Kleidung – eine Bestandsaufnahme

Ich bin nicht die mit den vielen Klamotten. Und ich bin die, die die Kleider, die sie hat, aufträgt. Das bedeutet bei mir – da ich auch nicht die bin, die viel kaputtmacht –

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Die Strickjacke – 2007…

daß ich die bin, die man auch nach fünfzehn Jahren noch im Zweifelsfall an ihrer Lieblingsstrickjacke erkennen kann. (Ihr seht hier 3 Bilder – daß sie nicht 15 Jahre auseinanderliegen liegt nicht an der Jacke, sondern daran, daß ich noch nicht so lange digitalisierte Bilder habe!! *g*)  Ich besitze zwei Stapel Unterhemden (also etwa 15 Stück), Unterbüxen für etwa 3 Wochen täglichen Wechsel, unendlich viele Socken, weil ich die so gern stricke (aber auch die trage ich, bis sie kaputtgehen – allerdings stopfe ich nur kleinere Löcher, bei mir schleißen meist ganze Fersen und Ballen gleichzeitg auf, da lohnt es dann nicht), immer etwa 5 oder 6 Hosen, dazu zwei mit abnhembaren Beinen (für die Flexibilität auffe Arbeit in der Übergangszeit), dazu zwei hohe T-shirt-Stapel, einen mit Jogginghosen (5-6 Stück, weil ich die daheim dauernd anhabe), einen mit Schlaf-T-shirts und einen mit Strick- und Sweatjacken. 2 Paar Birkenstocklatschen, 1 Paar Halbschuhe, ein Paar Wanderstiefel, zweimal Gummistiefel (im Übelwinter vor 2 Jahren hab ich mir gefütterte gekauft) und 3 Paar Sommersandalen/-latschen. Außerdem 2 Paar Arbeitsschuhe mit Stahlkappe. (Weil ich ein Paar geschenkt bekam. Das wartet jetzt drauf, daß ich ob ich wohl jemals das andere Paar aufschleiße) Das alles kommt mir ausreichend und recht vernünftig vor, aber ich habe meine Leichen im Keller:

... 2012 ...

… 2012 …

  • Jede Menge Arbeitsklamotten (weil ich alles, was aufgeschlissen ist, auf diesen Stapel packe und nur selten nutze, weil ich das meiste in meinen Normalklamotten mache)
  • 3 (!) Winter-Draußen-Strickjacken. Nur, weil die so günstig waren und so schön sind, dazu noch zwei Wintermäntel – einer davon für Draußen-Arbeiten und
  • Kleider und Röcke in solchen Mengen, daß ich selbst im letzten großartigen Sommer nicht dazu gekommen bin, jeden davon zu tragen. Was aber auch einen anderen Grund hat – meine Kleider und Röcke sind nämlich meine Achillesferse:
    ich werde in diesem Jahr fünfzig.
    Erst seit ich dreiunddreißig bin, habe ich gewagt, kurze und/ oder engere Kleider und Röcke zu tragen.
    Und die Sommer sind kurz hier in Angeln.
    Das bedeutet: ich hatte noch viel zu wenig Zeit, all diese hübschen Teile oft genug zu tragen, um mich jetzt, da die Orangenhaut bis zu den Kniekehlen vorgedrungen ist, davon trennen zu mögen. Und so stand ich allsommerlich vor meinem Kleiderschrank – und zog dreiviertel der Pracht nicht an, konnte mich aber auch nicht davon trennen…. im vorletzten Jahr habe ich mir dann dreiviertellange, schwarze Leggings gekauft. Mit denen drunter meine ich mich wieder sehen lassen zu können – bloß daß das meist dann viel zu warm ist an Tagen, da man ärmel- und sockenlos gehen mag. Schwierig, schwierig!
  • Und dann habe ich noch: einen Bademantel. Den wollte ich schon ungefähr zweiundsiebzigmal aussortieren, und jedesmal denke ich „aber wenn ich mal ins Krankenhaus muß…“ – als ob ich den dann anziehen würde *g*
  • Die offizielle Nostalgieecke im Keller

