblumen oder Rapsalternative?!

    • Fjonka sagt:

      Unser Bioschlachter nennt das „grünen Speck“, ist dasselbe und kann man bei ihm kaufen. Das kann man für Schmalz (oder Meisentassen) auslassen, aber ich ekle mich da etwas, muß ich zugeben (obwohl ich das fertige Schmalz gern mag *augenroll*)
      Heimische Pflanzen gibt es meines Wissens nicht in passender Konsistenz. Aber ich laß‘ mch gern eines besseren belehren!

    • Fjonka sagt:

      Achso, und: E10 und Kokosfett? Ist das nicht Palmöl, was da so umstritten ist??

      • Steffi sagt:

        hast Du recht, fiel mir auch erst später ein, jedoch ist Kokos ja auch von einer Palme. Palmin ist übrigens auch Palmfett/öl

        • Bibo59 sagt:

          Kokos ist von der Kokosnuss. Die wächst auf der Kokos-Palme. Die wächst an vielen Orten wild. Und aus der kann man fast alles machen. Für Bio-Sprit viel zu schade. Eine frische Kokosnuss gibt ca. 2l leckere Flüssigkeit. Den Rest kann man essen. Getrocknet ist Kokos gut haltbar. Kopra in Wasser eingeweicht und ausgepresst gibt Kokosmilch. Aus den Blättern kann man Körbe, Matten, Wände, Dächer…flechten.
          Man kann auch die Kokosnussschale nehmen und als Vogelfutterbehälter nutzen, wenn man Kokosfett mit Vogelfutter mischt.

  7. zauberweib sagt:

    Tolle Idee – durch die Verwendung von Tassen hat man gleich einen Aufhänger! Nur würds mich intressieren, wie lange das Stöckchen in der Mitte hält. Sobald da einges rausgefressen ist, wird der doch locker. Und was macht man dann mit dem Rest in der Tasse? Lässt sich das nochmal einschmelzen?

    Würd mir ja auch gefallen, aber da wir zwei Katzen haben, glaub ich nicht, dass ich den Vögeln damit wirklich etwas Gutes tun würde…

    • Fjonka sagt:

      Die Stöckchen lass‘ ich beim nächsten Mal gleich weg- erstens fallen sie eh spätestens dann raus, wenn die Vögelchen ein Drittel rausgepickt haben – und zweitens kommen die Meisen wunderbar auch ohne Stöckchen klar. Nicht aber die Spatzen – und die sind bei uns eine echte Plage insofern, als sie hordenweise einfallen und die anderen, zaghafteren Vögel vertreiben. Jetzt müssen sie sich mit den runterfallenden Resten begnügen, sehr praktisch.
      Und die Tassen sind nachher so gut wie sauber, winzige Fettreste am Boden sind alles, was überbleibt, das klappt super.
      (Die ein, zwei Tage sind nämlich längst vorbei, aber näheres schreib‘ ich demnächst mal über den Erfolg der Tasserei)

Platz für Klönschnack ...

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