Schlechte Augen

Mondvolk und Sternchen brüten. Alles gut. Wir hatten es einfach wiedermal nicht gesehen.

Es wird ordentlich Nektar eingetragen, man weigert sich allerdings, in den Honigraum* hinauf zu ziehen. Das hat bei den Sternchen dazu geführt, daß sie am Absperrgitter* wilde Waben gebaut haben, sie hatten nicht genug Platz für ihren Honig. Also tropfte bei uns der erste Honig… allerdings nur zum sofortigen Verzehr, der ist ja noch nicht reif, erst ganz frisch eingetragen, und so könnte er beim lagern schlecht werden. Ist ja auch nicht viel…

Wir haben den Völkern je zwei Waben zum ausbauen dazugegeben. Im letzten Jahr war es auch schon ein Problem, daß Biens so spät erst den Honigraum genutzt haben. Wir haben keine wirkliche Idee, warum das so ist. Morgen wollen wir nochmal die Völker ganz durchschauen (vielleicht gibt es Anlaß, einen Ableger zu erstellen, falls sie nämlich schon Weiselzellen angesetzt haben) und dann evtl mal die Absperrgitter* herausnehmen – vielleicht sind ja die der Grund!?

Am Sonntag waren wir als Vertreter des Naturgartenvereins im Naturerlebnisraum Kollhorst. Dort standen auch Dadant-Beuten*, Imker gabs auch, und ich hab gleich mal nachgefragt, ob von denen Jemand dieselben Schwierigkeiten hat und weiß, warum und/ oder was tun – aber leider gab es Dadantbeuten und Imker – aber keine Imker, die Dadantbeuten hatten 😉 Tja. Die Stand-Betreuung war übrigens interessant, habe ich doch sowas bisher erst ein eintziges Mal als Imkerin (mit-) gemacht, nun sollte ich hir als Naturgarten-Tippgeberin auftreten, dabei sind wir ja selbst erst gaaaaanz kurz dabei. Aber das ging erstaunlich gut. Erstens rannten wir dort offene Türen ein, weil das Publikum standortgemäß naturaffin war, zweitens merkte ich schnell, daß ich dann doch mehr weiß als Ottine Normalgärtnerin und drittens war für die Expertenfragen eine Expertin da ;-), eine ausgebildete, srudierte und professionelle Landschaftsgärtnerin.


* mit dem Sternchen gekennzeichnete Begriffe werden im Imkerlatein erklärt

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 6.

28 Kommentare zu “Schlechte Augen

  1. realkiku sagt:

    Ein Fundstück zum Thema Schwarm 😉 :

    Liebe Grüße!

    • Fjonka sagt:

      Ohweh!
      Das sieht nach einem schwierigen Schwarmfang aus *gg*. UNTER der Motorhaube sind sicher noch die meisten gewesen, schätze ich…. aber dolles Ding, die Konstruktion fürs Fahrrad! 🙂

  2. Jane Blond sagt:

    Zu den Bienen: Da darf ich ja bald was lernen und verstehe dann mehr als nur Bahnhof 😉
    Aber beim „biologischen Gartenbau“, da kann ich mitreden 😀
    Der Nachbar hasst den Garten neben seinem. Er hasst es, wenn Blütenstände bis ins nächste Frühjahr an den Sträuchern bleiben. Er hasst das Laub und Geäst, das liegenbleibt, maximal an die Seite gehakt wird. Er hasst die Stauden, die wie die Sträucher erst im Frühjahr gebrochen und nicht geschnitten werden. Er hasst den Grasschnitt, der unter die Stauden, Sträucher oder Hecke geharkt wird und „vor sich hin gammelt“. Richtig hasst er, dass sein Rasen trotz Sprengen immer gelb wird und unser nicht! Und ich glaube, darum hasst er mich auch.
    Ich hab gestern gemäht. Einige Halme landeten auf seinem neuen Blumenbeet und ich hab sie einfach liegenlassen 🙂 Jede Wette gehe ich ein, dass er nachher losgeht und die absammelt.