    Die offizielle Nostalgieecke im Keller

    Last not least die „Nostalgie-Ecke“. Die Sachen, die ich früher (20 Jahr und länger her) geliebt habe. Ich liebe sie noch immer. Aber tragen mag ich sie dann doch nicht mehr. Die Lederflickenjeans ist weg, warum, ist im verlinkten Beitrag nachzulesen. Meine allerliebsten Lieblingsschuhe, die selbstgenähte Pumphose und die echte (Flohmarktkauf) 70er-Bluse wanderten in den Keller und sind dort als Gesamtkunstwerk zu bewundern 😉 – siehe Foto – aber da gibt es noch anderes mehr, vom Häschenschlafanzug (Größe 104 oder so) bis zu den stilistisch zur Pumphose passenden Hängerkleidern ….

Eine andere Ecke ist zum Glück seit der Kleidertauschparty einer Freundin verschwunden: die der Fehlkäufe. Sachen, die schön sind – die ich aber nie anzog, weil sie dann doch immer irgendwie nicht passten. Das waren nicht viele, aber die sind jetzt alle weg. Immerhin. Und jetzt überlege ich mir mal gründlich, ob nicht auch bei den anderen Leichen im Keller ein wenig reduziert werden kann …

Und warum jetzt dieser Beitrag? Weil ich ins überlegen gekommen bin, was mein Bekleidungsverhalten angeht. Da sind noch andere Aspekte im Spiel, wie: Was ziehe ich an; wo kaufe ich; sollte ich am wieviel, was und wo etwas ändern und wenn ja: was hat Sinn?
Vorläufig also eine Bestandsaufnahme sowie mails an einige Anbieter, mir keine Kataloge mehr zu schicken.

Habe übrigens nach dem schreiben ein ganzes Weilchen überlegt, ob ich das überhaupt veröffentlichen soll (wen interessiert das????), dann aber gedacht, daß immerhin schon einige Male zurückgemeldet wurde, daß diese Art Beiträge auch ein überlegen bei Mitlesenden angeschubst haben, also … und es wird ja Niemand gezwungen, hier zu lesen 😉

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… und 2014


Aussortiert: hoffentlich morgen zumindest einen Bademantel! 😉

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16 Kommentare zu “Kleidung – eine Bestandsaufnahme

  1. Das ist ja ganz blöd 😦

  2. ladypark sagt:

    Was deine ungetragenen bzw. zu selten getragenen Kleider betrifft: Ich ziehe durchaus auch zu kühleren Jahreszeiten Sommerkleider an, wenn ich gerade Lust darauf habe. Darunter dann ein Langarmshirt oder eine passende Jacke darüber. Dazu Strumpfhose oder Legging und schon kann ich ein Kleid anziehen, das sonst eigentlich nicht warm genug wäre.

    Bei Ebay mag ich inzwischen weder verkaufen noch kaufen. Die wirklich hochwertigen Klamotten sind viel zu teuer und das Verkaufen ist mir zu nervig.

    Momentan hebe ich nette Sachen für meine Töchter auf, die schielen immer mal gern in mein Ankleidezimmer und hoffen, dass das eine oder andere Teil bald passt. 😉

    • Bibo59 sagt:

      Man darf sich nicht in eine Preisspirale treiben lassen. Ich setze 5€ auf einen Judoanzug und vergesse das dann. Wenn ich ihn bekomme, ist ok, wenn nicht, auch. Ich prokrastiniere gerade den Verkauf meiner Stereoanlagen-Trümmer. Die sollen weg, weil da was kleineres hin soll. Konnte mich aber nicht aufraffen, die vor Weihnachten einzustellen.

