Sorten,

Es kann ja Vieles an Vieles erinnern – so auch dieses Windfähnlein daran, daß ich schon in Bauernhofferien als Kind schweine-affin war.


Ich habe überhaupt die allerbesten Erinnerungen an Bauernhofferien, ich glaube, das schrieb ich schonmal- aber die schönsten waren die bei Meiers in der Nähe von Eutin. Bei Meiers durfte ich im Abferkelstall sitzen und Ferkel kosen. Ich durfte morgens Eier suchen. Ich lernte, den Hahn zu ärgern, indem ich selbst täuschend echt krähte. Und der Hausdackel Embe, uralt schon damals, ging mit uns spazieren – bis zu einem ganz bestimmten Wegpunkt. Keinen Schritt weiter! Es half nix, wir mussten mit umdrehen.

Zu meiner und hoffentlich Eurer Freude habe ich tatsächlich das Foto, an das ich beim schreiben denken musste, nach längerem suchen gefunden – nicht, wie gedacht, in einem meiner alten Fotoalben, aber in einem, das mir meine Mutter zum 30. Geburtstag sehr liebevoll zusammengestellt hat – es trägt den schönen Namen „Die frühen Jahre der … (hier folgt mein Name)“ und zeigt Kinderzeiten. Hier also die Seite, die sich unter dem Kapitel „… und die Tiere“ mit dem Urlaub bei Meiers befasst:

Buch2

Die mit dem Ostfriesennerz ist übrigens meine Tante. Keine Ahnung, warum die als Teenager Lust hatte, mit zum Familienurlaub zu fahren. Hatte sie aber. Ich war da 7 Jahre alt.

 

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Sonst so.

12 Kommentare zu “Sorten,

  1. Marianne sagt:

    Warum ich als Teenager mitgefahren bin – ich weiß nicht! Vielleicht um überhaupt mal rauszukommen – odre war das sogar eine Erziehungsmaßnahme meiner Eltern ? Keine Ahnung, aber im Nachhinein war es schön da!

  2. ladypark sagt:

    Interessant, dass ihr alle Bauernhofferien gemacht habt.
    Ich selbst bin zwischen zwei Bauernhöfen groß geworden. Das war nicht immer nur idyllisch. Unfreiwilliges Beobachten von entsetzlichen Schlachtszenen (Details erspare ich euch), Steckenbleiben in Güllegruben, sinnlose Quälereien von Kühen (nur zum Spaß des Hofarbeiters, auch hier keine Details, sonst träumt ihr schlecht), liebloses Wegwerfen von ungewollten Jungkatzen habe ich regelmäßig erlebt. Schön war es aber dennoch: abendliches Eintreiben der Kühe (auf einer konnte man sogar reiten), Herumturnen auf Heuböden, Hinabspringen in Weizenberge und solche Sachen.

    • Fjonka sagt:

      Na, das waren ja Höfe des Grauens! Ohje!!
      Aber dann brauchtest Du ja wirklich keine Bauernhofferien. hast das ja tagtäglich gehabt!
      Bei Meiers hatte eine Glucke sich versteckt und kam dann während unseres Urlaubs mit 13 Küken – die durfte sie dann behalten, und jedes Kind durfte sich eines aussuchen. Hätte ich mit heimnehmen dürfen, wollte ich natürlich auch unbedingt – aber Muddern und Vaddern gaben kein ok… in der Etagenwohnung wollten sie völlig unverständlicherweise kein Huhn halten, dabei gab es doch sogar eine Oma mit Garten … (na, die hätte sich bedankt….*g*)

  3. humpty sagt:

    So um den Dreh herum habe ich auch Ferien auf dem Bauernhof verbracht, in Nüchel. Habe eine Ferkelgeburt miterlebt, durfte beim Schweineeintreiben helfen (an den Lockruf erinnere ich mich heute noch – Zöööch-zöch-zöch-zöch), war mit auf dem Feld, habe mit den anderen Gastkindern heimlich eine Maus gefangen und gehegt (was man als Kind halt so anstellt…), mich natürlich in das schwächste neugeborene Katzenkind verliebt (das wenig später tot auf dem Misthaufen lag; das war ein schwerer Schock für meine Kinderseele) und saß jeden Abend glücklich und in Schweinduft eingehüllt in der Badewanne.
    Ich sollte doch glatt mal auf alten Spuren wandeln und der Holsteinischen Schweiz einen Besuch abstatten… Würde mir heute sicher auch noch gefallen; den Bauernhof gibt es wohl immer noch, sagt Google. Allerdings nicht mehr wiederzuerkennen. 🙂

    • humpty sagt:

      Übrigens sehr goldig, Dein Kindermund mit dem „Zinsen“vorrat der Kuh! 🙂 🙂

    • Fjonka sagt:

      Bauernhofferien waren wirklich was schönes – heute undenkbar, daß man einfach im Schweinestall rumtobt – und wenn es Ferien auf dem Bauernhof gibt, läuft man als Kind nicht mehr einfach mit, sondern es gibt Bespaßung, Extra-Tiere (manchmal sogar nur noch die) usw. Schade eigentlich. Für die heutigen Kinder.
      Die holsteinische Schweiz ist wirklich schön, wir waren ja letztlich bookcrosserisch in Plöhn unterwegs, herrlich! Solltest Du das wahrmachen: ist nicht weit von hier, un-be-dingt hier melden!!!!!!!

      • humpty sagt:

        Du wirst schmunzeln, die Distanz habe ich vorhin nämlich gleich mal gecheckt. Ist tatsächlich nicht so weit nach M***! Und es gibt eine nette Laufveranstaltung um den Dieksee, die ich mitnehmen wollen würde, so sie denn auch 2015 stattfindet… Ist zwar alles noch Zukunftsmusik, aber melden würde ich mich auf alle Fälle. Unser letztes – und einziges – Treffen liegt ja nun schon Jahre zurück (BC in Frankfurt mit der legendären Disco). 🙂

  4. ladypark sagt:

    Toll, das Foto und solche Fotoalben. Heute schreibt man Blogs, die dann hoffentlich auch eine schöne Erinnerung für die Kinder sein werden. Aber so ein kommentiertes Fotoalbum ist wunderbar.

    • Fjonka sagt:

      Mit per SChreibmaschine geschriebenen und aufgeklebten Zetteln – das ist tatsächlich man noch was anderes als ein Blog, das sicherlich auch nicht zu verachten ist.
      Letztlich sah ich bei Freunden Fotobücher zum 18. ihrer Töchter – natürlich designt, am Computer… ich habe ja auch schon einige gemacht, muß aber dann doch feststellen, daß „eingeklebtes mit selbst geschriebenem“ m.E. schon viel persönlicher und schöner ist

  5. Bibo59 sagt:

    Oh ja! Bauernhofferien waren die schönsten! Ich durfte auf dem Ackergaul reiten und Kühe treiben und Kälbchen füttern. Und Abends im Dunkeln wurde Doppel-E gespielt bis in die Puppen.

Platz für Klönschnack ...

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