Kleinvieh

KleinviehHeute mal ganz was anderes, nämlich ein Beitrag zur Kleinvieh-Verweigerung. 😉 

Mir ist nämlich letztlich ein Produkt (wieder mal) untergekommen, das ich genau in seinem umweltsäuischen Plastik- plus Einweg-Kleid trotzdem einfach toll finde und nicht mehr missen möchte!

Und das ist dies:

Maler-Krepp auf der Rolle mit (unterschiedlich langer) eingefalteter Malerfolie gleich dran.

Unglaublich praktisch, extrem hilfreich beim renovieren – und genau das, was ich sonst zu ersetzen versuche:

  • Plastik pur
  • mit unverhältnismäßig großer (und dank Abreißkante extrem nützlicher) Plastikverpackung
  • und dazu auch noch absolut nicht wiederverwendbar.

Ja, blöd, was?

Immerhin, ich brauche kein Abklebeband für normale Kanten, Türrahmen oder so- da reicht meine sichere Hand plus ein feuchtes Läppchen zum sofortigen abwischen von seltenen Ausrutschern. Und ich nutze seit vielen Jahren keine Folie mehr für die Fußbodenflächen. Wenn ich renoviere, dann sieht das so aus:

P1070446

Maler- und alte, sonst nicht mehr gebrauchte Decken

Die dünnen, versaubaren Malerdecken sind

  1. aus Recyclingmaterial
  2. spottbillig und
  3. bei mir nun schon seit über 15 Jahren im Einsatz und noch immer brauchbar. (Es gibt sie aber auch heute noch zu kaufen, wenn man auch zwischen all den Folien etwas suchen muß)

Überhaupt, streichen:

  • Ich habe Pinsel mit Holzstielen, aber es sind Billig-Pinsel, weil ich doch immer mal einen nicht mehr sauber kriege und wegwerfe
  • Ich habe seit 20 Jahren dieselben 2 Abstreich-Teile (die mit Vorratsbehälter. Aus Plastik.) Die Maler-Freundin braucht sowas nicht, die nimmt ihre Farben gleich aus dem Eimer. Bei mir geht das auch, tropft mir aber zu doll.
  • Die Rollenhalter sind auch uralt, die neuen Rollen aus Lammfell, was aber eher damit zu tun hat, daß ich mit denen auch bei Lack besser klarkomme als mit den Schaumstoffteilen
  • Meine Farben und Lacke sind allerdings auch keine Ökos. Damals, bevor ich hierherzog, hatte ich keine guten Erfahrungen damit gemacht, und habe mich dann von Volker (der auch Maler war) beraten lassen. Seither gibt’s Wandfarben vom Malerfachhandel und Acryllack für innen. Früher auch draußen, aber die Malerfreundin, die jetzt die Fenster streicht, weigert sich, solange es noch andere (lösungsmittelhaltige) gibt, Acrylfarben zu nehmen. Grund: schützt draußen-Holz schlechter und muß öfter erneuert werden. Stimmt, habe ich festgestellt, seit sie umgestiegen ist.
  • Mein Haus ist außen mit Silikatfarbe gestrichen. Das ist sehr umweltfreundlich und auch noch sehr haltbar.

P.S.: ja, das ist das Gespensterzimmer, das da renoviert wird. Aber das Gespenst muß bleiben… das andere ist so ’ne Art Bonus: die weiße Farbe gibts nur ab 2,5l aufwärts, und wegen der Kerzen dort hat der Treppenaufgang das streichen eh bitter nötig gehabt…. also hab ich den Treppenaufgang gleich auch noch gestrichen


Aussortiert: im Zuge des „Decken auflegens“ sowie des „Möbel raus“ hab ich gleich man einige der (vonne Arbeit, wo sie sonst im Müll landen, mitgenommene) Luftpolsterfolien sowie einige der Dutzende „kann man noch als Versende-Kartons brauchen“-Kartons entsorgt. Das stimmt, man braucht die. Aber meist doch nicht 5 hintereinander weg, die dieselbe Größe haben. Und wenn doch, dann ist das jetzt eben so. Punkt.

