Kann losgehn jetzt!!!

Sonntag. Sonne satt, über 10°, leider sehr windig (zwar kein eiskalter Wind, aber warm ist der auch nicht grad.

Sonst:

eine Hummelkönigin und einen Zitronenfalter gesehen, Vögel singen um die Wette, kleine Triebe am Geißblatt, Knospen an der Linde. Und da bei den Grauen im Gegensatz zu den Roten nichts in der Gemüllschublade zu sehen war, haben wir vorsichtig den Deckel gelupft, und siehe da: sie sind noch genauso „das Grauen“ wie letztes Jahr: erst sekundenlang NICHTS, dann kamen sie vorgeschossen, verteidigungsbereit… zum Glück war Folie zwischen ihren Stacheln und uns…. da ist also auch noch Leben drin! 🙂 Offenbar brauchen Zanders noch ein paar Grad mehr, bis sie sich rauswagen. Das mit dem Durchfall ist nicht toll, aber so erstmal auch nicht schlimm: wenn die Bienen monatelang ihren Kot in ihren Kotblasen gesammelt haben und kommen dann zum ersten Mal raus, schaffen einige das nicht, erstmal auch noch weit vom Stock wegzufliegen, sondern erleichtern sich, sobald sie draußen sind.  Zwei Stunden später war es dann tatsächlich auch für Zanders soweit: beide Völker flogen. Das ganze wirkte recht unkoordiniert und aufgeregt, Pollen wurden nicht eingetragen. Aber da lassen wir ihnen mal ein, zwei Tage Zeit – schließlich wurden sie ja gestern auch umgestellt, und eine weitere Stunde später war auch bei allen dreien schon wieder Ruhe angesagt…

Fazit: 3 lebende Völker sind da- wie weit sie überleben, bis die kritische Zeit, die man Durchlenzung nennt, mit der Obstblüte endet, kann man jetzt noch nicht sagen.


Aussortiert: ein altes Autoradio

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22 Kommentare zu “Kann losgehn jetzt!!!

  1. blue-book sagt:

    Schön, dass bei euch noch drei von fünf leben. Freue mich für euch. Unsere haben es so wie es aussieht auch fast alle geschafft (9 von 10). Aber hier in Unterfranken sieht es schlecht aus, habe schon von vielen Imkern gehört, die Totalausfall haben. Ich denke, wir schaffen hier insgesamt eher die 60% Verlust … Kennt ihr die Umfrage zu den Winterverlusten: http://www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=59247 ?

  2. Steffi sagt:

    ich drück weiter die Daumen für die Bienen… Krokeen, Kroketten, Kroküßchen, Kroküsschen… Grins

  3. beithe sagt:

    Hier sind gestern beide Völker zum Reinigungsflug gestartet. Sieht soweit gut aus 🙂 Ich hatte ja auch keine Wäsche draussen.Beide Völker ( bis hier jedenfalls)durch den Winter bekommen. Jetzt kann das erste „ganze“ Bienenjahr beginnen.
    Ich hab noch von keinem Imker gehört, der große Verluste hatte.

  4. Bibo59 sagt:

    Ich finde ja , Krokusse kann man nicht genug haben. Egal wo. Samen spielen überhaupt keine Rolle. Die vermehren sich hauptsächlich durch Zwiebeln.

  5. Bibo59 sagt:

    Hier auch allerhand Gebrumsel unterwegs. Aber anscheinend nicht viel zu futtern. Bis zu drei Bienen in einer Krokusblüte.

  6. PurpurBête sagt:

    Was mir nicht ganz klar ist: Haben alle eure Völker überlebt? Das wäre ja super! Bei uns waren die Bienen auch schon fleißig unterwegs und haben gemaultrumgesummt, weil ich EIN Beet krokusfrei haben will und die ausbuddele.
    Die Kornelkirsche ist hier auch schon offen. Das ist ja auch jedes Jahr ein Bienenschmaus.

