Ohweh …

Irgendwie schon - aber diese Dachrinne fühlt sich sicher auch nicht wirklich geliebt ... und das Bild habe ich in Flensburg, Norderstraße, gemacht.

Irgendwie schon – aber diese Dachrinne fühlt sich sicher auch nicht wirklich geliebt … und das Bild habe ich in Flensburg, Norderstraße, gemacht.

Zuallererst eine Vorwarnung: diesen Beitrag kann nur begreifen, wer auf den Link im Text klickt und sich das Foto anschaut. Ich habe überlegt, aber keine Idee, wie ichs so beschreiben könnte, daß es auch ohne geht. Und jetzt also geht der Beitrag los 😉

Der Herr Ackerbau hat mir letztlich mit diesem Beitrag eine ganz neue Flause in den Kopf gesetzt (unteres Bild) Beim lesen passierte zweierlei: ich musste lachen, erstens, und zweitens wusste ich mit absoluter Sicherheit:
von nun an werde ich jedes einzelne Mal, wenn ich so eine Ampel sehe, einen mitfühlenden Blick voller Zärtlichkeit absenden. Absenden müssen. Eine neue Zwangshandlung, so wie ich – Agnostikerin mit deutlich atheistischer Tendenz – seit Kindertagen bei jeder Tierleiche am Straßenrand schnell ein Kreuz schlage (-n muss) – es könnte ja sein, daß das dem Tier den Zugang zum Himmel sichert …. oder so wie ich, auch seit Kindertagen, stets mit dem anderen Fuß als mein Vor-Läufer eine Treppenstufe betrete. Aus Gerechtigkeitsgründen. Wie muß sich eine Stufe fühlen, der ständig Jemand auf genau dieselbe Stelle stampft?
Okay. Das wars auch schon, ich neige zu vielem, aber wirklich nicht zu Zwängen *g*, und so sind das auch eher Marotten – aber welche, die sich so festgesetzt haben, daß es mir wirklich schwerfällt, einfach per Verstand über diese eine Taube mal nicht mein symbolisches Kreuz zu schlagen, oder bei jener Treppe zuzulassen, daß sie so fürchterlich unfair von mir behandelt wird … man wird sehen, ob der spontane Ampel-Gedanke wahr wird und ich von nun an tatsächlich erst wahrnehme, was doch so offensichtlich ist: der gravierende Mangel an Wertschätzung und Liebesbekundungen Ampeln gegenüber, der sich sicher ebenso auf Straßenlaternen, Schilder, Gossen undundund beziehen läßt, auch wenn die nicht so deutlich Veränderung anmahnen….

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14 Kommentare zu “Ohweh …

  1. humpty sagt:

    Köstlich! Jetzt muss ich demnächst doch glatt mal nachschauen, zu welchen Zuwendungsbekundungen mich unsere Fußgängerampeln hier auffordern. 🙂

    Und was das „Spinnen“ betrifft, hat sich auch bei mir die eine oder andere Macke etabliert. Ich bin weit davon entfernt, eine Ordnungs-Else zu sein, aber wenn Bilder schief hängen, m u s s ich sie gerade rücken. Ebenso beruhigt es mein Auge, wenn „Rumsteherchen“, also Dekorationsnippes wie Kerzen, Teelichter, Blumenpötte usw., im gleichen Abstand zueinander stehen und mittig vor ihrem Hintergrund ausgerichtet sind. Notfalls wird auch da nachgeholfen. Und meine Gewürze sind alphabetisch sortiert, aber nur, damit ich die Reihen nicht so lange durchsuchen muss.
    Zudem wasche ich seit Jahrzehnten an Silvester grundsätzlich keine Wäsche, aber das geht wohl mehr in Richtung lieb gewonnener Aberglaube.

    So aufgeschrieben klingt’s irgendwie schlimm, aber ich schwöre: Meine Wohnung sieht definitiv nicht wie auf dem Reißbrett entworfen aus! Allerdings hält sich der Nippes schwer in Grenzen.

