Halloween in der Villa Fjonka

Süßes oder Saures?

schreien Teenies vor der Türe

Och, wenn Ihr schon so nett fragt – ich nehm lieber was süßes,

sage ich (und ernte im besten Fall ein lachen, im schlechtesten muß ich eine Erklärung nachschieben)


Bei jüngeren Kindern erkläre ich freundlich, daß es zu Halloween nix gibt, sie sollen zu Rummelpott wiederkommen (wo soll das denn enden? Halloween, St. Martin, Rummelpott – kein‘ Bock, ständig bettelnde Kinder vor der Tür zu haben!)

Seit des Herrn Einzug aber sind für bettelnde Kinderhorden bessere Zeiten angebrochen – der Herr F. hat ein milderes Herz als ich und besorgt immer was. Was Süßes. Ich glaube, ich war ihm ein bißchen peinlich 😉

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Sonst so.

27 Kommentare zu “Halloween in der Villa Fjonka

  1. Bibo59 sagt:

    Und viel mehr als die 1 -3 mal im Jahr bettelnden Kinder gehen mir die vorweihnachtlichen Bettelbriefe und Mails auf den Geist, die jetzt wieder meine realen und virtuellen Postfächer verstopfen.

  2. satayspiess sagt:

    Nuja, bei St. Martin geht es doch ums Teilen, nicht ums Betteln! Und wer sich Mühe gibt und schön singt – oder aber wenigstens sich Mühe gibt das zu tun – der kriegt bei uns auch was. Als ich Kind war, hat das auch echt Überwindung gekostet was vorzusingen. Wer nichts gab, bekam lauthals ein „Gizzhals, Gizzhals“ (Solinger Platt für Geizhals) gerufen.
    Wobei ich auch gern den Herrn vorschicke zum Liederanhören und Süßigkeiten verteilen. Zugegebenermaßen.

    „Süßes oder Saures“ schreien und dafür belohnt zu werden finde ich auch fragwürdig. Und die Rate Rasierschaumeingehüllter Dinge vor der Tür war letztes Jahr auch sehr fragwürdig. Einschließlich der leeren Rasierschaumbuddeln im Gebüsch. Zwei Mal hat es gestern bei uns geklingelt, das finde ich in Ordnung. Waren die Nachbarskinder.
    Rummelpott liegt außerhalb meines Kulturkreises. Hat der Herr früher aber auch gemacht.

  3. ladypark sagt:

    Ums Betteln geht es hier eigentlich nicht, sondern ums Verkleiden und gemeinsam losziehen, anschließend vielleicht noch Party machen. Mit Halloween an sich kann ich nichts anfangen, aber man soll die Feste feiern wie sie fallen. 😉

    Rummelpott laufen ist bei uns im Dorf eine große Sache. Kinder, Jugendliche und Erwachsene ziehen von Haus zu Haus, es gibt neben Süßigkeiten auch Schnaps, Sekt und Würstchen. Das Ganze läuft wie ein großes Fest ab, ist sehr lustig und trägt zur Stärkung der Dorfgemeinschaft bei. (Ich weiß, nicht dein Anliegen).

    Ich mag das, es ist ein schönes Ritual und auch gestern gab es nette Haustürgespräche.

    • ladypark sagt:

      Noch vergessen: St. Martin findet hier nicht statt, bei euch im Dorf?

      Und noch was: Kommen heute die drei jungen Männer, deren Lotsen ihr seid?

      • Fjonka sagt:

        Ja, aber man nennt’s hier Laternelaufen, und es findet IRGENDWANN statt, nicht unbedingt an St. Martin. Normalerweise wird hier aber danach nicht nicht-gebettelt 😉 , das ist tatsächlich im Rheinland so
        Ja, heute nachmittag kommen sie. Aber der Herr F. hat sie gestern auch schon hergeholt, als ich auffe Arbeit war, wegen Internetzugang und so. Fanden sie gut.

        • ladypark sagt:

          Laternelaufen gibt es hier auch, aber da wird nie an Haustüren geklingelt. Die Kinder laufen singend mit Laternen durchs Dorf und hinterher wir meistens noch gegrillt.

          Klappt es denn zu dritt in der kleinen Wohnung?

          • Fjonka sagt:

            Das ist, glaube ich, weniger ein Problem als die abgelegene Lage – auch zu 3.
            Seltsamerweise schläft wohl der Neue jetzt allein im Schlafzimmer und die anderen zwei auf dem Boden im Wohnzimmer, sagt der Herr F.
            Naja, die siend ja erwachsen; interessieren würde mich schon, wieso – aber es ist so ein Aufriß, sowas zu erfragen, und es wird so viel schwieriges zu erfragen geben, das wichtig ist, daß ich mir die Frage wohl sparen werde….
            Gut ist, daß der 3. Mann wohl etwas besser englisch spricht.
            Aber ich werde „die Tage“ auch hier mal wieder weiter berichten.

