22 7/12

 

Herbst! Eindeutig!

Herbst! Eindeutig!

Und: wieder ein Jahrestag. Der 18. Möge es uns allen hier vergönnt sein, niemals (wieder) , in der Nacht aufgeweckt, eine solch furchtbare, das ganze Leben verändernde Nachricht überbracht zu bekommen.

Man lernt ja. In diesem Falle, daß beides stimmt: das Leben geht weiter, ja, es kann sogar weiter schön sein bzw eher: wieder schön sein und sich richtig anfühlen. Aber auch: es kann tatsächlich stimmen, daß Jemand nach achtzehn Jahren noch immer fehlt. Und noch immer nahe ist.

In meinen Träumen ist es inzwischen so, daß ich Volker völlig selbstverständlich irgendwo sehe/ treffe, mit dem Gefühl, daß es aber nun wirklich total blöde von ihm ist, daß er sich A so selten meldet und B mir noch immer nicht erzählt hat, wo er sich all die Jahre rumgetrieben hat, als wir dachten, er sei tot. Was insofern wieder eine Veränderung ist, als diese Selbstverständlichkeit dessen, daß er „wieder da“ ist, neu ist.

Ich frage mich langsam, wann das wohl ein Ende nimmt mit diesen Träumen, und wie so ein Ende aussehen könnte. Keine Ahnung! Das kann sich noch hinziehen, denn die Frequenz der Träume nimmt stetig ab (inzwischen: vielleicht so einmal im halben Jahr, durchschnittlich). Es ist mir ein Rätsel!


Aussortiert: den alten, verbeulten Briefkasten, den wir in den letzten Jahren eh über Sylvester nicht mehr anmontiert haben. Es gibt hier diesen bescheuerten Brauch, Briefkästen zu sprengen und Pforten zu verschleppen, deshalb habe ich das getan. Aber in den letzten jahren haben wir den anderen bloß noch abmontiert und die Pforte reingeschleppt, hat auch ausgereicht.

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2 Kommentare zu “22 7/12

  1. a sagt:

    Ein lieber Knuddler auch von mir!
    Ich hatte als Kind immer einen Traum von einem tollen Garten mit einem netten Haus und einem bunten Spielzimmer, zu dem ich kam und gespielt habe. Den Traum hatte ich recht häufig. Bis ich mit 14 Jahren, zu einer Zeit, als ich große Krisen zuhause ‚entdeckt‘ habe, diesen Traum ein letztes Mal hatte. Ich ging über diese Brücke über dem Schlot und die Spielgeräte im Garten und das Haus waren verlassen. Alles war grau in grau, auch im Spielzimmer. Die Farbe war abgeblättert und Spinnweben hingen in allen Ecken und Winkeln.
    Aber es war in Ordnung. Es war nicht bedrohlich oder traurig. Ein gewisser leichter Wehmut, aber mehr nicht. Die Erinnerung an diesen Traum ist bis heute nicht verblasst. Es war wie über Nacht erwachsen werden. Danach habe ich nie wieder einen Traum an diesem Ort gehabt.
    Ich fand’s übrigens klasse gestern – endlich mal wieder mit Dir stadtbummeln und schnacken … 🙂

  2. Äppelken sagt:

    Ein ganz dicker Knuddler für dich! (Oder mehr.) Mittlerweile heißt es ja, dass man in Träumen sein Gedächtnis aufräumt und gespeicherte Daten neu sortiert, zum Teil auch umdeutet oder umwertet. Dann wärs ja logisch. Oder?
    Mein Vermieter hat unsere Papiertonnen mit Kette und Vorhängeschloss versehen, weil einmal ein Witzbold nen Knaller reingeworfen hat. Das macht das Entsorgen des Altpapiers rund ums Jahr kompliziert. Es gibt nämlich nur einen Schlüssel und der hängt ganz woanders.
    Pünktlich zum Herbstbeginn kommt heute wieder das Schaf ins Bett um nächtliches Erfrieren zu verhindern.

Platz für Klönschnack ...

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