Nageln für Fortgeschrittene

Will die Rähmchen für die neuen Beuten zusammennageln.
Nagele das erste zusammen und stelle fest, daß beide Nägel an der Unterseite hinten ein Stückchen rausgucken.
Wie das?
Rähmchenteile sowie Nägel sind vom letzten Jahr, und die Sternchen-Rähmchen hatte ich doch ohne Probleme zusammengenagelt!?
Halte alles andersrum.
Ändert nix.
Versuche, logisch zu denken und die Nägel gedanklich anders reinzuschlagen (in die Richtung, in die’s längenmäßig passen würde)
Stelle fest, daß das dann zwar längenmäßig passen, die Teile aber nicht zusammenhalten würde.
Verwerfe diesen Gedanken.
Überlege weiter: falsche Nägel können es nicht sein, die waren ja extra dafür gekauft und extra im Bienenregal bei den Einzelteilen gelagert worden.
Drehe alles nochmal um.
Ändert wieder nix.
Frage den Herrn F.
Der sagt dasselbe: das paßt nicht.
Aber es muß gehen, letztes Jahr gings doch auch! Diese Haltung versuche ich dem Herrn F. zu vermitteln, der (nicht ganz ohne Grund) recht ungehalten reagiert.
Bin wütend.
Gehe nochmal gucken.
Drehe.
Ändert nix.
Schlage schonmal oben einige Nägel ein, da passen sie ja.
Das bringt mir jetzt auch nix, stelle ich fest.
Rufe die Seite von Bienenweber auf, wo wir die Rähmchen gekauft haben. Gucke mir deren Hinweise an (ja, sowas haben die!) Da steht man brauche Nägel 1,4x35mm. Genau die habe ich unten. Genau die sind zu lang.
Rufe bei Bienenweber an. Man bittet mich, nachmittags nochmal anzurufen, da ist die Kollegin da, die selbst schon Rähmchen zusammengebaut hat.
Tigere durch die Wohnung.
Gehe nochmal gucken.
Setze mich aufs Sofa, beschließe zu lesen.
Geht nicht, kann mich nicht konzentrieren.
Schnappe mir ein Rähmchen und gehe in den Keller. Gucke, ob es dort vielleicht zufällig genauso dünne und kürzere Nägel gibt (eine Option übrigens, die der Herr mir vorhin vorgeschlagen hatte, die ich aber wütend abgelehnt hatte: letztes Jahr gings doch auch, es muss mit diesen Nägeln irgendwie passen!)
Im Keller herrscht Ordnung, fast sofort finde ich ein großes Paket 1,4x20mm- Nägel, auf dem ordentlich notiert ist „Dadant-Beuten, unten“.
In meiner Handschrift.
Weiß nicht, wen ich hauen soll.
Beschließe, daß es die Nägel sein sollen, die sind ja schließlich schuld!
Haue die Nägel (in die Rähmchen)
Klappt tadellos….

P.S. Nach der Lektüre dieses Berichts fiel dann auch dem Herrn ein, daß wir ja noch extra kürzere Nägel gekauft hatten…. Warum die auf der Website nicht erwähnt werden? Warum ich sie im Keller gelagert habe und nicht auch gleich bei den Rähmchen, wie die langen? ICH WEISS ES NICHT!!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 5.

25 Kommentare zu “Nageln für Fortgeschrittene

  1. Mario sagt:

    Bei der Gelegenheit ergibt sich für mich gleich mal eine Frage. Da Ihr ja ohne Mittelwände arbeitet, drahtet ihr die Rähmchen trotzdem oder kommt nur oben der Anfangsstreifen rein.

    • Mario sagt:

      Zu schnell abgeschickt 😉 Müssen an die Rähmchen dann auch noch Seitenabstandsknöpfe (5mm oder 7mm oder 9mm) und sind eventuell weitere Sachen notwendig?

      • Fjonka sagt:

        Wir drahten nicht. Allerdings gab es die Honigraum-Waben nur bereits fertig (nicht im Bausatz), und die sind dann gedrahtet. Umständlicher zum ernten, wenn man Tropfhonig macht, ansonsten aber egal.
        Die „Knöpfe“ kann man dort auch bestellen, ja, die müssen noch extra ran. Und natürlich ZWEI Sorten Nägel, soollte man den Bausatz kaufen *seufz*

        • Mario sagt:

          Super ich würde ungern Metall in den Waben haben wollen. In den Honigwaben könnte man ja den Draht entfernen, obwohl es die mittlerweile dort auch als Bausatz, also ohne Draht gibt.

          Bei den Knöpfen bin ich noch nicht ganz informiert. Man braucht ja welche, die seitlich den Abstand zur Beutenwand halten (ich denke das sind die 5 mm) und man braucht welche auf den Rähmchen, die den Abstand der Rähmchen halten, also um genaue Wabengassen zu haben oder sehe ich das falsch?

          Zum Glück waren deine Nägel ja nur auf einer Seite zu lang 😉

          • Fjonka sagt:

            Also, bei unsren Beuten/ Rähmchen braucht man nur die, die die Abstände zwischen den Rähmchen halten. Ich kenne es auch nur so. Es muß ein ganz genaues Maß sein, wegen des beespace, deshalb paßt das mit den Polsternägeln, die dort angeboten werden, so gut. Manche Leut‘ schlagen aber auch einfach Nägel genau so tief ein. Ist billiger.
            Man schlägt immer rechts je einen Polsternagel oben und unten ein, damit es nachher paßt. Also 4 pro Rähmchen – auf jeder Seite rechts 2! 🙂
            Achja, und Du mußt die Beuten noch streichen (Wetterschutz, von außen) Dazu hab ich auch irgendwo hier ein Rezept, es gibt aber auch fertige Farben

            • Mario sagt:

              Ok also nur die Nägel für die Wabengassen und NICHT die für den Abstand zur Seitenwand, werden angebracht. Und welche Größe? 5er 7er oder 9er .. sind ja da alle 3 Sorten aufgelistet. Will dich nicht nerven mit Fragen nur will ich eben gut vorbereitet sein wenn ich mich durchringe umzustellen 😉
              Meine Bienenkiste habe ich 3x mit Leinölfirnis gestrichen, sehe bisher keinen Schaden, obwohl sie schon viel Regen und Sonne abbekommen hat.

