Kleinvieh

KleinviehHeute zum Thema „Arbeitswelt“

Letztens habe ich gelesen, daß Thermopapier, wie es in den meisten Bonrollen von Kassen und EC-Geräten genutzt wird, wesentlich umweltschädlicher ist als normales Papier. Seither frage ich auffe Arbeit immer die KundInnen, ob sie einen Extra-EC-Beleg brauchen, statt ihn, wie zuvor, standardmäßig einfach auszudrucken. Und siehe da: es sind sicher 90%, die den eh nicht brauchen (Edit Juni 2015: ich habe dies beibehalten, obwohl unser neues EC-Gerät es mir schwer macht: bei dem kommt nämlich der Kundenbeleg automatisch raus, solang man nicht SEHR fix auf ein Köpfchen drückt, das dem Gerät sagt. „KEINEN Kundenbeleg drucken!“ Man muß jetzt SOFORT nachdem der Kunde seine Geheimzahl eingetippt hat, fragen, ob ein Beleg nötig ist – sonst ists schon zu spät! Was natürlich zur Folge hat, daß ich inzwschen die Einzige bin, die überhaupt noch den Kundenbeleg aktiv „verhindert“ 😦
Beim Kassenbon kann ich nix machen, der kommt raus, ist auch nicht einstellbar. Aber immerhin….

Und jetzt mal aus KundInnensicht:
Als Kundin habe ich immer schon selten Bons mitgenommen (eigentlich nur, wenn ich sie wg. Garantie brauche). Eher aus Faulheitsgründen: ein Bon, der nicht im Portemonnaie steckt, muß nachher nicht weggeworfen werden. Aber nun werde ich noch mehr drauf achten, rechtzeitig drauf hinzuweisen, wenn ich keinen brauche – vielleicht ist es bei manchen ja so, wie ich’s zB auffe Tanke eingerichtet hatte: daß nämlich ein Bon nur auf Wunsch per Knopfdruck aus dem Gerät befördert wird.

Noch eine Ergänzung aus der Arbeitswelt Anderer: die Malerfeundin erzählte mir, als wir letztlich über dieses Thema sprachen, daß sie, Selbständige, aus steuerlichen Gründen jeden Beleg 10 Jahre lang aufbewahren muß. Bons auf Thermopapier aber sind schon nach 4-5 Jahren nicht mehr lesbar, selbst wenn sie dunkel aufgehoben werden. Es gibt Gerichtsurteile, nach denen man aber verpflichtet ist, Nachweise leserlich zu halten. Heißt: sie – wie jedeR andere Selbständige auch – müsste nun jeden Beleg extra kopieren, bevor er verblasst…. was für eine bescheuerte Papierflut! Wieso werden unter solchen Umständen nicht die verkaufenden Betriebe verpflichtet, normales Papier in ihre Geräte zu packen? Das versteh‘ mal EineR….

…und weil es so schön einfach ist, schnell mal eben den Kassenzettel nicht mitzunehmen, finde ich, daß das ein guter Tipp für Einab ist!


Aussortiert: einen ganzen Stapel Klamotten habe ich zu einer Kleidertauschparty mitgenommen. Einige haben neue Besitzerinnen gefunden, die Reste gehen an den Kleiderladen des Flensburger Hospizes. Die suchen sich raus, was sie zum verkaufen gut genug finden, der Rest davon geht dann an eine Art „Umsonstladen“. Prima!

Mitgenommen habe ich übrigens bloß ein Schlaf-T-shirt (Merkmale: lang und weit genug), eines für den Garten (Merkmale: ohne Ärmel, über Po-lang und schön schlabberig – zum überziehen, wenns heiß ist und ich vom uneinsehbaren Teil des Gartens ins Haus will und mir schnell mal was überwerfen muß – solche Teile sind schwer zu finden, derzeit ist ja im laden alles kurz und eng…) und ein Unterhemd.

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

8 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Kassenzettel sind ein ganz großes Ärgernis und Papier- oder was-auch-immer-Verschwendung. Bei uns geht’s an den Kassen, es so einzustellen, daß der Kunde nur auf Nachfrage einen bekommt.

    Aufbewahrungspflicht und Kopierpflicht, ja, auch so’n Ding. Verlangsamt die Büroarbeit ungemein :/, verlasert das Büro usw.

    Der Hammer ist aber, daß all diese popeligen Kassenzettel auf Thermopapier Bisphenol A enthalten. Was schon über Berührung in die Haut und den Körper eindringt.

    Und ich Depp hab mir seit Jahren (1994) beim Abrechnen immer den Finger angeleckt, anders kriegst ja die Dinger kaum auseinander… bin also quasi wandelnder Sondermüll.

    • Fjonka sagt:

      Oh. Also nicht nur umwelt-, sondern auch gesundheitsschädlich 😦 Na, prima.
      Warum wird denn nicht einfach papier genutzt? Wahrscheinlich, weil man dann extra noch Druckerpatronen bräuchte oder sowas – so wirds wohl billiger sein …

  2. PurpurBête sagt:

    Nun ja, „wir“ müssen zwar die Bons 10 Jahre aufheben, aber wir könnten sie auch einscannen und die Daten sicher speichern. Allerdings finde ich das Kopierverfahren auch einfacher … Mir gehen nämlich auch immer mal wichtige Daten aus Versehen über den Jordan, so dass ich inzwischen 3 komplette Datenspeicherungen habe …

  3. Äppelken sagt:

    Hier wird man in vielen Läden, z.T. auch in großen Ketten, schon länger gefragt, ob man überhaupt einen Bon benötigt. Manche drucken überhaupt nur auf Nachfrage einen aus (Bäcker). Ist mir schon positiv aufgefallen. Und ich meine Kassenbon, ich zahle so gut wie nie mit Karte.
    Eingemistet:
    Falls er bis Samstag nicht verkauft ist, werde ich einen handgefilzten Hut in Form einer Erdbeere (mit Blättchen und Stil) käuflich erwerben. Kunsthandwerklich hergestellt hier umme Ecke. Um den schleiche ich jetzt schon seit mindestens 3 Jahren rum. *seufz*

Platz für Klönschnack ...

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s