      • Bibo59 sagt:

        St. Martin ist ein katholischer Heiliger. In SH gibt es kaum Katholiken und also auch keinen St. Martin nur echt mit PFERD und abschließendem Martinsfeuer! Hier breiten sich die St. Martinszüge inflationär aus, wenn ich richtig gezählt habe: Kindergarten A , Kindergarten B und Feuerwehr an verschiedenen Tagen. Bei der Feuerwehr kann man schon Bons für die überlebenswichtigen Weckmänner bekommen. Weckmänner links, jeder nur einen Weckmann.
        Als Kind hatte ich Angst vor den Pechfackeln und bis ich das Pferd kannte: Dinplie.

    • Fjonka sagt:

      Gings nicht letzt‘ erst bei Dir im Blog um Süßi-Maximierung durch Kuscheltierverkleidung?
      Ja, okay, „betteln“ hört sich recht negativ an – ich empfinde es aber oft auch so. Es gibt Ausnahmen, Kinder, die sich Mühe geben. Aber meist gibt es, auch beim Rummelpott, irgendeeine 2-Zeiler-Kurzversion von einem Lied oder Gedicht und dann jede Menge aufgesperrte Plastiktüten-Mäuler. Das empfinde ich durchaus als betteln.

      • ladypark sagt:

        Klar geht es auch darum, Süßigkeiten zu bekommen, aber das sehe ich nur als Nebeneffekt. Vermutlich ist es ein großer Unterschied, ob man aus Sicht einer Mama das Ganze betrachtet oder eben aus deiner Sicht, du bist ja nur auf der Geber-Seite. 😉
        Unsere Mädels sind übrigens mit Stoffbeuteln statt Plastiktüten losgezogen.

  4. Höhepunkt gestern: „Süßes oder Saures, Geld nehmen wir auch.“ Bei uns waren gestern etwa 70 Kinder. Aber die Berliner haben ja keinen Fasching, da darf man nicht so sein.

  5. teff42 sagt:

    Rummelpott kenn ich auch nicht. Hallo Wien gibts hier (zum Glück) nicht und das Martinssingen ist hier eine Dorfgemeinschaftsaktion. Die Kinder kommen alle zusammen, trällern (brummen) ein Lied oder zwei und bekommen was Süßes. Die Eltern halten sich im Hintergrund und freuen sich, wenn sie auch was bekommen. Außerdem bringen die Kinder seit langer Zeit eine Sammelbüchse für Agape mit.
    Irgendwie ist es vielleicht betteln, aber ich empfinde das nicht so. Manchmal gibt es auch noch eine Abschlussveranstaltung mit Süppchen und Bier in der Kneipe.
    Peinlich ist mir, wenn ichs vergessen habe und womöglich so tun muss, als wär ich nicht zu Hause (Das habe ich in meiner Stadtwohn Zeit machen müssen, da war es aber auch nicht so nett wie hier aufn Dorf und alle kamen einzeln)…

    • Fjonka sagt:

      Als Gemeinschaftssache ist das ja auch gleich wieder ein wenig was anderes, finde ich.
      Ich habe auch schon Sylvester im Gespensterzimmer (hinten raus) bei zugezogenen Gardinen verbracht, weil ich keine Lust auf Auseinandersetzung hatte (aber auch nicht auf Rummlepottler)

  6. Mario sagt:

    Ich mag diese übertriebenen „Bettelaktionen“ auch nicht. Da ziehe ich es vor einen längeren Abendspaziergang am Deich zu machen, als ständig an die Türe gehen zu müssen um die Kinder, die hier auch noch recht vereinzelt auftreten, zu beschenken.

    • Fjonka sagt:

      Wir hatten dann nur 2 Trupps da, bei den einen warens aber gleich 7 oder 8 Kids, die alle für EINEN Spruch belohnt werden wollten…. nuja… waren kleine, und haben sich Mühe gegeben (6-Zeiler)

  7. Bibo59 sagt:

    Ich stand in Hamburg völlig ahnungslos vor den Rummelpott-KIndern. Die gibt es hier nämlich nicht.

    • Fjonka sagt:

      Stimmt. „Früher“ gabs im Rheinland St. Martin zum betteln, in der Eifel (?) Ostern, irgendwo auch Nikolaus – und hier oben halt SYlvester mit dem Rummelpott. Kannte ich vorher auch nicht.
      Jetzt breiten sich die unterschiedlichen Bettelanlässe inflationär aus und zusaätzlich gibts noch Halloween….

  8. Hallo Fjonka!

    Peinlich sein ist super! Das macht das Leben doch viel schöner und bunter.

    lg
    Maria

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