              • Mario sagt:

                So nun hab ichs gefunden

                „Der Abstand zwischen den Bruträhmchen wird durch 7 mm „Pilzköpfe“ geregelt. Diese werden seitlich am rechten Seitenträger zum einen im unteren Drittel und noch einer in Höhe des Oberträgers platziert. Dann wird das Rähmchen umgedreht und wiederum 2 Pilzköpfe in den rechten Seitenträger wie
                oben beschrieben eingeschlagen.
                So können die Rähmchen auch umgedreht werden und der richtige Abstand ist immer gewährleistet.
                Auch in der Brutraumzarge sollte man an den Seitenwänden rechts in Höhe des Oberträgers einen 7 mm Pilzkopf anbringen.
                Durch die punktförmig zulaufenden Pilzköpfe gehen die Bienen beim Zusammenschieben der Waben bei Berührung zur Seite und werden nicht eingeklemmt.
                Zur Arbeitserleichterung empfiehlt es sich auch das Schied am Oberträger mit Pilzköpfen zu bestücken.

                Den seitlichen Abstand zur Beutenwand hält ein 5 mm „Pilzkopf“ der an den Seitenträgern in Höhe des Unterträgers angebracht wird.
                Dadurch können beim Ziehen der Waben keine Bienen zwischen Rähmchen und Beutenwand eingeklemmt werden. “

                Also doch auf dem Rähmchen und an der Seite. 😉

                • Fjonka sagt:

                  Hm. Okay – hab ich, wie gesagt, noch bei Niemandem so gesehen, aber klar- wieso nicht? Wir haben auf jeder Seite 2 rechts, also 4 pro Rähmchen (habe das oben noch korrigiert, das stimmte nicht!) Die Rähmchen zieht man eigentlich ganz von allein so gerade heraus, daß man keine Bienen quetscht – Bienen quetschen passiert uns eigentlich nur immer mal wieder beim Deckelauflegen. Die sind so schnell, wir passen auf wie Hulle und geben ggfls Rauch – und dann knirscht es doch …

  2. Rosenfrau sagt:

    ’schulligung, aber *lol* Das könnte von mir gewesen sein; ich kann sowas auch nicht vertagen, das muss sich jetzt lösen (wahlweise auch „finden“) lassen. Auch wenn’s die halbe Nacht dauert… Schlafen kann ich dann eh‘ nicht. Bekloppt, oder?

    • Fjonka sagt:

      Irgendwie schon. Aber auch wieder nicht – Adrenalin halt …. und fürs *lol*en brauchtst Du Dich wahrlich nicht zu entschullijen, zum *lol* en hab ichs ja aufgeschrieben, beim schreiben musste ich selbst über mich lachen!

  3. Steffi sagt:

    was lange gährt wird endlich wut 😉

  4. berlinbee sagt:

    … gerne lese ich Deine Ein / Beiträge rund um die Biene

    Bei den Rähmchen aber fällt mir wieder ein .. habt Ihr Euch
    auch mit Oberträgern befasst?
    Die Bienen bauen dann ihre Waben komplet selbst auf …
    sehr schön anzusehen 🙂
    Der Honig daraus .. Tropf oder auch Presshonig, sehr, sehr
    lecker mit hoher Qualität

    • Fjonka sagt:

      Wir sind gerade dabei, von TBH (also nur Oberträgern) auf Rähmchen umzusteigen. Ein gewichtiger Grund dafür: Wabenabrisse und Wildbau. Presshonig wird das aber weiterhin werden, wie bisher, denn wir imkern weiter ohne Mittelwände mit Naturbau.

  5. ladypark sagt:

    Das erinnert mich an den letzten Herbst, als ich verzweifelt meine Dekoigel gesucht habe, vornehmlich in der Kiste, auf der u.a. „Herbstdeko“ steht. Da waren sie nicht und auch sonst nirgends, das ganze Haus habe ich auf den Kopf gestellt.
    Und dann als es weihnachtete und ich die Adventsdeko aus der Adventsdekokiste kramte, da saßen sie, die vier Igel und blickten mich unschuldig an. Ich habe keine Ahnung, warum die in dieser völlig falschen Kiste saßen.

  6. Bibo59 sagt:

    Nageln wär besser gewesen.

    Und jetzt weiß ich auch, warum ich immer bei Lehmanns unterm Bett gesagt habe und alle anderen waren überzeugt, das heißt bei Hempels hinterm Sofa.

  7. Äppelken sagt:

    Sehr lustig. Und vertraut.YmmD!
    Heute bediene ich mal die Rubrik „Ausgemistet“:
    6 Papiertaschen voll (geschredderter) alter Papiere, Rechnungen, Zeitschriften und Warum-hab-ich-das-jetzt-schon-wieder-aufgehoben?s fürs Altpapier. (Dazu kam alles was aufgehoben werden muss schön sortiert in Ökohängeregister von Memo, mit ein bisschen Glück funktioniert dieses System für mich.)

Platz für Klönschnack ...

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