Kreative Wohnungsfindung

Montag:

Normalerweise läuft das folgendermaßen ab, wenn EineR von uns einen Auto-Termin hat:
Ein Termin wird für einen Tag gemacht, an dem ich frei habe und der Herr Heimarbeit. Dann fahren wir mit zwei Autos zum Schrauber, lassen eines da und fahren mit einem wieder zurück. Abholen dann umgekehrt- ich weiß, sehr umweltschonend ist das nicht, es wäre theoretisch vielmehr eine der wenigen Möglichkeiten, hier auf dem Lande das autofahren ein wenig zu reduzieren. Praktisch aber machen wir es eigentlich immer so, denn zum Schrauber dauert es per Fahrrad doch immerhin so eine halbe Stunde. Nicht viel für geübte RadfahrerInnen, viel für uns.

Nun aber ist alles anders: Der Herr F. darf noch nicht autofahren, aber ich muß morgen mit meinem Auto zur Werkstatt. Als ich also von der Arbeit komme, bitte ich den Herrn, mir behilflich zu sein – denn seit letztem Herbst hängt mein Fahrrad hoch oben an der Wand. Wir also in den Schuppen, ich gucke hoch – und ich sehe dies:

...man erkennt AUCH gut den genialen Pedal-Radhalter!

…man erkennt AUCH gut den genialen Pedal-Radhalter!

„Ach neeeeeeeee – und jetzt?“, stöhne ich. Der Herr, gerade dazukommend: „Wieso, was ist denn?“ Ich: „Guck!“

In echt sieht man das besser: da sitzt schon eine Dame und sieht empört zu den Störenfrieden unten herab

In echt sieht man das besser: da sitzt Dame Amsel und sieht empört auf die Störenfriede unten herab

Der Herr: „Oh!“

Dann sind wir erstmal gegangen und haben überlegt. Und das Resultat war, daß ich jetzt, am Dienstag,  mit dem – extra für mich aufgepumpten und gesäuberten, danke!! – Rad des Herrn F. zum Schrauber gefahren bin.

Der Herr F. ist mal eben 20 cm größer als ich …. der Sattel seines Fahrrades war um etwa 2 cm runterschraubbar. Bequem ist anders, ich merke es nun, da ich dies schreibe, deutlich … aber dank des wunderbaren Frühlingswetters war es trotzdem richtig schön, die paar Kilometer zu radeln. Und doch: ab morgen ist Besuch hier, der mich fahren kann, um das Auto abzuholen – ich ringe noch mit mir….


 Aussortiert: Armaturen, gekauft für ein Bad, das dann doch gaaaanz anders wurde – zum Beispiel ohne Elektroboiler, für die die Armatur war. Keinen Abnehmer gefunden. In den Schrott getan, nach immerhin fast 7 Jahren.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fauna.

12 Kommentare zu “Kreative Wohnungsfindung

  1. Hallo!

    Da habe ich ja wirklich einen Anstoß gegeben mit meinen Beiträgen, freue mich sehr, auch wenn es nicht optimal gelaufen ist.

    Meine Autowerkstatt ist ca. 2 km weit weg und ich gehe meist einfach zu Fuß wieder nach Hause. Inline-Skates bieten sich auch an, die sind nämlich klein und handlich und passen gut ins Auto.

    Für mich ist es dann einfach gleich ein bisschen Zusatzbewegung über die ich mich freue.

    Mit zu hohem Rad ist es natürlich nicht lustig und der Allerwerteste tut meist fürchterlich weh am nächsten Tag. Mein Mitleid hast Du!

    Als ich vor 2 Jahren mein neues Fahrrad gekauft habe, war mir wichtig, dass ein guter Sattel drauf ist und die Lenkstange so hoch ist, dass ich bequem sitzen kann.

    Danke fürs Verlinken!

    lg
    Maria

  2. Gerburgis sagt:

    Wie schön! Wir hatten früher auch schon ungewöhnliche Nistgelegenheiten im Angebot: Ein Herrenschuh auf dem Dachboden für Gartenrotschwänze und unter der Motorhaube des Deutz-Schleppers fanden es die Meisen auch gemütlich…

  3. naliestewieder sagt:

    Also bei mir aufm Lande hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen läuft das so: ich fahre mit Auto zu meinem Lieblingsschrauber, der fährt mit mir zurück nach Hause (ca. 3 km übern Berg) und dann mit dem Auto in die Werkstatt. Wenn das Auto fertig ist, kommt er zu mir mit dem Auto und ich fahre dann ihn wieder in die Werkstatt. Beim Reifenwechsel warte ich oder gehe solange im Dorfladen einkaufen. Fahrrad fahre ich in den Bergen hier auch nicht gerne und mit meiner Oma-Mühle schon gar nicht. Wenn ich den Sattel so einstelle, wie Bibo sagt, wie soll ich denn da anhalten? :-))).

    • Bibo59 sagt:

      Hast Du keine Bremsen, dass Du wie beim Bobbycar mit den Füßen bremsen musst? Du bist doch nicht am Sattel festgeklebt. Bremsen, auf’s Pedal stellen, einen Fuß runter.

      • naliestewieder sagt:

        achsoo, jetzt versteh ich das…. Bobbycar ist kein schlechte Idee, da sause ich unseren Berg runter, mit Schwung den nächsten rauf und wieder runter zur Werkstatt!

