Kleinvieh

KleinviehDiesmal zum Thema „Hotelaufenthalt“

Ich bin nicht oft im Hotel, aber diesmal war ich erstmals mit zuvor bewußt auf „Kleinvieh“ eingestellten Pupillen dort. Und tatsächlich gab es vieles, das ich gern anders gehabt hätte und einiges, das ich anders gemacht habe, um das, was ich gern anders gehabt hätte, zumindest für mich anders zu haben. (schön formuliert, gell? *gggg*)

  1. Zimmer. Im Hotelzimmer gab es nach wie vor Einwegfläschchen mit Shampoo und Duschgel, eine eingeschweißte Duschhaube und eine kleine Seife in Plastik. Letztere brauchte ich leider Da werde ich beim nächsten Hotelaufenthalt noch mehr vorsorgen. Die anderen Einwegsachen – auch das EINE STÜCK SCHOKOLADE in Plastik – habe ich liegengelassen. Vermißt habe ich den Hinweis auf das wechseln der Handtücher nur nach werfen derselben auf den Boden. Egal, dachte ich, bei meinen drei Nächten kommt ein Handtuchwechsel eh nicht in Frage – tatsächlich aber hatte ich am 3. Abend ein neues Handtuch am Waschbecken hängen 😦
  2. Frühstück im Hotel gabs ein Frühstücksbuffet. Butter, Marmelade, Honig, Kaffeesahne gabs nur aus Einmalplastik; ich hatte aber genügend Auswahl auch ohne das und habe lecker Müsli mit frischen Früchten, Milch  und Naturjoghurt gegessen, um das Plastik zu vermeiden. Leider musste ich mir auch die Brötchen und Croissants verkneifen – ohne Butter für mich keine Option… Was die Kaffeesahne anging hatte ich Glück: da es eine vernünftige Kaffeemaschine mit gutem Espresso gab, musste ich nicht auf Filterkaffee mit Plastiksahne zurückgreifen.
  3. Feedback Kein auszufüllender „Wie hat’s Ihnen gefallen“-Zettel, nirgends. Sehr schade, denn ich hatte mir vorgenommen, feedback in Richtung Nachhaltigkeit zu geben. Erst Tage nachdem ich wieder daheim war ist mir eingefallen, daß auf dem Schreibtisch eine Mappe mit Infomaterialien lag. Von außensah ich Stadt-Werbung, und so hab ich die garnicht erst geöffnet… vielleicht war da drin der vermißte Zettel… werde beim nächsten Mal reingucken.

Gereist bin ich übrigens per Bahn. Was aber nur bedingt „Kleinvieh“-Ursachen hat. Ich tu’s auch, weil ich extrem ungern Autobahn fahre. Diesmal hatte ich Glück: keine Verspätungen und bis auf eine kürzere Etappe mit extrem nerviger Mutter gegenüber (das sechsjährige Kind schien mir wesentlich reifer als seine Mutter) ruhige, angenehme Mitreisende.

Und weil ich im stillen, per Verweigerung und ohne größeren Verzicht einfach durch offene Augen ein wenig Einwegmüll eingespart habe und mehr Ideen bekommen, was ich beim nächsten Hotelaufenthalt beachten könnte – deshalb kommt auch dieser Beitrag zur Ideensammlung Derer, die sich, wie ich, mit kleinen und größeren Änderungen ihres Lebensstils auf den Weg machen, um die Welt ein wenig naturfreundlicher, müllleerer, sozialer, gesünder auch –  freundlicher eben zu machen – Einab


Es gibt einen neuen Eintrag des Mannes, der auf Lesbos Flüchtlingen hilft: *klick*

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Kleinvieh.

15 Kommentare zu “Kleinvieh

  1. Fussel sagt:

    Da ich jeden Monat einmal auf Dienstreise muß, ist meine Waschtasche immer gepackt. Ich nehme auch immer eine Seife (in Metalldose) mit und Shampoo fülle ich mir in kleine Fläschchen ab. Bei Handtüchern versuche ich auch immer, dafür zu sorgen, daß sie mir die hängen lassen. In dem einen oder anderen Hotel habe ich dann auch schon mal Zettel hinterlassen, dass sie das Handtuch bitte nicht austauschen sollen.
    In Hotels mit plastikverpackter Marmelade habe ich mir auch schon mal ein Gläschen eigene Marmelade mitgenommen. Abgesehen vom Müll ist die Marmelade in den Plastikpäckchen auch von ausgesprochen mieser Qualität, da ist mir meine eigene lieber.
    Bei Butter bin ich nicht ganz so konsequent wie Du, Fiona. Ich versuche dann, möglichst wenig zu verbrauchen, d.h. mit einem Päckchen auszukommen.
    Blöd sind auch die eingepackten Teebeutel. Aber Kaffee vertrag ich nicht und nur Wasser zum Frühstück ist mir dann auch nix 😦
    Wenn ich mal was wegzuwerfen habe, versuche ich, möglichst alles an einem Tag in dem Mülleimer zu tun, weil dort jedesmal beim Leeren des Mülleimers auch nur für ein paar Haare und zwei Kassenzettel eine ganz Mülltüte mit weggeworfen wird. Oder ich nehm‘ den Kram mit ins Büro und entsorg das dort.