    • Fjonka sagt:

      3 von 5 haben überlebt, immerhin. Das ist etwa das, was in diesem Jahr leider Normalität ist, laut Umfragen und so.
      Bei uns habe ich auch die 1. Kornelkirsche blühen sehen, aber nicht in Reichweite unserer Biens – die bei Nachbars ist noch nicht so weit, die steht etwas schattiger. Und die Kleinen von Dir sehen kraftstrotzend und gesund aus – aber mit dem blühen – das dauert sicher noch ein paar Jährchen.
      Die Krokusfreibeet-Kroküßchen wären aber besser erst NACH der Blüte auszubuddeln, wenn das Laub langsam gelb wird. Wegwerfen wirst Du sie ja sicher nicht, und dann können sie besser woanders überleben

      • PurpurBête sagt:

        Nein, DANN haben sie nämlich schon wieder Samen gebildet. Und da ich den Garten nicht am Haus habe, entscheidet außerdem meine Zeit. Ich schrub ja, dass es nur um EIN Beet geht, nä?

        • Fjonka sagt:

          Dann viel Erfolg – die Samen verbreiten hauptsächlich Ameisen, soweit ich weiß…… *g* bei mir kommen sie jedes Jahr um ein bis zwei Meter weiter (ringsum, Radius!!), jedenfalls die Elfenkrokusse, bei denen kann ichs genau sagen, weil ich da vor Jahren ’ne Handvoll Knöllchen bekam und alle an eine Stelle gesetzt hatte …
          na, meist sind eh die ganzen Pflanzen widerstandsfähiger als man denkt. Ich habe anfangs von Frühjahr bis Herbst den Giersch ausgebuddelt, die Stauden, Zwiebeln und Knöllchen wurden rausgeholt und versäubert, wenn der Graben durchs Beet gerade bei ihnen ankam, egal zu welcher Zeit. Und fast alle haben überlebt.

          • PurpurBête sagt:

            Ich habe das Beet letztes Jahr schon mal von den Kroketten „befreit“ … Da hab ich aber definitiv zu spät angefangen. Dass die sich letztes Jahr nach der Blüte lustig ausgesamt haben sieht man jetzt an den ganzen winzig kleinen oberflächlichen Pflanzen. Zwiebeln sind gsd schon deutlich reduziert.
            Ich mache einfach weiter. Ganz frei kriege ich das Beet natürlich nie. Dafür wachsen im Rasen zuviele (und aus den Wurzeln der Gehölze bekomm ich sie auch nicht raus), aber ich rechne damit, dass der Arbeitsaufwand von Jahr zu Jahr geringer wird.

            • Fjonka sagt:

              Warum müssen die Krokeen denn weichen? Damit man die Roten Beten besser aussäen kann vielleicht? 🙂

              • PurpurBête sagt:

                Klar, was sonst?

                Nein, weil die so überhand nehmen, dass da kaum noch was anderes wächst, denn wenn das Grün der Kroketten endlich weg ist, entweder durch unschönes Verrotten oder durch dreimaliges Wegreißen, dann ist es für viele andere Blumen/Pflanzen schon ein bisschen spät.
                Wir haben die Kroketten dort ja nicht etwa selbst gesetzt, sondern es waren schon vor 40 Jahren massenhaft da, im ganzen Garten, und sie haben sich eben seit 40 Jahren vermehrt. Monokultur zur Übernahme der Weltherrschaft!!!

                • Fjonka sagt:

                  Hui! Na, besser Kroküßchen als Brennesseln als Weltenherrscher 😉 Wenn Du wirklich mal ZU viele hast – her damit, bei mir dürfens gern noch mehr werden. Oder Du wirst zum Guerillagärtner, auf öffentlichen Flächen sehen die ja auch immer schön aus! 🙂
                  Ich habe aber auch keine Einjährigen und kein Gemüse, die Stauden interessiert Krokus-Laub nicht, die lösen die Frühlingsblüher ab und wachsen über das wegrottende Grün, das ist ganz praktisch. Aber im Gemüsebeet oder bei Saatblumen geht das natürlich nicht.

  7. Äppelken sagt:

    Immerhin, dafür, dass in S-H (laut S-H Journal vor ein paar Wochen) nur 40% der Bienen diesen Winter bisher überlebt haben, habt ihr sie gut rübergebracht. Hier sitzt man schon seit einer Woche zu Hauf in den Straßencafés in der Sonne.

    • Fjonka sagt:

      Von S-H hab ich bisher noch keine expilziten Zahlen, aber insgesamt liest man in den Imkerzeitungen und bei den Umfrageergebnissen von 30% Verlusten, nicht 60%
      Die paar ImkerInnen, von denen ich hier genaueres weiß, bestätigen auch eher die 30%. Aber noch ist die kritische Zeit nicht vorbei….

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