    • Fjonka sagt:

      Ich frage mich bei manchen Gärten, wieso die Leute, die da wohnen, nicht in einer ruhigen Stadtwohnung mit kleinem Balkon wohnen. Hätten sie weniger Streß, alles unter Kontrolle zu halten – und die Natur hätte es auch besser.

      • Jane Blond sagt:

        Elendes mühsames Thema. Der Typ hat mittlerweile son Sensor im Garten, der Tiere verjagt. Am meisten hasst er wohl, dass wir die Pfauen füttern. Man hört ihn regelmäßig fluchen, wenn er Pfauenködel findet und gestern sah ich Pfauenabdrücke im neuen Blumenbeet. Der steht allen Ernstes mit einem Kugelschreiber am Fenster und pustet Erbsen auf Pfauen. Als ob die das stören würde, bei dem dichten Federkleid … ich hab ihn auch schon mehrmals geraten in die Stadt zu ziehen und ihm versucht zu erklären, dass die Tiere lange vor ihm hier waren 😉

    • Bibo59 sagt:

      Jaaa! Und jedes Jahr im Februar!! erklärt mir meine Mutter, die ganzen Pflanzen in ihrem Hof wären erstickt, weil ich das Laub und die abgestorbenen Pflanzenteile einfach liegan gelassen habe. Spätestens im Mai ist dann da eine grüne Hölle.

      • Jane Blond sagt:

        😀 Aus welchen Gründen auch immer – i don’t know – habe ich unter den oberen Teil der Hecke keinen Grasschnitt geharkt. Noch nicht einmal. Da ist sie nach zwei Jahren noch immer mikrig und nur ein Drittel von dem, was die Hecke vorne zeigt … Komisch irgendwie. Die alten Bauersfrauen wussten all das noch, und dann kamen die Nachkriegsjahre und alles musste schier und schierer werden mit jedem Jahr :-/

        • Fjonka sagt:

          Ja, komisch, gell? 😉
          Ob sich diese „pflegeleicht und schier“-Bewegung nochmal umdrehen läßt??
          ES wäre ja schon hilfreich, wenn sich festsetzen könnte, daß das, was sie meinen, eben nicht „pflegeleicht“ ist.

          • Jane Blond sagt:

            Ich schaue mir das „Pflegeleicht“ beim Nachbarn nur noch kopfschüttelnd an. Der Kapitän hat es einmal gebracht, ihm eine Nagelschere geben zu wollen. Der Blick war unbezahlbar 😀

          • ladypark sagt:

            Mein Nachbar, der vermutlich ein Clon von Jane Blonds Nachbarn ist, hat sich vor ein paar Monaten getrennt und zog aus. Ich war in Feierlaune. Doch dann mietete er sich ein paar Häuser weiter in der Straße ein. Hier hatte die Vormieterin den Friesenwall mit unzähligen schönen Stauden bepflanzt. Und dann kam er, riss alles heraus, schmiss es auf einen Hänger und transportierte das böse Grün ab zur Entsorgung. Nun gibt es dort Kies und ein paar kleine Kugelbuchse, schön ordentlich, alle im gleichen Abstand zueinander.

            Ich glaube „pflegeleicht“ ist gar nicht das Anliegen, dieser Herr Nachbar wütet ständig in seinem Garten herum, „schön schier“, das ist, was er will. Er meinte ja sogar einmal: „Vögel will man ja nicht in seinem Garten haben, die machen ja nur Dreck.“ Und dieser Typ ist gerade mal 30 Jahre alt, ich könnte k…..

            • Fjonka sagt:

              Kann denn ohne ihn wenigstens Dein Nachbargarten etwas entspannen?
              😦

              • ladypark sagt:

                Das habe ich mich auch schon gefragt. Die Frau des Hauses habe ich noch nie im Garten werkeln gesehen. Kürzlich hatte sie jemanden da, der den Rasen gemäht hat. So ordentlich wie der ehemalige Herr des Hauses hat er es tatsächlich nicht hingekriegt. 😉 Ich habe Hoffnung.

