Erstlinge und neue Impulse

Gestern nachmittag kam tatsächlich noch die Sonne raus. Also hats mich rausgetrieben, und das war auch gut so: draußen wars viel schöner als es von drin wirkte, milde Temperaturen, und wenn man dann ins „Tun“ kommt, dann merkt man auch gleich die Schniefnase und den Übel-Bauch nicht mehr so! Also hab ich einfach angefangen, der Herr F. kam dazu, und das kam dabei raus:

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Was Ihr da seht, das ist die Alternative zum schreddern: wir haben den Gehölzschnitt von Herbst und Frühjahr auf einem langen Stück der Grundstücksgrenze als Totholz-Refugium zwischen Nachbars Eiben- und unserer wegen Lichtmangel eh unten immer sehr lückigen Gemischtstrauchhecke aufgeschichtet. Grund: Kleinvögel (Zaunkönige etc) finden Nistplätze, Insekten lieben Totholz, und bei der schattigen, feuchten Lage dort werden sich auch die Erdkröten und Molche freuen.
P1110381Zu verdanken haben wir das einer neuen Bekanntschaft namens Käthe, die in der Kürze der Zeit schon unglaublich viele Impulse bei mir ausgelöst hat. Sie heißt übrigens nicht Käthe. Ich nenn‘ sie hier mal so, weil eins ihrer Hühner so heißt und ich den Namen eh liebe – sollte Dir das nicht gefallen, bitte ich um Einspruch und einen Wunschnamen *gg*.
Nun also diese erste „gute Tat“: Nicht, daß ich nicht schon lang gewußt hätte, daß sowas toll ist für die Tiere, aber trotzdem hatte ich Totholz bisher immer nur für einige Zeit liegen – bis die Haufen geschreddert wurden. Möglichst zu naturverträglichen Zeiten, aber eben doch… Dies jetzt wird langsam wegrotten dürfen und von oben immer wieder ergänzt werden.
Außerdem bin ich Mitglied bei Naturgarten eV geworden, auch ein Käthe-Impuls. Ich bekam einen Stapel von deren Zeitschrift „Natur & Garten“ ausgeliehen, und die sind so spannend und schön, daß ich endlich getan habe, was ich seit Jahren dachte, doch vielleicht mal tun zu können 😉 Und ich hab was bestellt… aber das zeig ich, wenns denn hier ist….

Aber zurück zum Garten! Erstmals in diesem Jahr waren auch endlich einige wenige Winterlinge und Schneeglöckchen mit offenen Blüten zu bewundern – und bei allen drei Dadant-Völkern Bienen! So ein richtiger Reinigungsflug war das noch nicht, aber wer mal musste, der kam raus, flog sich ein und war ein Viertelstündchen in der Sonne unterwegs 🙂

P1110384 P1110383Dochdoch, das war alles sehr erfreulich heute!

Und weil ich im Nachhinein dachte, daß das Thema „Garten“ bei Einab eigentlich kaum vorhanden, aber für ein nachhaltiges Leben wirklich wichtig ist, und weil es gerade heutzutage, wo die intensive Landwirtschaft und die sich ausbreitende Bebauung immer weniger Platz für Natur lassen, für Tier- und Pflanzenarten überlebenswichtig ist, in Gärten eine Nahrungs- und Biotopvielfalt angeboten zu bekommen – deshalb trage ich jetzt diesen Beitrag noch bei Einab ein!

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7 Kommentare zu “Erstlinge und neue Impulse

  1. Hallo Fjonka!

    Oh wie schön, die ersten Frühlingsblüher sind schon da. Bei meiner Tochter im Garten habe ich auch schon Schneeglöckchen entdeckt. Ich liebe den Frühling!

    lg
    Maria

  2. Bibo59 sagt:

    Das sieht natürlich viel ordentlicher aus, als mein Totholzhaufen, aber meiner ist älter.

    • Fjonka sagt:

      „Ordentlich“ ist ja eh nicht so die Kategorie für einen Naturgarten (und für mich *g*). Bei mir wars bisher eher Platzmangel, der mich bewogen hat, immer wieder zu schreddern – spätestens wenn der nächste Schnitt anfiel brauchte es Platz… Jetzt ist nach oben und auch seitlich noch Luft, und da sowas ja auch schnell zusammensackt, hoffe ich, dauerhaft einen Platz für Gehölzschnitt gefunden zu haben. Einmal richtig nachgedacht, und schon gehts….

      • Bibo59 sagt:

        Es gibt in Eurem Fall auch den Fachausdruck Bemjeshecke. Wenn da genug Vögel landen und kacken wächst aus der Totholzhecke schließlich eine richtige Hecke aus den Vogelkacksamen.

        • Fjonka sagt:

          Benjeshecke – ja, ich hatte diesen Ausdruck sogar im Beitrag stehn, bis ich, nach verlinkender Erklärung suchend, dies fand https://de.wikipedia.org/wiki/Benjeshecke Aber das ist nicht, was wir vorhaben. Und durch die stockdunkle Lage sowie die Anlage zwischen zwei vorhandenen Hecken wird sich da wohl auch wenig tun, was – eben wegen der Lage – auch okay so ist.

  3. Mario sagt:

    Bei mir haben gestern auch die Bienen jeden Sonnenstrahl genutzt um sich schon ein wenig zu erleichtern 😉

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