  4. Bibo59 sagt:

    Unverschämt! Erst hängst Du die schöne Nisthilfe auf, und dann willst Du sie wiederhaben!

    Das hat mich beim Kajak fahren gestört: Das Umsetzen.
    Entweder:
    Alle fahren vom Campingplatz mit dem Bully und den Kajaks (und dem sonstigen Geraffel) zur Einsetzstelle. Alle fahren mit den Kajaks zum Campingplatz. Einer fährt mit dem Fahrrad hoch und holt den Bully.
    Oder:
    Einer fährt morgens mit dem Bully und dem Fahrrad zur Aussetzstelle und kommt mit dem Fahrrad zurück. Alle fahren mit den Kajaks zur Aussetzstelle. Alle fahren mit dem Bully und den Kajaks (und dem sonstigen Geraffel) zum Campingplatz.
    Und jeden 2. Tag wird der Campingplatz gewechselt.

    Kanadier: Alle werfen alles in den Kanadier und fahren zum nächsten Flussabschnitt.

    Aber eine halbe Stunde Rad fahren ist doch nicht wirklich schlimm.

    • Fjonka sagt:

      Neee, nicht wirklich. Und doch… außerdem ist es absolut nervig, das Rad ins Auto zu kriegen (Heckklappe muß trotzdem offenbleiben) oder aber erst den Fahrradträger, den wir mal geschenkt bekommen haben, anzutüdeln. Alles Ausreden, schon klar. Aber wirksam, so daß ich zuvor nie mit dem Rad gefahren war – und auch jetzt schon weiß, daß ichs wahrscheinlich nicht wieder tu. Habe eh nicht viel Rad-Lust. Wohnte ich besser, meine Alternativen zum Auto wären unbedingt Öffis und laufen.
      Übrigens hat trotz dessen zu hohem Sattel das radeln mit des Herrn Rad deutlich mehr Spaß gemacht – trotz ebensovieler Gänge ist jede Steigung mit meinem Rad wesentlich anstrengender als mit seinem. Komisch.

      • Bibo59 sagt:

        Dann ist vermutlich der Sattel an Deinem Rad zu niedrig!!! Das nimmt Kraft weg und schreddert die Knie.
        Der Unterschied zwischen Brötchenholern und Langstreckenradlern liegt oft in Der Rahmengeometrie und der Sattelhöhe. Richtige Sattelhöhe so Pi mal Daumen: Gerade auf’s Rad setzen (evtl. den Herrn festhalten lassen) Dann die Hacke auf das Pedal stellen. Der Sattel hat die richtige Höhe, wenn Du mit gestrecktem Bein, Pedal unten gerade mit der Hacke an das Pedal kommst.
        Wenn der Sattel wirklich zu hoch ist, merkst Du das SOFORT an einem Druckschmerz an den empfindlichsten Teilen und damit meine ich nicht die Pobacken. Damit fährst Du keine zehn Meter.
        Es kann auch sein, dass Dein Sattel zu weich oder zu weich gefedert ist. Viele Leute denken, ein Sessel wäre bequem. Stimmt, aber nur beim Lesen, nicht auf dem Rad.
        Außerdem: Wenn ich meine, ich komme nicht von der Stelle, obwohl der Sattel hoch genug ist, ist zu wenig Luft im Reifen.

        • Fjonka sagt:

          ohja, das mit den empfindlichen Teilen merke ich seit gestern – ich bin ja die halbe Stunde mit zu hohem Sattel gefahren, DameAmsel sei dank … wenn sie dann ihre praktische Nisthilfe verläßt, werde ich das mit dem ZU NIEDRIGEN mal austesten. Merklich stört mich bei meinem Rad der zu niedrige Lenker, der geht aber nicht höher.
          Zu wenig Luft ists nicht, weil jeweils frisch aufgepumpt, bervor ich die letzten Male fuhr

          • Bibo59 sagt:

            Wie alt ist denn das Rad? Und was für eins? Beim Hollandrad, und nur bei dem, fährst du aufrecht mit hohem Lenker. Bei allen anderen ist der Lenker gleich hoch oder niedriger als der Sattel. Wenn Du also kein Hollandrad fährst und der Sattel ist niedriger als der Lenker, ist der Sattel in jedem Fall zu niedrig. Rahmenlänge und -höhe spielen auch noch eine Rolle. Meins passt mir auch nicht wirklich gut. Eigentlich ist der Rahmen zu kurz. Das könnte man nun noch mit einem anderen Lenkervorbau ausgleichen, aber das ist es mir nun nicht wert.

            • Bibo59 sagt:

              Achja, jetzt habe ich geguckt. Damenrad 28″? Sollte eigentlich als Hollandrad fahrbar sein. Der Sattel sieht dick und weich aus und ziemlich niedrig. Vom dicken, weichen Sattel bekommst Du auch Schmerzen an den edlen Teilen.

            • Fjonka sagt:

              Äh – bei meinen kurzen Beinen würde ich mit Gersicht gen Boden fahren, wenn der Sattel höher als der Lenker sein soll. Der Sattel IST niedriger. Und trotzdem ist der Lenker mir viel zu niedrig und unbequem, was zur Folge hat, daß ich oft so fahre, daß ich nur die Fingerspitzen am Lenker habe, was ätzend ist, wenn man nichtmal ne Rücktrittbremse hat. (Je mehr ich schreibe, desto mehr wird mir klar, daß dieses Rad überhaupt garnicht zu mir paßt!)

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