Ach und hach

Gestern war es soweit: ich musste zum Zahnarzt, den neuen Karies, der am Rande einer alten Füllung entstanden war, beseitigen lassen. Und das, wo ich doch so ein Angsthase bin! Achach!!
Zum Glück hatte ich nicht vergessen, was ich im letzten Jahr erstmals  – mit Erfolg – ausprobiert hatte, und warauch diesmal wieder mein IPod dabei. Denn eigentlich ist bohren ja gar nicht so schlimm – schließlich lasse ich mir vorher eine Spritze verpassen – wenn da nicht diese grauenhaften gurgelnden (Absaugung), fiependen (Bohrer), rumpelnden (Schmirgel oder wie auch immer man das nennen mag) und zischenden (Luft) Geräusche wären. Die lassen mich da nämlich krampfen und zucken, daß es keine Lust ist.
Ganz anders jetzt: die Lautstärke-Tasten fest in der Hand, die Ohrhörer an die Ohren geklemmt, ertappe ich zwischendurch sogar meinen Fuß beim mitwippen! Und so ist der taube Mund danach zwar nicht gerade angenehm, aber es war alles gar nicht so schlimm!

Außerdem war angekündigt, daß gestern der einzig sonnige Tag in der Woche sein sollte. Und sonnig, das war er wirklich! Also habe ich die Chance beim Wickel gepackt und bin vom Zahnarzt aus gleich noch runter zum Flensburger Hafen gefahren und dort am Wasser entlang gegangen. Und abgesehen davon, daß ich mich über den zuhausegelassenen Fotoapparat geärgert habe, war das auch ein echtes „hach“:

hoch erhobenen Hauptes am kai längs tänzeln... ich, heute ;-)

hoch erhobenen Hauptes am Kai längs tänzelnd… ich, heute 😉

Sonne im Gesicht, das schöne Altstadt-Panorama gegenüber, dazwischen Wellen auf der Innenförde – hach halt! Den IPod hatte ich mit, und mit Holly Cole und US3 auf den Ohren hab ich mich zwischendurch im Windschatten geparkt, die Augen geschlossen, mich zur Sonne gewendet und nochmal dran erinnert, jetzt nicht laut mitzusingen 😉 Nach einer halben Stunde hatte ich Ohrenschmerzen vom eiskalten Wind, aber diese halbe Stunde hat auch zum auftanken gelangt und war so richtig schön.

PS: ich hab genau vor Augen, wie das da aussah, wo diese Pferde rechts und links eines Durchganges hoch auf ihren Säulen standen – aber ich kann mich verdammtnochmal nicht mehr dran erinnern, wie das betreffende Dorf hieß – hej. Herr F. – das war das wo der Käskeller ist, nahe dem Thingstein…


Aussortiert: ja, Janey, EIN BADEMANTEL!!! *g* (nur weil Du mich provoziert hast, muß ich nun in 5 oder siebzehn Jahren ohne Bademantel im Krankenhaus auflaufen!!! So!!!)

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Sonst so.

21 Kommentare zu “Ach und hach

  1. Bibo59 sagt:

    Jetzt z.B. sitze ich hier im Bademantel, Kaffee, Fjonka, der Tag kann beginnen.

  2. Rosenfrau sagt:

    Gern geschehen 😉
    Und ansonsten: was Steffi sagt!

  3. Nix zum Thema Bademantel, unsere hängen halt hinten an der Badezimmertür rum und wie Bibo sagte, falls jemand zur Unzeit klingelt (nicht gern im Bademantel, aber besser als ne Benachrichtigung im Kasten und die Fahrt zur Post oder wo auch immer hin).

    Zahnarzt: Meiner hat seit 1993 einen Fernseher in die Decke jedes Behandlungszimmers eingebaut, man kann sich einen Film mitbringen oder einen aus seinem Bestand aussuchen, kriegt dicke Ohrhörer übergestülpt. Gebe Dir Recht, mit der Ablenkung und Geräuschdämmung läuft jede Behandlung entspannter ab.

    Realitätsnah beschrieben übrigens, die Geräusche in der Praxis, Gruselfaktor inklusive 😉

    • Fjonka sagt:

      Da ist dann ja gradezu traurg, wenn man fertig ist – weil der Film vielleicht grad spannend ist oder so *gg* Ich persönlich muß aber auch sehen können, was die da machen (daß man das naturgemäß nicht RICHTIG kann, trägt zu meiner Angst bei). Also ist Musik ausreichend, weil ich eh mit Argusaugen über jede vermeintliche Regung in der mundschutzreduzierten Mimik von Ärztin und Helferin wache 😉

  4. Steffi sagt:

    vermeide einfach Krankenhaus, dann brauchst Du einfach keinen (außer für Sauna). ICh habe übrigens 3 Bademäntel. Dafür keine Jogginghose. 😉

    • Fjonka sagt:

      Gute Idee, so mach ich das *gg*
      Und Du? Was machst Du mit DREI Bademänteln? Jeden Abend drin eingekuschelt im Sessel sitzen, nehme ich an!? Und: ein Leben ohne Jogginghosen ist möglich, aber nicht sinnvoll – so etwa sagte doch Loriot schon … 😉

      • Steffi sagt:

        Nach dem Duschen ziehe ich nen Bademantel an und kuschel mich tatsächlich in den Sessel *g* Ich sauniere aber auch gelegentlich. 🙂

      • Bibo59 sagt:

        Ich brauche den Bademantel einerseits morgens, wenn ich noch nicht geduscht habe, aber schon mal ‘nen Kaffee trinke und zweitens, wenn ich, frei nach Kishon, unter der Dusche stehe, mir den Rücken einschäume und der Pöstler mit der Büchersendung klingelt.

  5. Nebelkranich sagt:

    Hmm, wo war das denn? Könnte Oersberg gewesen sein, bin mir aber nicht ganz sicher.
    https://www.openstreetmap.org/#map=17/54.67512/9.84289

    • Fjonka sagt:

      Jepp, das isses! Auf dem Luftbild kann man sogar die Säulen erkennen, auf denen die Pferdchen stehen – aber der Link führt zu keiner Karte, auf der es ein Luftbild gibt.

  6. PurpurBête sagt:

    Ich hatte in den letzten > 30 Jahren keinen Bademantel. Da ich auch keine Nachthemden habe, sondern im KH T-Shirt und Leggings trage, ist das auch in Ordnung. Am Strand und für andere Nackigkeiten reicht ja ein großes (Hand-)Tuch.

  7. ladypark sagt:

    Im Fall der Fälle werde ich dir einfach einen Bademantel leihen. 😉

  8. Bibo59 sagt:

    Und ich habe gerade überlegt, wo in Flensburg das schöne Pferd steht.
    Aber Bademantel braucht man doch für die Sauna.

    • Fjonka sagt:

      Sauna… erstens war ich da auch schon seit über 10 Jahren nicht mehr – und 2. kann ich da auch gut mit großem Badetuch, umgewickelt, klarkommen, sollte ich mal wieder hinwollen.

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