            • Bibo59 sagt:

              Da wäre ich gleich hin und hätte gefragt, ob ich die schönen Stauden haben kann.
              Hier gibt es ja entferntere Nachbarn, die ihre Gartenabfälle illegalerweise im Straßengraben entsorgen. Was ich da schon alles aufgesammelt und bei mir wieder eingepflanzt habe. Ein Highlight war eine Hortensie, die blau blüht, unzählige BlumenZwieeln, verschiedene Sorten und Voriges Jahr war es ein gemischter Kübelinhalt von dem ich stark vermute, dass er eine Pfingstrose enthielt. Ist angegangen, blüht aber dieses Jahr wohl noch nicht. Wenn die so weitermachen, muss ich irgendwo ein neues Beet eröffnen.
              Fjonka, kannst Du einen Ableger vom Kirschlorbeer brauchen? sieht ein Bisschen nach Friedhof aus, aber Bienen mögen ihn.

      • Fjonka sagt:

        FRüher war bestimmt alles schon im Februar schön grün, aber dann kamst ja Du und hast alles ersticken lassen *lol*

  3. Muri sagt:

    Hallo Fjonka
    ich lese ja immer gerne hier und habe schon viel über Bienen gelernt 😉 wer weis zu was das eines Tages führt…
    auf der Suche im Netz bin ich http://www.kalcool.com/imker/pollenfarben1.html über diese Seite gestolpert, vielleicht kennst Du sie ja noch nicht. Ich fand sie sehr interessant.

  4. a sagt:

    Naja, dass Ihr mehr wisst als ‚Ottonormalgärtnerin‘, ist doch eigentlich keine Frage mehr – wir sind doch auch über jeden Besuch froh, bei dem wir Euch so ganz nebenbei noch mal löchern dürfen 😉 – ein herzliches Danke dafür 🙂

  5. blue-book sagt:

    Naja, könnte auch sein, dass sie schwärmen ohne überhaupt in den Honigraum zu gehen. Bei uns in diesem Jahr so passiert 😦 Habt ihr schon ausgebaute Honigrähmchen (sorry habe aus Zeitgründen nicht alles mitverfolgt)? Wenn ihr nur Mittelwände oder Naturbau machen lasst, einfach mal für ein paar Tage bis ’ne Woche die Absperrgitter raus. Wenn sie oben anfangen zu bauen, könnt ihr sie wieder einlegen. Aufpassen, dass Kö nicht oben spazieren ist. Drohnen müsst ihr dann in den nächsten Tagen mal aus dem Honigraum abfliegen lassen. Aber mit den Beuten direkt am Wohnhaus ist das ja kein Problem …

    P.S.: Eure Beespace-Seite wird von unseren (Jung)Imkern und auch von uns fleißig genutzt. Wir haben sie auf unserer Vereins-Webseite verlinkt. Vielen, vielen Dank! Sehr toll!

    • Fjonka sagt:

      Uuuuuh – schwärmen ohne Honigraum… wie blöde! Konntet Ihr den Schwarm weniggstens einfangen?
      Hier SOLLTE es eigentlich noch etwas dauern mit der Schwärmerei, aber da wir dem Frieden nicht trauen, werden wir heute auch nach Schwarmzellen Ausschau halten. Und eben die Trenngitter rausholen. Jedenfalls, sofern sich noch nix geändert hat im Honigraum.
      Das mit dem
      Beespace
      habe ich dem Herrn gleich mal gesagt, ist ja SEIN Projekt – er hat sich gefreut!
      Anfangs hat er ab und an mal danach gegoogelt und festgestellt, daß sioch’s schon recht gut verbreitet hat, sogar polnische Seiten hat er gefunden, und österreichische und Schweizer…

      • blue-book sagt:

        Ja, den Schwarm haben wir fangen können (am 30. April!). Das war ein Vorschwarm – erklärst du das auch irgendwo in deinem Glossar? Gestern (9. Mai) ist vermutl. von diesem Volk ein Nachschwarm mit Prinzessin = d.h. unbegatteter Königin rausgegangen. Der sitzt jetzt auch in der Schwarmfangkiste – dank Seifertschem Schwarmfangrohr (http://immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?t=426). Wenn man zu zweit ist, geht es u.U. auch mit einem drunter gehaltenen Eimer anstelle eines Beutels. Schwarm bekommt ein (zukünftiger) Bienenkistenimker. Bei uns schwämt es schon mächtig. Habe schon von einigen Schwärmen gehört und in diesem Jahr jetzt auch schon vier (mit) eingefangen.