    PS: Bücher nach Größe oder anderen Kriterien im Regal zu ordnen, habe ich vor Jahren drangegeben, allerdings habe ich das – bis auf ein paar wenige Versuche – auch nie besonders gepflegt. D e n Anblick kann ich ganz entspannt ertragen. 🙂

    • Fjonka sagt:

      Also, Bücher, CDs und Gewürze sind bei mir selbstverständlich(!) alphabetisch sortiert – das empfinde ich ü-ber-haupt nicht als marottig, sondern als zweckdienlich!!
      Das mit dem „mittig und im selben Abstand“ geht dann schon eher in die Richtung, die ich oben so meinte 😉

    • ladypark sagt:

      „Ebenso beruhigt es mein Auge, wenn „Rumsteherchen“, also Dekorationsnippes wie Kerzen, Teelichter, Blumenpötte usw., im gleichen Abstand zueinander stehen und mittig vor ihrem Hintergrund ausgerichtet sind.“
      Geht mir genauso. Und dann kommt einmal wöchentlich meine Putzfrau und stellt wirklich ALLES falsch zurück, ich könnte die Krise kriegen. Natürlich muss ich dann jede Woche ALLES wieder richtig hinstellen, sie lernt es nicht.

      • Fjonka sagt:

        *lol* – MEIN Auge beruhigt eher, wenn „Stehrümchens“ insgesamt nur eher reduziert eingesetzt sind – aber „unsere Ute“ stellt auch gern Sachen anders hin als ich denke, daß sie stehen sollten. Jede Woche dieselben 3 oder 4, und die stell‘ ich dann auch wieder „richtig“ hin. Stört mich aber nicht so 🙂

      • humpty sagt:

        🙂 🙂
        Ich kann Dich so gut verstehen!

        • humpty sagt:

          Das bezieht auf ladypark – die Fjinka und ich haben eben nahezu zeitgleich gepostet.
          Viele Grüße in den Norden! 🙂

    • Bibo59 sagt:

      Dann wärst Du in meinem alten Zimmer verzweifelt. Da sind nämlich die Wände schief. Hier auch teilweise und der Fußboden. Für Bildergeraderücker eine echte Beschäftigungstherapie.

      • humpty sagt:

        Klint nach echter Herausforderung! 🙂
        Wenn’s jedoch in seiner Schiefheit schon wieder geometrischen Sinn ergibt, könnte ich wahrscheinlich damit leben. Sprich: Wenn auch Möbel oder Couch schief stehen, fügt sich ein schiefes Bild prima ein. Ansonsten grenzt’s an Konfrontationstherapie, aber die soll ja helfen. 🙂

  2. Beruhigt mich ja, dass ich nicht alleine bin mit solchen Gedanken. Infektiös wollte ich aber auch nicht wirken.. Tut mir leid

  3. Bibo59 sagt:

    Bettelampeln kann man nicht lieb haben. Also solche, die dazu dienen, Radler und Fußgängerinnen aufzuhalten, damit der Autostrom flüssig bleibt. Da muss man sich ein grün erbetteln, obwohl die Autos in der selben Richtung schon grün haben.

    • Fjonka sagt:

      Aber die kann doch nichts dafür, die liebebedürftige Ampel!!!

    • Maenade sagt:

      Grundsätzlich: recht haste. Aber Bettelampeln gibt es in Berlin – so weit ich das überblicke – nur da, wo für Autos eine Kontaktschleife im Boden ist (die also auch betteln müssen) oder Autos grundsätzlich nicht fahren können, also an reinen Fußgänger- / Radüberwegen. Das finde ich dann schon OK. Viel blöder finde ich hier die Ampeln, die für den Fußverkehr so geregelt sind, dass selbst ich junge Hüpferin zwei, an noch blöderen Ampeln ungelogen drei Grünphasen brauche, wenn ich regelkonform queren will.

      • Bibo59 sagt:

        In Hamburg gibt es eine Fußgängerampel mit etwa 2 Sekunden Grünphase. Ahnungslose Touristen haben da Pech. Touristenführerinnen warnen: Vorsicht, die schnellste Ampel der Welt.

Platz für Klönschnack ...

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