  3. Rosenfrau sagt:

    *ggg* Dann bin ich mal gespannt auf morgen, was denn da in der Rubrik „aussortiert“ stehen wird. Es grüßt Janey Controletti 😉

  4. Klar sind solche Beiträge gefragt, also jedenfalls bei mir. Der eine oder andere Stapel ist deswegen auch schon rausgeflogen oder verschenkt worden 🙂 Ich krieg in solchen Fällen mein Heck nur hoch, wenn ein Vorbild da ist 😉

    Klamotten bei ebay verkaufen: hab ich nur schlechte Erahrungen, derer drei. Jedes Mal kamen auf die korrekt nach den ebay-Regeln gereinigten und genauer Beschreibung hinsichtlich Zustand Reklamationen, da wäre ein Fleck, da eine Naht ausgerissen usw.

    Sowas mach ich nicht, aus Fairness und weil man sich eh nur Ärger damit einhandelt. Aber die Käufer haben die Masche raus, den Preis nachträglich zu drücken oder zu umgehen, indem sie ei Photo mit einer nachträglich angebrachten Beschädigung oder einem Fleck senden. Vielen Dank auch, nix für mich.

    • Fjonka sagt:

      Bei ebay bin ich inzwischen nur noch selten, und wenn, dann als Kundin. Mich nervt schon der ganze Aufwand für dann doch meist wenig Ertrag. Und da ichs finanziell zum Glück nicht so nötig habe, entscheide ich mich im Zweifelsfall halt für verschenken (zumal ich weiß, daß es vielen Leuten nicht so gut geht)

      • Genau, so in die Richtung denke ich auch. Zumal es hier genügend Leute gibt, ja, auch im angeblich so reichen GaP (ist Lüge, die Gemeide ist total pleite), die Hilfe bitter nötig haben und sich freuen um eine warme Jacke oder ein paar T-Shirts.

        Im Netz fand ich ein Bild, auf dem an Bäumen Schals angeknotet oder Handschuhe, Mützen, Pulswärmer, Wolltücher angezweckt waren.

        Aufschrift: I’m not lost. If you are cold, feel free to help yourself“ oder so ähnlich. Fand ich gut (und der Text hat mich an irgendwas erinnert, was war das bloß? 😉 )

      • Bibo59 sagt:

        Ja, leider hab ich es manchmal nötig. Vor Allem im Winter.

  5. Bibo59 sagt:

    Ja, ich habe auch so ähnliche Klamotten wie Du, aber keine Kleider, keine Röcke, keine Jogginghosen. Aber eine Fleecehose, die ich auch nur trage, wenn ich allein zu Hause bin. Klamotten trage ich auch, bis sie mir vom Körper fallen, aber ich flicke nicht. Meine Leichen sind alle Jahre wieder Geschenke meiner Mutter, die ich nie trage, und die ich nicht mal bei ebay verkaufen kann, weil kein Mensch auf der Welt so bescheuert ist einen knallgelben Rollkragenpullover mit 3/4 Arm zu kaufen oder ein Saunaröckchen. So habe ich denn Berge von Pullovern, die ich nie trage, aber zu wenige warme Hosen für den Winter, weil ich früher immer im Winter weggefahren bin. Deswegen habe ich neulich eine warme Hose gekauft, die hat sich schon bewährt und hält dann hoffentlich ein paar Jahre.

    • Fjonka sagt:

      Diese Leichen müssten aber leicht zu beerdigen sein: Sozialladen oder Altkleidersammlung. Es gibt sie nämlich DOCH, die Leut‘, die das tragen, bloß weniger bei ebay (wahrscheinlcih überhaupt weniger im Netz, denn so wie sichs liest, sind das eher Sachen für 70plus oder Leute, die mit 40 ähnlich drauf sind) und die freuen sich dann, sowas im Sozialladen zu finden

      • Bibo59 sagt:

        Letzte Woche bin ich zum Umsonstladen gepilgert. Laut Internet Öffnungszeiten Mittwoch ab 15.00. Nur war zu. Kam auch keiner. Hing auch kein Zettel dran, dass keiner kommt. Ich habe den Kram dann einfach vor der Tür geparkt. Soll man ja nicht, war mir aber egal. Das ist relativ weit weg. Nur hatte ich erhofft, dass ich vielleicht noch was sinnvolles im Tausch finde.

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