  2. Zora sagt:

    Ohja, Hotels. In letzter Zeit habe ich öfter mal wiederbefüllbare Seifenspender / Shampoospender statt der Einmalfläschchen gesehen. Das hat mich sehr gefreut!
    LG Zora

  3. Jane Blond sagt:

    Ich war vor zwei Wochen ja auch unterwegs. Im Hotel dort gab am wirklich reichhaltigen Frühstücksbuffet alles „lose“, bis auf Nutella, Honig und Süßstoff. In der Dusche befand sich ein Spender an der Wand mit Duschgel/Shampoo (so´n Two-in-One-Zeugs) und am Handwaschbecken einen Spender mit Seife. Fand ich gut!
    Ich reise grundsätzlich nur mit dem Auto. Mit Hund ist alles andere einfach richtig umständlich und obernervig.

    • Fjonka sagt:

      Insofern ist ein Hund ja ein richtiges Handicap- ich jedenfalls hasse lange Autoreisen!

      • Jane Blond sagt:

        Da ich persönlich gerne lange Strecken fahre, ist das schon okay …

      • ladypark sagt:

        Inzwischen mag ich das Reisen mit dem Auto. Die Kinder können sich hinten mit DVD’s und Spielen beschäftigen, das Hundekind hat sein vertrautes Hundebett, Gepäck muss nicht getragen werden und vorn können wir in Ruhe Musik hören und uns beim Fahren abwechseln. Vor Ort sind wir dann auch mobil, alles bestens. 🙂

  4. Hallo Fjonka!

    Ja, wenn man im Hotel unterwegs ist, ist es manchmal ganz schön schwierig. Vor nunmehr fast 2 Jahren habe ich auch einmal im Rahmen vom plastic free july darüber geschrieben, wie ich einige Problemzonen umschifft habe.

    https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/07/05/plastic-free-july-zwischenbericht-1/

    Zum kleinen Seifenstück: Ich habe von irgend einem Aufenthalt das kleine Restliche Seifenstück einfach mitgenommen und das befindet sich nun in meinem Toilettbeutel. Das verwende ich nun so lange, bis es verbraucht ist.

    Noch mehr optimieren kann man das, indem man zu Hause das kleine Reststück einfach schon einmal durch ein neues ersetzt und gleich in den Toilettbeutel packt.

    Dazu habe ich eine kleine Seifentasche aus Baumwolle gehäkelt (wo mir gerade auffällt, dass ich das noch nie gezeigt habe auf meinem Blog…)

    lg
    Maria

    • Fjonka sagt:

      Ich hätte sogar noch ein Seifenstück gehabt…. aber ich bin halt doch noch längst nicht so durchorganisiert wie Du 🙂

      • Hallo Fjonka!

        Oh weh – ich wollte kein schlechtes Gefühl auslösen, sorry falls mir das gelungen ist.

        So gut organisiert bin ich gar nicht, ich bin mehr faul. Denn das Seifenstück liegt einfach ständig im Kosmetikbeutel, weil ich den so halb gepackt lasse, damit ich nichts vergesse.

        lg
        Maria

        • Fjonka sagt:

          Neinnein, das sind wieder die Tücken der schriftlichen Verständigung! Ich bekomme sehr viele Ideen von Dir und auch Motivation. Aber ich weiß genau, daß ich niemals so konsequent mein Leben umkrempeln werde – ich bewundere das und finde es toll, eifere dem aber nicht nach und habe insofern auch kein schlechtes Gefühl, wenn ich meinen kleinen Verbesserungen keine umwälzenden Veränderungen folgen lasse.
          Alles gut 🙂

  5. Bibo59 sagt:

    In den Einwegfläschchen bleibt ja auch immer so ein Rest, der noch mindestens für drei Wäschen reicht. Als ich noch mit dem Fahrrad oder Rucksack durch die Lande gereist bin, habe ich die angebrochenen immer eingesteckt und dann mit kleinen Portionen Shampoo oder so immer wieder nachgefüllt. In der Sauna in Hamburg gab es nämlich Gäste, die stahlen wie die Raben. Und nachdem ich da zwei große, neue Pullen Sebamed geopfert habe, kamen mir die Hotelreste doch sehr recht. Mit Tütchen geht das allerdings nicht.

Platz für Klönschnack ...

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