Baulücken-watching

Baulückenwatching kann extrem spannend sein:

P1070969Diese Baulücke ist so schmal, daß man auf Schlag erstmal denkt: nö, kann nicht sein, daß da ein ganzes Haus reingepaßt hat. (Sieht man leider auf dem Foto nicht so richtig) Hat aber. Und zwar nichtmal ein kleines: hier, in der Großen Straße in Flensburg, war mal ein renommiertes Schreibwarengeschäft namens Fröbelhaus. Ich kann mich noch gut erinnern: es war so schmal, daß man zwischen Tresen an der Wand lang rechts und mit hängenden Waren bestückte Wand links nur schlecht durchkam, wenn an der Kasse Menschen warteten. Aber Mann, wie weit durch ging das nach hinten! Immer kam noch eine Ecke, und noch eine. Und dann ging es ja auch noch nach oben! Fröbelhaus ist schon lange umgezogen, in einen Neubau außen vor der Stadt (und ich habe mich immer gefragt, wie ein Schreibwarenladen so weit außerhalb überleben kann. Liegt wohl an Schulranzen und Büroausstattungen) Und jetzt, wo das Haus abgerissen wurde, sieht man plötzlich eine ganz besondere Erinnerung: die Leuchtreklame oben! Man fragt sich, von wo aus wer die wohl betrachten konnte oder sollte – denn gegenüber stehen (alte) hohe Häuser, so daß man sie von der Fußgängerzone aus definitiv nie gesehen hat. Und es geht gegenüber auch nicht bergauf, so daß es von weiter oben potentielle Gucker hätte geben können. Interessant auch all die Schachtel-Geschosse hinten…. ich kann ja lange stehen und sowas angucken. Und ich freue mich immer, wenn Jemand mir auf meine mir dabei durch den Kopf geschossenen Fragen Antworten liefern kann – aber nie bin ich motiviert genug, selbst nachzuforschen *g*

Na, das Vergnügen, diese alten Reste betrachten zu können, wird sicher nicht lang dauern – mal sehn, was dorthin gebaut wird…

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Stadtbild.

4 Kommentare zu “Baulücken-watching

  1. dschinny sagt:

    Ich fand das auch immer ein sehr spannendes Gebäude, besonders von Innen. Schade, dass es abgerissen wurde 😦

  2. Bibo59 sagt:

    Kicher! Baulücken-Watching. Mein heimliches Laster. Man sieht nämlich, wenn so ein Haus mal weg ist, was dahinter ist. Ein Hof, ein anderes Haus, ein großer Baum, ein verwilderter Garten… In Köln gab es eine große Baulücke und da war denn plötzlich der Gürzenich zu sehen. Und ich gucke hier gerade aus dem Fenster und sehe was, was es hier eigentlich nicht gibt und gestern noch nicht da war.

Platz für Klönschnack ...

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