        • Fjonka sagt:

          Auch spannend, das Schwarmfangrohr!
          Wir haben jetzt so einen Beutel zum auf-Teleskopstiel-stecken, der auch unten zugebunden wird und oben kann man ihn zuklappenlassen, wenn Biens drin sind. Wird gestestet… Hoffe, Biens hängen sich nicht wieder 20m hoch auf, da hilft nämlich dann auch kein noch so langes Rohr mehr…. Am liebsten aber wäre uns, wir könnten einen Flugling* mit Weiselzelle* bilden: Weiselzelle finden, (Geschlossene natürlich! *g*), Diese Wabe in neue Beute, Futterwabe links und rechts, alles mit ansitzenden Bienen – und dann abwarten. NOCH besser: endlich mal die Königin finden, um sicher zu sein, die nicht mit im neuen Kasten zu haben….
          Eben reingeschaut: Stifte, Maden, leider auch viel Nektar im Brutnest, nach wie vor ungenutzter Honigraum und bei den Sternchen mindestens 5-6 Spielnäpfchen* (*-Begriffe gibts im Imkerlatein erklärt, siehe Link oben oder tag rechts)
          Nein, den Vorschwarm gibts dort noch nicht. Ich habe auch keine Ahnung, wie ich den sinnvoll erklären soll- finde ich doch selbst den Begriff „Vorschwarm“ völlig irrig, schließlich ist der Schwarm mit der alten Königin immer der größte und damit der HAUPTschwarm…. und oft (sinnvollerweise) auch der einzige.

          • blue-book sagt:

            Du hast noch vergessen zu erwähnen, dass beim Flugling die neue Kiste auf den alten Platz gestellt wird. Die Flugbienen fliegen zum alten Standort. Das Ursprungsvolk verliert erst mal seine Flugbienen und damit die Schwarmlust. Am alten Standort müssen dann aber mehr Waben in der Kiste sein, die ganzen Flugbienen brauchen ja Platz zum Sitzen. Und Achtung es gibt Untersuchungen von Mellifera e.V. (http://www.schwarmboerse.de/fix/doc/Schwarm%20Information%200901.pdf Seite 3) wonach bereits am ersten Tag der Verdeckelung der Weiselzelle ein Schwarm mit der alten Kö rausgehen kann. Also nicht Flugling mit WZ bilden, im Altvolk alle WZ brechen und Kö ist evtl. schon raus …

            • Fjonka sagt:

              …also mit OFFENER Weiselzelle! (Nur zum Verständnis, oben meinte ich mit „geschlossene natürlich“, daß sie noch nicht aufgeknabbert, also die neue Königin noch nicht geschlüpft sein darf….) Pfüh, das wird ja immer schwieriger!
              Wenn allerdings an 2 Waben je 1 WZ wäre, würden wir eh vorziehen, 1 in der alten Beute zu lassen – weil wir ja eh so Probleme haben, die Königin zu finden und bei unserem Glück wir dann Königin UND Weiselzelle im Flugling hätten, aber keine Weiselzelle im Altvolk…..
              na, mal sehen, was DAS diesmal wird *gg*

  6. Mario sagt:

    Fein 😉 Mit dem Honigraum mach dir mal keine Sorgen. Die gehen schon hoch wenn es unten eng wird. Hat bei mir auch ca. 2 Wochen gedauert aber nun sind dort Massen drinne.

    • Fjonka sagt:

      Bei uns hats auch im letzten Jahr schon bis nach der Rapsblüte gedauert…..
      gestern war übrigens Imkertreffen – Du hast echt Glück gehabt, sehr viele Bienen auch von Erwerbsimkern (will sagen: liegt nicht am stümperhaften Bienen-Halter), haben in der Kälteperiode die Brut eingestellt (und Maden ausgefressen) und haben nun nur ein sehr kleines Brutnest, weil sie jetzt in die Brutwaben Nektar eingetragen haben…. alles nicht ganz unproblematisch.

Platz für Klönschnack ...

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