Nach dem Flugling, Teil zwei

Bei dem Bombenwetter müssen Imkers morgens früh aufstehen, wenn sie im Naturwabenbau Waben ziehen möchten, ohne Gefahr zu laufen, Abrisse zu verursachen….

das haben wir am Sonntag getan, morgens um halb neun gings „in die Bienen“. Und etwas später konnte man zwei sehr zufriedene Imker frühstücken sehen, denn:

schöne Weiselzelle :-)

schöne Weiselzelle, verdeckelt, bei den Kringelchen 🙂

Weitere Ergebnisse: Ein Mondvolk voller Brut, stark und kräftig wie sie zur Rapsblüte hätten sein sollen (aber what shall’s) mit inzwischen doch mal mehreren ausgebauten Rähmchen im Honigraum und tiefenentspannten Bienen

Und den Sternchen sind wirklich heftigst viele Bienen entflogen – die Königin stiftet wunderbar, es gibt mehrere Waben mit Stiften – aber die Bienenmasse lässt zu wünschen übrig, und das, obwohl sie ja SECHS Waben voller verdeckelter Brut hatten, von der nun nur noch Reste verdeckelt waren. Wir haben uns entschlossen für die „Wartezeit“ (vom Stift zur Biene dauert’s ja 3 Wochen) Überbrückungshilfe zu geben: wir haben dem Mondvolk eine Wabe voller verdeckelter Arbeiterinnenbrut entnommen und den Sternchen gegeben. Dann bekommen sie in den nächsten Tagen nochmal ordentlich „Anschub“, und den können sie brauchen, weil fast keine Biene im Honigraum war. Und der sollte ja eigentlich jetzt – er ist voller Nektar – gepflegt und verdeckelt werden, damit wir ernten können!

Fürs Mondvolk ist das auch okay, sie haben unglaublich viel Brut und sitzen auf 10 Waben. Anstalten, schwärmen zu wollen, machen sie nicht, selbst die Spielnäpfchen waren abgebaut – aber den Verlust einer Wabe können sie jetzt, wo eh nicht viel Tracht zu holen ist, unserer Meinung nach leicht verkraften.

Einige Stunden später dann klingelte das Telefon: Freunde aus der Gegend hatten gleich ZWEI Schwärme gleichzeitig, aber nur EINEN Schwarmfangkasten – ob wir nicht vielleicht aushelfen könnten? Klar konnten wir! Ein sehr großer und ein kleiner Schwarm wurden eingetütet und in Kellerhaft gebracht…. überall hört und liest man von diesem dollen Schwarmjahr – nur bei uns ist wiedermal, wie immer, alles gaaaaanz anders! JETZT aber hoffe ich, daß sie auch dabei bleiben, nicht schwärmen zu wollen, denn jetzt, nach Fluglingsbau, schröpfen etc., sollten all unsere Völker nicht mehr so scharm-resilient sein. Will sagen: jetzt wäre es für keines mehr gut abzufangen, würde es einen Schwarm losschicken…..

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Jahr 6.

10 Kommentare zu “Nach dem Flugling, Teil zwei

  1. JörgJ sagt:

    Warum verhindert frühes Aufstehen einen Abriss bei den Naturwaben?

    • Fjonka sagt:

      Ja, stimmt – gute Frage! Manchmal ist man „betriebsblind“…. 🙂
      Bei konventionellen Imkern gibt es vorgefertigte Mittelwände, die an sich schon wesentlich dicker und stabiler sind und zusätzlich noch eingelötete Drähte als Stütze haben. Bei uns aber hängen die sehr feinen, weil von Biens ohne Mittelwände selbst gebauten Waben ohne größere Stützen einfach nur in den Rähmchen (manchmal bauen die Bienen an den Rähmchen seitlich selbst mit Wachs stützende Stege an, manchmal nicht)
      Wenn es nun nachmittags (oder derzeit auch schon vormittags!) sehr heiß ist, wird das Wachs warm, obwohl die Bienen lüften. So eine Wabe kann aber ganz schön schwer werden, wenn Pollen, Nektar, Brut drin sind und obenauf Bienen sitzen – und dann, bei erwärmtem Wachs viel leichter als wenn es morgens früh noch kühl ist, abreißen.

  2. Mario sagt:

    Wenn das so weiter geht müsst ihr euch bald nach einem größeren garten umsehn 🙂
    Ich wünsche viel Glück und gutes Gelingen mit all den Ablegern.
    Hier ist es auch seit tagen super schön. Sonne satt, kein regen kein Gewitter weit und breit.

    Summende Grüße
    Mario

    • Fjonka sagt:

      Mißverständnis!! Die zwei Schwärme bleiben bei den Freunden, nur die leere Fangkiste kommt zu uns zurück *gg*
      Nein, drei Völker sind genug. WÜRDEN wir noch einen Schwarm bekommen, WÜRDEN wir eine TBH reaktivieren, rein zum Spaß. Aber das ist unwahrscheinlich

  3. petra sagt:

    Schreib du nur von Bomben-Wetter. Hier regnets grade nicht! Der Bach vorm Haus trocknet…

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