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

10 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Bibo59 sagt:

    Und ja, nicht alles aus Plastik ist schlecht. Hauptsache es wird ordentlich entsorgt. Was mich gerade ärgert: Ich lade Laub in die braune Tonne und erfahre dann: das wird nicht etwa verkompostiert, sondern verbrannt. Wozu trennen wir eigentlich den Müll?

    • Steffi sagt:

      das ist eine gute Frage…Seite die MVAs aus dem Boden geschossen sind, ist das Trennen fast Quatsch, nur niemand weiß, ob sein Müll nicht doch getrennt recycled wird. Die braune Tonne ist vergleichbar mit unserer grünen? Kompostierbare Abfälle? Verbrennen? Da braucht man doch Brandbeschleuniger, damit das überhaupt brennt. Ich weiß aber nicht, ob Laub auf einem „normalen“ Komposthaufen drauf sollte?! würde mal denken dass das geht, kann aber auch sein, dass der dann übersäuert oder was auch immer.

      • Fjonka sagt:

        Kommt aufs Laub an. Buche, Walnuß und Eiche gehören nicht auf den Kompost. Erstere, weil die Blätter eeeewig brauchen, um zu kompostieren, die beiden anderen wegen der hohen Gerbsäureanteile.
        Anderes Laub geht prima. Aber wenn DAS die Müllabfuhr kommunizieren soll …..
        Wir haben schon ’ne Vorabinfo bekommen, daß wir demnächst mit Komposttonne zwangsbeglückt werden! Angeblich ohne Mehrkosten, aber ich werde versuchen, mich befreien zu lassen.

      • Bibo59 sagt:

        Laub aus dem Garten kommt bei mir als herbstliche Abdeckung auf die Beete und teilweise auch auf den Kompost. Wozu soll ich da Stroh oder wasauchimmer kaufen? „Das Beet“ war bei meiner Ankunft steinhart und da wuchs nur noch Löwenzahn und Hahnenfuß. Nach einem Winter mit Laubabdeckung ist der Boden da schön locker und krümelig. Mein Tomatenbeet habe ich auch so vorbereitet. Da stand vorher nix. Was soll ich denn umgraben, wenn es die Regenwürmer viel besser können? Die Laubschicht im Wald verschwindet innerhalb eines halben Jahres komplett. Da bleibt nur etwa 2 cm Humusboden.

        • Fjonka sagt:

          Das ist auch meine Einstellung, insofern gibts bei mir Laub nur in gewschredderter Form als Reste beim letzten und ersten Rasenmähen im Jahr auf dem Kompost. Aber so denkt nicht JedeR

          • Bibo59 sagt:

            Ja, aber das Straßenlaub von der Vorderseite ne steile Treppe runter in den Garten und dann da auf den Kompost zu bugsieren ist mir denn doch zu mühsam. -> braune Tonne. Und wenn ich Kehrwoche habe = beide Straßenfronten, Parkplatz und Zuwegung zu 343 dann zücke ich den bösen, bösen Püster und blase das ganze Laub in den Straßengraben. sonst wäre ich da Stunden ergebnislos beschäftigt.

  2. Bibo59 sagt:

    A propos Plastik ersetzen. Gestern fand ich im Bücherschrank (Rathenauplatz) einen Melitta-Kaffeefilter aus weißer Keramik. Jetzt kann ich meinen Plastikfilter in den Umsonstladen tragen oder entsorgen. Brauche ich nur wenn ich meine Quetschkaffeekanne zerschmeiße, also etwa alle zwei Jahre…

    • Steffi sagt:

      ich habe inzwischen eine Quetschkanne aus Edelstahl, die kann auch mal runterfallen… Gabs mal bei Tschibo und war auch nicht arg teuer. Hält die Wärme, weil Doppelwandig…

      • Bibo59 sagt:

        Oh, guter Tipp. Ich habe meine gerade zerschmissen und der absolute Notkauf (Wie-werde-ich-morgen-wach-Panik) ist eigentlich unmöglich: quietschbunt mit Plastik und eigentlich eine Tasse zu klein.

  3. Steffi sagt:

    nicht alles aus Plastik ist schlecht… Ich finde manchmal muss man mal Kompromisse eingehen. Dieses ist so ein Fall….

Platz für Klönschnack ...

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